Sind Mittelohrentzündungen so schwer zu diagnostizieren?

Dieses Thema im Forum "Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von Hedwig, 2. April 2007.

  1. Hedwig

    Hedwig Sternenfee

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    Guten morgen Zusammen,

    heute habe ich mal eine mehr oder weniger grundsätzliche Frage :)

    Also: Vor ein paar Wochen war ich ja auf Verdacht bei der Kinderärztin nebenan (nicht unser eigentlicher KIA), weil Cajus sich ständig an die Ohren fasste, sonst aber keine Symptome einer MOE hatte.
    Diese stellte fest: MOE, schon älter = AB.
    AB gegeben. Ein paar Tage nach der letzten Gabe wacht Cajus aus dem Mittagsschlaf weinend auf, fasst sich an die Ohren und lässt sich erst mit Nurofen wieder beruhigen.
    HNO-Notidienst weil Freitag nachmittag: Wasseransammlung hinterm Ohr, Rezept für AB falls Fieber dazukommt.

    Ich gebe das AB nicht, mache einen Kontrolltermin beim Haus-HNO:
    Alles in Ordnung, gut, dass Sie das AB nicht gegeben haben, hätte das erste Mal schon nicht sein müssen.

    Nun hat Cajus ja den fiesen grippalen Infekt.
    Notdienst am Mittwoch: Ohren unauffällig.
    Freitag KIA, weil 4. Tag Fieber: Ohr links unauffällig, rechts nichts einsehbar aber reagiert nicht auf Drucktest - alles prima.
    Gestern wieder kinderärztlicher Notdienst: Paukenerguß im rechten Ohr.

    Ich mein, dass man sich über Antibiotika-Gabe streiten kann ist mir klar. Aber dafür sollte ja eigentlich erstmal eine richtige Diagnose gestellt werden, oder nicht?

    Mich interessiert, ob es wirklich so schwer ist eine MOE zu erkennen.

    Liebe Grüße
    Kim
     
  2. ela

    ela Süße

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    AW: Sind Mittelohrentzündungen so schwer zu diagnostizieren?

    :winke: Kim,

    nu ist schönes Wetter und nu wirds dann Zeit, dass Deine Kinder wieder gesund sind, o.k.? :zwinker:

    Aber meine unqualifizierte Antwort auf Deine Frage:

    wenn es eine richtige MOE ist, ist diese eindeutig zu diagnostizieren.
    Das Problem ist dabei aber ja, dass die Kinder jetzt: 9 Uhr "nur" rote Ohren haben können und gleich: 10 Uhr, bereits eine MOE daraus geworden ist. Und DANN bist Du eben gerade nicht beim Doc. :ochne:

    Mein Chef hat damals immer gesagt: jetzt ist nur rot, aber das kann heute nachmittag anders sein.

    Mensch, ich hoffe wirklich, dass der Spuk bei Euch bald vorbei ist.
    Bei Laurenz war das erst nach Polypen OP der Fall, und bei Maxi mit Kigaeintritt, ich weiß also ziemlich gut, was Du da durchmachst :ochne:

    Gute Besserung

    :bussi: Ela
     
  3. Hobi1978

    Hobi1978 Gehört zum Inventar

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    AW: Sind Mittelohrentzündungen so schwer zu diagnostizieren?

    In der Kur hatte ich auch die Erfahrung gemacht das es wie angeflogen kommen kann.
    Den einen Tag war nix nichtmal auffällig und am anderen Morgen (nach ner grausamen Nacht) war ich zum gucken und da sagt die Ärztin das es wohl sogar schon von alleine aufgegangen wäre und das schlimmste schon vorbei wäre.

    das ging innerhalb von ein paar Stunden.

    LG und gute Besserung Kerstin
     
  4. waldschnepfe

    waldschnepfe Dauerschnullerer

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    AW: Sind Mittelohrentzündungen so schwer zu diagnostizieren?

    Hallo Kim,

    wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht (und leider nicht nur einmal):
    Freitag nachmittag, Helene hat Fieber. KA schaut sich die Ohren an und sagt, dass alles picobello ist, Helene hätte wahrscheinlich einen Magen-Darm-Infekt. Übers WE wird das Fieber dann immer höher und geht teilweise auch mit Zäpfchen nicht runter. Montag morgens wieder zum KA, die Sprechstundenhilfe schaut mich ganz komisch an "Sie waren doch erst am Freitag nachmittag da???" Ergebniss: MOE auf beiden Seiten - eine Woche AB.
    Wenn das endlich mal vorbei ist, mach ich echt drei Kreuze. Innerhalb eines Jahres waren wir bestimmt 10 mal mit MOE dabei.

    Liebe Grüße

    Verena
     
  5. Stephanie

    Stephanie The one and only Mrs. Right

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    AW: Sind Mittelohrentzündungen so schwer zu diagnostizieren?

    ich sehe es wie die anderen und habe im Herbst/Winter 2005/06 die gleichen Erfahrungen gemacht. Eine MOE kommt oftmals wie angeflogen und zwischen einem augenscheinlich gesunden Ohr bis zu einer heftigen Entzündung mit Erguss vergehen manchmal nur wenige Stunden.

    Ich denke, ich würde Cajus mal von einem HNO anschauen lassen und dort von deinen bisherigen Erfahrungen berichten, nachfragen, wie du in solchen uneindeutigen Situationen am Besten verfährst.

    Liebe Grüsse,

    Stephanie
     
  6. Maike

    Maike Unbezahlbar

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    AW: Sind Mittelohrentzündungen so schwer zu diagnostizieren?

    Darf ich mal ein paar kurze Zwischenfragen stellen? Nur zum besseren Verständnis.

    Geht MOE immer mit Fieber/hohem Fieber einher?
    Ist ein rotes Ohr direkt ein Indikator für eine MOE?

    Kim, ich wünsche Cajus gute Besserung und Dir, das der Spuk bald vorbei ist!
    :bussi:
     
  7. ela

    ela Süße

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    AW: Sind Mittelohrentzündungen so schwer zu diagnostizieren?

    Nein, Maike, MOE ist noch lange nicht immer mit Fieber verbunden und aus einem roten Ohr wird auch nicht immer eine MOE, aber oft :jaja:

    :winke: Ela
     
  8. Frau Anschela

    Frau Anschela OmmaNuckHasiAnschela

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    AW: Sind Mittelohrentzündungen so schwer zu diagnostizieren?

    :winke:

    bei Laura gab es bislang weder Fieber noch rotes Ohr. Ihr merkt man das glücklicherweise immer schon gut im Vorfeld durch Hörverlust an - da kommen wir dann ohne AB aus.

    Unser Kidoc hat aber keine Schwierigkeiten mit der Diagnose. Selbst wenn ich ganz im Anfangsstadium komme, sieht er schon die Paukenergüsse, die wohl meist (immer? ) mit der MOE einhergehen.

    Eine richtige MOE mit Eiter und wirklich Aua-aua gab es bisher nur am Anfang, als ich die Vorboten noch nicht erkannt habe. Dann war es aber auch eindeutig von der Diagnose. Und es waren nur ein paar Stündchen vom ersten Anzeichen bis zur richtig bösen MOE.

    Liebe Grüße
    Angela
     

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