@Ute Milch

Dieses Thema im Forum "Ernährung ab dem 1. Geburtstag ins Kleinkindalter" wurde erstellt von Tati, 4. September 2002.

  1. Hallo Ute,

    Lara mag die Milupino nicht mehr, ist ihr anscheinend zu süß.
    Nun trinkt sie gerne die normale Milch. Da haben wir immer Vollmilch 3,5 % Fett. Jetzt weiß ich ja, dass sie die noch gar nicht trinken soll, wegen dem Eiweiß. Kerstin meinte nun, ich könne sie abkochen, und dann könne ich sie ihr geben.
    Ich habe jetzt darüber nachgedacht und da kam mir folgende Frage auf: Die normale Vollmilch in der Flasche oder aus dem Tetrapack ist doch patuerisiert und homogenisiert. Somit wurde sie doch schon mal gekocht, oder halt über 100° erhitzt. Warum muss ich sie dann nochmal abkochen? Kannst du mir das mal erklären?


    Noch eine ganz andere Frage. Mein Papa hat nun leichte Arthrose. Nun soller jeden tag 1/2 l Milch trinken. Er trinkt nun H-Milch, weil sein Hausarzt sagte, dass es egal sei, ob er Vollmilch oder H-Milch trinkt. Stimmt das? Michl sagt immer, dass H-Milch eine "Leiche sei, aber zur Sicherheit nochmal erschossen". Da könne man gleich Wasser trinken.
    Was ist denn da dran? Wäre es für meinen Papa nicht besser, wenn er Vollmilch trinkt?

    Vieln Dank schon mal für deine Antwort!
    Liebe Grüße Tati
     
  2. lulu

    lulu Königin der Nacht
    Moderatorin

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    Tati,
    meines Wissens nach ist Lara alt genug fuer 3.5%ige frische Vollmilch, solange sie nicht zu viel davon trinkt (max. 400 ml am Tag). Warum abkochen? Das weiss ich auch nicht, habe ich nie gemacht.
    Lulu
     
  3. Hi Tati,

    ich meine nur soviel zu wissen, dass H-Milch genausoviel Inhaltsstoffe wie die Vollmilch hat und ihr deshalb nichts fehlt.
    Sie ist, so glaube ich, heißer und kürzer als Vollmilch erhitzt.

    Warten wir aber mal lieber die Antwort der Fachfrau ab.

    Kerstin :D
     
  4. Hallo,

    ich habe in einem Buch über den Säure-Base-Haushalt gelesen, dass H-Milch sauer wirkt, das heißt diese Milch ist nicht so gut als Kalziumlieferant geeignet. Am besten ist da soweit ich informiert bin noch die Vorzugsmilch, die auch basisch ist und bei Erwachsenen ( und älteren Kindern ) besteht hier auch kein Problem wegen eventuell doch noch vorhandenen Bakterien in der Milch, wobei Vorzugsmilch ja sowieso unter sehr strengen hygienischen Vorschriftsmaßnahmen usw. abgefüllt wird.

    Viele Grüsse, Rike
     
  5. Kann man eine Wertung abgeben, von
    frischer Vollmilch (3,5%)
    frischer fettarmer Milch (1,5%)
    haltbarer Vollmilch (3,5%)
    haltbarer fettarmer Milch (1,5%)
    haltbarer Magermilch (0,3%)
    ??????????????????


    Gruß Tati :-?
     
  6. lulu

    lulu Königin der Nacht
    Moderatorin

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    Tati,
    in Bezug auf Kleinkinder ist der Fettgehalt von 3,5 % wichtig. Sie sollen - aehnlich wie Babys - immer noch einen bestimmten (hohen) Kalorienanteil als Fett zu sich nehmen.
    Fuer aeltere Menschen??? Da weiss ich nix. Ich selber und der Rest der Familie trinken seit der SS mit Levin die 2%ige Milch, da mir Vollmilch einfach zu fettig war - iiehh. Wenn Levin in Zukunft mitkonsumiert, muessen wir entweder 2 Milchs kaufen oder wieder "aufruesten".
    Lulu
     
  7. La Bimme

    La Bimme Leseratte
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    Hallo,

    ich war ja in meinem Leben schon mal nahe dran, meinen Berufsabschlüssen auch noch den Sachkundigennachweis für Milchverarbeitung hinzuzufügen. Kam dann zwar nicht dazu, aber aus dieser Zeit meine ich mich zu erinnern, daß Pasteurisation nicht Erhitzen auf 100°C bdeutet, sondern darunterbleibt (ich glaube bei etwas über 70° je nach Technik). Die Bakteriensporen bleiben keimfähig.

    Was H-Milch ist, kann man ganz einfach nachvollziehen, indem man sie einige Zeit stehen läßt und guckt, was passiert, nämlich nichts. Die Milch säuert nicht, sondern fängt irgendwann an zu stinken. (Also wirklich Leiche!) Die chemischen Inhaltsstoffe mögen die gleichen wie bei pasteurisierter Milch sein, die biologischen ganz sicher nicht! Ultrahocherhitzte Milch wird mittels Einleiten von Wasserdampf und anschließendem Entfernen des zugeführten Wassers so keimfrei gemacht, wie es kein normales Aufkochen schafft.

    Wie der menschliche Organismus das macht, eine solche Milch zu verdauen, deren natürliche Abbauprozesse gegen null tendieren, ist mir rätselhaft, weshalb ich sie nicht trinke und auch Fridolin nicht geben werde. In unserem Haushalt wird sie nur für den Kefir verwendet, weil in H-Milch so überhaupt nichts Eigenes mehr ist (bakteriell gesehen), daß der Kefir wunderbar freie Fahrt hat.

    Das "H" in H-Milch hat nichts mit Homogenisierung zu tun, sondern steht für haltbar (durch Ultrahocherhitzung). Homogenisierung bedeutet das "Zerschießen" der Fettkügelchen in der Milch, um ein Aufrahmen zu verhindern. Anbieter von nicht-homogenisierter Milch haben manchmal Schwierigkeiten, weil dieser Vorgang auch teilweise zwangsläufig in großen Melk- und Abfüllanlagen durch die mechanische Einwirkung passiert. Liebhaber des Sahnepropfens beschweren sich dann, da sie ja schließlich nicht-homogenisierte Milch gekauft haben (so vor kurzem zu lesen in der Schrot und Korn).

    Ich hoffe, ich habe jetzt nicht alle Klarheiten beseitigt.... :)
    Alles in allem: Das Eiweiß bleibt, egal ob pasteurisiert, abgekocht oder ultrahocherhitzt. Und wieviel Keimfreiheit gesund ist, muß wohl jeder selber wissen.

    Liebe Grüße
     
  8. Hallo,

    was ich noch sagen wollte, wegen den Bakterien, die ich angesprochen hatte, damit habe ich die gemeint, die bei Babys eventuell zu einer Erkrankung führen können, also Krankheitserreger, aber nicht die normalen Bakterien die zur Säuerung der Milch führen. Ältere Kinder und Erwachsene sind für diese Krankheitserreger, soweit ich weiß, nicht anfällig.

    @Fridomama, meinst du man braucht diese Milchsäurebakterien zur Verdauung der Milch ? Andererseits ist die Muttermilch ja auch keimfrei ... (?) , aber ich denke auch, dass die auf ca- 70 Grad C. pasteurisierte Milch noch ein bißchen gesünder ist, als die ultrahocherhitzte H-Milch mit 150 Grad Celsius.

    Viele Grüsse, Rike
     

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