@George Bush und andere Kriegstreiber

Dieses Thema im Forum "Gedichte & Gedanken" wurde erstellt von Christian Eltges, 13. März 2003.

  1. Ich denk‘, ich schreib‘ euch besser schon beizeiten
    Und sag‘ euch heute schon endgültig ab.
    Ihr braucht nicht lange Listen auszubreiten,
    Um zu sehen, daß ich auch zwei Söhne hab‘.
    Ich lieb‘ die beiden, das will ich euch sagen,
    Mehr als mein Leben, als mein Augenlicht,
    Und die, die werden keine Waffen tragen,
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Ich habe sie die Achtung vor dem Leben,
    Vor jeder Kreatur als höchsten Wert,
    Ich habe sie Erbarmen und Vergeben
    Und wo immer es ging, lieben gelehrt.
    Nun werdet ihr sie nicht mit Haß verderben,
    Keine Ziele und keine Ehre, keine Pflicht
    Sind‘s wert, dafür zu töten und zu sterben,
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Ganz sicher nicht für euch hat ihre Mutter
    Sie unter Schmerzen auf die Welt gebracht.
    Nicht für euch und nicht als Kanonenfutter.
    Nicht für euch hab‘ ich manche Fiebernacht
    Verzweifelt an dem kleinen Bett gestanden,
    Und kühlt‘ ein kleines glühendes Gesicht,
    Bis wir in der Erschöpfung Ruhe fanden,
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Sie werden nicht in Reih‘ und Glied marschieren
    Nicht durchhalten, nicht kämpfen bis zuletzt,
    Auf einem gottverlass‘nen Feld erfrieren,
    Während ihr euch in weiche Kissen setzt.
    Die Kinder schützen vor allen Gefahren
    Ist doch meine verdammte Vaterpflicht,
    Und das heißt auch, sie vor euch zu bewahren!
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Ich werde sie den Ungehorsam lehren,
    Den Widerstand und die Unbeugsamkeit,
    Gegen jeden Befehl aufzubegehren
    Und nicht zu buckeln vor der Obrigkeit.
    Ich werd‘ sie lehr‘n, den eig‘nen Weg zu gehen,
    Vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
    Vor keinem als sich selber g‘radzustehen,
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Und eher werde ich mit ihnen fliehen,
    Als daß ihr sie zu euren Knechten macht,
    Eher mit ihnen in die Fremde ziehen,
    In Armut und wie Diebe in der Nacht.
    Wir haben nur dies eine kurze Leben,
    Ich schwör‘s und sag‘s euch g‘rade ins Gesicht,
    Sie werden es für euren Wahn nicht geben,
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    (Reinhard Mey )
     
  2. Das ist ein wirklich schöner Song, i
    ch hab ihn lange nicht mehr gehört, und auch der Text war mir wieder mal wie neu.
    Danke!


    LiGrü
    :winke:
    Silke
     
  3. Ach Mensch...immer, wen ich das hör muß ich so weinen :-(
     

Diese Seite empfehlen

Die Seite wird geladen...