Ich lasse mich momentan so schnell provozieren

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von Nina, 7. Mai 2005.

  1. Nina

    Nina Gehört zum Inventar

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    Hallo in die Runde!

    Ich muss heute mal ein bisschen jammern und brauche ein paar Tipps von euch.

    Zur Vorgeschichte: Jason testet zur Zeit mittel bis stark seine Grenzen oder eher meine Nerven aus und ich neige generell dazu mich schnell über etwas aufzuregen - ist also keine gute Kombination.

    Ich weiss, dass Jasons Verhalten ganz normal ist und dass er wahrscheinlich gar nicht mich persönlich provozieren möchte, aber ich empfinde das leider oft so und kann mich schlecht beherrschen. Bitte nicht falsch verstehen, ich würde mein Kind NIE schlagen, ich werde höchstens laut und sehe dann auch böse aus. Ich nehme das halt echt persönlich, auch wenn ich das gar nicht will und weiss, dass es falsch ist. Mir fehlt in so einer Situation echt die Selbstreflektion um aus der Konfliktsituation heraus zu treten und durchzuatmen. Ich nehme mir das in ruhigen Minuten oft vor, kann es dann aber bei richtigem Stress nicht umsetzen.

    Sowas kommt nicht häufig zu, aber immer dann, wenn ich echt gestresst bin- ist wohl normal. Ich finde momentan einfach keinen Weg, wie ich konsequent handeln kann ohne Jason einzuschüchtern oder zu überreagieren. Ich bin mit mir selber immer sehr streng und habe Angst, dass ich Jason einfach überforder.. Vielleicht sehe ich das auch zu übertrieben, aber ich habe Angst, dass Jason zwar ein total braves Kind wird, es ihm später aber an Selbstbewusstsein mangelt.

    Also wie geht ihr in solchen Situationen vor? Kennt das jemand und hatte mal ein ähnliches Problem- wenn ja, wie habt ihr es gelöst?

    Liebe Grüsse,
    Nina
     
  2. Liebe Nina,

    ich habe das selbe Problem!
    Wenn ich unter Zeitdruck (sprich Stress) bin, dann laufe ich auch Gefahr, impulsiver zu reden.

    Nehme momentan Schüsslersalze und werde mir auch Bachblüten zulegen - muss mir noch "austesten", welche passen würden für mich.

    Mir hilft auch, mir bewußt vorzunehmen, JETZT nicht auszuflippen - bewußt auf meine Stimme zu horchen und bewußt ruhig zu reden. Und wenn ich das ein oder zweimal am Tag geschafft habe - da hatte ich ein ganz tolles Gefühl in mir.

    Es geht nicht um dieses NIE WIEDER - sondern um die Reduzierung. Da ich vom Sternzeichen Widder bin (Feuerelement), liegt es sozusagen schon auch in mir schlummernd, dass manches feuriger rauskommt.

    Ich finde, dass es ja schon ein ganz toller Schritt ist, wenn man sieht, dass es einem "passiert" und man es ändern will.
    Das arge ist ja, dass man sich sozusagen selbst wahrnimmt und in der Situation selbst WEISS, dass das nicht der richtige Weg ist.

    Vielleicht würden Dir Bachblüten helfen? Oder Du gehst einmal die Woche zu einem Trommelabend - oder legst Dir eine CD auf mit Powermusik und "tanzt dich aus" (das hilft mir auch sehr - nur mache ich es zuwenig) - gestaute Energien lösen sich dadurch und gleichzeitig tust Du was für Dich selbst dabei.

    Mehr fällt mir momentan nicht ein - vielleicht ist was dabei für Dich.

    Lieben Gruß
    Christine
     
  3. Nina

    Nina Gehört zum Inventar

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    Hallo Christine!

    Von Schüsslersalz hab ich noch nie was gehört, was ist das? Mit Bachblüten habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt, das ist was homöopathisches, oder? Werde ich mal meine Therapeutin nach fragen.

    Du hast recht, in der Situation selber ist mir eigentlich schon klar, dass ich zu sehr auf Jasons Verhalten anspringe :jaja: und weiss auch, dass es anders sein sollte. Ich versteh wirklich selber nicht, warum mich das manchmal soooo auf die Palme bringt.

    Ich gehe in letzter Zeit scon öfters abends aus, tanzen, das bringt mir auch viel, bin danach immer etwas ausgeglichener. Aber da stimmt trotzdem noch nicht alles - ich bin echt so unzufrieden mit mir und möchte soviel einfach besser machen mit Jason.

    Weisst du, ich bin echt super selbstkritisch - und du hast recht, wenn man selber merkt, dass was nicht ok ist, ist das der erste Schritt - aber das ärgert mich eigentlich noch viel mehr. Ich will mich so gerne besser im Griff haben und arbeite an mir, aber so dolle Fortschritte sehe ich irgendwie nicht.

    Ich hatte selber nicht eine so tolle Kindheit und möchte es bei Jason einfach besser machen, aber irgendwie stecken doch viele Erziehungsmechanismen in mir, die eigentlich nicht "meine" sind und das macht mich traurig.

    Magst du mir was über Schüsslersalze erzählen?

    Liebe Grüsse,
    Nina
     
  4. Hallo Nina,

    Schüsslersalze sind Mineralsalze. Siehe http://www.forum-naturheilkunde.de/schuesslersalze/

    Wenn Du Deine Therapeutin nach Bachblüten fragst, kannst ja auch fragen, ob die Schüsslersalze für Dich auch was bringen. Es hat ein jeder einen anderen Zugang und eine andere Affinität, was ihm mehr zusagt.
    Bachblüten sind bei so einer Situation wirklich sehr hilfreich - müssen aber von jemandem, der sich damit gut auskennt "abgestimmt" werden. Denn es gibt so viele Facetten, wonach man ein Mittel finden kann.

    Bezüglich Tanzen: Ich habe zum Beispiel eine Indianer-CD zuhause - und da kommt ganz schön viel Kraft und Rhytmus rüber - mit geschlossenen Augen sich einfach diesem Rhytmus hingeben und tanzen was gerade an Bewegungen rauskommt.

    Diese Selbstkritik kenne ich zugut. Hast Du schon mal irgenwie "gesammelt", worin Du eine ganz tolle Mama bist?
    Bei mir merke ich einfach, dass ich mich viel zu schnell auf das fokusiere, was ich nicht so toll mache und NUR noch das an mir sehe.

    Und das mit der eigenen Kindheit:
    Ich kenne diese Gedankenansätze. Je mehr Du aber davon abkommst, bei Deinem Jason etwas besser machen zu wollen, als Du es in der Kindheit erlebt hast - umsomehr bist Du "unverkrampfter". Du kämpfst dann nicht so intensiv mit Dir selbst und hängst mit einem Teil von Dir in Deiner eigenen Kindheit.

    Vor einiger Zeit hat mir unsere Kindergärtnerin einen tollen Ansatz gesagt:
    Wir dürfen unsere eigene Kindheit nicht mit der unseres Kindes vermischen. Es erlebt und fühlt Dinge ganz anders als wir in der Kindheit - weil einfach die Familienstruktur alleine schon eine ganz andere ist.

    Möchte Dir einfach mitgeben, dass Du Dich selbst von dem "selbstauferlegten Druck" befreist, es besser machen zu wollen. Denn Du bist dann nicht mit Deiner GANZEN Aufmerksamkeit im Jetzt - sondern ein Teil von Dir (wenn auch unbewußt) ist irgendwo in der Vergangenheit.
    Ich spreche da wirklich aus Erfahrung. Es erleichtert total, wenn man sein Kind "abgekoppelt" von seinen Kindheitserlebnissen betrachtet. Natürlich habe ich so meine Wichtigkeiten - aber nicht mehr, weil ich sie in der Kindheit nicht erlebte - sondern weil ich es als Grundaufgabe sehe, diese Wichtigkeiten unserem Kind zu geben (Liebe, Achtsamkeit, Respekt, Zuhören usw.)

    Heute habe ich so nachgedacht über meine Grundursachen meiner "Überreaktionen". Und im Gespräch mit meinem Mann bin ich draufgekommen, dass da schon auch mitspielt: Ungeduld (dass was schneller gehen soll), "ich will das jetzt so" (auch bei Kleinigkeiten) und mir selbst klarere Strukturen schaffen, die ich auch einhalte (zum Beispiel jetzt wirklich nur die vorher bestimmte Zeit für was aufwenden und nicht zu sagen: Na das mache ich auch noch mit - geht in einem).

    Wie ich aus Deinem Profil sehe, studierst Du neben Deinem Mama-Sein?
    Glaubst Du, dass Deine Reaktion auch auf Stress zurückzuführen ist? Wenn ja- gibt es eine Möglichkeit, diesen Stress zu reduzieren?

    Ach ja - und noch was:
    Denke nie, dass Dein Kind Dich provozieren will! Dadurch entsteht in Dir schon ein Gefühl, das Dich aufruft zum "sich wehren".

    Ärgerst Du Dich so im Alltag auch leicht über etwas (das noch dazu sowieso nicht änderbar ist oder wo Du den anderen eh nicht ändern kannst?).

    Ich hoffe, meine Fragen und Anregungen sind nicht zu persönlich oder direkt. :-?

    Lieben Gruß
    Christine
     
  5. lulu

    lulu Königin der Nacht
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    Nina, zum ersten Ausprobieren kannst Du die Standartkombi Rescue-Tropfen von Bach kaufen (Utes Shop, Apotheke). Die wirkt eigentlich genau bei dem von Dir beschriebenen Symptomen: Stress, Reizbarkeit etc.
    Lulu
     
  6. Sonna

    Sonna W(ö)rlds best Coach

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    Ich wollte mich mal kurz einmischen und etwas zu den Rescue-Tropfen fragen....

    Ich bin im Moment in einer ähnlichen SItuation wie Nina und habe Rescue-Tropfen da.

    Wie oft nehme ich denn wieviele???

    Liebe Grüße
    Sonja
     
  7. lulu

    lulu Königin der Nacht
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    Entweder nur bei Stress-Situationen. Also: Ich hole jetzt das Kind ab :mrgreen:... oder: Oh je, gleich ist wieder Bettgehzeit.

    Oder 4x taeglich 4 Tropfen in ein Glas Wasser.

    Glaub ich zumindest, ich kenn mich nicht so gut mit BB aus.

    Lulu
     
  8. MamaYan

    MamaYan Dauerschnullerer

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    Hallo,

    ich nehm`die rescue-tropfen immer nur in der entsprechenden situation - wenn ich merke, jetzt flipp ich gleich völlig aus im streit oder so ... wirken wunder, finde ich. obwohl ich sonst nicht so arg an homöop.glaube...

    lg,
     

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