Trotz beim Essen

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von RTA, 18. April 2003.

  1. RTA

    RTA Blumenfee

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    Hallo,
    Tabea (3 Jahre 3Mon) macht seit einiger Zeit Probleme beim Essen.

    Sie will einfach kein Gemüse und keine Kartoffeln mehr essen.
    Es ist nicht so, daß sie das nicht mag, sondern, daß sie keine Lust mehr dazu hat.

    Ich koche schon nur noch Gemüse, das sie mag (also 5 mal pro Woche Möhren :-? ) und trotzdem macht sie jedes Mal Theater.
    Meistens läuft es darauf hinaus, daß ich sie erpresse, indem ich sage, wenn sie kein Gemüse/KArtoffeln ißt, bekommt sie keine Süßigkeiten.

    So ganz toll finde ich die Lösung nicht, aber ich weiß nicht, was ich sonst machen soll.
    Sie ernährt sich sonst nur noch von Nudeln und Brot mit MArmelade.

    Hat jemand einen RAt für uns?

    Ich sag schon mal Dankeschön.

    LG
    Regina
     
  2. RTA

    RTA Blumenfee

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    NAchtrag:
    Ich versuche mich mit dem Essen fast ganz nach ihr zu richten, sprich ich koche fast ausschließlich etwas, was sie mag.
    Was anderes gibt es nur sehr selten, dann biete ich ihr allerdings eine Alternative an.

    Soll ich das auch so weitermachen oder keine rücksicht mehr auf sie nehmen.
    LAngsam nervt mich dieser Möhrenkrams nämlich :jaja:

    LG
    Regina
     
  3. Hallo Regina,
    wie lange geht das denn schon so?
    Gruss
    Petra
     
  4. lulu

    lulu Königin der Nacht
    Moderatorin

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    Regina,
    daß Kinder Phasen haben, wo sie Gemüse verweigern ist normal. Alles andere sind Ausnahmekinder oder ist gelogen :). Man kann kurzfristige Phase durch Obst ausgleichen. Das Gemüse jedoch immer wieder anbieten!
    Das erst mal zu Deiner Beruhigung.
    Wenn es keine Phase mehr ist, dann würde ich auch mal den KiA konsultieren.

    Jetzt Tipps:
    - Es ist nicht schlimm, wenn Du Süßigkeiten verbietest, wenn sie nicht ordentlich ißt. Es ist sogar gut. Schleckereien sind für Kinder, die schon satt sind, nicht zum sattessen. Bei uns gibt es zB keinen Nachtisch, wenn Klaas nicht seinen Teller annähernd aufißt, wobei er selber bestimmt, wieviel auf den Teller drauf soll. Wir essen sowieso nicht oft Nachtisch im Sinne von Süßem, aber etwas Obst oder ab und an mal Joghurt, wenn die Kinder mögen ist bei Bedarf/Wunsch drin. Ich würde die Süßigkeiten in Eurem Fall total streichen :jaja:, bis die Eßgewohnheiten verbessert sind. Dann hört auch irgendwann die ewige Fragerei und Nörgelei auf. Und man kann das auch schon einer Dreijährigen erklären: Wir können keine Süßigkeiten mehr essen, weil es beim Mittagessen jeden Tag Theater gibt. Mittagessen/Gemüse ist gesund und gut für Dich und macht Dich stark (Bei Mädels vielleicht schön ;-) ). Wenn das besser läuft, dann können wir auch wieder über Süßigkeiten nachdenken. Aber jetzt ist erst mal Pause!
    - Immer die kindakzeptierte Kost zu kochen hilft nicht. Es entsteht ein Machtspiel, gelle? Wir hören uns auch oft Gemotze darüber an, daß wir immer das falsche kochen. Jetzt darf Klaas 1x pro Woche bestimmen, was gekocht wird und muß das vor der großen Einkaufstour einbringen. Bedingung: Es muß was gemüsiges dabei sein (sonst ist das für mich kein richtiges Essen...). Vorschläge von ihm waren bisher: Auberginen mit Tomaten und Käse, Pizza, Salat, Pfannekuchen (mit Spinatfüllung akzeptiert). Nicht so schlecht, oder? Ich bemühe mich auch ansonsten zumindest 1, 2x wöchentlich etwas zu kochen, das ihm gut schmeckt. Aber unsere Bedürfnisse oder die des kleinen Bruders werden ebenso gedeckt. Wir essen alle zusammen warm und das gleiche (natürlich für Levin angepaßt, von Pizza allein wird er noch nicht satt) und ich glaube, das ist den Kindern auch wichtig (geworden).
    - Keine Snacks ab 2 Stunden vor dem Essen mehr und möglichst schon morgens eine Spielplatzrunde (frische Luft und toben), Schwimmbad o.ä. damit der Appetit wächst. Am besten auch nur noch Wasser anbieten. Die Kalorien aus dem Saft sind leer, können bei Spatzenessern aber appetitmindernd wirken.
    - Wenn sie irgendetwas wirklich nicht mag oder runterkriegt, dann streiche das aus Eurem, zumindest ihrem, Essensplan. Ekeln soll sich keiner.

    Ich wünsche Dir Nerven wie Drahtseile...
    Lulu

    P.S.: Wir haben auch so einen Kartoffel-/Gemüsemotzer und Brot-/Müsli-/Nudelliebhaber. Die sind nicht ganz einfach. Aber lernfähig. Hast Du mal versucht Gemüse mit Sojasoße zu würzen, das kommt hier gut an - dazu Reis.
     
  5. Hallo Regina,

    also wenn sie gewöhnt ist, dass sie nur das bekommt, was ihr schmeckt, würde ich sagen- ich kann sie verstehen; würde ich vielleicht auch so machen!

    Wie lange willst du denn das durchziehen, dass auf dem Tisch nur Dinge stehen, die sie will. Irgendwann geht das gar nicht mehr.
    Jetzt kommt sie auf die Idee, dass selbst die Karotten nichts mehr sind- was kommt als nächstes?

    Mia muss bei uns das essen, was ich koche. Wenn sie etwas nicht will (was sehr selten vorkommt), dann isst sie halt wenig oder gar nicht.
    Ich mache auf jeden Fall keine Extrawürste.

    Bitte verstehe mich nicht falsch, ich will dich nicht kritisieren!!! (auch wenn´s sich so anhört :) ).

    Versuche nach den Bedürfnissen aller Familienmitglieder zu kochen. Entweder isst sie mit, oder sie lässt es bleiben. Ich denke, dass sie irgendwann kapiert, dass sie sonst hungert. Du schreibst ja, dass sie Kartoffeln usw. eigentlich mag, nur keine Lust darauf hat.

    Ich würde dir vorschlagen, so mit kochen anzufangen:
    Am ersten Tag findet sie Sachen auf ihrem Teller, die sie sehr gerne isst und Sachen, die nicht so ihr Fall sind. (Dann kann sie sich wenigstens etwas von ihrem Teller aussuchen)
    Am zweiten Tag würde ich ihr Lieblingsnahrungsmittel etwas verringern, oder mit etwas mischen, was sie nicht so gerne isst.
    Usw. - du hast verstanden???

    Wenn´s dir nicht so ganz klar ist, schreibe!!
    Liebe Grüße Kerstin
     
  6. Hallo,

    ich setze hier auch auf die natürlichen Konsequenzen- wenn die Kinder nicht essen wollen, was auf dem Tisch steht (und es ist IMMER etwas dabei, was sie auch mögen, ohne daß ich Extrawürste brate), dann lassen sie es bleiben und müssen bis zur nächsten Mahlzeit warten. Die natürliche Konsequenz ist Magenknurren bis zum Abendbrot bzw. bis zum Nachmittagsimbiss, der aus Obst besteht.
    Das wissen sie mittlerweile ganz gut, von daher kommt es selten bis überhaupt nicht mehr vor, daß sie Essen verweigern- die TaMu macht es übrigens ganz genauso.

    Ich meine- auch ohne dich kritisieren zu wollen- irgendwann stehst du in der Küche und fragst völlig verschüchtert "Nun, Schatz, was darf ich dir denn heute kochen...?!" Fragt sich nur, ob du das möchtest :)

    LG
    Lily
     

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