selbstbewusst mit krankheiten umgehen

Dieses Thema im Forum "Das Leben mit Schulkindern" wurde erstellt von smiley =), 7. Januar 2012.

  1. smiley =)

    smiley =) Dauerschnullerer

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    hallo ihr lieben
    meine große hat asthma und soll jeden tag morgens und abends mit dem seretide diskus inhalieren, vor sport und sonst bei bedarf sultanol. nun ist es aber so dass es ihr peinlich ist und dass sie öfters mal "vergisst". und auch wenn es ihr mal nicht so gut geht traut sie sich nicht was zu sagen, weder den lehrern noch ihren freunden. den meisten hat sie nach der diagnose (ca ein halbes jahr her) nicht mal davon erzählt. wie selbstbewusst gehen eure kids mit ihren krankheiten und medikamenten um? und wie kann ich das selbstbewusstsein stärken?
    danke und liebe grüße
     
  2. Ignatia

    Ignatia die mit dem Efeu tanzt

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    AW: selbstbewusst mit krankheiten umgehen

    Julian geht zum Glück mittlerweile sehr selbstbewusst mit der Krankheit um.

    Am Anfang redete er zwar offen drüber, spritze sich aber nicht in Gegenwart der anderen Kids.

    Als Jul mit der Diagnose nach Hause kam haben wir einen Brief an alle Eltern geschrieben und erklärt was Julian hat, wie er sich nun in der Schule verhalten wird bzw muss. Ebenso haben wir in den Brief geschreiben was ihm passieren kann und wie Mitschüler ihm dann helfen können.

    Als Jul dann wieder zur Schule ging hat er den anderen Kids erstmal sein Messgerät erklärt, den Pen gezeigt etc. Ebenso wo sein Traubenzucker ist und was sie dann tun müssen!

    So war diese Hemmschwelle schonmal genommen. Nur spritzen wollte er sie nie vor den anderen. Dafür durfte er dann den Klassenraum verlassen und ins Lehrerzimmer gehen. Das war ihm zuviel Privatsphäre die von allen immer respektiert wurde.

    Bei Nico war es bisschen einfacher, er kennt es ja von Anfang an nicht anders. Das Kortikoidspray bekommt er ja zu hause, aber im KiGa war das Salbutamol eine zeitlang an der Tagesordnung. Aber auch hier wurden die anderen Kids von den Erzieherinnen spielerisch aufgeklärt. Jedes Kind weiss wo das Spray liegt und kann es ihm im Notfall besorgen.

    In der Schule ist es nun einfacher weil er es komplett alleine bedient wenn es nötig ist. Er weiss wo es liegt und holt es dann einfach.

    Also wir hier haben die Erfahrunge gemacht dass es uns besser geht wenn die Personen einfach Bescheid wissen was passieren kann, wie man in dem Moment reagieren sollte und vor allem das die Personen Ruhe bewahren!

    LG Sandra
     
  3. smiley =)

    smiley =) Dauerschnullerer

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    AW: selbstbewusst mit krankheiten umgehen

    danke, sandra, für deine ausführliche antwort :herz:

    wie alt waren deine kids denn als er die diagnosen bekommen haben? wissen in der schule alle bescheid? sagen sie von sich aus den lehrern was wenns ihnen mal nicht so gut geht?
     
  4. Su

    Su Das Luder

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    AW: selbstbewusst mit krankheiten umgehen

    Bei Yannick ist es auch Asthma, er hat auch ein Notfallspray alle wissen Bescheid, er hat gar kein Problem das öffentlich zu machen. Mensch muss leider hoch, Felix ist wach..
     
  5. Ignatia

    Ignatia die mit dem Efeu tanzt

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    AW: selbstbewusst mit krankheiten umgehen

    Nico war ein Sgl. als es anfing. Im KiGa und in der Schule kennen sie ihn nicht anders, er sagt alleine Bescheid wenn was ist.

    Julian war 6 Jahre al, in der ersten Klasse als er die Diagnose bekam. Nach KH Entalssung ging er sofort wieder zur Schule, alle wurden informiert.

    Jul sagt Bescheid wenn es ihm nicht gut geht bzw er hilft sich meistens alleine

    Sandra
     
  6. AW: selbstbewusst mit krankheiten umgehen

    Bei meiner Tochter ist es die Schuppenflechte auf der Kopfhaut, die sich wie ein Bogen bis zur Mitte der Stirn hinzieht. Sie hatte daraufhin ein halbes Jahr einen Pony und heute trägt sie ihr Haar selbstbewusst aus der Stirn. UND (zu meiner unermesslichen Erleichterung) scheint sich die Schuppenflechte zurückzuziehen. Und das, obwohl sie nichts anderes draufschmiert als Bepanthensalbe.

    Wie sie gelernt hat, damit selbstbewusst umzugehen? Hm. In kleinen Schritten. Sie hat es erstmals ihren Freundinnen gezeigt. Und ihnen erklärt, wie das zustande gekommen ist. Sie hat nämlich die vererbbare Version der Schuppenflechte. Als die Freundinnen dann Verständnis dafür zeigte, sich nicht vor ihren schuppigen Haaren ekelten, hat sie den Kreis weitergezogen. Ich habe die Lehrer übernommen.

    Das ganze fing ja an, da war sie 11 Jahre alt.

    Und dann hat einfach die Zeit und der Alltag geholfen. Irgendwann waren Michelles Schuppen in den Haaren kein Gesprächsthema mehr.

    Wir hatten beide nur Angst, dass es sie im Gesicht treffen könnte, was, Gott sei Dank, (noch) nicht geschehen ist. Der Hautarzt vermutet, dass dieser Schub jetzt vorbei ist, weil sich ihre Pubertätshormone wieder normalisiert haben und der nächste Schub evtl. mit einer beginnenden Schwangerschaft eintreffen könnte. Jetzt wird sie aber erstmal 14 Jahre alt und daran denken wir noch nicht.

    Ich an deiner Stelle würde einfach seine besten Freunde mit ins Boot holen und wenn die noch zu klein sind, deren Eltern. Da kann er sich so etwas wie eine menschliche Schutzmauer basteln bis er seine Krankheit soweit verkraftet hat, dass sie schon fast zum Alltag gehört.
     
  7. smiley =)

    smiley =) Dauerschnullerer

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    AW: selbstbewusst mit krankheiten umgehen

    erst mal danke euch beiden :herz:

    doris, es geht um meine große. sie ist 17 jahre alt. soll da wirklich noch ich die eltern der freunde informieren? die sind ja nicht dabei wenn die kids was unternehmen... wenige ihrer freundinnen hat sie nach meinem drängen eingeweiht aber was mir sorgen macht ist dass sie nichts sagt wenn es ihr nicht gut geht. sie tut als wäre nichts auch wenn sie richtig schlimme hustenanfälle hat...
     
  8. Krabbelkaefer

    Krabbelkaefer Hier riechts nach Abenteuer

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    AW: selbstbewusst mit krankheiten umgehen

    Grundsätzlich sind wir hier mit der Diabetes recht offen. Da Astrid die Insulinpumpe am Bauch trägt und auch in der Schule messen muss, geht das gar nicht anders. Laut Betreuung hat sie am Hospitationstag recht offen erklärt, was sie da macht und warum. Ich versuche hier ihr immer so viele Freiheiten wie möglich zu lassen, in ihrem Umfeld 20135894 Vorurteile abzubauen und Angst zu nehmen. Dabei sieht das so aus, dass sie ab morgen in die Betreuung in der Schule gehen kann, ich ihr aber das Mittagessen mitgebe. Sie ist damit einverstanden, aber auch gleichzeitig froh, dass noch ein anderer Junge sein Essen mitnimmt. :)
    Astrid ist 6, seit 3 Jahren Typ1 Diabetikerin und seit 2 Jahren trägt sie die Insulinpumpe. Gross informiert wie Sandra habe ich nicht. Im Kindergarten habe ich es bei einem Elternabend mal gesagt, ansonsten werden die Leute informiert bei denen es notwendig ist (Trainer im Judo z.B., oder eben der Lehrer). In der Betreuung ist abgesprochen, dass im grossen Kreis darüber gesprochen wird, wann die Kinder eine Betreuerin rufen sollen - z.B. wenn Astrid sich zum schlafen irgendwo hinlegt.
    Mit 17 finde ich das total schwierig, als ob die Pubertät auch ohne Krankheiten nicht schon genug wäre. Puh, ich glaube, dann würde ich mit Information und einer schnellstmöglichen Schulung für das Kind an das Thema ran gehen, damit sie selbst entscheiden kann wie sie handeln muss und wo sie einen Entscheidungsspielraum hat.
     

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