Hypertone Sauerstofftherapie nach Hörsturz

Dieses Thema im Forum "Ratgeber" wurde erstellt von Sylvi, 9. November 2003.

  1. Hallo zusammen!

    Hat jemand von euch Erfahrungen mit dieser Therapieform?

    Meine Oma (83!!!) hatte einen Hörsturz. Sie wurde sofort im Krankenhaus mit Infusionen im Ohr behandelt. Leider führte das zu keinem Erfolg.

    Stattdessen ist meine Oma in eine richtige Depression gefallen. Ihr kennt meine Oma nicht: Sowas hatte sie nie!!! Sie war immer lebensfroh und konnte auch mit Schicksalsschlägen immer gut umgehen.
    Sie ist auf dem einen Ohr jetzt vollkommen taub und hört nur noch ein Rauschen. Die Ärzte im Krankenhaus haben ihr angeboten nach 10 Tagen eine Hypertone Sauerstofftherapie zu machen. Meine Oma hat aber keine Lust mehr. Sie will nicht mehr unter Menschen und glaubt nicht an einen Erfolg.

    Sie war bei ihrem Hausarzt, der ihr ein leichtes Antidepressivum verschrieben hat. Er diagnostizierte eine klassische Depression, die auch nur bedingt mit dem Hörproblem im Zusammenhang stünde. Möglicher Weise ist das auch eine Nebenwirkung der Infusionen. :???:

    Meine Mutter kümmert sich um sie, und es geht ihr auch wieder besser. Trotzdem denke ich, dass sie ihr Hörproblem nicht aufgeben sollte. Ich habe zwar viel im Internet gelesen, bin aber nicht wirklich schlauer geworden. Deshalb wollte ich mal wissen, ob von euch jemand Erfahrungen hat.

    Dieses Thema hat zwar nichts mit Kindern zu tun, aber hier erreiche ich nun mal eine große Anzahl an Leuten. Ich hoffe, das ist ok.

    Liebe Grüße
    Sylvia
     
  2. Eine Freundin von mir hat eine solche Therapie gemacht und war auch sehr erfolgreich. Wenn ich sie demnächst erreiche, frage ich sie mal genauer danach.
    Es tut mir wirklich leid für Deine Oma. Ein Hörsturz ist ein Infarkt im Ohr. Es ist gut, daß sie sofort behandelt wurde, denn die Gefahr einen Schlaganfall zu erleiden, ist da sehr groß. Und in dem Alter, in dem Deine Oma ist, ist das natürlich besonders gefährlich.

    Wenn ich meine Freundin erreiche, frage ich sie mal. Sie lebt allerdings z.Zt. in Moskau, da ist es mit dem Kontakt nicht immer ganz so einfach. Die Therapie hat sie allerdings in Deutschland gemacht, den Hörsturz hatte sie, als sie hier im Urlaub war.

    Alles Gute für Deine Oma.

    Ursula :V:
     
  3. Evelyn

    Evelyn Bibi Blocksberg

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    Hallo Sylvia,

    wie geht es Deiner Oma jetzt?

    Tipp kan nich Dir leider keinen geben, wünsche aber gute Besserung!

    LG, Evelyn
     
  4. Hallo Ihr Lieben!

    Danke für die lieben Wünsche und die Erfahrungen.

    Meine Omi ist immer noch sehr depressiv. Sie war parallel noch bei einer Heilpraktikerin. Die hat ihr eine Spritze gegeben (keine Ahnung was das war). Dann ging es ihr psychisch kurzfristig besser, aber eben nicht lange. Jetzt hat sie von ihrem Arzt Insidon (kennt das jemand?) bekommen.
    Sie sagt das Rauschen macht sie fertig, aber von dieser Sauerstofftherapie will sie nichts mehr wissen :( leider! Sie vespricht sich davon nichts.
    Zur Zeit meidet sie es, unter Leute zu kommen. Es ist schon ein Wunder, wenn sie in die Kirche oder auf den Friedhof geht (und da ist sie früher täglich gewesen).

    Ich hoffe, dass sie jetzt nicht den Rest ihres Lebens diese Medikamente nehmen muss. Meines Wissens gibt es viele Leute, die dieses Rauschen im Ohr haben und damit ganz gut klar kommen. Vielleicht gelingt ihr das ja auch noch :???: .

    Weihnachten wird sie erst mal zu uns (also zu meinen Eltern) kommen und dann sehen wir mal weiter.

    Liebe Grüße
    Sylvia
     
  5. Hallo Sylvia,

    meine Nachbarin ist oft sehr depressiv und nimmt Insidon.
    Ich bin vor 4 Jahren auch auf dem linken Ohr plötzlich ertaubt. Zuerst glaubten die Ärzte auch an einen Hörsturz, aber da nach 2 Wochen Infusion und Cortison keine Besserung eintrat, sprach man plötzlich von einer plötzlichen Ertaubung. Das komische ist, Phil Collins hat das gleiche :jaja:
    Ich habe seitdem auch auf dem linken Ohr einen Tinnitus, der mal stärker, mal schwächer ist. Ich habe auch eine Tinnitus Therapie in einem Therapie Zentrum mitgemacht und das einzige was ich von da "mitgenommen" habe, was mir auch jetzt noch hilft, ist, das ich mir für das Rauschen ein ähnliches, angenehmes Geräusch gedacht habe. Wenn es ganz schlimm ist denke ich an einen Bergbach, mal plätschert das Wasser, mal ist es wild. Und das Bild aus der Natur hilft mir dann, lässt mich entspannen.
    Das Deine Oma jemals ihr Gehör wiederbekommt wage ich zu bezweifeln. Das passiert nur, wenn auch nur ein ganz klein wenig vom hören übrig ist.
    Tests haben bei mir auch ergeben, das der Hörnerv komplett zerstört ist und so auch keine Basis für ein Implantat da ist. Ein guter HNO Arzt sagte mir, das das wohl ein Virus gewesen sei.

    Alles Gute für Deine Oma

    Gruß Kareen
     
  6. Hallo Kareen!

    Ja, ich denke auch, nach allem, was ich so gehört habe, dass sie auf dem Ohr nie wieder hören wird. Ich kann nicht nachvollziehen, wie es ist, auf einem Ohr nur so ein Rauschen wahrzunehmen - stelle es mir auch grausam vor. Auf der anderen Seite kenne ich auch einige Leute, die damit schon sehr lange gut leben - u.a. eine Bekannte meiner Oma, die auch bei ihr im Haus wohnt.
    Weißt du, ob diese Infusionen Depressionen auslösen können? Als das mit meiner Oma losging, war ihr zunächst nur schwindelig. Ihr Arzt hat ihr daraufhin einige Infusionen verpasst (ich weiß leider nicht, was das war). Wenige Tage später zeigte meine Oma eine beängstigende Euphorie. Sie wollte plötzlich in Urlaub fliegen (sie ist noch nie geflogen) und umziehen (sie wohnt in dem Haus seit ihrer Kindheit) und freute sich unheimlich auf diese Veränderungen. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon Angst, dass diese Euphorie ins Gegenteil umschlägt --- und genau das ist passiert :( .

    Ich frage mich halt, was dafür die Ursache ist - und wie man endlich wieder einen Normalzustand herstellen kann. Meine Oma war nie ein launischer Typ: immer ausgeglichen, lebensbejaend und gutmütig. Sie hat sich nie hängen lassen (auch nicht, als ihr Mann gestorben ist) und wusste immer, was sie will. Jetzt erkenne ich sie nicht wieder :heul: .

    Danke für deine Erfahrungen.

    Liebe Grüße
    Sylvia
     
  7. Hallo Sylvia,

    an Infusionen habe ich damals im Krankenhaus was bekommen, was die Durchblutung anregt und halt Cortison.
    Was die depressionen bei Deiner Oma auslöst weiß ich leider nicht. Ich hatte damals im Krankenhaus nicht solche Stimmungsschwankungen, im gegentei, ich war immer optimistisch und das hat sich damals noch verstärkt. Ich sagte immer, es gibt schlimmeres.
    Soviel ich weiß, ist das Isiodon was meine Nachbarin bekommt GEGEN Depressionen.
    Vielleicht solltest Du mal mit ihrem behandelnden Arzt sprechen und ihm erklären was Euch besorgt oder ob es nicht andere Mittel gibt.

    Alles Liebe
    Kareen
     
  8. Helga

    Helga Frau G-Punkt

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    zu Hause
    Insidon ist keinAnti-Depressivum, sondern zum Lösen von Angstzuständen !
     

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