Huhu, möchte mich vorstellen und gleich mal Proble wälzen

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von Heavykids, 18. Dezember 2003.

  1. Hallo zusammen,
    ich heiße Andrea, bin 33 Jahre jung und komme aus der Nähe von Hannover. Ich habe 2 Kinder, einen Sohn von 2 Jahren und eine Tochter von 10 Wochen. Mein Sohn treibt mich in den Wahnsinn und ich erkenne mich bald selbst nicht mehr wieder :-( Es beschleichen mich Gedanken, die ich mich kaum wage auszusprechen und an machen Tagen (sie werden leider im öfter) würde ich dieses Kind am liebsten windelweich hauen und schütteln, bis der Verstand endlich mal bei diesem Kind einsetzt. Er ist seit dem 9 Monat (seitdem kann er laufen) ein mehr als aufgewecktes Kind und hat nur Unfug im Kopf und gehorcht nicht die Bohne. Er provoziert mich bis aufs Blut, obwohl ich mir jeden Tag vornehme nicht drauf zu reagieren. Ich kann ihm 100 mal sagen, dass er die Finger von xy lassen soll (und ihm vielleicht auch noch auf die besagten hauen, damit er es endlich lässt!) und er schaut mich nur an und grinst mir frech ins Gesicht. Ich kann mir die Seele aus dem Hals brüllen, damit er hört oder etwas loslässt, aber er stellt alles auf Durchzug und legt noch eins drauf. Mittlerweile leidet das ganze Familienleben unter ihm. Wir können keine Mahlzeit ohne Gehampel und Geschimpfe zu uns nehmen, beim Windelwechsel bricht ein Drama aus und ansonsten wird alles zerstört, was nicht niet- und nagelfest ist. Er KANN auch lieb sein, doch das hält vielleicht 5 Minuten und dann kommt eher wieder "der Michel von Lönneberger" aus ihm heraus. Ist das denn noch normal? Ich mag schon gar niemanden mehr besuchen, weil ich ständig nur hinter ihm herlaufen muss, damit nicht alles zu bruch geht :-( Was kann ich denn noch machen? Wir wollen im Januar mal zu einem Kinderpsychologen gehen, denn so geht unsere Familie echt noch kaputt. Ach ja, zum Thema "Auszeit": Bei uns dauert die mittlerweile fast 15 Minuten oder länger, drunter tobt bei uns der Papst im Kettenhemd!
    Verzweifelte Grüße
    Andrea
     
  2. Sonja

    Sonja Integrationsbeauftragte

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    Liebe Andrea,

    erstmal willkommen hier im Forum.
    Ich hoffe, du hast das nur geschrieben, weil du in Rage warst und rechnest nicht wirklich damit, dass bei einem 2-jährigen "der Verstand einsetzt".

    Ich habe ein ähnliches Kind - zur Zeit ist es leichter und ich hoffe, dass Tim einsichtiger wird, je älter er wird.

    Aber das geht nicht von heute auf morgen, sondern nur in kleinen Schritten.

    Ich weiß, wie anstrengend das alles sein kann und bevor ich 100mal nein sagen muss, erlaube ich Tim die Sachen (wenn sie nicht gefährlich sind) oder ich räume sie weg (wenn er wirklich nicht dran darf).

    So habe ich die "Neins" auf ein Minimum begrenzt - wenn es doch mal einem Nein bedarf und er nicht hört, wird er vom Tatort entfernt.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass du gerade eine schwierige Zeit durchmachst mit Baby.

    Trotzdem: Vergiss bitte nie, dass dein Sohn das nicht macht, um dich zu ärgern, sondern er will und muss die Welt entdecken.

    Ich wünsche mir auch oft ein pflegeleichteres Kind, aber ich habe nunmal keines und muss lernen mit der Situation umzugehen, das so zu akzeptieren und einen Weg für uns zu finden.

    Habt ihr den Termin beim Kinderpsychologen schon? Du musst nämlich evtl. längere Wartezeiten einkalkulieren - also ruf lieber dieses Jahr noch an, sofern du noch keinen Termin hast.

    Ansonsten fällt mir spontan noch ein: Kannst du ihn nicht ab und zu fremdbetreuen lassen (Oma, Tante?).

    Das hilft bei uns immer sehr.

    Liebe Grüße
     
  3. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
    Moderatorin

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    Hallo Andrea,

    willkommen im Forum :D

    15 Minuten sind in diesem Alter unerträglich lange und provozieren noch mehr Aggression. 2 Minuten - länger würde ich den stillen Stuhl - oder die Auszeit - nicht machen. In diesen 2 Minuten aber konsequent sitzen, nichts spielen, nicht reden, einfach gegebenenfalls festhalten und ihn so zum sitzen nötigen. Dabei blick auf die Uhr.

    Es gibt Kinder die 1000 mal ausloten ob das Nein von vorhin auch das Nein von jetzt ist. Weniger nein ist manchesmal die wahre Erlösung - und das Nein dann aber durchhalten.

    Erzähle ich gerne :-D Ich habe meinen 2. Sohn im zarten Alter von einem Jahr im Schnitt 50 :!: mal am Tag vom Esstisch runtergeholt. Der Tisch stand irgendwann völlig frei in der Wohnung, er hat sich immer ein Steiggerät organisiert, kletterte hoch und strahlte mich an. Ich habe es mit stillem runterholen - also unkommentiert - mit Erklärungen, mit schimpfen, laut und leise alles probiert. Ein halbes Jahr :!: hatte unser Kind Ausdauer. Seinen großen Bruder habe ich genau 2 mal vom Tisch geholt und er hats begriffen. Der Kleine wollte nicht :-D und das zieht sich durch sein bisheriges Leben wie ein roter Faden. Wir müssen alles was uns wichtig ist aussitzen - im wahrsten Sinne des Wortes. Und wenn wir shon nicht mehr an Verbesserung glauben tritt es ein. :jaja:

    Zähe Kinder brauchen noch zähere Eltern.

    In diesem Sinne gute Nerven
    Ute
     
  4. Taliana

    Taliana Miss Rehauge

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    Hallo

    Deine Gedanken kenne ich und kann dich gut verstehen. Auch Robin entwickelte sich mit 10 Monaten vom so braven Baby zum "Michel". er ist auch der Typ, der sich 10 mal die Finger am Herd verbrennt, bis er einsieht, das man die Finger WIRKLICH da weglassen sollte.
    Mittlerweile weiss ich das meine Aggressionen oft aus meiner Angst um ihn kommen und ich habe mir das Buch "Kinder brauchen Grenzen" von Jan-Uwe Rogge durchgelesen und mich in vielem wiedererkannt. Wir wollen nur das es den lieben Kleinen gut geht, sie vor allem beschützen und sie treten unsere Absicht mit Füssen 8O . Aber so ist das garnicht. Man kann nicht allen Kindern ein Stempel aufdrücken und nicht bei allen funktioniert alles gleich und wir haben nunmal besonders zähe Kinder. Utes Beispiel mit dem Tisch kenne ich auch sehr gut, manche Phasen scheinen ewig zu dauern, aber plötzlich ist es vorbei und es "sitzt". Wir müssen da durch, es macht uns stärker und ganz ganz wichtig ist, wenige Neins, dafür sture Konsequenz und gutes Abwägen. Sobald ich mich dabei etwas selbst verliere und nachlässig werde, bekomme ich das schon kurze Zeit später von meinem Kind zu spüren, das etwas aus dem Ruder läuft. Er fordert miene Konsequenz geradezu. vielleicht wäre es noch interessant das Buch "Kinder fordern uns heraus" von ??Dreikurs?? zu lesen, aber dazu komme ich im Moment einfach nicht.

    Ich wünsche dir gute Nerven und gibt nicht auf. Es sind besondere Kinder unsere "starken" Kinder und wer weiss wozu es gut ist.

    Liebe Grüße

    Sandra
     
  5. Nutze die Zeit

    Hallo Sonja, Ute und Taliana,
    ich will nun schnell die Heia-Zeit im Haus nutzen zu schreiben und ich freue mich riesig über eure Antworten :bravo:
    Zuerst möchte ich kurz auf eure Zitate mal eingehen...
    Das mit dem "Verstand einsetzen bei einem 2-Jährigen" war nicht unbedingt im Spaß gemeint :( Joel, so heißt mein Satansbraten ist in vielen Sachen wirklich unheimlich weit und er gibt mir mit seinen Aussagen auch ganz klar zu verstehen, dass er genau weiß, worum es geht und warum er etwas nicht darf. Beispiel: Wir sind im Spielkreis und alle Kinder haben ihre Trinkflaschen auf dem Tisch stehen (alles unterschiedliche Farben und Formen). Joel trinkt wirklich der Reih um die Trinkflaschen der anderen Kinder leer oder kippt sie mit Wonne auf dem Teppich aus :shock: . Fragst Du ihn, wem die Flasche gehört, sagt er dir exakt, wem welche Flasche gehört und wo seine eigene steht. :o Sein Kommentar dazu: "Flasche ist Paul, Joel darf nicht dran gehen!". Also scheint da doch irgendwo der Verstand zu sein bei ihm und er macht es absichtlich! :( Ich bekomme von den anderen Müttern immer wieder Rüffel, dass ich Joel besser erziehen soll und dass kein anderes Kind von 15 weiteren Kinderns so einen Mist macht :-( .
    Zu der Auszeit: Wir haben es versucht mit auf die Treppe setzen (also raus aus dem geschehen) als Auszeit, doch dann hampelt er auf der Treppe rum. Ich gebe zu, ich habe es noch nie exakt mit der Uhr gemacht und ihn z.B. festgehalten, weil ich meist schnell aus dem Raum wollte um mir selbst Luft zu verschaffen, bevor ich explodiere. :-? Und ich gebe zu, ich komme selbst mir 2 Minuten auch nicht wieder auf den Teppich, weil ich meist so sauer bin auf ihn, dass ich Pulsrasen kriege und in den Tisch beißen könnte. Ich weiß, dass 15 Minuten und länger eine sehr lange Zeit sind. Aber nach 5 Minuten hört er dann meist auf zu toben und kreischen und spielt ganz seelenruhig im Zimmer (was er sonst überhaupt nicht macht!!!) Problem ist auch das Stillen von der Kleinen: Sobald ich damit anfange, bin ich für ihn Luft und er sucht sich Unfug aus, wo ich auf jeden Fall aufstehen müsste, um ihn daran zu hindern (Glühbirnen aus der Lichterkette drehen und Finger in die Fassung stecken zum Beispiel!). Wenn es mir dann zu bunt wird, setze ich ihn ins Kinderzimmer und er MUSS alleine spielen (und ohne Gefahr), sonst trinkt die Kleine vor lauter Brüllen nicht mehr. Ich hab versucht ihn mit einzubeziehen (währenddessen gemeinsam Buch gucken, dazu setzen mit der Trinkflasche ect.), aber Fehlanzeige!
    Ich habe sehr wohl festgestellt, dass es auch ganz entscheidend dabei ist, wie es mir geht :? Bin ich total entnervt und gestresst so wie jetzt, dann fehlt nur noch ein schiefer Blick und alles ist zuviel. Leider habe ich kaum die Möglichkeit Joel anderweitig betreuen zu lassen. Meinen Freundinnen (mit Jungs im gleichen Alter) mag ich kaum die Betreuung zumuten, weil er halt wirklich super anstrengend ist .
    Ich frage mich dann oft, ob die Entscheidung Kinder zu kriegen wirklich richtig war und wo ich überall versagt habe bei der Erziehung :-( Ich plädiere halt doch zu der "Bedienungsanleitung statt Nachgeburt" bei der Geburt, denn die wäre viel hilfreicher :jaja: :jaja:
    Wir haben für den 8. Januar einen Termin beim Kinderpsychologen bekommen und ich hoffe, er kann uns da irgendwie was sagen. Vielleicht sollten wir mit ihm zusammen einen Verhaltenstherapie machen oder sowas, damit wir wissen, wie wir richtig miteinander umgehen können.
    So, jetzt schwinge ich noch mal schnell die Füße aufs Sofa und drück die Augen zu... :-D
    Ich bin jedenfalls total happy zu lesen, dass ich mit so einem Extrem-Kind hier nicht alleine bin :-D und schöpfe langsam wieder Hoffnung.
    Ganz lieben Dank an alle und einen schönen Tag noch :)
     
  6. christine

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    Hallo Andrea!

    Ich kenn das so gut, was Du da schreibst, ich erlebe es zwar nicht so extrem wie Du, aber wir haben auch sehr heftige Zeiten hinter uns. Und Deine Gefühle kann ich auch soooo gut nachvollziehen.

    Auch was schon geschrieben wurde, kann ich nur bestätigen. Wie war Joel denn vor der Geburt seines Geschwisterchens?

    Bis Ben geboren wurde vor 8 Monaten (da war Julia grad 18 Monate alt), war Julia ganz lieb drauf und hat auch eigentlich immer das gemacht, was wir wollten, sie war ja auch die Prinzessin in der Familie, und in der Schwangerschaft war das vielleicht noch verschärfter, weil ich fast ein halbes Jahr nur mit ihr zu Hause war und das Haus kaum verlassen konnte wegen gesundheitlicher Sachen. Sie hatte mich immer, und ich war für sie da.

    Als Ben dann da war, fürchterlich wars, ich bin soo froh gewesen um jede Woche, die er älter wurde, daß diese Anfangszeit vorbei ist. Und es ist immer besser geworden.

    Julia hat von morgens bis abends gebrüllt, war unausstehlich (sag ich mal so, ich mein halt, sie war total unausgeglichen), ich hab immer versucht, auch für sie da zusein, aber der Kleine war ja auch noch da.Das ging über drei Monate lang. Ich hatte alle Naslang Milchstaus, dann mußte ich mich pflegen, ständig stillen (konnte dann auch nicht rausgehen), Quarkwickel machen und war psychisch dann echt am Ende. Das hat die Maus auch gemerkt und es ausgenutzt. Je fertiger ich war, desto mehr hat sie gegeben.Echt, das ist doch unglaublich, was so Kids schon können. Sie hat echt gelitten in der Zeit und ich denke, daß das ihre Art war, Eifersucht zu zeigen, und irritiert war sie auch, hat das alles doch nicht so verstanden.

    Bei uns sind auch (und das vor allem zu Stillzeiten) Blumen vom Fensterbrett gewandert, wurden Blätter vom Benjamini gerupft und die ganzen schönen Sachen, die einen verrückt machen, wenn man da sitzt mit dem Baby und das auch ständig schreit, weil es mit der Miclh nicht zufrieden ist oder was auch, aber das war wirklich Horror, und da half kein Schimpfen, das hab ich sowieso so oft getan, aber ich wußte mir auch nicht anders zu helfen. Julia wollte AUFMERKSAMKEIT. Nicht nur Sachen erkunden, sondern einfach AUFMERKSAMKEIT. Denke ich jetzt.

    Das Blatt hat sich ziemlich gewendet, als wir begonnen haben, zwei mal am Tag rauszugehen. Im Sommer waren wir dann morgens im Garten und dann ab 16 Uhr bis abends wieder draußen. Sie war beschäftigt mit draußen, und ich konnte auch mit Ben mit ihr spielen, sie hat Ablenkung gehabt und anderes gesehen und sich austoben können. Wirklich, das war der Wendepunkt. Sie wurde ausgeglichener und viel fröhlicher, ich war perplex. Dann hab ich beschlossen, das konsequent durchzuziehen, ich hab gesehen, daß sie das braucht.

    Jetzt sind Monate vergangen, und ich mach es immer noch, morgens eine Stunde rauszugehen und nachmittags auch, egal wie spät es auch wird nach Mittagsschlaf und Ben Nachmittagsbrei, es MUSS sein, auch wenn es Plackerei für mich bedeutet, ich will manchmal echt nicht.

    Wenn ich es nicht tue, dann die Folge: Julia macht nur noch Unsinn, räumt alles aus, weint ständig, fühlt sich nicht genug wahrgenommen (obwohl man auch mit ihr bastelt usw), aber das ist nicht dasselbe, als wenn wir rausgehen, wird furchtbar und wenn das so ist, dann will ich nur noch eins: raus!

    Noch eins: Wenn ich draußen bin, dann kann ich nur eins machen: Mit Julia reden und wenn Ben wach ist, auch mit ihm ein bißchen, aber ich bin im Prinzip auch nur für Julia da, wenn sie sich nicht alleine beschäftigt. Wenn ich drinnen bin, nehme ich mir (wenn ich ehrlich bin) nicht die Zeit, alles stehen und liegen zu lassen, um mit ihr zu spielen, ohne mich ablenken zu lassen von Telefon oder -das liegt viel näher- vom liegengebliebenen Haushalt.

    Na ja. Das ist meine Geschichte zu dem Thema. Ich hoffe, Du findest auch den Schlüssel zur Lösung des Problems. Aber ich würd echt überlegen, warum er das tut. Sicher auch um Grenzen auszutesten, die es auch braucht, das haben die anderen ja auch schon schön geschrieben, aber vielleicht auch, um etwas anderes zu kompensieren.

    Bin gespannt auf weiteren Bericht von Dir, machst Du das?

    Christine
     
  7. Sonja

    Sonja Integrationsbeauftragte

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    Liebe Andrea,

    Das ist natürlich nicht schön, wenn man so etwas zu hören bekommt :tröst:

    Auch das mit den Trinkflaschen sehe ich genauso wie du - nur eine Lösung weiß ich auch nicht wirklich :-?

    Jedenfalls finde ich es gut, dass ihr das Problem angehen wollt und den Termin beim Kinderpsychologen habt.

    Magst du dann davon berichten? Interessiert mich aus gegebenem Anlass :-D

    Liebe Grüße und Kopf hoch
     
  8. Hallo Sonja,

    Ich komme mir ja auch schon vor wie ein defekter CD-Player mit dem ewigen "Nein" und ich merke immer mehr, wie oft ich das am Tag sagen muss. Wie begrenzt Du das denn auf ein Minimum? Joel ist ja nun mal ein Randalebruder und meint ständig "Baustelle" bei uns spielen zu müssen. D.h. er sägt und hämmert und bohrt mit allen möglichen Gegenständen, entweder geben die Gegenstände vor ächzen schon die Geräusche von sich oder Joel kommentiert es nicht gerade geräuscharm :-? Dieser Tage hat er mit seinem Plastikhammer seinen nagelneuen Kassettenrecorder demoliert (während einer Auszeit im Kinderzimmer) und das Ding war wirklich stabil gebaut :shock: . Oder er hat mit einem Plastik-Schraubenschlüssel von Bob Baumeister auf die Musikanlage, Schränke usw. Was würdest Du dann machen? Ich habe es ihm mehrfach erklärt, wo er hämmern usw. darf und wo nicht, die Sachen abgenommen und wochenlang verschwinden lassen, aber es hilft alles nichts. Und er ist leider so ausgekocht, dass er alle möglich Dinge in unserem Haus zum "Baustelle spielen" benutzt. Da werden die Küchenschränke (unerlaubt) ausgeräumt, heimlich in den Keller geschlichen um Sachen zu mopsen usw.

    Du, da bin ich vollkommen bei Dir, jedenfalls was die Sache mit "die Welt entdecken" angeht :jaja: . Ich versuche ihm ja schon so viele Freiräume wie möglich zu lassen, aber er ist so roh mit allen Sachen, dass unheimlich viel zu Bruch geht (Babyphone von x 100 Euro, Videorecoder, Kassettenrecorder, Fernbedienungen, mehrere Telefone, Teile im Auto abgebrochen, Beulen und Kratzer im/am Auto....)

    Wenn ich hier alles wegräumen würde, nur um das nein hier ein wenig zu reduzieren, würden wir bald in einem leeren Haus sitzen :-D
    Erzähl doch mal genauer, was bei Dir so erlaubt ist und was nicht! Vielleicht denke ich auch einfach verkehrt :eek:
    Liebe Grüße aus dem Chaos und ich werde natürlich auch weiter berichten, was es Neues gibt....
    Andrea
     

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