@Ute: Bin verwirrt, 2. Beik.mahlz.bei allerg.gef. Baby

Dieses Thema im Forum "Rund um Babys Ernährung" wurde erstellt von Marlene 26, 11. Januar 2004.

  1. HalloUte und alleanderen. Lese mit Begeisterung dieses Forum und habe eine Frage. Meine 6 Monatealte Tochter ist allergiegefährdet. Ich habe 6 Mon. voll gestillt und als erste Mahlzeit Möhren gegeben. Das über 2 Wochen, da sie am Anfang sehr wenig gegessen hat. Leider hat sie offensichtlich davon wieder Milchschorf bekommen, der schon fast weg war. Habe dann sofort aufgehört mit den Möhren. Jetzt bekommt sie Kürbis, demnächst mit Kartoffeln. Ich wollte jetzt, nachdem die Mittagsmahlzeit fast ersetzt ist auch abends zufüttern. Jetzt habe ich mir Bioreisschleim besorgt und weiß ncht, wie ich ihn zubereiten soll. Milch will ichihr nicht geben, also nur mit Wasser und Öl oder auch mit Gemüse?
    Bin etwas ratlos und würde mich über eine"entwirrende Antwort" freuen.
    LG Marlene :?
     
  2. Conny

    Conny Mrs. Snape

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    Hallo!
    Also ich glaube nicht, dass ihr die MZ abends nur mit Wasser bzw. Gemüse reichen wird. Sie soll ja auch für die Nacht gut gesättigt werden. Warum möchtest du ihr keine Milch geben? Abends gehört eigentlich ein Milchbrei her. Wegen der Allergiegefährdung würde ich mir ehrlich gesagt keine großen Gedanken machen. Den guten Grundstein hast du ja schon gelegt, mit 6 Monate voll stillen. Wenn nicht gerade direkt eine Kuhmilchunverträglichkeit in der Familie ist (also du und der Vater des Kindes oder evtl. Geschwister deiner Kleinen), könntest du normalerweise nach dem 6. Monat eine ganz normale Folgemilch (nicht mal HA) nehmen, eine Allergieprophylaxe bringt hier nichts mehr. Falls sie tatsächlich eine Kuhmilchunvertr. oder eine -allergie hat, würde das schätzungsweise auch bei HA auftreten. Dann müßtest du eh eine Sojamilch nehmen (wobei da auch Allergien vorkommen können) oder eine stark hydrolisierte Milch (Nutramigen - nur von der Apotheke zu bekommen, schmeckt scheusslich und ist sauteuer). Ob deine Kleine überhaupt HA oder Nutramigen dann annimmt ist die zweite Frage, da sie die süße Muttermilch gewohnt ist. Jetzt bin ich allerdings schon sehr weit ausgeschweift, sorry...
    Du könntest den Reis auch mit Muttermilch anrühren, falls du die Möglichkeit des Abpumpens hast, das ist natürlich noch am allerwenigstens allergieauslösend.
    Ute wird dir sicherlich auch noch drauf antworten. Schau mal im Vorfeld auch hier:

    http://www.babyernaehrung.de/allergieprophylaxe.htm
    und die links stehenden Unterkategorien dazu

    LG Conny
     
  3. Liebe Marlene!

    Ute wird dir bestimmt bald sachverständigen Rat geben, aber ich möchte dir auch von meinen Erfahrungen berichten.

    Bei unserem Henry stand mit 3 Monaten die Diagnose Neurodermitis fest, hatte ich als Kind auch, außerdem habe ich eine Penicillin-Allergie. Da der Kinderarzt gleich mit Cortison-Intervall-Therapie :o loslegen wollte, gingen wir zum Kinderallergologen. Der behandelt deutlich softer und Henrys Haut geht es ziemlich gut. Diesen Arzt habe ich dann auch wegen der Ernährung gefragt, er meinte, vorbeugend Nahrungsmittel wegzulassen führe häufig zu Mangelernährung, deshalb sollten wir Schritt für Schritt auch Milch u.ä. versuchen.
    Ich habe den Zwerg wie du 6 Monate voll gestillt, stille immer noch morgens. Der Gemüse(-Fleisch)-Brei machte keine Probleme. :)
    Wegen des 2. Breis hatte ich mich auf Utes Seite ausführlich informiert und mich dann für einen Apfel-Karotten-Brei von Milupa entschieden. Sein erster Milchbrei schmeckte dem Kleinen recht gut. Leider wurde er 20 Minuten nach dem Essen irgendwie merkwürdig, leicht apathisch. Er hustete etwas, wir dachten erst, er habe sich vielleicht ein bißchen verschluckt. Kurz darauf wurde sein Ausschlag immer schlimmer, er bekam um den Mund herum richtigen Nesselausschlag, kratzte im Gesicht und weinte ganz schlimm. Zum Glück ging es ihm am nächsten Morgen wieder besser.
    Der Allergietest bestätigte den Verdacht: Allergie gegen Kuhmilcheiweiß. Weder Papa noch Mama haben Nahrungsmittelallergien, insofern stimmt Connys Aussage leider nicht ganz :( . Die Sensibilisierung auf Milcheiweiß ist wahrscheinlich durch ein kleines Stück Weißbrot, das er mal geknabbert hatte, oder das einmalige Ablecken von Papas Eislöffel eingetreten. Erst bei der bestehenden Diagnose Nahrungsmittelallergie hat uns der Allergologe empfohlen, ein Jahr lang alles an Milchprodukten wegzulassen sowie in den ersten anderthalb Lebensjahren auf Eier, Nüsse und Fisch zu verzichten. Im ersten Moment war es ein Schock, aber mit der Zeit habe ich genug Informationen, Bücher und Rezepte angesammelt, um Henry jetzt ausgewogen, lecker und "ganz normal", nur eben ohne die "bösen Sachen" ;-) zu ernähren.
    Statt des Milchbreis haben wir ihm Nestlé Sinlac gegeben, damit die Versorgung mit den wichtigen Nährstoffen gewährleistet ist. Den isst er jetzt noch manchmal, aber natürlich nicht mehr mit so großer Begeisterung wie früher. Schließlich ist er jetzt schon 13 1/2 Monate alt und ein großer Junge! :-D Mit Sojamilch haben wir wegen der Allergiegefährdung erst mit 12 Monaten begonnen.

    So, ich hoffe sehr, ich habe dir jetzt keine Angst sondern Mut gemacht !!!
    Mein persönlicher Rat: Versuche einfach den Milchbrei, die Wahrscheinlichkeit, dass dein Mäuschen dagegen allergisch reagiert, ist relativ gering. (Und wenn es wider Erwarten so sein sollte, ist es keine Katastrophe.)

    Viele liebe Grüße aus Berlin!
    Sandra
     
  4. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
    Moderatorin

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    Hallo Marlene,

    willkommen im Forum!
    Zunächst ist 6 Monate stillen ganz wunderbar für die Allergieprophylaxe und Conny hat dir den passenden Link schon gegeben.
    Milchschorf und Möhren haben an sich nichts miteinanderzutun. Es kann ein Zufall gewesen sein! Nur durch nochmaliges füttern von Karotte kannst du sehen ob es da tatsächlich einen Zusammenhang gibt. Karotte ist nur sehr wenig allergen - es wird allerdings oft hochputscht!

    Kinder bekommen über die Muttermilch bereits intaktes Milcheiweiß ab. Wenn Babys dann allergisch auf Milchbrei reagieren wie bei Conny II ist es in der Regel die Folge vom Kontakt über Mumi. Das hat die Natur so eingerichtet um das Immunsystem zu stärken. Und wenn bisher dein Kind nicht auf Lebensmittel die DU gegessen hast reagiert hat brauchst du keine Angst vor Milchbreien zu haben. Bei Conny II lag eine Neurodermitis vor! Das ist ein Unterschied.

    Auch allergiegefährdete Säuglinge sollten so normal wie möglich behandelt und ernährt werden. Ängste, Besorgnis übertragen sich auch aufs Baby ...... !
    Meide
    • Frischmilch und Molkereiprodukte
      Hühnerei
      Fisch
      Soja
      evlt noch Zitrusfrüchte (umstritten)
    dann ist es genug der Prophylaxe. Mehr kannst du nicht tun. Viele Eltern, die so "alles " meiden und ihren Kindern nichts "zumuten" haben sehr zarte Kinder ........ und oft vom Speiseplan gesehen keine optimale Nährstoffzufuhr. Lass dich nicht von der Angst überrennen.

    Grüßle Ute
     

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