Risiko-Lebensversicherungen

Dieses Thema im Forum "Ratgeber" wurde erstellt von Semmel, 1. Februar 2009.

  1. Semmel

    Semmel Gehört zum Inventar

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    Hallo,

    ich habe mal eine Frage dazu.
    Mein Partner und ich möchten gerne o.g. Versicherung gegenseitig abschließen.

    Nun haben wir verschiedene Angenote überprüft und es gibt da erhebliche preisliche Unterschiede.
    Nun sagte mir mein Signal-Vertreter, das preiswertere versicherungen öfter klagen, um nicht zahlen zu müssen und man überhaupt schwerer an sein Geld kommt.

    Kann mir jemand etwas dazu sagen?
     
  2. Su

    Su Das Luder

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    AW: Risiko-Lebensversicherungen

    Warum muss es ausgerechnet eine LV sein, die Gewinner der Vers. sind die Versicherungsgesellschaften. Steuerlich ist das Zeug überhaupt nicht absetzbar, dafür die Auszahlung mittlerweile steuerpflichtig.

    Wenn es unbedingt so ein Versicherungsgedöns sein muss, dann eine Rentenversicherung, Riester z.B. da gibt es wenigsten noch Zulagen und bei einem guten Einkommen auch eine steuerliche Absetzbarkeit.

    Lg
    Su
     
  3. Steffie

    Steffie Neugieriges Luder

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    AW: Risiko-Lebensversicherungen

    Ich würde auch keine Lebensversicherung abschließen. Vor allem nicht momentan. Wenn Du Dein Geld da jeden Monat in ein Sparschwein steckst, hast Du warscheinlich mehr davon....
     
  4. Frau Anschela

    Frau Anschela OmmaNuckHasiAnschela

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    AW: Risiko-Lebensversicherungen

    :winke:

    hier soll es ja um eine reine Risiko-LV gehen oder? Das macht schon Sinn, wenn man sich da absichern will. Ist ja in dem Sinne kein Spar-Vorgang bzw. Geldanlage, sondern eine Abdeckung des Risikos, falls dem anderen mal etwas passiert und man selbst dann nicht mit einem Schuldenberg da sitzt.

    Da würde ich aber wirklich nur eine kleine Versicherung abschließen, so dass der andere wirklich vor dem finanziellen Gau im Falle eines Falles abgesichert ist.

    Sparvorgänge und Versicherungsvorgänge zu koppeln, macht jedoch wirklich keinen Sinn. Da kann man das Geld besser anlegen, sehe ich so, wie Su.

    Bei der Risiko LV ist es ja so, dass du Betrag x einzahlst und halt Betrag y im Falle des Falles bekommst. Natürlich rechnet sich das nicht so, als wenn du das Geld anderweitig anlegst - aber du hast hier ja als Hauptmerkmal den Versicherungsvorgang und nicht den Sparvorgang. Sprich: Wenn der Versicherte 1 Jahr nach Abschluss des Vertrages stirbt, bekommt der Hinterbliebene trotzdem Betrag y obwohl noch Lange nicht so viel eingezahlt wurde. Dieses Risiko trägt der Versicherer und lässt sich das natürlich auch bezahlen. :jaja: Nicht anders, als bei einer Hausratversicherung. Das Geld ist auch "fott" wenn du keinen Schaden hast. Aber wenn du einen großen Schaden hast, bist du froh, wenn es dir jemand bezahlt und du versichert bist. ;)

    Also - ausrechnen, was jeder von euch brauchen würde, wenn dem anderen etwas passiert und das als Versicherungssumme nehmen. Den Rest *vernünftig* für die Altersvorsorge (ist ja 'ne andere Baustelle :-D ) sparen. :jaja:

    Dass kleinere Versicherungen eher klagen, kann ich so nicht bestätigen. Oft sind die kleinen Versicherungen Tochterunternehmen von großen und handeln im Schadenfall gleich. Natürlich ist ein großes Unternehmen kulanter und zahlt bei einem großen Kunden schon einmal aus Kulanz, was kleine, preiswertere Unternehmen eher nicht machen. Die halten sich so ziemlich genau an die Vertragsbedingungen.

    Und das ist der Dreh und Angelpunkt. In den Bedinungen steht schwarz auf weiß, was versichert ist und was eben nicht. Da kommt keine Gesellschaft gegen an, weder groß noch klein.

    Da lohnt aber schon ein Bedingungsvergleich gerade hinsichtlich der Ausschlusstatbestände, Gesundheitsprüfung, etc.

    Liebe Grüße
    Angela
     
  5. Semmel

    Semmel Gehört zum Inventar

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    AW: Risiko-Lebensversicherungen

    Hier geht es wirklich nur darum, uns gegenseitig abzusichern, falls einem von uns etwas zustößt.
    Ich arbeite ja nur halbtags und könnte uns mit meinem Gehalt nicht durchbringern oder nur sehr schlecht.

    Versicherungsbedingungen find ich schwierig.
    Für mich ist tot tot.
    Worauf muß ich da genau achten?
    Klar ist, das ich Gesundheitsfragen ehrlich beantworte.
    Und wenn ich mich selbstmord begehe, zahlen die auch nicht.
    Aber wenn ich unverschuldet ablebe, wodurch auch immer?
    Wenn ich dann angenommen werde, müssen die doch zahlen?!
     
  6. lulu

    lulu Königin der Nacht
    Moderatorin

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    AW: Risiko-Lebensversicherungen

    Wir haben Risiko-Lebensversicherungen. In unserem Fall hat mein Mann sich darum gekümmert bzw. die Finanzberaterin, die für sein Büro auch Krankenversichrungen und Altersvorsorgen managt. Ich weiß gar nicht, ob er verschiedene Versicherungen verglichen hat oder ob wir nur die Versicherungssumme bei einem Standartvertreter ausgesucht haben.

    Mit tut es alle Vierteljahr um das Geld leid, aber es beruhigt schon sehr zu wissen nach einem Todesfall Zeit zu haben, das Leben umzuarrangieren, ohne sofort den finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können.

    Ich kann mich erinnern, daß die Todesursachen explizit im Vertrag aufgelistet sind, bei denen die Verischerungssumme zum Gelten kommt. Krankheit und Unfall waren uns jetzt die wichtigsten, aber Mord und Selbstmord zB ist auch mit abgedeckt. Ich meine, das waere in Deutschland anders.

    Mir war auch wichtig, dass unsere Kinder im Falle, dass wir beide ableben, den Freunden oder Verwandten, bei denen sie aufwachsen würden, nicht ausschließlich auf der Tasche liegen. Zumindest so, daß auch diese Zeit haben sich an ein anderes Leben und andere finanzielle Herausforderungen zu gewöhnen.

    Lulu
     
    #6 lulu, 1. Februar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2009
  7. Frau Anschela

    Frau Anschela OmmaNuckHasiAnschela

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    AW: Risiko-Lebensversicherungen

    Kommt auf den Vertrag an. In der Unfallversicherung kann man ja z.B. auch Todesfallkapital mit versichern, da ist Selbstmord immer ausgeschlossen, weil es an der Unfreiwilligkeit der Gesundheitsschädigung fehlt. Spirch: Selbstmord ist kein Unfall. In der LV kommt es wirklich auf den Vertrag an und die Ausschlüsse an.

    Manche Gesellschaften schließen Selbstmord kategorisch aus, andere nicht. Auf jeden Fall wird bei einem Selbstmord eine eingehende Prüfung eingeleitet, ob ein Zusammenhang zwischen Abschluss der LV und dem Selbstmord gesehen werden kann. Manche Gesellschaften schließen Selbstmord innerhalb von 3 oder 5 Jahren nach Versicherungsbeginn aus. Kommt aber auch auf die Höhe der VSumme an, was für ein Bohai es darum gibt. Mord wird in der Regel auch in D gezahlt, allerdings muss man je nach Versicherungssumme und unklarem Tathergang natürlich auch mit Prüfungen rechnen.

    Die Gesundheitsfragen sind meistens der Knackpunkt. Man sollte da wirklich peinlichst genau auf ehrliche Antworten achten, die können einem zum Strick werden. Z.b. bieten viele Gesellschaften Nichtrauchern Sonderprämien an. Stirbt der Versicherte dann z.B. durch eine Krankheit/Unfall, die null und nix mit Rauchen/Nichtrauchen zu tun hat, und stellt man dann bei der Obduktion fest, dass eine Raucherlunge vorhanden ist, dann kann es durchaus schon sein, dass je nach Gesellschaft/Versicherungssumme versucht wird, eine Obliegenheitsverletzung daraus zu machen. In der Regel muss die Versicherung den Vorsatz der Obliegenheitsverletzung nachweisen, aber meist heißt das dann schon langwieriger Prozess mit unklarem Ausgang.

    Also auf jeden Fall ehrlich bleiben dabei und ALLES angeben. Und da hat man - ab einem gewissen Alter - schon wieder das Problem, dass einen die Versicherungen gar nicht erst annehmen oder eben nur zu einem Risikozuschlag. Deshalb versuchen viele Vermittler schon, die Versicherten da zu kleinen Mogeleien zu überreden bzw. behaupten der Arztbesuch am 1.10.1976 wegen eines Schlaganfalles wäre nicht sooooooooooo wichtig und könnte weg gelassen werden, weil schon ewig her und nie wieder etwas nachgekommen ist. Ist aber nicht so.

    Oft ist es so, dass man je nach Krankenvorgeschichte Ausschlüsse aufs Auge gedrückt bekommt. Das ergibt sich dann eben aus dem Vertrag und eben den Ausschlüssen. Wenn da irgendetwas von steht wie: "Leistungsfrei bei Ableben durch Gesundheitsschädigungen, die bereits VOR Vertragsabschluss bekannt waren", dann ist das so ein Fall. Und wenn derjenige dann stirbt, muss man sich immer auf eine Prüfung gefasst machen. :jaja:

    Beispiel: Du bist Diabetiker und gibst das auch so an. Nach einigen Jahren fällst du wegen Unterzuckerung in ein diabetisches Koma und erwachst daraus nicht mehr - in dem Fall wäre die Versicherung Leistungsfrei. Stirbst du aber wegen eines Autounfalles oder einer Krebserkrankung, dann wird das Geld ausbezahlt, weil der Tod mit der Vorerkrankung nichts zu tun hat.

    Daher ist es oft schwierig Menschen mit Vorerkrankungen vernünftig zu versichern.

    Was du bei deinem Vertrag auf jeden Fall prüfen solltest:

    - den Paragraphen mit den Ausschlüssen, da steht im Normalfall wann und für welches Ereignis Leistungspflicht besteht oder eben auch nicht besteht. Tot ist wirklich nicht gleich tot - zumindest nicht im Versicherungsbereich.

    - die Laufzeit des Vertrages.

    Wenn du mit 30 einen Vertrag abschließt, der für 20 Jahre läuft, macht das kaum Sinn. Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit 50 verstirbst ist geringer als die Wahrscheinlichkeit, dass du dann noch lebst und dich bester Gesundheit erfreust. Und dann stehst du da mit 50 und musst dich nach einer neuen LV umsehen. Schön, wenn du dann noch eine zu einem adäquaten Preis findest :umfall:

    Also Endalter sollte schon so sein, dass du auch noch bis ins hohe Alter abgesichert bist - zumal die Kohle dann bei einer Risiko-LV wirklich weg ist.

    Soll die LV nur zur Überbrückung sein, also z.B. bis das Haus abbezahlt ist, bis die Kinder groß sind, bis man in Rente ist, wieder mitarbeiten kann, etc. kann man eine geringere Laufzeit wählen (also bis dahin, bis das Ereignis eintritt)

    Wenn es dann "nur" noch um mögliche Bestattungskosten geht, gibt es reine Sterbeversicherungen. Das ist aber wieder so ein Fall, wo ich sagen würde. Nimm das Geld, leg es vernünftig an mit vernünftigen Kündigungsfristen und hol dir das Geld, wenn du es brauchst.

    Liebe Grüße
    Angela
     
  8. Traumtänzerin

    Traumtänzerin Familienmitglied

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    AW: Risiko-Lebensversicherungen

    Hallo,

    Wir haben auch einen Teil durch eine Risikolebensversicherung abgesichert.

    Falls meinem Mann etwas passiert, kann ich noch ein Jahr daheim bleiben, ohne arbeiten gehen zu müssen, um mehr ging es uns nicht.
    Wenn mir etwas passiert, hat er genug Geld um vorerst die Kinderbetreuung bezahlen zu können.
    Das war uns wichtig, es geht nicht darum nachher mit viel Geld dazustehen, sondern einfach für eine Weile, bis man das Leben neu geordnet hat, über die Runden zu kommen.

    Dem was Frau Anschela gesagt hat, stimme ich voll und ganz zu.

    Lasst euch doch noch von einem Vermögensberater oder einem anderen unabhängigen Versicherungsmann beraten.
     

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