Großer Hunger in der Nacht, wie gehe ich vor, auch an Ute bitte!

Dieses Thema im Forum "Rund um Babys Ernährung" wurde erstellt von Laura77, 22. Januar 2013.

  1. Laura77

    Laura77 Gerade reingestolpert

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    Hallo!
    Die kleine Emma, (mein zweites Kind), geb. am 22.09.12, GG: 2700 g, nach Abnahme 2510 g, am 8.1.13 5800 g, macht mir seit der 11 Woche nachts Probleme. Anfangs hat sie sogar zu gut geschlafen (teilweise 6-8 Stunden Pause), aber da die Gewichtszunahme immer gestimmt hat, war es i.O. Sie wird vollgestillt. Ach ja, sie war immer ein hungriges Kind :)
    Aktuell folgende Situation: tagsüber 2,5-3,5 Stundenrhythmus. Abends: letzte Mahlzeit 19:30-20:00, um 22:30-23:00 wach, wird gestillt, wirkt nicht so zufrieden aber schläft dann ein. Dann werden die Pausen kürzer, 3 Stunden ist das Maximum, eher 2 Stunden.
    Sie schläft und ist zur Zeit sehr unruhig (Wachstumsschub 17 Woche?), trotzdem, da sich die Situation seit der 11 Woche (damals hatte sie nachts ein 3-4 Stundenrhythmus, das war ok) gesteigert hat, schiebe ich nicht alles auf den Schub. Tagsüber ist sie nach den Stillmahlzeiten zufrieden.
    Da sie die ALLE Anzeichen für den Beikostbeginn erfüllt (bei meinem Sohn war es erst mit 5,5 Monate der Fall) hab ich ihr seit ein Paar Tage ein bisschen Gemüse angeboten, das sie sehr gerne annimmt, danach kompl.Stillmahlzeit. Ich habe versucht, ihr eine Flasche Pre-Nahrung abends nach dem Stillen anzubieten. Sie trinkt um die 100 ml, schläft dann i.d.R.schon 4-4,5 Stunden (teilweise unruhig, muss viel aufstoßen), aber dann kommt sie wieder alle 2 Stunden.
    Sie schläft nicht auf dem Arm oder an der Brust ein, hat ihr Einschlafsritual, leider verweigert sie seit Wochen kategorisch den Schnuller, lutscht zur Zeit aber gerne am Daumen zum Einschlafen (außer wenn sie Hunger hat, da hilft weder ihr noch mein Finger).
    Meine Fragen: wie könnte ich die Nächte verbessern? Flasche am Abend, vielleicht mit 1-Nahrung? Mich gedulden und mit Brei weitermachen, denn, wenn sie tagsüber "gescheit" isst, dann werden die Nächte auch besser? (so war es bei meinem Sohn). Vielleicht ihr eher einen Abend- als einen Mittagsbrei anbieten?
    UND: wenn sie nachts alle 2 Stunden kommt, soll ich sie trotzdem stillen oder konsequent beruhigen (sehr schwierig), und daher in Kauf zu nehmen, dass sie auch sehr lange schreit?
    Meinen Sohn habe ich zum Schluss tatsächlich oft gestillt, er hat sich nicht daran gewohnt, aber jedes Baby ist wohl anders und ihr Saugbedürfnis ist viel größer als seins. Tatsache ist: ich habe auch noch ein Kind und brauche unbedingt ein bisschen mehr Schlaf nachts. :(
    Danke für eure Antworten und Tipps!
    :)
     
    #1 Laura77, 22. Januar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2013
  2. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
    Moderatorin

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    AW: Großer Hunger in der Nacht, wie gehe ich vor, auch an Ute bitte!

    Liebe Laura,

    willkommen in der Schnullerfamilie.

    Du hattest von Geburt an ein zartes Kind und sie ist im "zarten" Bereich geblieben. Das kann den Grund haben dass die ganze Familie als "Elfenfamilie" durchgehen könnte oder aber dass sie sich mit dem was kam zufrieden gab.

    Auf jeden FAll scheint sie eher kleine Trinkmengen zu sich zu nehmen. Und das häufig.

    Sollte die Entscheidung für Fläschchen fallen bitte nur Pre-Nahrung. z.B. milumil Pre passt gut zu Stillkindern. Die 1er Nahrungen enthalten Stärke, das sättigt mehr, ist bei leichteren Kindern aber nicht notwendig. Das ist es besser sie trinken mehr und halten dadurch länger durch.

    Hier noch ein paar Tipps die dir vielleicht helfen http://www.babyernaehrung.de/sorgen-baby/ernaehrungsprobleme/mangelgewicht - wobei ich kein Mangelgewicht bei euch sehe -sondern einfach nur "zart"

    http://www.babyernaehrung.de/brei/beikost-i hier nochmal alles zur Beikosteinführung.
    Der zeitpunkt scheint passend - die Auswahl Gemüse bringt keine zusätzliche Sättiung. Das ist reines Übungsessen. Schau da unter Milch & Getreide (auf der rechten SEite sind die Unterpunkte) nach meinen Erklärungen.

    Hat ein Baby Hunger nachts unbedingt stillen. Manche Babys lassen sich auch beruhigen und in den Schlaf bringen aber das ist am Ende die Gutmütigkeit des Kindes ausgenutzt. Am Gewicht wird es sichtbar. Ideale Zunahme ist immer noch bei 150 g die Woche.

    Isst du selbst kaloriengerecht? 1800 für dich und 600 fürs Kind? Nudeln mit fetter Sauce, süße Stückchen dazwischen, Salat zählt nicht ;-) und Rohkost auch nicht. Um erfolgreich zu Stillen braucht es Futter für die Mutter. :cool:

    Nur ein sattes Baby kann ruhig und zufrieden schlafen. Dann kommen auch die Eltern zum erholsamen Schlaf. Was für die Stillmama besonders wichtig ist. Ohne Schlaf, ohne ausreichend Nahrung und Ruhe = Stillstress, Schlaflosigkeit, mangelnde Gewichtszunahme irgendwann.

    Viele liebe Grüße und ich bin gespannt wie es weitergeht

    Ute
     
  3. Laura77

    Laura77 Gerade reingestolpert

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    AW: Großer Hunger in der Nacht, wie gehe ich vor, auch an Ute bitte!

    Liebe Ute,
    DANKE für die sehr schnelle und informative Antwort!
    Und auch vor allem für deine Seite: endlich jemand, der realistische und normale Tipps gibt (ich bin auch fürs Stillen, aber ich finde, man übertreibt es oft ein bisschen, und wie du sagst, leider auf Kosten des Babys.)
    Ja, sie war sehr zart, mittlerweile hat sie ihre Speckpölsterchen schon dran (sie ist und war auch etwas "kurz": 48 cm und jetzt 5 8 cm), aber dick ist sie nicht. Dass meine Kids so zart waren liegt vielleicht an der Tatsache, dass ich in beiden SS wenig zugenommen habe (dieses Mal 8 kg), das lag an viel Übelkeit und Sodbrennen sowie an Stress (Staatsexamen Medizin).
    Ich werde also den Milchbrei einführen, (die Variante Flocken + Pre-Nahrung), entweder als volle Portion (allmählich natürlich!) oder als Kleine Portion + nach kurzer Zeit stillen, je nach Müdigkeit der kleinen.
    Und auch auf meine Kalorienzuführ werde ich achten, ich esse schon genug, aber tatsächlich eher fettarm (ich habe bei beiden Kidern in der Stillzeit eher zu- als abgenommen, vielleicht als "Kompensation" für die mangelnde Zunahme in der SS?). Und ich der Nacht werde ich auch weiterstillen: die kleine kommt tatsächlich mit dieser hinterhergeschobenen Flasche nicht so gut klar und es wird auch viel rausgespuckt, also, deine Vermutung, dass sie eher häufig kleine Mengen bevorzugt unterstutze ich voll!
    Nochmal vielen Dank und ich schreibe wieder, wenn sich eine Tendenz erkennen lässt!

    Ganz herzliche Grüße!
    Laura
     
  4. lena_2312

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    AW: Großer Hunger in der Nacht, wie gehe ich vor, auch an Ute bitte!

    Hallo Laura,

    weisst Du was Du noch probieren könntest? Versuche mal, ob es euch weiter bringt, wenn Du sie tagsüber alle 2-2,5h stillst, so dass sie eben auf 1-2 mehr Tagmahlzeiten kommt. Bei meinem Sohn hat das wunderbar funktioniert und bei der Kleinsten merke ich auch ganz deutlich, wenn sie tagsüber mehr als ein mal 3h Pause macht, dann kommt auch sie in der Nacht einmal mehr bzw. in kürzeren Abständen als sonst. Ein Versuch ist es wert.

    LG Uta
     
  5. Laura77

    Laura77 Gerade reingestolpert

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    AW: Großer Hunger in der Nacht, wie gehe ich vor, auch an Ute bitte!

    @Uta: vielen Dank für deinen Tipp! Ich hab den Beitrag erst jetzt wieder gelesen, drum melde ich mich so spät: das hatte ich schon versucht, sie tagsüber in kürzeren Abständen zu stillen, aber es hat nicht so toll geklappt, denn sie hat dann nur ein bisschen getrunken und dann sofort gemeckert, die Seite wechseln wollen und dann schnell wieder aufgehört, weil sie nicht richtig hungrig war. Nur einmal hab ich sie abends quasi dauergestillt und dann hatte sie nachts etwas länger ausgehalten aber ich habe noch ein Kind zuhause, das auch meine Aufmerksamkeit braucht und das mit dem Dauerstillen ist auf Dauer keine Lösung. Ich glaube einfach, dass meine Kinder (bei dem Sohn war es auch so) sehr hungrig sind: sie sind sehr klein auf die Welt bekommen und wollen und müssen aufholen. Die Emma lag bei Geburt unter der 3.Perzentile, bei der letzten Untersuchung war sie auf der 50. und da wurde sie noch vollgestillt, also, sie putzt ordentlich was weg und Muttermilch ist so schön verdaulich :rolleyes:

    Jetzt hab ich tatsächlich mit Beikost angefangen. Da sie aber noch so klein ist und ich sie noch nicht abstillen möchte, machen wir jetzt wie folgt: (bei meinem Sohn ging leider die Milchbildung sehr schnell zurück als wir Mahlzeiten mit Brei ersetzt haben und das möchte ich bei ihr zunächst vermeiden).
    In der Früh und am Vormittag: stillen
    Mittags: eine halbe Portion Kartoffeln-Gemüse-Brei (mit einem TL Öl). Hinterher stillen so viel wie sie will.
    Nachmittags: stillen
    Abends: eine halbe Portion Getreide-Brei (Hirse oder Reisflocken) mit Wasser vorbereitet und ein bisschen Birne mit einem TL Öl. Hinterher stillen.
    Ich hab doch keinen Milchbrei genommen, denn ich stille sie noch recht viel und hab gedacht, sie braucht noch keinen. Das gleiche gilt für Fleisch.
    In der Nacht kommt sie nun 1 x
    Also, haben wir jetzt 5 Mahlzeiten am Tag und eine in der Nacht.
    Für mich ist es vollkommen in Ordnung: die Milchbildung wird aufrechterhalten, sie ist satter und viel zufriedener und alles ist entspannt geworden.
    Wenn sie 5 Monate wird (am 22.02) wollte ich die Abendmahlzeit komplett ersetzen und dann den Milchbrei einführen. Ich würde sie aber weiterhin vor dem Insbettgehen stillen (kein Einschlafstillen, nur eine letzte Kuschel-Trink-Einheit vor dem Schlafen!).
    Und jetzt frage ich dich UTE:
    1) findest du den Plan, so wie er ist, in Ordnung? Es ist etwas unkonventionell, ich weiss, aber es hat sich so ergeben, dass sie auch Mittags Beikost kriegt, weil nur die halbe Portion Brei abends nicht so viel gebracht hat, sie war außerdem abends total ausgehungert und wollte auch nicht unbedingt Zeit mitm Löffel verlieren. Seit dem Mittagsportiönchen kommt sie gut über den Nachmittag und macht auch einen schönen längeren Mittagsschläfchen mit circa 4 Stunden Pause zwischen Mittagessen und Nachmittagsstillen.
    2) Wenn nicht, wie soll ich es ändern?
    :relievedface: Braucht sie schon jetzt Fleisch?

    Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mir deine Meinung mitteilst. Ich denke und hoffe zwar dass es so ausgewogen ist, bin aber keine Ernährungsexpertin und möchte nichts Falsches machen.

    Danke im Voraus für deine Antwort!
    Liebe Grüße
    Laura
     
  6. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    AW: Großer Hunger in der Nacht, wie gehe ich vor, auch an Ute bitte!

    Liebe Laura,

    ein Baby das mehr zunehmen darf (und das darf die Kleine) und noch so jung ist kann dies am besten über kaloriengerechte Mahlzeiten. Am Abend unbedingt einen Milchbrei - OGB ist im ersten Halbjahr zu wenig. Ich empfehle diesen nach dem 6. Monat als 3. Beikost. Milch ist die wichtigste Nahrungsquelle im ersten Halbjahr. Auch zusätzlich zur Muttermilch.

    Mit Fleisch kannst du noch ein wenig warten - nach dem Gemüsemus noch stillen ist wunderbar und wichtig. Mit 5 Monaten kannst du Fleisch dazu tun und die Mengen werden sich dann sichelrich auch noch steigern lassen. Alles braucht Zeit.

    :winke: und Grüße
     
  7. Laura77

    Laura77 Gerade reingestolpert

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    AW: Großer Hunger in der Nacht, wie gehe ich vor, auch an Ute bitte!

    Super Ute, vielen Dank!
    Dann werde ich ihr doch den Milchbrei geben und dann vor dem ins Bett gehen stillen!
    Viele Grüße :)
    Laura
     

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