Gedicht gesucht

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von AndreaLL, 22. März 2009.

  1. AndreaLL

    AndreaLL Fernsehbeauftragte

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    Hallo,

    jetzt wende ich mich auch mal in Sachen Hausaufgaben an euch :heilisch:.

    Wir suchen ein bestimmtes Gedicht: der Ich-Erzähler steht an einem Bahnsteig, es geht u.a. um die Stille dort; dann kommt es zu einem Bruch, viele Menschen strömen zum Zug, um zu ihrer Arbeit zu kommen; und so laut und unruhig es plötzlich ist, ist es auch schon wieder leise...

    Ich kenne das Gedicht, komme jetzt aber überhaupt nicht auf Titel, geschweige denn Dichter.

    Kann mir jemand von euch bitte weiterhelfen?

    Danke, Andrea (zwischen den Zeiten, denn der eine muss gerade erst lesen lernen, und der andere schreibt mal wieder Gedichtinterpretationen!!! Ich glaube, ich habe gar keine Zeit, alt zu werden...)
     
  2. AndreaLL

    AndreaLL Fernsehbeauftragte

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    AW: Gedicht gesucht

    - schubs -

    hmmm - heute scheinen wenig Lyrik-Kenner unterwegs zu sein...

    Wir haben hier schon verschiedene Suchportale genervt, und ich weiß jetzt auch, dass es eine "Deutsche Gedichte-Bibliothek" gibt. Bisher leider erfolglos :heilisch:.

    :winke: Andrea
     
  3. Nike

    Nike Flying Googlemuckel

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    AW: Gedicht gesucht

    Meinst Du das hier zufällig

    <CENTER>Die seltsame Stadt

    Der Zug fährt ratatatat, ratatatat über die Gleise.
    Ratatatat, ratatatat bis ans Ziel seiner Reise.

    Endlos ergießt sich der Strom der Passagiere
    auf den nachtdunklen Bahnhof.
    “Gepäckträger hierher, meine Koffer sind schwer“.
    Niemand antwortet, niemand ist hier.
    Bahnsteig und Bahnhof sind ruhig und leer.

    Vor dem Bahnhof, wo sonst Taxen stehn,
    gähnende Leere, niemand zu sehn.
    Still ist die Nacht, dunkel die Stadt.
    Nirgendwo bietet sich Hilfe an,
    niemand der den Weg ins Hotel zeigen kann.

    Eionsam stehen die Reisenden da.
    Das Gepäck türmt sich auf dem Bahnhofsvorplatz.
    Alles ist ruhig friedlich und still.
    Seltsame Stadt.
    Wie´s hier nur bei Tag aussehen mag?

    Quirlendes Leben, es ballt sich und drängt,
    niemandem wird hier etwas geschenkt.
    Jeder muß rennen, muß hasten und eilen,
    nur nicht zu lange an einem Orte verweilen.

    Dann wird es Abend, die Dämmerung senkt sich herab.
    Plötzlich ist Ruhe, still wie im Grab.
    Die Fenster verschlossen, die Türen verriegelt,
    die Läden herunter, eingeigelt.

    Stumpf sitzen die Menschen in ihren dunklen Zimmern.
    was draußen passiert, wer wird sich drum kümmern?!

    Die Reisenden stehen am Bahnhof herum,
    zitternd und ängstlich, stumm.
    Kein Laut erhebt sich in der Stille
    wo vorher noch Lärm war und Gebrülle.

    Die Ausstrhlung der Stadt hat sich auf die Gemüter gelegt,
    so daß sich kein Härchen, kein Muskel bewegt.
    Und zieht dann der Morgen herauf mit Macht,
    hat sie verdrängt die stockdunkle Nacht;
    erwacht alles Leben,
    als hätt es sie nie gegeben
    die finstere Nacht.</CENTER><CENTER> </CENTER><CENTER>von Wolfgang Meiser </CENTER><CENTER> </CENTER><CENTER>Quelle: http://www.e-stories.de/gedichte-lesen.phtml?7669</CENTER>
     
  4. AndreaLL

    AndreaLL Fernsehbeauftragte

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    AW: Gedicht gesucht

    Hey,

    leider ist es nicht das gesuchte Gedicht :-?.

    Ich Schlumpf sollte vielleicht auch noch dazu sagen, dass es Anfang des letzten Jahrhundert geschrieben worden ist (wird dem Expressionismus zugeschrieben).

    Danke, Andrea
     
  5. suchtleser

    suchtleser Hühnerflüsterin

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    AW: Gedicht gesucht

    Der rechte Weg von Franz Werfel?

    Der rechte Weg
    (Traum)
    Ich bin in eine große Stadt gekommen.
    Vom Riesenbahnhof trat den Weg ich an,
    Besah Museen und Plätze, habe dann
    Behaglich eine Rundfahrt unternommen.

    Den Straßenstrom bin ich herabgeschwommen
    Und badete im Tag, der reizend rann.
    Da! Schon so spät!? Ich fahre aus dem Bann.
    Herrgott, mein Zug! Die Stadt ist grell erglommen.

    Verwandelt alles! Tausend Auto jagen,
    Und keines hält. Zweideutige Auskunft nur
    Im Ohr durchkeuch´ ich das Verkehrs-Gewirre.

    Der Bahnhof?! Wo?! Gespenstisch stummt mein Fragen.
    Die Straßen blitzen endlos, Schnur um Schnur,
    Und alle führen, alle, in die Irre.
     
  6. suchtleser

    suchtleser Hühnerflüsterin

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    AW: Gedicht gesucht

    Falls es das wäre dann hier schnell eine Interpretation dazu, bevor ich die Seite wieder zumache und nicht wiederfinde :) .
    Wenn nicht dann ist es auch egal...
     
  7. AndreaLL

    AndreaLL Fernsehbeauftragte

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    AW: Gedicht gesucht

    Danke, Sandra aber das passt leider auch nicht.

    :winke: Andrea
     
  8. Elchen

    Elchen Aufraffbremse

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    AW: Gedicht gesucht

    vielleicht dieses:
    Auf einem Bahnhofe (Detlev von Liliencron)



    Aus einer Riesenstadt verirrt' ich mich
    Auf einen weit entlegnen kleinen Bahnhof.
    Ein Städtchen wird vielleicht von hier erreicht
    Von Männern, die vom Morgen an viel Stunden
    Am Pult, in Läden und Kanzlei gesessen,
    Und nun den Abend im Familienkreise
    Den Staub abschütteln wollen vom »Geschäft«.

    Ein glühend heißer Sommertag schloß ab.
    Es war die Zeit der Mitteldämmerung.
    Der neue Mond schob wie ein Komma sich
    Just zwischen zwei bepackte Güterwagen.
    Im Westen lag der stumme Abendhimmel
    In ganz verblaßter milchiggelber Farbe.
    Und diesem Himmel stand wie ausgeschnitten
    Ein Haufen Schornsteintürme vor der Helle.
    Aus allen Schloten qualmte dicker Rauch,
    Erst grad' zur Höh', dann wie gebrochen bald,
    Beinah im rechten Winkel, einem Windzug
    Nachgebend, der hier Oberhand gewonnen.
    In wunderlich geformten Öfen dort,
    Die offne Stellen zeigten, lohte ruhig,
    Ganz ruhig, ohne jeden Flackerzug,
    Ein dunkelblauer starker Flammenmantel...
    Und aus der großen Stadt klang dumpf Geräusch,
    Ein brodelnd Kochen, das ich einmal schon
    Gehört, als vor Paris wir Deutschen ruhten,
    Indessen drinnen die Kommune sich
    Im Höllenlärme blutige Wangen wusch.

    Um mich war's leer; ein letzter Zug hielt fertig,
    Die letzten Arbeitsmüden zu erwarten.
    Ein Bahnbeamter mit knallroter Mütze
    Schoß mir vorbei mit Eilgutformularen.
    Sonst nichts - nur oben stand der Jupiter.
    Die blauen Flammen lohten geisterhaft,
    Und aus der Stadt her drang verworrner Ton.
     

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