Hund weggeben?

Dieses Thema im Forum "Hund - Katze - Maus" wurde erstellt von Stephanie, 12. Januar 2004.

  1. Stephanie

    Stephanie The one and only Mrs. Right

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    Es bricht mir das Herz, aber ich stelle in letzter Zeit immer öfter fest, dass ich vieeel zu wenig Zeit für meinen Hund habe. Sie hat inzwischen auch schon fast resigniert, fordert mich kaum noch zum spielen auf und liegt fast den ganzen Tag und schläft. Dabei ist sie eigentlich ein furchtbar verspielter und verschmuster Hund!

    Ich glaube auch dass sich an meiner Situation in der nächsten Zeit nichts bessern wird. Vivian fängt an zu laufen und wenn der Sommer kommt werden wir viel draussen sein. Leider kann man ja den Hund nicht überall mit hinnehmen, zudem ist es schwer die Aufmerksamkeit gleichzeitig bei einen laufenden Kleinkind und einem neugierigen Hund zu haben.

    Mein Grossonkel ist Rentner (aber unglaublich fit), wohnt in Norddeutschland, hat einen Rieeeeesengarten (ich hab nur eine 2Zi-Wohnung) und war ganz begeistert von meinem Hund als er sie beim letzten Besuch sah. Er würde sie sofort nehmen.

    Was würdet ihr tun? Für mich ist ein Hund auch kein Hund im abgewerteten Sinn sondern ein echtes Familienmitglied. Deshalb fällt mir diese Entscheidung so schwer...

    traurige Grüsse, Steffi
     
  2. gummibär

    gummibär Gehört zum Inventar

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    hallo Steffi,
    vielleicht findest Du ja jemand der sich gern mit Deinem Hund beschäftigen will bis Du wieder mehr Zeit hast?Einen netten Jugendlichen z.B.?Vielleicht auch gegen ein bißchen Geld?Dann müsstest Du sie nicht weggeben u. kannst dir überlegen wie Du wieder mehr Zeit finden könntest(Babysitter,Großeltern..)Ich denke Hunde hängen i.d.Regel schon sehr an ihren Besitzern.Da ist eine Zwischenlösung vielleicht besser...
    liebe Grüße-claudi
     
  3. Tamara

    Tamara Prinzessin

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    Hallo Stephanie,
    also ich kann Dir natürlich nicht sagen was Du machen sollst, sondern Dir nur raten Deine Situation zu überdenken und vielleicht Euren Tagesablauf anders organisieren, so dass Dein Hund wieder mehr mit einbezogen wird.
    Was ich nicht ganz verstehe, warum hast Du im Sommer dann weniger Möglichkeiten mit dem Hund etwas zu machen, gerade im Sommer bieten sich doch viel mehr Dinge an. An einen See fahren, in einen Park gehen, Picknicken usw....

    Wie alt ist Dein Hund ? Seit wann hast Du ihn ? Und wie kommen Hund und Kind miteinander aus ?

    Ich habe für meine Katzen auch weniger Zeit, seit Leon da ist, aber sie fühlen sich wohl und ich sage mir: Sie sind bei mir, sie haben ihre vertraute Umgebung und es kommen wieder bessere Zeiten. Überleg mal wie schlimm es für ein Tier ist, sich in einer neuer Umgebung zurecht zu finden und sich an neue Menschen zu gewöhnen ! Du entreißt einem Tier alles Vertraute, ziehst ihm total den Boden unter den Füßen weg. Ein Tier versteht das WARUM einfach nicht, Du kannst es Deinem Hund nicht erklären ! Bis jetzt war Dein Hund Dir ein treuer Freund und selbst wenn Du weniger Zeit hast als vorher, so merkt Dein Hund Deine Liebe zu ihm und kann dadurch auch mal mit etwas weniger Zuwendung auskommen, dies sollte natürlich kein Dauerzustand bleiben.

    Gib Dein Tier nicht leichtfertig weg, such lieber nach Alternativen wie ihr auch weiterhin zufrieden zusammenleben könnt. Den Vorschlag, das Dir mal Jemand die Spaziergänge abnimmt, finde ich gut. Ein Schüler freut sich über ein paar Euro und Dein Hund freut sich über eine Spielstunde an der frischen Luft !

    Ich hoffe ich konnte Dir helfen und ich hoffe, das sich die Situatuion bei Euch wieder entspannt !

    Liebe Grüße
    Tami70
     
  4. Stephanie

    Stephanie The one and only Mrs. Right

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    Hallo,

    erstmal danke für eure Tips und Anregungen. Eben weil ich meinen Hund so gern habe, möchte ich sie nicht leichtfertig weggeben und mache mir soviele Gedanken was das Beste sein mag.

    an den Seen sind Hunde meist nicht erlaubt, freilaufend schon gar nicht. Und ich mag sie nicht am Baum festbinden, während ich meinem Stöpsel hinterherlaufe.

    Sie ist knapp fünf, eine Rottweilermischlingshündin. Ich habe sie seitdem sie drei Monate alt ist, habe Welpenschule und viele Seminare (Hundeausbildung) besucht. Als Vivian kam war es zwar eine grosse Umstellung, aber meine Hündin gewöhnte sich sehr gut an sie. Ich lasse beide niemals zusammen aus den Augen, doch in meiner Gegenwart spielen sie sogar zusammen. Es wäre auf jeden Fall auch für meine Tochter ein Verlust. Sie mag sie furchtbar gerne!

    Eben weil ich mir das vorstelle wie schlimm es für sie sein muss gehts mir so schlecht bei dem Gedanken :heul: Zur Zeit ist es jedoch einfach so, dass ich froh bin wenn ich mal meine Ruhe habe wenn Vivian schläft, da sie momentan sehr anstrengend ist. Oder ich erledige in dieser Zeit Hausarbeit. Für meinen Hund bleibt wirklich kaum Zeit :-?

    Der Vorschlag ist sehr gut, doch erstens müsste ich jemand mit Kraft und Hundeerfahrung finden, so ein grosser Hund ist eben kein Dackel. Zweitens habe ich selbst ein paar Euro eigentlich nicht übrig.

    Ich werde auf jeden Fall noch etwas darüber nachdenken und schauen, ob sich eine Lösung findet. Ich würde es mir/uns wünschen..

    Liebe Grüsse, Steffi
     
  5. Jessy1980

    Jessy1980 Geliebte(r)

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    Hallo Pepperchen und alle anderen,

    mein Gott, das Thema macht mich richtig traurig!!! :-(
    Ich habe seit 4 Jahren 2 Katzen und wenn ich mir vorstelle, ich müsste sie weggeben, könnte ich ohne Ankündigung losheulen!!! :heul:

    Na klar ist ein Hund -und dazu ein großer- etwas anderes als Katzen, aber wie du selbst geschrieben hast, begleitet sie dich schon 5 Jahre lang! Es ist absolut kein Vergleich, aber ich bin jetzt seit fast 2,5 Jahren mit meinem Freund zusammen und ziehe demnächst zu ihm. Würde er mit einem Wort erwähnen, dass er am liebsten nur mich und nicht die Katzen haben möchte, würde ich nicht zu ihm ziehen!!!
    Zum Glcük ist es aber so, dass er die beiden so richtig in sein :herz: geschlossen hat und sie nicht mehr missen möchte.

    Was ich dir sagen möchte, es gibt nichts treueres als ein Haustier, das zu einem steht, egal, wie es einem geht.

    Handle überlegt und reflektiere vorher, bevor du es bereust, sie weggegeben zu haben.

    Alles Gute für dich, deine Tochter und deinen Hund!!!

    Lass uns bitte bitte wissen, wie du dich entschieden hast.

    Ganz liebe und vor allem mitfühlende Grüße!!!
     
  6. hi, :D

    das problem kenne ich. Vor einem monat hatten wir auch die überlegung getroffen unseren hund aus zeitmangel weg zu geben.

    ich habe meinen hund immer noch und werde ihn niemals weg geben.

    1. Habe ich mir den hund nicht gekauft um ihn wieder los zu werden sobald es etwas schwieriger wird (will dich damit nicht angreifen!)
    2. ist mein hund in die momentane situation, dass wir weniger zeit für sie haben, mit der schwangerschaft hinein gewachsen
    3. Ist sie ein Familienmitglied!
    4. hat es für unsere tochter einen erzieherischen wert mit einem haustier aufzuwachsen (verantwortung, etc.)
    5. kann man sich die zeit einteilen

    wir handhaben es so, dass unser hund (25 kg, also auch kein schosshund) mit spazieren geht, wenn wir einen ausflug planen. 2 stunden sind wir dann bestimmt unterwegs. und wenn unsere tochter mal schläft, wird mit dem hund geschmust (ist auch erholsam und der hund weis er wird geliebt) ich weiß nicht wie der charakter deines hundes ist, aber unser hund ist für jede kleine aufmerksamkeit dankbar. beim spielen (zumindest bei deiner kleinen machbar, meine ist noch zu jung) kann der hund auch wunderbar integriert werden.

    im sommer könnt ihr ja für abwechslung sorgen. wenns zum badesee gehen soll, bleibt der hund halt zu hause. beim picknick im freien kann die kleine mit ihm ball spielen (natürlich unter aufsicht) oder ähnliches.

    du siehst, für alles gibt es eine lösung, und der hund wird mit dem momentanen zustand zufriedener sein als irgendwo anders bei fremden,weil er bei seiner Familie ist! :jaja:

    alles liebe
    Ninemaus
     
  7. Stephanie

    Stephanie The one and only Mrs. Right

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    Ähm.. ok, ich fass es nicht als Angriff auf. Leider ist es so dass ich den Hund zusammen mit meinem Exmann anschaffte, der dann nach unserer Trennung einfach davon ausging, dass ich mich schon darum kümmern würde. Es war also eine andere Ausgangssituation. Und ich spreche hier nicht von einer spontanen Idee, sondern darüber dass ich mir schon eine Weile Gedanken darüber mache bzw. auch, ob ich irgendetwas ändern kann.

    in diesen Punkten stimme ich dir voll zu :jaja:

    Im Prinzip alles richtig. Doch ich bin alleinerziehend, kann mir solche Dinge nicht immer mit meinem (nicht vorhandenen Partner) teilen. Ich bin abends einfach sowas von schlagskaputt, dass ich kaum noch die Kraft/Energie finde mit dem Hund zu toben oder zu schmusen. Und tagsüber geht ausser dem Spaziergang auch nur wenig.

    Ich versuche im Moment durch andere Zeiteinteilung eine gute Lösung für alle zu finden. Halte euch natürlich auf dem Laufenden!

    Liebe Grüsse, Steffi
     
  8. ok, das ist ein großer Unterschied. Dennoch werdet ihr euch beide ja dafür entschieden haben einen hund anzuschaffen.
    Dein Hund wird zufrieden sein, weil er bei dir ist. Es ist ja eigentlich auch nur eine phase. Bald ist deine kleine etwas selbstständiger und dann sieht das ja auch wieder anders aus. Was du letztendlich machst, ist selbstverständlich deine entscheidung. Aber glaube mir, dein hund versteht warum es ist, wie es ist.
    Deinem Hund tust du in dem sinne ja auch keinen gefallen wenn du ihn weg gibst, du hast außerdem nie die sicherheit das es ihm genauso gut geht wie bisher...

    bin auf deine entscheidung gespannt, sie wird schon richtig sein. :jaja:

    Alles liebe
    Ninemaus
     

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