Logopädie

Dieses Thema im Forum "Erfahrungsaustausch" wurde erstellt von Melli30, 2. Juni 2005.

  1. Melli30

    Melli30 Dauerschnullerer

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    Hallo,

    mit meinem fast 4-jährigen Sohn war ich bei einer Pädaudiologin (spezieller HNO-Arzt für Kinder). Hörtests waren in Ordnung :) .
    Einige Laute spricht er aber noch nicht so deutlich aus, wie es in dem Alter wohl sein sollte. Betroffen sind z.B. das "r" und "sch"-Laute. Man nennt es Dyslalie.
    Es ist in unserem Fall wohl eher nichts schwerwiegendes, er wird überall gut verstanden und spricht auch viel und gerne! Hatte also noch nie Probleme deswegen. Die Logopädie wurde zur Unterstützung empfohlen, was ich auch sehr gut finde!

    Gibt es noch mehr Kinder hier, die in logopädischer Behandlung sind?
    Gehen die Kinder gerne dorthin? Seid ihr Eltern während der Stunde dabei?
    Wie schaut es bei euch mit Wartelisten aus?

    Gespannte Grüße,
    Melanie
     
  2. maren

    maren Dauerschnullerer

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    Hallo Melli,

    ich bin Logopädin und kann Dir sagen, daß die Kinder (jedenfalls zu Mir ;-)) immer gerne kommen. Bei den Kindern werden alle Übungen ja immer in spielerischer Form gemacht und den meisten Kindern gefällt diese Einzelzuwendung SEHR gut.

    Wartezeiten gibt es hier in Berlin kaum noch, da es inzwischen Unmengen an Praxen gibt. In einigen Gegenden muß man aber wohl ein paar Monate warten.

    Ich würde Dir empfehlen, Deinen Sohn einfach sofort anzumelden und wenn sich die Schwierigkeiten innerhalb der Wartezeiten von selbst legen....umso besser!

    Achso: Die Eltern sind bei mir in der Regel nicht dabei. Klar, bei der Diagnostik schon, aber später dann nicht mehr. Es sei denn, es handelt sich um echte Kommunikationsstörungen oder schwere Sprachentwicklungsverzögerungen, bei denen es sehr wichtig sein kann, daß die Eltern sich ein bestimmtes sprachliches Verhalten abgucken. Aber da Dein Sohn nur eine Dyslalie hat, wirst Du wohl eher nicht dabei sein müssen.
    Schön ist aber immer (und auch viel effektiver), wenn die Eltern an den Inhalten der Therapie interessiert sind, sich informieren, was gemacht wurde und empfohlene Spiele mit den Kindern zu Hause auch ausprobieren. Die Kinder lernen dann viel schneller.

    Viel Spaß und Erfolg wünscht Maren
     
  3. Hallo Melli,
    mit meiner Anita wars mit ca. 4 Jahren das gleiche Problem: R, SCH, K und noch etliche Buchstaben kamen einfach nicht klar, ansonsten ein gut sprechendes Kind.
    Anita war ca. ein 3/4 Jahr in logopädischer Behandlung. Ich war immer dabei, hielt mich aber im Hintergrund. Wir bekamen Material mit für Spiele zuhause und viele gute Tipps, wie man "Sprachtraining" unauffällig in den Alltag integriert, ohne dass das Kind sich ewig beobachtet und korrigiert vorkommt.
    Wir haben regelmäßig zuhause spielerisch geübt und nach ca. 9 Monaten war der komplette Wortschatz fehlerfrei. Anita hat es jederzeit Spass gemacht!
    Ich wünsche Euch viel Erfolg!
     
  4. Melli30

    Melli30 Dauerschnullerer

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    Hallo Maren!

    Schön, deinen Bericht zu lesen! :)
    Ich denke auch, dass die Eltern miteinbezogen werden müssen, damit die "Arbeit" im Alltag weitergehen und unterstützt werden kann.
    Dyslalie ist eher nicht so dramatisch, oder? Ist das vielleicht sogar langweilig für einen Logopäden? :-?

    Liebe Grüße,
    Melanie
     
  5. Melli30

    Melli30 Dauerschnullerer

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    Huhu Edith,

    hört sich an, als hätten unsere beiden Kinder mal sehr ähnlich gesprochen :)
    Einige Menschen aus dem Umfeld wundern sich sogar dass Vincent zur Logopädie geraten wurde, weil er ja eigentlich wirklich toll spricht (Wortschatz und Grammatik sind klasse, das reisst die "Artikulationsschwäche" total raus).

    Witzig, dass es bei euch ein 3/4 Jahr gedauert hat. Die Pädaudiologin möchte uns nämlich in einem 3/4 Jahr wieder sehen und rechnet wohl damit, dass bis dahin alles paletti ist.
    Das hoffe und denke ich auch :) .

    Liebe Grüße,
    Melanie
     
  6. Idefix

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    Mayleen bekommt auch Logopädie. Sie hat noch enorme Sprachschwierigkeiten, (sie ist vier Wochen zu früh gekommen, und ist daher ein "sprachlicher Spätstarter). Also, ich kann nur sagen, dass die Logopädie ihr sehr viel Spaß macht. Sie muss manchmal "Hausaufgaben" machen, also z.b. Zungenübungen und so. Da sie ein Integrations-Kind ist, bekommt sie die Logopädie im Kindergarten, und so kann ich nicht dabeisein. Ich erkundige mich aber alle zwei Wochen nach ihren Fortschritten und nehme neue Anregungen für "Hausaufgaben" mit nach Hause.
     
  7. Vanessa

    Vanessa Gehört zum Inventar

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    Was meinst du mit dem R? Dass es kein richtiges fraenkisch rollendes R war, oder gar nicht klar?
    Boubakar spricht ein richtig deutsches R, was dann im arabischen, wo man das R rollen muss, komisch klingt. Sein Papa versucht ihm immer wieder das R nun beizubringen, aber bisher erfolglos.
    Aber Logopaedie, weil er arabisch und englisch mit deutschem Akzent spricht ist wohl nicht angebracht, oder? In deutsch spricht er naemlich alles richtig aus. :-?
     

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