Ganzer Oberkiefer geschwollen!!!

Dieses Thema im Forum "Zahnen" wurde erstellt von Simone u.Nico, 18. Juli 2003.

  1. Hallo Yvonne!

    Als Vorab-Info:
    Nico (2 Jahre) hat seit Montag mittag durchgehend zwischen 38,0° bis 39,6° Fieber, je nach Tageszeit!
    Am Mittwoch morgen waren wir dann beim KiA, weil ich nicht wußte, woher das Fieber kam. Er stellte im Mund eine Herpes-Infektion fest und verschrieb mir "Kamistad-Gel N" zum Einreiben nach Bedarf!

    Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass oben links der 2. Backenzahn anfängt rauszukommen (unten links ist er ganz draussen, und unten rechts zwei kleine Spitzen). Das allein sieht schon ziemlich rot und entzündet aus.

    Seit Montag isst er jetzt nicht mehr richtig, weil er gar nicht weiß, wie er beissen soll! Und seine Zähne putzen darf ich auch nur noch unten, oben jammert er gleich und macht den Mund zu!

    Seit heute fällt mir jetzt auf, dass der ganze obere Bereich im Mund ziemlich geschwollen aussieht und irgendwie mit Pünktchen versehen ist!

    Kann das jetzt mit der Infektion zu tun haben oder eher mit dem Zahnen? Ist es dann eher sinnvoll mit dem "Kamistad-Gel" weiterzumachen?

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!!!

    Liebe Grüße, Simone
     
  2. Hallo

    Hallo

    Eine Ferndiagonse kann und darf ich nicht geben ,da ich KEIN ZAHNARZT und KEIN Kinderarzt bin

    Das was Du beschreibst kann mit beiden Sachen zu tuen haben ....

    Sowohl mit dem Herpes als auch mit dem Zahnen ...

    Wenn es nicht besser wird und Dein Junior sucht zu viel quält fahre zum Doc....

    Die Medizin kannst Du ohne weiteres drauf machen ...da es für den Zweck dient,,,,
    Hast Du nicht anderes gegen den Herpes bekommen ?????*grübel*

    Versuche es mal mit Globulies und kühlen da wo der Zahn wahrscheinlich im Durchbruch ist

    Aber sollte keine Besserung auftreten und das Fieber schlimmer werden oder das Kind schlechte drauf...dann mal ab zum Doc...
    achte das Dein Junior genüge trinkt auch mit dem Herpes...gerade bei Fieber und bei der Hitze ist es sehr sehr wichtig

    Leider kann ich Dir nicht mehr weiterhelfen,da ich wie gesagt mehr dazu nicht sagen kann ,ich hoffe Dir damit aber ein wenig geholfen zu haben

    Ich wünsche Deinen Sohnemann eine gute Besserung
    Yvonne
     
  3. Hallo

    Hallo

    ich habe für Dich noch einen sehr gute Beitrag ergoggeln können ...

    Liebe Grüsse
    Yvonne

    P.-S: Da stehen Sachen drinne ,die Dich nicht verrückt machen sollen,
    aber ich habe den ganzen Beitrag kopiert,das betrifft ja nur komplezierte Fälle und das ist DEIN SOHN JA NICHT
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    Lippenherpes (Herpes simplex labialis)



    Dr. med. Beate Eigler, Fachärztin für Innere Medizin


    Was ist Lippenherpes?

    Lippenherpes, auch Herpes simplex labialis gennant, ist ein Viruserkrankung, die durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV Typ 1) hervorgerufen wird. Dabei entstehen an den Lippen kleine, nässende Bläschen. Diese Stellen sind empfindlich, schmerzen und jucken. Die Bläschen verheilen normalerweise ohne Narben, haben aber die Tendenz, wiederzukommen. Im Volksmund spricht man auch von Fieberbläschen.

    Es gibt zwei Arten des Herpes-simplex-Virus (HSV):



    HSV Typ 1 ist die am häufigsten vorkommende Art. Sie ist in der Regel auf Mund und Lippen begrenzt.


    HSV Typ 2 betrifft besonders die Geschlechtsteile.


    Beide Virusarten befallen Haut und Schleimhäute, das Nervensystem und - selten - innere Organe. Die Erkrankung ist weit verbreitet. Mehr als 90 Prozent der Erwachsenen haben Antikörper gegen HSV Typ 1 im Blut, zirka 25 Prozent haben Antikörper gegen HSV Typ 2. Jeder, der Antikörper gebildet hat, war schon einmal in Kontakt mit dem Virus. Ein Drittel aller Menschen leidet an Herpes simplex. Nur selten verläuft die Krankheit schwer.



    Wie entsteht Lippenherpes?

    Das HSV Typ 1 wird durch Tröpfcheninfektion, durch direkten Kontakt, z.B. beim Küssen, oder als Schmierinfektion beispielsweise beim Berühren der infizierten Stelle (z.B. eines Trinkglases) übertragen.

    Die primäre, also erstmalige Infektion erfolgt meist im Kindesalter (im Alter von 3 bis 5 Jahren). Es vergehen zwei bis zwölf Tage von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit).

    Das Virus greift die obersten Zellen der Haut an. Dort bilden sich nässende Bläschen. Von der Oberhaut bewegt sich das Virus über die Nervenbahnen zu den Nervenwurzeln. Hier bleibt es in einer Art Dämmerzustand, um bei geschwächtem Immunsystem wieder aktiv zu werden.

    Das Virus breitet sich entlang der Nervenbahnen auf dem umgekehrten Weg wieder Richtung Haut aus und erscheint dort in Form von Bläschen (Reaktivierung). Auslöser für eine Reaktivierung sind beispielsweise:



    Fieberhafte Infektionskrankheiten (Herpes febrilis)


    UV-Strahlung (Herpes solaris)


    Menstruation (Herpes menstrualis)


    Hormonelle (Schwangerschaft) und psychische Faktoren (Stress)


    Immunschwäche


    Verletzungen


    Im Lauf von acht bis zehn Tagen heilen die Bläschen aus.



    Welche Anzeichen verspürt man bei der Krankheit?

    Die primäre Infektion verläuft in mehr als 90 Prozent der Fälle ohne Symptome. Im Kindesalter kann sie sich in Form von Mundfäule (Gingivostomatitis herpetica) äußern. Sie führt dann zu einem Mundausschlag mit Bläschen, Fieber, starken Schmerzen, Lymphknotenschwellung und Unwohlsein.

    Später wird das Virus reaktiviert - neue Bläschen entsteht. Die Bläschen bilden sich vor allem an den Lippen (Herpes labialis) und rund um den Mund, können aber auch auf der übrigen Gesichtshaut, z.B. an den Wangen, am Naseneingang oder an den Ohrläppchen, auftreten. Auch ein Befall der Augen ist möglich.

    Die ersten Anzeichen von Lippenherpes sind Juckreiz und ein Spannungsgefühl, seltener auch Schmerzen. Kurze Zeit darauf entstehen kleine, nässende Bläschen. Diese heilen unter Krustenbildung ab. Die Kruste fällt nach etwa acht bis zehn Tagen ab. Bis der gesamte Lippenherpes mit Schorf bedeckt ist, kann man auch andere mit Herpes infizieren.



    Welche Untersuchungen werden zur Diagnose benötigt?

    Oft reicht dem Arzt die Kombination aus Krankengeschichte (Anamnese) und Aussehen der Bläschen, um die Diagnose zu stellen. Abstriche und Blutuntersuchung (nur sinnvoll bei einer Erstinfektion) sichern die Diagnose.



    Was kann der Patient selbst tun?

    Sobald Sie erste Anzeichen der entstehenden Bläschen bemerken, also Juckreiz, Spannungsgefühl oder Schmerzen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Behandlung sollte so früh wie möglich einsetzen. Ihr Arzt kann Ihnen dann auch gegen einen zukünftigen Ausbruch der Bläschen bestimmte Salben empfehlen. Diese enthalten einen antiviralen Wirkstoff (Aciclovir), der die Vermehrung der Viren verhindert.

    Im weiteren Verlauf wenden Sie sich bitte jederzeit an Ihren Arzt, wenn Sie sich krank fühlen, Fieber oder Komplikationen auftreten.



    Welche therapeutischen Möglichkeiten bestehen und werden angewandt?

    Der Arzt untersucht, ob eine Behandlung zweckmäßig ist. Lokal kann man die Bläschen mit bestimmten, desinfizierenden Zusätzen trocken pinseln oder antivirale Salben, welche die Vermehrung der Viren hemmen, auftragen.

    In wiederholten Fällen, bei schwerem Lippenherpes oder bei Komplikationen wird Ihnen Ihr Arzt antivirale Tabletten verordnen.



    Wie können Sie der Erkrankung vorbeugen?



    Allgemein gesunde Lebensweise mit abwechslungsreicher Kost, Sport und ausreichend Schlaf stärkt das Abwehrsystem des Körpers.


    Bei starker Sonneneinstrahlung (z.B. Gletschersonne) sollten Sie auf die Lippen und um den Mund herum Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen, am Besten so genannte Sun-Blocker-Pasten.


    Vermeiden Sie das Berühren der Bläschen, denn damit infizieren Sie Ihre Hände und können das Virus auch auf andere Stellen des Körpers übertragen. Vor allem sollten Sie in diesem Fall keine Neugeborenen berühren. Denn diese könnten mit dem Virus infiziert werden, was zu einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen kann.


    Waschen Sie sich nach Berühren der Bläschen die Hände.



    Prognose und allgemeine Komplikationen

    In der Regel ist die Prognose gut. Die Bläschen verheilen normalerweise ohne Narben zu hinterlassen.

    Vor allem aber bei immungeschwächten Personen (z.B. nach einer Chemotherapie oder bei Aids-Patienten) kommen selten schwere Verläufe und Komplikationen vor, wie:>



    Schwerster Verlauf des Herpes mit Befall der inneren Organe (z.B. Lungenentzündung)


    Ausbreitung der Krankheit mit Befall der Augen. Die Infektion der Hornhaut (Herpes corneae) kann zu vermindertem Sehvermögen führen.


    Störung der Gesichtsnerven (Nervus facialis), die zu einer meist vorrübergehenden Lähmung führen (Facialisparese)


    Eine Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) kann unter Umständen lebensbedrohlich sein.


    Zu einer äußerst schweren Herpesausbreitung kann es bei Kindern kommen, wenn ihre Haut durch Ekzeme bereits vorgeschädigt ist.


    Infektion der Wunde durch Bakterien, so genannte bakterielle Superinfektion. Hier muss dann neben Medikamenten gegen das Virus auch eine Behandlung gegen die Bakterien, z.B. mit Antibiotika, eingeleitet werden.
     
  4. Jesse

    Jesse sprachlos im Spreewald

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    Liebe Simone

    Erstmal gute Besserung für den armen Wicht :tröst:
    Würde Dir ebenso wie unsere "Zahnfee" raten, doch noch mal den Doc aufzusuchen, vor allem, weil Du ja schreibst, das der kleine Mann schon arge Schmerzen hat. Meine Devise: "Lieber immer einmal zuviel, als einmal zu wenig"

    LG und alles Liebe Jesse
     
  5. Hallo Ihr Zwei!

    Danke für eure Antworten, besonders deine, Yvonne!

    Ich werde auf jedenfall am Montag nochmals beim KiA anrufen, wenn das Fieber nicht aufgehört hat. Denn heute abend hatte er jetzt wieder 39,9°!!! Morgens ist die Temperatur immer unten, und ab mittags geht sie stetig nach oben, bis sie abends dann wieder bei 39° aufwärts angekommen ist!

    Ich werde das Kamistad-Gel jetzt 3x am Tag auftragen, denn der Bedarf besteht ja (so wie der KiA gesagt hat!). Eine gute Bekannte von uns ist auch Zahnarzthelferin und die hat mir gesagt, dass das Gel auch von Zahnärzten oft verschrieben wird. Also kann ich damit schon mal nichts falsch machen!!!

    Etwas anderes habe ich nicht verschrieben bekommen, da der KiA meinte, dass Antibiotika hier nicht helfen würde, wofür ich einerseits auch froh bin! Allerdings hat es am Mittwoch auch noch nicht so schlimm ausgesehen, da hatte er nur 1 oder 2 Bläschen im Mund!

    "Mit Globulies versuchen" ist gut gesagt, leider finde ich nie das richtige Mittel ... Im Moment isst er gerne eiskalte (aus dem Kühlschrank) Gummibärchen. Ich nehme an, dass diese ihm gut tun!

    Nico trinkt sowieso ziemlich wenig und auch nicht ohne Aufforderung, aber im Moment gebe ich ihm so alle halbe Stunde was zu Trinken!

    Danke für deine Hilfe und liebe Grüße, Simone
     
  6. Hallo

    hallo

    was ich Dir noch empfehlen kann ..rufe mal beim Kinderkrankenhaus an...
    da kannst Du Dich mit dem Doc verbinden lassen,
    das machen wir auch immer wenn wir net so sicher sind das das mit dem Fahren eine gute Idee ist oder noch besser ist abzuwarten

    Nur wenn Dein Kleiner Mann sehr leidet ,dann lasse es abchecken
    und fahre hin

    Das das Fieber hoch geht ist auch normal...Themeraturen steigen abends immer höher ..

    Gute Besserung dennoch
    Yvonne
     

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Stichworte:

  1. kamistad nach bedarf auftragen

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