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Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von Rocky13, 3. Mai 2014.

  1. Rocky13

    Rocky13 Gerade reingestolpert

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    :winke:

    Ich bin neu hier, normalerweise wende ich mich ja nicht an ein Forum aber ich möchte einfach anonym bleiben und keiner würde mich verstehen.
    Ich habe derzeit so ein schlechtes Gewissen ich fühle mich mies.
    Es wurde ja schonmal das Thema "brüllen" hier diskuiert. Und ja, ich brülle meine Kinder momentan an, es kommt einfach so aus mir heraus ich kann einfach nicht mehr. Sie haben meines Erachtens keinerlei Respekt vor mir.
    Widerrum können Sie superlieb sein und wenn ich mich dann für meine Auusfälle entschuldige heisst es Mama das ist doch nicht so schlimm, das tut mir im Herzen weh, denn , doch , es ist schlimm.
    Zu den Kindern, es sind 2 Mädchen 3 und 4 Jahre. Sie sind im Moment nur am Streiten, provozieren sich gegenseitig und gehen richtig aufeinander los, 1 Stunde später kann es dann ganz anders aussehen dann haben Sie sich wieder gern. Aber Ich komme zu nichts, heute wollte ich essen kochen sie sollten sich lediglich 1 Stunde mit ihren Bausteinen beschäftigen, doch alle 2 Minuten wurde nach mir gerufen. Eigentlich wollten wir einen superschönen Tag miteinander haben, da wir dieses Wochenende ohne Mann-Papa sind habe ich gesagt, wir machen uns es richtig schön, DVD Süßigkeiten usw aber jetzt habe ich so ein schlechtes Gewissen ....
    Dann bei allem was man macht, die hat mehr, ich will auf dieser Seite im Auto sitzen, ich will zuerst aussteigen das geht den ganzen lieben Tag so. Es geht schon morgens los, wenn sie in den Kindergarten sollen, jeden Tag kommen wir zu spät, sie hören einfach nicht.
    Das schlimmste ist das die beiden sich im Auto während der Fahrt streiten, das kann so gefährlich sein heute habe ich nach hinten gegriffen und einen leicht in das Bein gekniffen, ich wusste einfach nicht weiter. Schlimm ist auch die Kleinere ist in solch einer Trotzphase wenn etwas nicht nach Ihrer nase geht schnallt sie sich während der autofahrt ab, heute bin ich abgebremst und sie ist leicht nach vorne gerutscht ich fahre schon gar ict mehr Autobahn da es lebensgefährlich ist . Von meinem Mann kommt auch kein Verständniss nur von wegen das ich die Kinder nicht im griff hätte und wir haben die liebsten Kinder. Kurioserweise hören die beiden bei ihm auch.
    Mir tut es nur unheimlich weh ich will meine Mädchen nicht anschreien oder grob werden. Gibt es andere Tips ? Ich möchte einfach nur eine liebende Mama sein und Spass und Freude mit und an meinen Engeln haben. Aber ein Aussentehender hätte alles als ganz heftig empfunden, meine wutausbrüche ;-(
     
  2. Su

    Su Das Luder

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    Hallo Rocky,

    das klingt wirklich sehr traurig. Ich denke Du bist da nicht alleine mit dem Problem. Ich finde es auch furchtbar anstrengend Eltern zu sein und 2 Kinder mit kurzem Abstand sind noch mal eine Herausforderung mehr.

    Ich habe leider gerade nicht soviel Zeit, wollte aber schon mal ein paar tröstende Zeilen da lassen.

    LG
    Su

    P.S.: Jeder neue Tag gibt einem die Chance es besser zu machen ;-)
     
  3. Rona Roya

    Rona Roya Gehört zum Inventar

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    Liebe Rocky,

    zuerst möchte ich Dir sagen: Du bist nicht allein!

    Meine Kinder sind auch sehr dicht vom Alter her aufeinander und wir haben so schlimme Jahre des Streitens hinter uns... ! Mich hat das damals auch regelrecht fertig gemacht!

    Sobald morgens das zweite Kind die Augen aufgemacht hat, gings los mit dem Gezanke- und endete erst abends, wenn das letzte Kind einschlief. Lass Dir sagen: Geschwisterstreit ist ganz normal, und je näher die Kinder vom Alter her aufeinander sind, desto heftiger "kloppen" sie sich.

    Je heftiger ich versuchte, die Streitereien zu schlichten, desto schlimmer wurde es. Hast Du nicht die Möglichkeit, eines der Kinder mal nachmittags in den Kiga zu tun und an einem anderen Tag das andere? Oder gibt es eine Oma/ einen Opa, der bei der räumlichen Trennung (und somit Verschnaufpause für Dich) helfen könnte?

    Lass Dich nicht auf Diskussionen ein, daß das eine Kind mehr hat als das andere oder daß Du Dich ungerecht verhalten würdest- Dir wird eh nicht geglaubt.
    Ich habe mir irgendwann gesagt, ich muss das Gezanke akzeptieren und bin nur noch dann stillschweigend dazwischen gegangen, wenn es zu heftig wurde. Du bemühst Dich sehr um Beide- und wenn die Stimmung zu schlecht wird, hilft meist nur eins: raus mit den Kindern in die Natur! Fahrt alle zusammen Rad oder geht auf einen Spielplatz oder macht etwas anderes- zu Hause waren die Zankereien immer am Schlimmsten.

    Zugeben muss ich, daß ich auch viel gebrüllt habe, einfach weil es nicht mehr zu ertragen war. Aber das Brüllen hat nie etwas gebracht- ich bin dann ruhiger geworden und es hat sich auch etwas gebessert.

    Heute sind meine Kinder 12 und 10 und das ewige Gezanke ist inzwischen Geschichte. Sie streiten hin und wieder, aber bei weitem nicht mehr so primitiv wie früher.
    Sie sind nun in der Pubertät und ich muss ganz ehrlich sagen: bis jetzt waren die Zeiten des ständigen Streitens viel schlimmer als jetzt die Zeiten mit diesen pubertären Anwandlungen....

    Lieben Gruß - und starke Nerven wünsche ich Dir!!
     
  4. Rocky13

    Rocky13 Gerade reingestolpert

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    Danke Ihr Lieben, es tut sehr sehr gut das alles so zu hören. Da ich von meinem Mann in dem Sinne keinerlei "emotionale" Unterstützung bekomme. Das mit der Natur ist eine sehr sehr gute Idee.
    Ich bin teilweise am verzweifeln. Sie lieben Sich aber eine Minute später hassen sie sich wieder.
    Schlimm ist es momentan auch im auto das Abschnallen usw und das Gestreite so kann und will ich keine längeren Touren unternehmen.
    Das rumgesschreie und Gebrülle meinerseits muss einfach aufhören.
    Ich kann nicht einen Vormittags und einen Nachmittags in die Kita geben, das würde auch nicht verstanden werden, ich muss ja auch etwas tun, arbeiten, Haushalt usw...
    Ich glaube und hoffe auch das es bei dem Altersunterschied später besser wird.
    Danke für die lieben aufmunterden Worte.
    Heute war ich den ganzen Tag für mich unterwegs , WEllness und habe hoffentlich ein wenig Kraft getankt
     
  5. Schäfchen

    Schäfchen Copilotin

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    Das hieße, es gäbe Hoffnung?

    Meine beiden Großen (11 1/2 und 10) zoffen sich heute noch wie die Kesselflicker. Das fängt beim Aufstehen an, zieht sich im Zweifel bei Anwesenheit beider durch den Nachmittag und endet beim zu Bett gehen ...

    Inzwischen halte ich mich raus. Ich mache klar, das ich Beschwerden über den anderen nicht hören will. Ich weiß, das sie sich beide nix nehmen ... aber seit ich erst gar nicht mehr versuche, rauszufinden, was wirklich gelaufen ist, seit ich klar mache, dass ich für keinen Partei ergreifen werde, seitdem ebbt es etwas ab. Zumindest in der Länge, teilweise auch in der Häufigkeit. Klar gehe ich auch dazwischen, wenn ich anwesend bin. Klar lasse ich nicht alles zu. Aber Dinge, die sich ausserhalb meiner Reichweite, meiner Sichtweite etc. abspielen - da mache ich klar, dass ich nicht dabei war und deswegen nichts dazu sagen werde. Denn was auch immer ich sage, es würde von einem der beiden gegen den anderen verwendet werden.

    3 und 4 ist noch recht lütt. Ich geh inzwischen raus, mit den Hunden ne Runde drehen oder einfach in den Garten. Raus aus der Situation, wortlos. Bevor ich brüllen muss. Und hole dann tief Luft, sammle Kraft. Und ja, ich werd auch öfter laut als mir lieb ist. Man muss erst einmal für sich erkennen, wann der Punkt erreicht ist, an dem man nicht mehr kann und raus muss bevor Worte kommen. Da muss man an sich selbst hart arbeiten.

    Abschnallen: in der Phase als die Jüngste begann sich selbst abzuschnallen, hab ich auf Parkplätzen oder Landstraßen ohne viel Verkehr schon mal ne kontrollierte scharfe Bremsung hingelegt. Einfach um die Gefahr begreiflich zu machen. Das war nachhaltig. Ich hab auch schon am Straßenrand angehalten und bin ausgestiegen, wenn mir der Lärmpegel trotz Ermahnung zu laut wurde.
     
  6. Su

    Su Das Luder

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    Beim Auto bin ich auch knallhart, ich fahre keinen Meter wenn abgeschnallt oder zu sehr gelärmt wird, rechts ran fahren und einfach still abwarten, ist bei uns am wirkungsvollsten.

    Lg
    Su
     
  7. Rona Roya

    Rona Roya Gehört zum Inventar

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    Huhu,

    Schäfchen, ja, das Streiten ist definitiv weniger geworden!
    Es liegt aber meiner Meinung nach daran, daß inzwischen alle drei so ziemlich ihre eigenen Wege gehen, jeden Nachmittag sind ein bis zwei, meist alle drei Kids unterwegs. Sie haben alle unterschiedliche Hobbies, sind in verschiedenen Vereinen und haben unterschiedliche Freundeskreise. Deswegen klappt es jetzt. Nur morgens knallt es noch ganz schön, wenn sie alle drei müde am Frühstückstisch sitzen...

    Rocky, das wäre auch mein wichtigster Rat an Dich: schau, daß Deine Mädels, später, wenn sie größer sind, unterschiedliche Gruppen/ Klassen im Kiga/in der Schule besuchen und daß jedes sein eigenes Hobby hat, seine eigenen Freundinnen, etc.... Dann hat jedes Kind seinen (Frei-) Raum und es gibt keine weiteren Konfliktpunkte.

    Das Streiten im Auto war bei uns auch ganz schlimm! Jede längere Fahrt war der reinste Horror, oft hat das ganze Auto gewackelt, weil die Kids am Toben und Zanken waren... Meist saß ich dann hinten in der Mitte und konnte die Kids bei Laune halten. War ich aber allein unterwegs- ich hab auch so oft anhalten müssen, weils einfach zu schlimm wurde!
    Heute haben die Großen ihre Smartphones und sind eh beschäftigt und die Kleine (hat noch kein Handy) bastelt meist bei längeren Fahrten oder malt. Oder sie darf dann auf meinem Iphone Spiele spielen.

    LG!
     
  8. Schäfchen

    Schäfchen Copilotin

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    Das mit den Hobbys haben wir hier übrigens beizeiten gemacht. Wir haben die Interessengebiete der einzelnen Kinder gestärkt.

    Übrigens: bei der Einschulungsuntersuchung der Großen ist das Kind an der Steigerungsform "gut - besser - am besten" gescheitert, weil es diese Worte einfach aus dem Familiengebrauch nicht kannte ... Wir haben nie verglichen sondern versucht die individualität der Kinder zu stützen. Auch wenn wir grad bei der Großen damit an ungeahnte Grenzen stoßen, aber das ist ein anderes Thema.

    Rona, diese unterschiedlichen Nachmittagsgestaltungen sind hier vermutlich auch der Haupthgrund für die ruhigeren Nachmittage. Grad zum Beispiel isst die Große, weil sie gleich zum Konfi muss und die Mittlere ist noch nciht mal daheim, weil sie Zirkuskurs hat. Da geht zanken nur mit Mama ;)
     

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