Teddy Brumm

Dieses Thema im Forum "Fingerspiele, Kinderreime und anderer Kurzweil" wurde erstellt von Anonymous, 18. Mai 2003.

  1. Liebe Kinder, hört die Mär
    von dem kleinen Teddybär,
    der sich nachts im Wald verlief
    und dort ganz alleine schlief.
    Doch nun gebt erst einmal acht,
    was der Klaus mit Teddy macht.

    Klaus schlief früher niemals ein,
    ohne Brumm, sein Teddylein.
    Wurde es am Morgen hell
    streichelte er Teddys Fell
    und er sagte immerzu:
    "Ach mein guter Teddy, Du"

    Aber gestern sagte Klaus:
    "Teddy, hee, wie siehst Du aus?
    Denkst Du, mit Dir spiel ich noch?
    Nein, Dein Fell hat ja ein Loch!
    Geh, Du alter Teddybär,
    Du gefällst mir gar nicht mehr."

    Und schon flog der Spielgefährte,
    Plumps, sehr heftig auf die Erde.
    Tief gekränkt denkt Teddy Brumm:
    "Nein, das ist mir doch zu dumm.
    Das hat wirklich keinen Zweck!
    Warte nur, jetzt lauf ich weg.

    Ja der Teddybär von Klaus
    schlich sich heimlich aus dem Haus,
    schnitt sich einen Stecken ab,
    und dann ging es Trippeltrapp
    bis zur Kinderschlafenszeit
    viele Tausend Schritte weit.

    Seinen Stecken in der Hand
    kam er bis zum Waldesrand.
    Und dort sagten sich halb acht
    Fuchs und Hase "Gute Nacht"

    Teddy lief und war schon bald
    mittendrin im tiefen Wald.
    Nur die Eule sah ihm zu
    und sie rief:"Uhu, Uhu!



    So, erstmal schnell Pause, gleich mehr!
     
  2. "Diese Eule heult so schaurig",
    dachte da der Teddy traurig.
    "Und es knistert und es knackt.
    Jede Wurzel zwickt und zwackt.
    Und verlaufen hab ich mich,
    oh, ich armer Teddy, ich.

    Gerne läg ich jetzt zu Haus,
    in dem warmen Bett von Klaus.
    Doch weil ich so müde bin,
    lege ich mich hier nun hin."
    Und im großen Wald allein
    schlief der müde Teddy ein.

    ----
     
  3. "Lieber, kleiner Teddybär,
    wache auf und schlaf nicht mehr!
    Wache auf, der Tag ist da.
    Tirilli und tirilla."
    Und die Augen aufgesperrt
    lauschte er dem Frühkonzert.

    Als die Morgensonne schien,
    sah man Teddy weiterziehn.
    An der Quelle, frisch und klar,
    brummte er: "Es ist schon war,
    wäscht man Augen, Hals und Ohren,
    fühlt man sich wie neugeboren."

    Dann sah sich der Teddy um,
    denn er hörte ein Gebrumm.
    Und die kleinen braunen Bären
    meinten, dass sie Brüder wären.
    Teddy rief:"Wie wunderlich,
    alle drei sehn aus wie ich!"

    Brummtrari und brummtrara,
    hoch das Bein und hopsasa,
    eins und zwei und brummelbrumm,
    links und rechts im Kreis herum.

    Brummtrara und brummtrari,
    Bären sind kein Federvieh.
    Honigmaul und Stummelschwanz,
    ja so geht der Bärentanz.

    Oh die Bären kannten viele
    Purzelbaum und Reigenspiele.
    Teddy ist herumgesprungen.
    Ja, er hat sogar gerungen.
    Und es ist ein altes Lied:
    Frische Luft macht Appetit.

    "Sei nicht böse, kleiner Bär,
    tanzen mag ich gar nicht mehr,
    hör nur wie mein Magen knurrt!
    Lauter als ein Kater schnurrt.

    Da erhob der Bär sein Tätzchen:
    "Teddy, komm, ich weiß ein Plätzchen,
    wo im Baume, gut versteckt,
    etwas liegt, was herrlich schmeckt.
    Komm nur, zwischen diesen Ästen,
    gibt es Honig von dem Besten"
     
  4. Und der Bär, der unten stand,
    brummte: "Das ist allerhand.
    Seht Euch nur den Teddy an,
    wie der Teddy klettern kann.
    Noch ein Arm und noch ein Bein,
    gleich wird Teddy oben sein."

    Doch im nächsten Augenblick,
    kehrt das Bienenvolk zurück.
    Ja, im Leben gehts mitunter,
    langsam rauf und schnell herunter
    und es macht noch mehr Verdruß,
    wenn man plötzlich fliehen muß.

    Fünfzig oder hundert Bienen
    waren an dem Baum erschienen.
    "Na das hat uns noch gefehlt,
    dass Ihr uns den Honig stehlt",
    rief die Bienenkönigin.
    Plumps, da fiel der Teddy hin.

    Atemlos vom schnellen Laufen
    hörte man den Teddy schnaufen:
    "Lasst mich liegen, bittesehr,
    denn ich kann, ich kann nicht mehr"
    "Steh doch auf, wir müssen rennen,
    Teddy, los, Du mußt noch können!"

    Weiter gings im schnellen Lauf,
    doch der Teddy gab nicht auf,
    weil der Bär, der vor ihm lief,
    immer wieder bat und rief:
    "Glaube mir, ein Bienenstich
    zwickt und zwackt ganz fürchterlich!"

    Teddy hatte unterdessen
    seinen Hunger ganz vergessen,
    denn die Größe der Gefahr
    war ihm nunmehr völlig klar.
    Große Angst macht großen Mut.
    Schwup, gings in die kühle Flut.
     
  5. "Oh, das war ja eine Hetz",
    rief ein kleiner brauner Petz.
    Und der Teddy hat gestöhnt:
    "Laufen bin ich nicht gewöhnt!"

    Aber dann beim Sonnenbade,
    (Mutter Petz erschien gerade),
    tat auch er, Ihr könnt s sehn,
    so als wäre nichts geschehn.

    Doch die Mutti brummte laut:
    "Kommt nur mit, Ihr seid durchschaut!
    Meint Ihr denn, der Wald sei stumm?
    Nein, es spricht sich schnell herum,
    dass Ihr kleine Diebe seid!
    Lügt nicht erst, ich weiß Bescheid!"

    Mutti nahm sie bei der Hand,
    weil die kleine Schar gestand,
    und in tiefer Reue schwor:
    "Es kommt niemals wieder vor."
    Kurz darauf, im Abendrot,
    ging es heim zum Abendbrot.
     
  6. Honigkuchen, knusprig, frisch,
    lagen reichlich auf dem Tisch.
    Plötzlich sagte Vater Bär:
    "Das ist komisch, hört mal her!
    Teddy Brumm lief aus dem Haus,
    Finder kriegt Belohnung! Klaus!"

    Schlaflos warf sich Teddy Brumm
    stundenlang im Bett herum,
    denn ihn plagte das Gewissen:
    "Du bist heimlich ausgerissen!"

    Tante Petz verstand die Sorgen
    und sie sprach: "Ganz füh am Morgen,
    gehst Du schnell zu Klaus zurück,
    wir begleiten Dich ein Stück"

    Endlich nach drei Wanderstunden,
    hat er seinen Klaus gefunden.
    Teddy rief, als er ihn sah:
    "Hallo, ich bin wieder da!"
    Etwas seltsam war ihm doch
    und sein Herz ging poch, poch, poch.

    "Ach mein Teddy", lachte Klaus,
    "reiß mir bitte nie mehr aus!
    Komm, wir reparieren schnell,
    dieses dumme Loch im Fell.
    Du und ich, mein Teddylein,
    wollen immer Freunde sein.
    (Nils Werner)
     
  7. cloudybob

    cloudybob Ich bin ich :)

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    Boah - Bine, ich bin echt geplaettet!!!
    Das ist eine super schoene Geschichte.

    Vielen Dank fuers Aufschreiben - ich weiss zwar nicht so genau, wie lange ich fuer's Lernen brauchen werde, aber ich geb' mir Muehe.

    Liebe Gute-Nacht-Gruesse,
    Claudi
     

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