Milcheiweissunverträglichkeit

Dieses Thema im Forum "Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von Carmen, 20. September 2007.

  1. Carmen

    Carmen Gehört zum Inventar

    Registriert seit:
    25. Juni 2007
    Beiträge:
    3.178
    Zustimmungen:
    8
    Punkte für Erfolge:
    38
    Wer kann hierzu was sagen un/oder hat Erfahrungen?

    Leonard hat eine Milcheiweissunverträglichkeit, die der Schulmediziner nicht ernst nimmt und die klass. Homöopathin sagt das wächst sich auch. Er bekommt aber auch Globuli.

    Hat jemand Erfahrungen wie lange kleine Kinder so was haben, wann das vorbei geht?

    In welchen Abständen macht es Sinn zu probieren, ob er es verträgt?

    Bin froh über jede Info! Danke!!!!!!!!!!!
     
  2. Juli

    Juli Gehört zum Inventar

    Registriert seit:
    8. Mai 2005
    Beiträge:
    6.947
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    36
    Ort:
    Im Hafen..... ;-)
    AW: Milcheiweissunverträglichkeit

    Hallo,

    ich selber habe eine Laktoseintolleranz und das schon seit meiner Geburt.

    Bei mir hat es angefangen, da war ich sieben Tage alt und war von oben bis unten voller "Milchschorf", später dann Neurodermitis (ND) in sehr sehr schlimmen Ausmaßen.

    Es wurde so gehandhabt, dass ich keine Milchprodukte mehr bekommen durfte, dafür aber mit Sojamilch ernärt wurde. Ab ca. 3 Jahren wurde ganz allmählich wieder Laktose in den Speiseplan mit aufgenommen, aber auch nur in sehr sehr geringen Mengen. Ab einem Alter von ca. 7 sollte ich dann selber entscheiden was gut für mich ist und was nicht.

    Das ganze hat sich teilweise rausgewachsen, jedoch große Mengen von Laktose waren weiterhin ein Problem.

    Mittlerweile vertrage ich überhaupt keine Laktose mehr.

    Allg. wird gesagt, dass es sich rauswächst, was auch in den meisten Fällen so ist.

    Ich würde es jetzt mit Leonard so machen, dass erst mal alles gestrichen ist um dann langsam auszutesten was, bzw. wie viel er vertragen kann. Was hat er denn für Symtome??? Daran kannst du dann bei wieder Einführung erkennen wo ihr noch warten müsst.

    Liebe Grüße
    Juli
     
  3. Carmen

    Carmen Gehört zum Inventar

    Registriert seit:
    25. Juni 2007
    Beiträge:
    3.178
    Zustimmungen:
    8
    Punkte für Erfolge:
    38
    AW: Milcheiweissunverträglichkeit

    Als ich es merkte, habe ich sofort die Aptamil gegen die SOM getauscht und alles, in dem Milcheiweiss enthalten ist für ihn gestrichen. Das funktionniert auch gut in unserem kleinen System. Aber geht jetzt seit 2 Monten in die KITA und dort muss er essenstchnisch eine "Extrawurst" gebraten bekommen. Das ist noch nicht endgültig geklärt, aber ich bin guter Hoffnung, dass wir das hinbekommen. Das größere Problem ist, wenn Kinder Geburstag haben und Kuchen oder so was mitbringen in die KITA. Ich kann ihn doch nicht immer zusehen lassen?! Das tut mir echt so leid für ihn. Und erlaube ich mal ein halbes Stückchen Kuchen, haben wir wieder die Probleme: Bauchschmerzen, Blähungen mit schlaflosen Nächten, Milchschorf auf dem Kopf und ein sehr, sehr verdrehtes und agressives Kind.

    Daher meine Frage, wann hört das vielleicht auf.
     
  4. Florence

    Florence Hautärztin

    Registriert seit:
    10. Dezember 2002
    Beiträge:
    7.700
    Zustimmungen:
    6
    Punkte für Erfolge:
    38
    Ort:
    hier
    AW: Milcheiweissunverträglichkeit

    Gabi, sofern es eine gesicherte Milcheiweißallergie ist (wie ist denn getestet worden?), hilft nur ein absoluter Verzicht - auch mit ständigem Blick auf Zutatenlisten, Milcheiweiß ist z.B. auch in Würstchen oft enthalten... Also solltest Du auch das halbe Stückchen Kuchen nicht erlauben, sondern immer wieder erklären, daß ihn das krank machen kann.
    In der Kita würde ich es so handhaben, daß Du für ihn z.B. eine Packung besondere Kekse o.ä. abgibst, wovon er dann bekommt, wenn die anderen Geburtstagskuchen essen. Die Erzieherinnen können Dir natürlich auch Bescheid geben, daß ein Geburtstag ansteht, daß Du ihm dann evtl. einen milchfreien Muffin o.ä. mitgeben kannst, den er dann essen könnte. Ich weiß ja nicht, wie bei Euch die Eltern so sind, ich erkundige mich z.B. vor dem Geburtstag meiner Tochter, ob es Allergiker in der Gruppe gibt und würde darauf Rücksicht nehmen - zumindest eifrei oder milchfrei kann man gut backen.
    Bis wann sich Allergien auswachsen, kann man so pauschal nicht sagen - meist ist bis zur Einschulung nichts mehr davon zu merken, wenn man das Allergen wirklich konsequent wegläßt. Bei manchen Kindern ist dieser Zeitpunkt auch schon wesentlich eher erreicht - da sollte man einen Allergologen konsultieren, um das zu besprechen und zu testen.
    Liebe Grüße, Anke
     
  5. Carmen

    Carmen Gehört zum Inventar

    Registriert seit:
    25. Juni 2007
    Beiträge:
    3.178
    Zustimmungen:
    8
    Punkte für Erfolge:
    38
    AW: Milcheiweissunverträglichkeit

    Danke Florence! Tja, das ist das Problem. Wirklich getestet wurde es nicht, da der KA mich mit dem Problem nicht ernst genommen hat und wir es eigentlich nur durch den Versuch des Weglassens gemerkt haben.

    Erst haben wir nur Milch weggelassen wegen Lactoseintoleranz, dann hätte er aber nach Aussage der Homöopathin Quark und Käse vertragen müssen. Hat er aber auch nicht und so kam ich durch viel lesen und recherchieren auf die Idee, dass es Milcheiweiss sein muss. Und seit wir das weglassen, klappt es ja.

    Welche Tests gibt es denn und welche Ärzte führen die durch?
     
  6. Florence

    Florence Hautärztin

    Registriert seit:
    10. Dezember 2002
    Beiträge:
    7.700
    Zustimmungen:
    6
    Punkte für Erfolge:
    38
    Ort:
    hier
    AW: Milcheiweissunverträglichkeit

    Ich würde Dir raten, Dich an einen Allergologen zu wenden. Manche Kinderärzte und viele Hautärzte haben diese Zusatzausbildung.
    Bei einer solchen Vorgeschichte würde ich schon sehr eine Allergie vermuten - mit einem Bluttest könnte man es nachweisen, evtl. auch in diesem Alter schon mit einem Hauttest (je nach Charakter des Kindes). Das sind dann aber eben nur die Bestätigungen für das, was Ihr durch den Auslaßversuch schon rausbekommen habt. Für die Zukunft können diese Tests aber schon wegweisend sein.
    Ganz, ganz wichtig ist eben wirklich das konsequente Meiden von Milcheiweiß - mit allen Schwierigkeiten, die damit leider verbunden sind...
    Liebe Grüße, Anke
     
  7. Coro

    Coro Familienmitglied

    Registriert seit:
    2. November 2006
    Beiträge:
    992
    Zustimmungen:
    11
    Punkte für Erfolge:
    18
    Ort:
    Im Schwäbischen
    AW: Milcheiweissunverträglichkeit

    Rosa hat eine Kuhmilcheiweißallergie, die im Blut nachgewiesen ist. Wir müssen absolut alles meiden, vieles können wir zum Glück durch Schafmilch ersetzen (verträgt sie und mag sie) oder durch Sojamilch. Uns wurde gesagt, dass wir nach dem 2. Geburtstag wieder einen Belastungstest machen können. Rosa bekommt in Kindergruppen immer ihre eigenen Kekse und Kuchen. Ist schon ein bisschen schwierig in ihrem Alter (sie darf auch kein Gluten essen), denn das Würstchen der anderen ist halt viel interessanter. Aber wenn ich ihr sage, dass sie davon Bauch-Aua bekommt, versteht sie das inzwischen (leider).

    Liebe Grüße
    Cordula mit Rosa (22.03.06)
     
  8. Carmen

    Carmen Gehört zum Inventar

    Registriert seit:
    25. Juni 2007
    Beiträge:
    3.178
    Zustimmungen:
    8
    Punkte für Erfolge:
    38
    AW: Milcheiweissunverträglichkeit

    Das ist ja interessant: wie seid ihr auf Gluten gekommen? Oder hat sich das beim Bluttest rausgestellt?

    Woher weiss ich wo Gluten drin ist? Leonard verträgt nämlich seltsamerweise Dinkelsalzstangen und -kekse, aber keine "normalen" sprich mit Weizenmehl. Ich habe darüber schon mal im Internet gesucht, aber Kreuzallergien von Milcheiweiss und Gluten gab es nicht.
     

Diese Seite empfehlen

Die Seite wird geladen...