liebstes Hobby: kleinen Bruder ärgern und gucken was Mama..

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von Sonne3121, 11. Juli 2003.

  1. ... macht.

    Aber mittlerweile bin ich machtlos :( . Ulrich zwickt und zwackt und piesackt seinen kleinen Bruder :heul: , und ich bin echt hilflos. Ins Zimmer schicken nützt nix, da er nur rumheult und schreit :shock: , und wenn er dann wieder raus darf, dauert es ca. 5-10 Minuten und die Sache geht von vorne los. Es ist auch egal, ob die Gute-Nacht-Geschichte ausfällt oder das nächste Spiel eben nicht gespielt werden kann, da ich ja Magnus trösten muss. Vor einem aber hat Ulrich helle Panik: dass Magnus in seinem Bett schläft und er im Gitterbettchen schlafen muss -die Beiden haben noch getrennte Zimmer. Ich kann aber Magnus nicht im großen Bett schlafen lassen, da fällt er raus. Und andere Sanktionen nützen wie gesagt nichts. Ich bin es aber auch wirklich leid, den ganzen Tag in einer einzigen Litanei mit: Hör auf, Lass das sein, geh da weg usw. zu verbringen.

    Kennt Ihr das auch? Wie habt Ihr das geklärt?

    LG Nele
     
  2. Hallo Nele! :winke:

    Meine Kleinen sind in ähnlichem Alter wie deine beiden.

    Ich hab das gleiche Theater mit ungewissem Ausgang. Inzwischen misch ich mich nicht mehr so oft ein. Sebastian muß auch lernen sich durchzusetzen. Beißen, schlagen, raufen ist an der Tagesordnung. Ich denke es ist ganz normal, aber es zehrt so wahnsinnig an den Nerven.

    Strafen nützt nichts, damit verschärft sich die Situation nur. Sie müssen ja lernen mit der Sache vernünftig umzugehen. Den ultimativen Tipp habe ich leider auch nicht, aber vielleicht kommt er im nächsten Beitrag.

    Meine Kleinen schlafen inzischen in einem Zimmer. Da hatte ich auch ziemlich Bammel, aber es war bis jetzt ohne nennenswerte Zwischenfälle. Sebastian geht um 1/2 8 Uhr ins Bett und bis Anna Maria um 1/2 9 Uhr nachkommt schläft er bereits und Anna Maria geht dann brav ins Bett. Da kann ich mich nicht beklagen.

    Ich werd bei deinem Beitrag jedenfalls weiterlesen.

    Dir wünsch ich Nerven wie Stahlseile und es kommen wieder andere Zeiten mit anderen Problemen. :-D

    Liebe Grüße von hildegard
     
  3. Es tröstet schon zu wissen, dass man nicht allein auf dieser Welt ist... :)

    Und mit dem nicht-Einmischen hast Du sicher recht, doch ich denke immer, Magnus ist doch noch so klein und noch ein Baby und der Arme muss das alles über sich ergehen lassen und überhaupt... :-x *versinkinmitleid* :-( und der Große durfte doch auch (bis jetzt) in RUHE aufwachsen und dann nehm ich den Kleinen doch in Schutz.

    LG Nele
    PS: Schlafen Deine nicht durch ?(wenn ich auf die Uhrzeit Deiner Antwort schaue....)
     
  4. Florence

    Florence Hautärztin

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    Hallo Nele,
    Wenn ich das so lese, klingt mir das sehr nach einem Eifersuchts-Problem. Ich spreche hier zwar wie der Blinde von den Farben mit nur einem kleinen Kind, aber ich bin eine große Schwester und kann mich an manches noch gut erinnern.
    Dein Großer konnte bisher "in Ruhe aufwachsen" - so sagst Du es selbst. Nur ist das aber nicht mehr so, der Kleine ist jetzt in einem Alter, wo er immer wieder "mitspielen" will, auch wenn er die Spiele des Älteren eben noch nicht mitmachen kann und versteht und damit stört. Damit er damit aufhört, zwickt und zwackt ihn der große Bruder. Ihr habt also ein Problem, daß der Große lernen muß, den Kleinen zu integrieren, und der Kleine muß lernen, daß der Große auch mal für sich sein darf. Wenn Du jetzt dem Großen immer nur sagst: "Geh weg da!", "Hör auf!", "Laß das!" usw., dann lernt er diese Kooperation nicht, er versteht noch nicht, was Du von ihm verlangst. Hilf ihm doch, indem Du Dich zu den beiden setzt und dann, wenn es nötig wird, Vorschläge machst: "Gib dem Magnus ein paar Bausteine ab, dann kann er damit spielen und Du kannst Deine Burg weiterbauen." - Das als Beispiel. Natürlich kannst Du nicht immer dabei sein, aber dann kannst Du dafür sorgen, daß der Große in seinem Zimmer auch mal seine Ruhe hat und ungestört spielen kann und der Kleine anderweitig beschäftigt ist. Oder Du holst Ulrich weg aus dem "Kampfgebiet" und bietest ihm eine alternative Beschäftigung an: "Komm, Du kannst der Mama helfen, den Tisch zu decken." Also eher die Kinder anleiten, etwas gemeinsam zu tun, auch wenn der Kleine noch weit davon entfernt ist, mit jemanden spielen zu können, es muß also ein nebeneinander spielen werden. Oder eben das ganze entschärfen, indem der Große andere Aufgaben bekommt (die dürfen aber nicht als Strafe empfunden werden). Ulrich muß merken, daß er als Großer gewisse Privilegien hat, dementsprechend aber sich auch in anderen Situationen nachgiebiger verhalten muß - Rechte und Pflichten erkennen eben. Und der Kleine muß, auch wenn er so klein ist, akzeptieren, daß der Große gewisse Vorrechte hat, auch mal allein spielen möchte und daß es gewisse Sachen gibt, die für ihn tabu sind. Wenn der Kleine erstmal merkt, daß er immer in Schutz genommen wird, spielt er das nämlich bald aus. Ich stelle mir das nicht einfach vor.
    Ich hoffe, es waren für Dich zumindest Denkanstösse dabei. Ich wünschte mir manchmal, meine Eltern hätten uns Geschwister manchmal anders behandelt, mein kleiner Bruder durfte nämlich immer überall mitmischen, was ich gerade machte (wir haben genau den gleichen Altersabstand wie Deine beiden) und es gab ohne Ende Krach und Schlägereien, er lernt nicht, allein zu spielen, dafür lernte ich schnell, mich einzuschließen.
    Liebe Grüße und viel Erfolg, Anke
     
  5. Meine Kleinen schlafen noch nicht lange durch. Aber um Vollmond und Neumond ist immer mal eins von den beiden so früh wach. Heute war´s Anna Maria, die Mittag buchstäblich auf den Fischstäbchen eingeschlafen ist. :-D


    So hab ich anfangs auch gedacht, aber gerade das hat Sebastian ganz faustdick ausgenutzt und hat Anna Maria getriezt. So geht´s dann auch nicht. Soooooooooooooooo klein sind die Kleinen nämlich gar nicht.

    Ich handle ähnlich wie es Anke beschrieben hat, aber sie müssen auch mal ohne mich auskommen. Bei Raufereien schaue ich natürlich schon, daß es "unblutig" ausgeht, aber wie gesagt ich misch mich nur im Notfall ein.

    Liebe Grüße von hildegard
     
  6. ... und ich habe mir immer eingebildet, Eifersucht gibt es bei uns nicht. Aber vielleicht hast Du recht, Anke. Ich werde das mal beobachten. Die Beiden "spielen" auch schon ein wenig miteinander, Ulrich reicht Magnus Autos und Magnus lutscht die dann mit Hingabe ab :-D . Und auch für Magnus gibt es Tabus, bei Spielzeug und auch bei Beschäftigungen. Und im eigenen Zimmer spielt Ulrich nicht alleine, das ist oben und da ist er weit ab von uns. Bald ziehen wir um und wir wollten den Beiden ein gemeinsames Schlafzimmer und ein gemeinsames Spielzimmer einrichten. Keine gute Idee???? :-? Aber der Denkanstoß ist da, und eventuell liegt es wirklich daran.
    Und mit dem "nicht Einmischen" meinerseits @Hildegard, muss ich echt mal versuchen. Vielleicht halte ich es ja aus :???:

    Danke auf alle Fälle für Eure Tipps.
    LG Nele
    PS Hildegard: Magnus schläft auch nicht immer durch, aber ich bin viel zu müde um mich an den PC zu setzen :schnarch:
     
  7. Sonja

    Sonja Integrationsbeauftragte

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    Liebe Nele,

    ich habe mir vor Kurzem das Buch von Rudolf Dreikurs gekauft:

    Kinder fordern uns heraus ...

    Es ist so gut - ich bin ganz begeistert.

    Was nicht heißen soll, dass ich ALLES gutheisse, was er schreibt, das muss ich ganz klar betonen - aber immerhin ca. 90 %.

    Ich muss ja nicht alles beherzigen, was drin steht - aber vom Logischen her ist das Buch echt klasse.

    Im Moment lese ich täglich darin :jaja: .

    Da steht eben auch, dass man sich nicht zu sehr einmischen soll - ich kann dir das gar nicht näher erklären, das würde zu sehr ausufern.

    Jedenfalls sehr empfehlenswert.

    Wenn du es nicht neu kaufen willst (über den Amazon Banner :) ) - dann guck doch mal bei Ebay.

    Liebe Grüße
     
  8. ich hab es also versucht. Und war auch ein wenig erfolgreich *ganzstolzbin* :bravo:

    Ich hab es gemacht, wie Hildegard es auch geschrieben hat. Nur noch eingeschritten wenn abzusehen war, dass bald Blut fliesst. Und es geht uns allen richtig gut. Der Kleine ist ein guter Schauspieler und übertreibt mit seinem Gebrüll manchmal maßlos, aber jetzt, wo ich nicht mehr sofort reagiere, hält es sich in Grenzen. Der Große wird immer vorsichtiger und prickt auch nicht mehr so. Magnus wird ausserdem immer frecher und je mehr "nein"s an den Kleinen gehen, um so besser geht es Ulrich. Jetzt ist er nicht mehr der Einzige, der Dinge nicht tun darf.

    Das Buch von R. Dreikurs werde ich mir mal aus der Bücherei holen, wenn die nach den Ferien wieder geöffnet hat.

    Drückt die Daumen, dass der Frieden lange andauert.

    Dank+Gruss,
    Nele
     

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