Muskuläre Hypotonie bei Säuglingen

Dieses Thema im Forum "Erfahrungsaustausch" wurde erstellt von naddi78, 31. März 2015.

  1. naddi78

    naddi78 Gerade reingestolpert

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    Hallo zusammen, bin neu hier im Forum und hoffe hier richtig zu sein:winke:

    Ich bin 36 und habe zwei Söhne. Der große ist 14 Jahre und der kleine 9 Monate. Der kleine bereitet mir etwas Sorgen. Wir gehen seit der 17. Lebenswoche zur Physiotherapie. Die Therapeutin sagt mir, dass mein kleiner sehr hypoton sei. Er mag es überhaupt nicht auf dem Bauch zu liegen und hat kaum oder keine Muskelspannung. Seit ca. zwei Wochen dreht er sich selbst auf den Bauch aber dann doch auch gleich wieder zurück. Er macht es nicht gern, eigentlich nur um ans Spielzeug zu gelangen.
    Hab nun heute einen Termin beim Neurologen vereinbart, allerdings haben wir den erst Anfang Mai. Zur Humangenetik gehen wir im Juni. Ich möchte einfach die Ursache herausfinden. Mein kleiner ist in der 41+0 SSW aus Beckenendlage spontan auf die Welt gekommen. Er saß sozusagen die ganze Schwangerschaft in meinem Bauch.

    Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht und wie wirkt sich dies auf die weitere Entwicklung aus?

    Lieben Dank
     
  2. Vivi+Niklas

    Vivi+Niklas Löwenmama

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    AW: Muskuläre Hypotonie bei Säuglingen

    Hallo. :winke:

    Kann überhaupt nichts zu deinem Anliegen sagen, möchte dich aber :herz:lich Willkommen heißen in der Schnullerfamilie. :)
     
  3. Janine83

    Janine83 nette arschige Rolle

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    AW: Muskuläre Hypotonie bei Säuglingen

    Hallo Naddi,
    Willkommen hier im Forum. :winke:
    Das ihr einmal in Physiotherapie seid ist super, damit ist schmal der Anfang gemacht.
    Wir wurden das ganze erste Jahr nicht ernst genommen und bekamen nach einem Jahr bei der Physio präsentiert: hypoton. :heul:

    Und ja, dadurch hänge wir heute noch motorisch,wie sprachlich ein Jahr hinterher. :-(

    Ihr seid da schonmal ne ganze Ecke weiter und habt gute Chancen, das alles aufzuholen. :jaja:
     
  4. Lucie

    Lucie Lohnt sich! Wehmiowehmioweh

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    AW: Muskuläre Hypotonie bei Säuglingen

    Es gibt ein sehr gutes Buch von einer ergotherapeutin geschrieben. Das solltest du dir besorgen.
     
  5. naddi78

    naddi78 Gerade reingestolpert

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    AW: Muskuläre Hypotonie bei Säuglingen

    Hallo Janine,

    Ich hab selber gemerkt, dass etwas nicht stimmt mit unserem kleinen. Als wir zur Hüftsono waren, hab ich gleich gesagt, dass er immer so ein Theater in Bauchlage macht. Da haben wir unser erstes Rezept zur Physio bekommen. Dann waren wir beim Kinderchirurg/ Chiropraktiker, dieser entblockte unseren Zwerg und dann folgten weitere Rezepte zur Physik. Die Therapeutin ist wirklich super. Sie macht viel über Wahrnehmung und Übungen nach Bobath. Jetzt gehen wir noch zum Babyschwimmen. Bei der physio sagte sie auch immer , dass er sehr hypoton ist aber keiner wusste einen Grund. Ich dachte ja immer es liegt daran, dass er aus Beckenendlage geboren ist. Ich hab dann mal bissl gegoogelt und da stand eben, dass man sich unbedingt in einem SPZ bzw. Neurologie vorstellen sollte. Ich hab so Angst, dass was schwerwiegendes raus kommt.

    Wann und wie wurde es bei euch festgestellt? Und wie hat sich euer Zwerg so entwickelt?

    Unser ist sonst mobil, solange es nicht in Bauchlage passiert. Aber er ist eben so wackelig und mit anderen Kindern in seinem Alter nicht zu vergleichen.
     
  6. naddi78

    naddi78 Gerade reingestolpert

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    AW: Muskuläre Hypotonie bei Säuglingen

    Hallo Lucie,

    Wie heißt denn das Buch?
     
  7. Lucie

    Lucie Lohnt sich! Wehmiowehmioweh

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    AW: Muskuläre Hypotonie bei Säuglingen

    Hab den Titel gerade nicht. ..ganz easy zu googeln
     
  8. Janine83

    Janine83 nette arschige Rolle

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    :winke:
    So,aus dem Urlaub zurück,jetzt kann ich antworten. Übers Handy ist das immer so doof.

    Bei uns ist die Ausgangslage eine ganz andere, die Hypotonie kam nach einem Jahr noch mit in den "Rucksack".
    Marlon hat einen Herzfehler und wurde am 20. Lebenstag operiert. Daraufhin wurde auch noch ein Gendefekt festgestellt.
    Zuerst fiel gar nichts auf,weil der Blick eben auf anderen Dingen lag,aber irgendwann war es nicht mehr zu übersehen. Der Kopf brauchte ewig,um einigermaßen stabil zu bleiben,dabei verspannte sich der restliche Körper aber. Bauchlage war doof, von alleine konnte er sich gar nicht drehen. Die Hände waren immer zu Fäusten geballt,wenn er etwas anfasste dann musste es glatt sein. Ich verglich mit meiner großen Tochter die zwar auch etwas faul war,was die Bewegung anging,dafür motorisch und sprachlich sehr pfiffig war.
    Zig mal stand ich bei der Ärztin und sagte "da stimmt doch was nicht". Neeein,er hatte halt einen schweren Start,ich soll ihm Zeit lassen,jedes Kind ist anders. Vielleicht mag er die Bauchlage nicht wegen der großen Narbe,etc.pp.
    Und dann kam der 1. Geburtstag. Essen von stückiger Kost war ein Problem, das was auch seinem Mund an Tönen kam war "ah" und "rörörö". Das wars. Er lag hauptsächlich auf der Seite,sitzen ging nur mit Unterstützung. Nach langem Verhandeln gab es dann die Physioverordnung und die Therapeutin schlug die Hände über dem Kopf zusammen. :ochne:

    Nach einer Stunde Anamnese und Beobachtung schlug sie Castillo vor. Sie erklärte mir,das alles zusammenhängt,vorallem Hand und Mund. (ich durfte selbst mal durch den Raum krabbeln und merken,wie sich die Mundmuskulatur währenddessen verändert :hahaha: ). Wenn Kinder anfangen zu krabbeln,regt das auch die Mundmuskulatur an. Das ist dann meist auch die Zeit,wo die Beikost beginnt. Das wiederum fördert die Muskulatur und die Kinder fangen an zu sprechen.
    Da Marlon aber schon beim ersten Punkt scheiterte (Hände zu Fäusten), hing alles andere ebenfalls hinterher. Daher auch Probleme beim Essen und Krabbeln.
    Dazu kam,das wir seine bis dahin selbst angelernten Bewegungsmuster falsch waren und wir das erst wieder rausbekommen mussten. :umfall:

    Oft hatten wir das Gefühl,als wenn sein Körper nicht "komplett" ist. Bis heute ist es z.bsp. so,dass er nur eine Hand benutzt. Die andere wird dann "vergessen" und hängt einfach runter. Das bedeutet,das wir viel "über Kreuz" machen.
    Zwischendurch schaut die Ostheopatin drauf und "erdet" ihn, das hilft -schafft aber natürlich keine Wunder.
    Was die Wahrnehmung angeht haben wir heute noch Probleme,das er sowas wie Teig,Creme,Wackelpudding, Babybürsten nicht anfassen mag, andererseits extreme Reize braucht und sich zu spüren.

    Inzwischen ist er im Heilpädagogischen Kindergarten und bekommt dort weiterhin 2x Physio, der Motopäde schnappt ihn sich Donnerstags, Logopäde kommt und der Therapiehund wird immer heiß erwartet.
    Ganz langsam wirds, alleine durch den Therapiehund hat er sprachlich enorm aufgeholt -im Vergleich zu gleichaltrigen fällt er natürlich durch.
    Es weiß auch keiner, woher die Hypotonie kommt -Gendefekt oder zusätzliches Paket von Mutter Natur- und ob die Entwicklung auch ohne Hypotonie ins stocken gekommen wäre.

    Du schriebst von Beckenendlage, das kann ich in unserem Fall nicht bestätigen. Marlon lag immer kopfüber und kam nach Einleitung spontan auf die Welt. Darf ich fragen,wieso bei euch die Humangenetik ansteht?
     

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