Nervthema aufräumen

Dieses Thema im Forum "Das Leben mit Schulkindern" wurde erstellt von La Bimme, 12. November 2008.

  1. La Bimme

    La Bimme Leseratte
    Moderatorin

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    Frido sitzt in seinem Zimmer und heult, und ich bin abgrundtief genervt....
    Ich HASSE Lego!

    Wir haben die Abmachung, ich räum die Wohnung auf, während er sein Zimmer aufräumt. Ich geb ihm für sein Zimmer immer kleine Aufträge, lege z.B. eine bestimmte Anzahl Spielzeug auf einen Rundteppich, dass dann jeweils aufgeräumt werden soll. Trödel trödel trödel...
    Er will mir helfen mit der Wohnung, damit ich ihm dann "helfe". (Wie das Helfen dann aussieht, weiß ich leider schon: Ich soll dann alles machen.)
    Lehn ich also ab: Klare Fronten.

    Er räumt einfach nicht auf. Er tut es einfach nicht. Baut lieber als die ganzen herumfliegenden Legoteile wegzutun.
    Was mich dann endlos nervt, sind seine Vorwürfe an mich, dass ich ihm nicht helfe. Setz ich mich dann hin, reich ihm ein Teil und zeig ihm, wo er es hintun soll, schreit er nur und die Welt ist am Untergehen. Aus welchem Grunde auch immer. Bin ich dann genervt und werd lauter, dann bin ich ungerecht, weil ich ihm das ruhig sagen soll.
    Usw usf....

    Echt, ich lass ihn jetzt da in seinem Chaos sitzen und rangiere heute nacht sämtliches Lego aus. Wenn er es nicht aufzuräumen schafft, hat er wohl einfach zu viel davon.

    Musste mir jetzt einfch mal Luft machen....
     
  2. Schäfchen

    Schäfchen Copilotin

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    AW: Nervthema aufräumen


    Offen gesagt, hab ich sowas schon gemacht - allerdings mit dem großen Straßenbesen vor den Augen der Kinder in den Müllbeutel. Wobei der Müllbeutel ohne Wissen der Kinder in die Abstellkammer und nicht in die Tonne gewandert ist.

    Unsere Mädels üben gerade - noch erfolglos - dass das Lego in einer bestimmten Ecke des Zimmers bleibt. Das ist die Bedingung dafür, dass wir die Spielplattform aufbauen und das kleine Lego freigeben. Ich habe jetzt zum Aufräumen so einen Zuziehsack gekauft. Darauf kann man das Lego auskippen und zum Aufräumen zieht man die Schnur einfach zusammen und hat es im Sack aufgeräumt. ;)

    Die Kindergartenputzfrau hat übrigens sehr zu meinem Verdruß eingeführt, dass es für helfende Kinder Belohnungen gibt in Form von Gummibärchen, Schoki u.ä.
     
  3. AW: Nervthema aufräumen

    Ich hab auch schon alles, was rumlag in einen Müllbeutel gepackt :jaja: Und es dann nach ein paar Tagen in der Abstellkammer heimlich wieder einsortiert ;)

    Seitdem klappt es eigentlich problemlos.
     
  4. Janine83

    Janine83 nette arschige Rolle

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    AW: Nervthema aufräumen

    Ich hab grad oben in meiner Kammer sämtliches Zeug von Joèlle.

    Eben wegen diesem Trödel, dann wird hier mal geguckt,da noch was gespielt.
    Und nach 3 Tagen Androhung bin ich mit dem Müllsack rein und hab alles reingeräumt.
    Das gab Geheule, Gezerre, Verhandlungsversuche, aber ich habs durchgezogen.
    Bis Freitag bleibt er noch dort,dann schmuggel ich es wieder rein.

    Ich finde,in dem Alter ist es nicht zu schwer die Sachen wieder zurückzuräumen. Im Kindergarten und jetzt in der Schule klappt es doch auch.:rolleyes:
     
  5. lulu

    lulu Königin der Nacht
    Moderatorin

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    AW: Nervthema aufräumen

    Warum schmuggelt Ihr die Sachen nach einigen Tagen wieder rein :???:?
    Logisch wäre es doch, die Sachen dann wieder ins Kinderzimmer zu bringen, wenn das Aufräumen mit den verbleibenden restlichen Sachen friedlich abläuft.

    Lulu, die solche Aktionen bisher nur in Verzweiflung angedroht hat
     
  6. AW: Nervthema aufräumen

    Weil ich ihr erzählt habe, dass ich sie weggeworfen habe. Dann kann ich ja schlecht nach ein paar Tagen sagen "übrigens, die Sachen lagen in der Abstellkammer". Bei der nächsten Androhung mit dem Müllsack würde sie nämlich dann sagen "Na und? Du legst die Sachen ja nur in die Abstellkammer!" :zwinker:

    Aufräumen klappte danach ohne Probleme und tut es bis heute. Die Aktion ist schon mindestens ein halbes Jahr her und sonderlich oft musste ich den Müllsack auch nicht erwähnen.
     
  7. Hedwig

    Hedwig Sternenfee

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    AW: Nervthema aufräumen

    *schluck* Mit dem Besen in den Müllbeutel erinnert mich grad an meine Aufräumkonflikte mit meinen Eltern - wobei es bei uns soweit ging, dass meine Klamotten ("logische" Konsequenzen und "immer durchziehen was man androht" sei Dank) - aus der 1. Etage durchs Fenster in den Schnee flogen :zahn:

    Ich frag mich grad, wo da das logische sein soll. Was nicht aufgeräumt wird ist Müll? Auf der einen Seite soll dem Kind vermittelt werden, ordentlich mit seinem Hab umzugehen, auf der anderen Seite wirds aber in den Müll geschmissen, wenns nicht an seinem Platz liegt? Kapier ich nicht :) "Kleinteile landen im Staubsauger" - leuchtet mir ein. Oder so wie Katja es schlussfolgert: "Es scheint zu viel, zu unübersichtlich zu sein."

    Wir haben übrigens den hier *klick*. Der kommt zum Einsatz, wenn Kinderzimmerputztag ist. Bis zum nächsten Putztag wird der gemeinsam sortiert. Bei älteren Kindern würd ich schon ehrlich sein und offen kommunizieren warum weshalb wieso und dann ggf wirklich Spielzeug einkassieren.
    Wobei ich so oder so schwierig finde, beim Thema "Ordnung" mit Kindern auf einen Nenner zu kommen. :wink:

    Maßnahmen wie Müllsack, aus dem Fenster schmeißen und / oder den kompletten Zimmerinhalt in die Mitte kippen haben aus mir zumindest keinen ordentlichen Menschen gemacht *g*

    Liebe Grüße
    KIm
     
    #7 Hedwig, 12. November 2008
    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2008
  8. Hedwig

    Hedwig Sternenfee

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    AW: Nervthema aufräumen

    Nachtrag: Ich möchte noch ergänzen, dass es tatsächlich einfach Menschen gibt, die völlig damit überfordert sind, wenn sie vor sich einen Berg an verschiedenen Dingen sehen, diese strukturiert aufzuräumen.
     

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