Muß es immer gleich ein Antibiotikum sein?

Dieses Thema im Forum "Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von pasidana, 22. März 2004.

  1. Hallo,

    Christiane klagte in den letzten Wochen immer mal wieder über Ohrenschmerzen im rechten Ohr. (So alle 3 bis 7 Tage einmal für 5 bis 10 Minuten) Da ich ja als Mutter nicht etwas versäumen möchte, habe ich es unserer Kinderärztin erzählt als wir wegen Bindehautentzündung da waren, diese konnte nichts sehen und hat uns zum HNO geschickt, um nicht zu versäumen. Und dort waren wir heute, der hat eine Mittelohrentzündung diagnostiziert und uns gleich Antibiotika aufgeschrieben. :o Sie hat kein Fieber, keine Schmerzen und ist fit, darf weiterhin in den Kiga, aber soll Antibiotika nehmen? 8O Irgendwie verstehe ich es nicht. Die hiesigen Ärzte prüfen nie, ob da überhaupt Bakterien wirken und verschreiben immer gleich Antibiotika sofern nur die Möglichkeit besteht, daß es Bakterien sind. Erst wenn das Antibiotika nicht anschlägt, wird über andere Ursachen nachgedacht.
    Besonders ärgerlich finde ich, daß ich nun wahrscheinlich schon wieder den für diese Woche angesetzten Provokationstest auf Kuhmilcheiweiß in der Klinik vergessen kann und dann geht der zuständige Arzt bis Mai in den Urlaub :heul: Und damit schwinden zunehmend meine Chancen es noch vor der Entbindung zu packen, dabei würde ich doch es Christiane zuliebe endlich gerne endgültig wissen, ob sie eine echte Allergie hat, wie es unsere Kinderärztin vermutet oder ob sich die Unverträglichkeit gelegt hat, damit sie auch mal ein Milcheis oder eine Schololade darf wie Ihre Freundin und nicht im Kiga fast immer anderes Essen bekommt als die anderen Kids. :( Naja, werde dann morgen mal in der Klinik anrufen und nachfragen, aber ich möchte meiner Tochter nun auch nicht zu viel zu muten, aber dann schließt der Test auch nur einen allergischen Schock aus. Durchfall oder so könnte dann ja auch wieder vom Antibiotikum kommen.

    Wie reagiert man denn am Besten auf diese immer wieder kehrenden Antibiotikaverschreibungen? Ein Arztwechsel bringt hier leider garnichts da es bei allen Ärzten so ist. Und die hiesigen Kinderärzte kenne ich mittlerweile alle.

    Ich bin gespannt, ob sich der Befund dann in einer Woche verbessert hat mit dem Antibiotikum, irgendwie glaube ich nicht wirklich daran, aber ich bin auch kein Arzt und nur die Mama. Zumal sie im Moment wieder mit Husten und Schnupfen kämpft. Bisher neigt sie eigentlich eher zu Krankheiten wie Angina, Bronchitis und Lungenentzündungen und nicht zur MOE.

    Viele Grüße
    Katrin
     
  2. Petra

    Petra desperate housewife

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    Tja, da hilft leider nur abwägen und dann beim Arzt klipp und klar ablehnen. Mit dem Verschreiben von Antibiotika sind Ärzte "rechtlich" auf der sicheren Seite, falls wirklich mal Folgeerkrankungen auftreten.

    Viel kann ich dir also wirklich nicht sagen, man muss ein Gespür dafür entwickeln, wann auch etwas anderes helfen könnte. Dazu gehört aber auch die Bereitschaft, sich selbst etwas Wissen anzulesen und im optimalen Falle einen Arzt an der Seite zu haben, der einen rechtzeitig bremst, falls doch mal eine AB-Therapie unumgänglich ist :jaja: :eek:

    Liebe Grüße :winke:
     
  3. Hallo Katrin,

    das Thema ist auch bei uns gerade aktuell. Ich habe jetzt einen Arzt gefunden, der eher homöopathisch behandelt und nicht so vorschnell bei Antibiotika ist. Er ist auch keine Kinderarzt, sondern ein Allgemeinmediziner mit diversen Zusatzangeboten (Homöopathie, Akkupunktur, Onkologie etc, also einen ganzen Rattenschwanz). Ich kenne aber viele, die mit ihren Kindern da hin gehen und er ist auch wirklich sehr einfühlsam und kommt prima mit den Kindern klar.

    Vielleicht findest Du ja auch so einen Wunderknaben bei Euch in der Nähe??

    LG Nele
     
  4. claudi

    claudi Gehört zum Inventar

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    also....... wir haben da eine echte Perle von Hausarzt.

    Eine MOE muss nicht immer einen bakteriellen Infekt beinhalten, sondern kann auch ein Virusinfekt aufgrund einer ganz normalen Erkältung sein. So war es hin und wieder bei meinem Sohn. Bei Schmerzen hat er von mir ein Paracetamol bekommen und ansonsten habe ich ihm über 3-4 Tage 4-5 Mal täglich abschwellende Nasentr. gegeben. Und mit dem Schnupfen ging auch die VirusMOE. Fieber hatte er keines.

    Bei einem bakteriellen Infekt sieht es anders aus. Je nach Grad der Infektion besteht mittleres bis sehr hohes Fieber. Die Stelle der Infektion ist gerötet, geschwollen und heiss. Und sowas hatte mein Sohn bei seiner letzten MOE. Die ganze rechte Wange war hochrot geschwollen, heiss und schmerzte heftigst. Bei einer MOE muss nicht immer zwangsläufig Excudat ( Flüssigkeit ) aus den Ohren kommen.

    Also wie auch Petra schon sagte, man bekommt ein Gespür dafür. Dennoch darf man nicht vergessen.....jeder Mensch reagiert anders.

    LiGrü und Gute Besserung wünscht
    Claudi
     

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