Wechselhänder -> Ergotherapie

Dieses Thema im Forum "Das Leben mit Schulkindern" wurde erstellt von ilselottikulle, 19. Mai 2005.

  1. ilselottikulle

    ilselottikulle Dauerschnullerer

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    Vor einiger Zeit ist uns aufgefallen, dass mein Sohn Kolja ein sogenannter "Wechselhänder" ist. Das heisst, er malt (spielt, bastelt usw.) mit beiden Händen, und es ist absolut nicht erkennbar, welche Hand er bevorzugt. Dazu kommt noch, dass Malen wie andere feinmotorische Beschäftigungen nicht gerade zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehören. Ich habe trotzdem immer versucht, ihn zu motivieren, und mittlerweile malt er schonmal gern.
    Die Schulärztin riet uns dringend, mit Ergotherapie zu beginnen, da diese Wechselhändigkeit zu ernsthaften Problemen in der Schule führen könnte - er wird dieses Jahr eingeschult. Das leuchtete mir ein und mittlerweile waren wir schon einige Male dort, zur "sensorischen Integrationstherapie". Die Ergotherapeutin hat eine sehr ausführliche Anamnese erstellt und einen Therapieplan, und ihrer Meinung nach wird es eine langwierige Sache, da das eigentliche Problem bei Kolja eine Wahrnehmungsstörung im Bereich des Gleichgewichtssinnes und der muskulären Tiefenwahrnehmung ist, die nach und nach behoben werden muss, und dann stellt sich das mit der Händigkeit irgendwann von selbst ein.
    Hat irgendwer von Euch schon Erfahrungen damit gemacht? Gibt es bei Euch auch ähnliche Probleme?
     
  2. Susa

    Susa einfach nur langweilig...

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    Oh je, das hört sich ja dramatisch an. Also ich weiß nicht...
    Ich bin auch so ein typischer Wechselhänder (ich wusste garnicht, dass man das so nennt). Von Anfang an habe ich beide Hände benutzt und etwa ab Schulalter habe ich mich für die linke Hand zum Schreiben entschieden. Alles andere habe ich mal so mal so gemacht und so ist es heute auch noch, ohne Ergotherapie oder irgendwelche bleibenden Schäden ;-)
    Ich wäre mir nicht sicher, ob so eine Therapie nicht irgendwie eine Trimmung auf eine bbestimmte Seite wäre. Ich würde da lieber warten, bis es sich von selbst ergibt. Bei mir war das so mit knapp 7 erst festzumachen.
     
  3. ilselottikulle

    ilselottikulle Dauerschnullerer

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    Hallo Susa, nein, gerade das solll vermieden werden (die "Trimmung"). Es soll so sein, dass er sich allein für eine Hand entscheiden wird.
    Ich möchte auch nichts riskieren... es würde mir leidtun, wenn er deswegen Schwierigkeiten in der Schule kriegt, weil er sich ständig aufs Handling konzentrieren müsste, während alle anderen schon die Seite vollgeschrieben haben. Da verliert er irgendwann den Anschluss und somit auch die Lust am Lernen.
     
  4. Michaela

    Michaela Familienmitglied

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    Hallo,
    mein "Grosser" kommt dieses Jahr auch in die Schule und ist Linkshänder. Wir hatten im KiGa einen vortrag für Linkshänderkinder und da wurde uns genau das gesagt, was auch die Ergotherapeutin zu dir gesagt hatte:
    das Kind sollte sich für eine Hand entscheiden, da es sonst zu ernsthaften Problemen kommen kann. Das Gehirn hat sonst zuviel mit der Schreiberei zu tun, das es sich nicht mehr für was anderen einsetzten lässt.

    mein Sohn hat mittlerweile das 5. Rezept Ergotherapie (übrigens die selbe Diagnose) wir haben das so gemerkt, daß er sich ziemlich schwer bei allem wo Gleichgewichtsinn erforderlich war, wie Schaukeln, Roller bzw. Fahrradfahren, Trampolin etc.
    Mittlerweile stellen sich Erfolge ein: Er fährt Ski, Fahrrad, Schaukelt etc. und ist auch viel selbstbewusster geworden.

    Ich kann Dir nur empfehlen, die Therapie fortzusetzten. Vielleicht kannst du ja 2 x die Woche hin.

    LG
    Michaela
     
  5. ilselottikulle

    ilselottikulle Dauerschnullerer

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    Hallo Michaela, Danke für Deine Antwort, das macht mir Mut. Die Ergotherapie will ich auf jeden Fall fortsetzen.
    Die Idee mit 2mal pro Woche ist gut - ich werde beim nächsten Mal gleich fragen, ob das geht.
    Leider kann ja keiner sagen woher sowas eigentlich kommt. Aber im Nachhinein fällt mir vieles auf - im Zusammenhang mit der Vorgeschichte - Kolja ist z.B. kaum gekrabbelt, was ja wichtig sein soll für die Entwicklung. Er war auch eher ein Unruhiger als Baby, liess sich nur schwer beruhigen, durch Körperkontakt z.B. Ich mach mir schon Vorwürfe, dass ich das damals gar nicht so bewertet habe, ich dachte, manche Kinder sind halt so. Vielleicht hätte man da schon was machen müssen.
    Kolja muss während der Stunden ganz viel schwere Sachen schieben und ziehen, und einen richtigen "Parcours" abarbeiten. Wie ist das denn bei Euch so?
    Grüße, Susanne
     
  6. Michaela

    Michaela Familienmitglied

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    Hallo Susanne,
    mach Dich nicht verrückt, das Du schon früher was unternehmen hättest können - das ist Vergangenheit. Widme Dich dem Jetzt und der Zukunft.
    Kevin hat als Baby überhaupt nicht gekrappelt - nur gerollt und dann gelaufen. Daher seine Defizite (Störung der Tiefenwahrnehmung, Gleichgewichtsdefizit, ging/geht nicht über die Körpermittellinie).

    Den Parcour kennen wir auch. Er hat aber auch schon ein Körbchen geflochten, gewerkelt etc.

    Kannst Dich ja über PN bei mir melden, wenn es Dir danach ist darüber zu sprechen.

    Schönen Tag noch
    Michaela
     

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