@Ute- muss ein Milchbrei unbedingt sein?

Dieses Thema im Forum "Rund um Babys Ernährung" wurde erstellt von K_Ninchen, 8. Juli 2004.

  1. Hallo,
    ich bin neu hier- darf ich? :)
    Meine Tochter Anna (7 Monate alt) tut sich ein bißchen schwer mit dem Essen- Mutters Brust ist ihr einfach doch das Liebste. Gemüse mag sie nicht besonders (auch selbstgekochtes nicht), wir sind immer noch bei Miniportionen Kartoffel mit Karotten. Pastinake geht auch noch, aber alles andere will sie noch nicht. Ich habe es dann, weil sie Obst sehr gerne isst, mit einem Getreide-Obst-Brei versucht (mit Hirseflocken), siehe da, den mag sie sehr gerne. Was sie mir aber total ablehnt, ist Milchbrei. Egal, ob ich ihn mit Muttermilch anrühre oder fertigen Milchbrei nehme- der Mund bleibt zu, sie wehrt sich nach Kräften. Meine Frage- MUSS denn Milchbrei sein, wenn ich weiterhin stille? Oder kann ich abends beim Getreide-Obst-Brei bleiben? Ich hab sowieso den Eindruck, Anna mag das ganze pürierte Zeug nicht so gerne. Brot, Banane oder Reiswaffeln futtert sie mit ihen zwei unteren Zähnchen nämlich gerne und würgt auch nicht bei größeren Brocken.
    Danke für die Antwort!
    Nine + Brustfetischistin Anna
     
  2. Hedwig

    Hedwig Sternenfee

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    hallo nine,

    klar darfst du :-D
    darf ich? weiß nämlich nicht, ob ich dir wirklich weiterhelfen kann, aber ich versuchs mal.

    also erstmal, du schreibst, dass deine maus auf püriert nicht so zu stehen scheint. dann versuchs doch mal, gröber zu pürieren. vielleicht in den selbstangerührten milchbrei abends ein wenig birne oder apfel, grob püriert?

    ich weiß nicht genau wie das aussieht solange man noch stillt. wenn du aber vorhast, die stillmahlzeit abends komplett zu ersetzen, sollte der brei schon eine milchmahlzeit sein.
    wieviel milchmahlzeiten sein sollten (bei stillmamis auch mehr, aber nicht weniger) kannst du hier nachlesen.

    selbst wenn du nach dem ogb stillst, ist es ja keine milchmahlzeit in dem sinne, weil der größte hunger ja bereits durch den ogb gestillt ist... :???: denk ich grad so.

    aber ich glaub ich sag lieber: mein name ist hase, ich weiß von nix :cool:

    mein tipp wäre also nur: stückiger.

    liebe grüße
    kim
     
  3. Also, ich glaube, ich muß da noch etwas ausholen und unsere Mahlzeiten mal schildern, denn es kommen bei Annas Beikost noch einige Probleme mehr auf.
    Ich stille so gegen 05:00 morgens voll, ebenfalls die erste Mahlzeit gegen 9:00. Bei unserem Frühstück malmt Anna liebend gerne eine halbe Scheibe Dinkelbrot, ohne sich zu verschlucken. Um 13:00 bekommt sie Mittagessen (was sie hasst, Gemüse ist absolutes no-go. Nach 3 Löffeln bleibt der Mund zu. Der Tip meiner Kinderärztin, etwas Birne drunterzumischen und langsam die Birne zu reduzieren, klappt nur dann, wenn die Birne die geschmackliche Oberhand hat. Sobald das Gemüse durchschmeckt, wird verweigert. Das haben wir jetzt wochenlang geübt und sind jetzt wieder bei einem Birne-Karotte-Brei.) Danach stille ich nochmal eine Brust-Seite.
    Nachmittags gibts nochmal zwei Brüstchen, wenn ich unterwegs sein sollte, gibts auch mal ein Alnatura-Obstgläschen mit Reis. Abends gegen 19:00 dann den Obst-Getreide-Brei mit Hirse, den isst sie ganz gerne. Milchbrei geht gar nicht, da bleibt der Mund krampfhaft zu.
    Um 20:00 stille ich dann nochmal, so viel Anna möchte, um ca. eine halbe Stunde später einzuschlafen. Das hält bis 05:00.
    Dass sie mir kein Gemüse isst, macht mich echt irre. Wie gesagt, weder selbstgekocht, stückig noch aus dem Gläschen. Und beim Milchbrei ist, glaube ich, nicht das Problem die fehlende Stückigkeit, sondern der Geschmack. Noch bevor sie den ersten Löffel drinhat, wehrt sie sich schon.
    Ich glaube, Milchmäßig bekommt sie durch die Stillerei eigentlich genug, zumal ich in absehnbarer Zeit nicht vorhabe abzustillen.
    Das ist so unser beikostproblem seit 2 Monaten, und Besserung ist nicht in Sicht...
     
  4. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    Hallo und willkommen im Forum!

    Sie kann essen, aber sie ist ein Süßschnabel. Vielleicht habt ihr mit Obst als erste Beikost begonnnen bzw. Obst sehr schnell nach Karotte ausprobiert? www.babyernaehrung.de/obst.htm lies am besten mal durch. Muttermilch ist ebenfalls pappsüß und damit prägend für die meisten Säuglinge. Und die Kombi Mumi und Obstbreie bzw. Obst-Mittagessen kommt ihr da voll entgegen.

    Hier ist guter Rat teuer. Zum Essen zwingen ???? Nicht unbedingt eine gute Alternative. Wenn Kinder bereits GEmüse(Fleisch)etc. gut gelöffelt haben und dann im Laufe der Zeit in Süßgewohnheit verfallen rate ich zum streichen von
    • Obst
      Obstsäften
    und zum "nötigen" zum Mittagessen. Es gibt nichts anderes bis das Gläschen leer ist .... das kapieren die Kinder binnen 2 bis 3 Tage weil zu jeder Beikost immer nur Gemüse geboten wird. Und dann keine Brust als Ersatz wenn Kind nicht satt ist, sondern Wasser oder Tee. So entsteht schnell ein Lerneffekt wieder das Mittagessen zu akzeptieren. Funktioniert aaber nur, wenn Kinder dieses shcon gegessen haben - und durch nachträglichen Obstbeginn die Süßtrimmung erfolgte.

    Für dich bleibt nur anbieten und abwarten.

    Grüßle Ute
     
  5. Hallo Ute,
    Deine Antwort trifft wohl genau unser Problem. Karotte/Kartoffel hat Anna schon ganz gerne gegessen (allerdings nie ein ganzes Gläschen), danach gab es zwar nie Obst als Nachtisch, aber ich habe sie immer noch gestillt. Auf Tee oder Fruchtsäfte verzichte ich voll, eben WEIL ich nicht möchte, dass sie sich jetzt auch noch Getränke mit Geschmack angewöhnt.
    Wir haben das gestern mal probiert mit Deinem Tip. Das Ganze sah dann so aus (und ich hatte abends ein bombenschlechtes Gewissen meinem Kind gegenüber): Als sie mir Mittags wieder die Karotte mit Kartoffel verweigerte, gabs hinterher wieder Wasser und dann nichts mehr. Alle halbe Stunde haben wir es wieder probiert, aber der Mund wurde schmal-lippig und unter Geschrei hat sie sich abgewendet. Gegen Nachmittag wurde sie langsam richtig hungrig und etwas grätig, aber vor Hunger geschrien hat sie nie. Um 19:00 (!!!) hatten wir immer noch nichts anderes in sie reinbekommen außer Wasser. Dann habe ich es nicht mehr ausgehalten und ihr eine Brustseite gegeben, danach wieder ein Versuch mit Löffeln- Verweigerung. Aus Spaß habe ich ihr das Gläschen mit der leicht flüssigen Karotte zum TRinken gegeben. Und siehe da- mein Kind trank (!) ohne zu meckern den Karottenpamp. Was ist jetzt das bitte wieder? Wieso geht Obst vom Löffel, aber Gemüse nicht, dafür aber Trink-Gemüse? BIn mit meinem Latein am Ende und sehe mich heute abend wieder kurz vor dem Heulanfall, weil Anna den Tag über wieder nichts gegessen hat und ich mich um ihre Ernährung sorge. Weetten, daß heute der Trick mit dem Trinkgemüse nicht mehr klappt?
    Trotzdem tausend Dank für die kompetente Hilfe. Irgendwie fühlt man sich so nicht ganz alleine gelassen....
    Liebe Grüße
    Nine
     
  6. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
    Moderatorin

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    Kann das füttern vom Löffel mal Jemand anderes übernehmen ??? Mann, Oma, Freundin ?????

    Vielleicht am Wochenende mal komplett rausziehen aus dem Tagesablauf und Kind Papa überlassen - mit Löffel und Brei.

    Grüßle Ute
     

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Stichworte:

  1. miniportionen milchbrei

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