@Florence wegen Kreuzallergien

Dieses Thema im Forum "Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von Ignatia, 1. Februar 2004.

  1. Ignatia

    Ignatia die mit dem Efeu tanzt

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    Leider werden die Flecken bei Muckwel nicht wesentlich besser. Es gibt immer ein paar tage wo es gut aussieht und dann blüht es wieder auf!
    Wir halten uns wirklich an dieErnährung, also keinerlei Weizen und Milch bzw. Milchprodukte
    Zeitweise sollten wir mal 2 Wochen lang alle 2-3 Tage Advantan Creme verwenden damit es mal weggeht. Unter dieser Therapie ging es auch gut, aber ich mag keine Advantantherapie über längeren zeitraum
    Kann es sein das bei diesen beiden Unverträglichkeiten auch Kreuzallergien vorkommen?
    Werde am Mo nochmal den HA anrufen ob wir noch mal zur Bioresonanz vorbeikommen können. Aber wer weiß wann wir einen Termin bekommen.
    Wäre nett wenn du mir da helfen könntest
     
  2. Florence

    Florence Hautärztin

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    Hallo liebes Wichtelkind :D ,
    Kreuzallergien bei Milchallergie sind einfach die Allergien auf die Milch anderer Tiere. Beim Weizen ist es etwas anders - hier sind (zumindest bei Weizenpollen-Allergien) folgende Sachen aufgeführt:
    Bohnen, Erbsen, Linsen, Soja, Tomaten, Getreide, z.B. Roggen, Hafer, Weizen, Gerste Kartoffeln (roh), Soja+Erdnüsse(Hülsenfrüchte), Kiwis, Pfefferminze.

    Allerdings muß ich Dir ganz ehrlich sagen, daß ich bei der Geschichte doch etwas an der alleinigen Ursache Allergie zweifle. Ich glaube, wenn Du Julian wieder ganz normal ernähren würdest, würde seine Haut auch nicht anders aussehen. Ich würde seinen Speiseplan nicht weiter einschränken.
    Bei Kindern in Julians Alter reagiert die Haut auf viele andere Faktoren - Zahnen, Infekte, Streß, sogar Entwicklungsschübe.
    Längere Zeit mit Advantan behandeln würde ich auch nicht, ab und zu mal für zwei oder drei Tage mit einer mindestens doppelt so langen Pause wäre gerade noch ok.
    Ich denke, Ihr könnt auf Frühjahr und Sommer hoffen, da wird es durch die Sonneneinwirkung sicher besser.
    Liebe Grüße, Anke
     
  3. Ignatia

    Ignatia die mit dem Efeu tanzt

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    oh ich hoffe es so. Aber wieso kam es dann bei der bioresonanztherapie dabei rauis und auch bei der Blutuntersuchung?
    Ich habe am andeen Arm auch solche Punkte eben entdeckt. Oh man es wird immer schlimmer und ich kann ihm nicht helfen :-(
     
  4. Florence

    Florence Hautärztin

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    Allergietests bei so kleinen Kindern sind nie so zuverlässig in der Aussage wie bei Erwachsenen - ihr Immunsystem ist noch lange nicht ausgereift, aber gleichzeitig hochaktiv und damit wesentlich störanfälliger. Deswegen habe ich mich in dem Alter nie auf Tests verlassen, nur auf die Aussagen der Eltern, daß nach dem Kontak zu bestimmten Sachen sich die Symptomatik verschlechtert hat und nach dem Weglassen besser wurde. Das allein war mein Indikator dafür, daß da wirklich eine Allergie vorliegt. Allerdings verlangt das natürlich sehr kooperative und gut beobachtende Eltern, die das ganze auch verstehen. Ich denke aber, daß ich in Eurem Fall jetzt empfehlen würde, erst das eine, dann das andere Allergen wieder zu geben - verschlechtert sich die Haut dann dramatisch, wieder weglassen, wenn es keine deutliche Änderung gibt, könnte man wieder normal ernähren.
    Aber natürlich müßt Ihr das mit Eurem Arzt gemeinsam entscheiden - wenn der noch weiter auf die Bioresonanz setzt... Ich habe mit dieser Methode in der Praxis, in der ich gearbeitet habe, auch Erfahrungen gemacht - leider nicht sooo viel, als daß ich jetzt wirklich sagen könnte, es bringt was. Meine Erfahrungen sind sehr unterschiedlich - ich würde es in einer eigenen Praxis nicht anbieten, da ich davon nicht überzeugt bin.
    Ich wünsche Euch, daß ganz bald die erste Frühlingssonne erscheint.
    Liebe Grüße, Anke

    PS: Habt Ihr Haustiere?
     
  5. Ignatia

    Ignatia die mit dem Efeu tanzt

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    okay dankewerde dann nochmal mit meinem HA sprechen. Will den morgen sowieso anrufen und noch etwas klären.
    Nein, wir haben keinerlei haustiere. Er ist auch nicht mit Tieren in Kontakt, das wäre sonst auch mein erster Gedanke gewesen!
    Werde auch dann mal mit ihm absprechen ob man manche NM einfach vorsichtig einführt und schaut ob die haut so bleibt. Wenn ja, kann man sich viel Arbeit sparen!
     
  6. Florence

    Florence Hautärztin

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    Bei der Einführung von Milch würde ich evtl. über HA-Milch gehen - als Zwischenstufe. Wenn er auf Milcheiweiß wirklich reagiert, dann sehr ihr zwar eine Reaktion, aber nicht ganz so heftig, als wenn Ihr gleich z.B. mit Milupino oder gar Vollmilch einsteigt.
    Nur so als Tipp...
     
  7. Ignatia

    Ignatia die mit dem Efeu tanzt

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    ah danke, Vollmilch hätte ich nicht gemacht, nur evtl die normale Milumil Milch. Werde das morgen auf jeden fall mal absprechen. Du bist echt ein Schatz. Wäre noch ein versuch wert bevor man soviel geld für die Therapie ausgibt!
     
  8. Ignatia

    Ignatia die mit dem Efeu tanzt

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    schau mal, habe nochwas gefunden bei google:

    Bioresonanz bei Dermatitis wirkungslos

    Studienziele

    Es wurde untersucht, ob eine zusätzlich zur konventionellen Therapie durchgeführte Bioresonanztherapie bei Kindern mit atopischer Dermatitis wirksam ist. Die Bioresonanztherapie beruht auf dem Prinzip, dass vom Menschen produzierte elektromagnetische Wellen via Metallelektroden einem sogenannten Bioresonanzanalysator zugeführt werden. Der Analysator erkennt pathologische Wellenmuster und führt diese in ein normales Muster zurück. Die nun «gesunden» elektromagnetischen Wellen werden wieder zum Probanden zurückgeführt. Dieses Verfahren soll die Selbstheilungskräfte des Körpers fördern.

    Methoden

    Diese Parallel-Doppelblindstudie wurde in einer Schweizer Höhenklinik mit 16 Kontrollpaaren, also insgesamt 32 Kindern im Alter von eineinhalb bis 17 Jahren durchgeführt. Die mittlere Hospitalisationsdauer betrug vier Wochen. Die Studie fand zwischen Juli 1992 und Juli 1995 statt. Für die Studie wurde ein spezieller Bioresonanzapparat entwickelt, der eine Aktiv- oder eine Placebo-Therapie durchführen konnte. Die Kinder erhielten neben der konventionellen Dermatitistherapie (vorwiegend lokale Therapie mit Gentianaviolett und Hautpräparaten mit Steroiden, Antibiotika und Harnstoff) zweimal wöchentlich entweder eine echte oder eine «imitierte» Bioresonanztherapie.

    Ergebnisse

    Die klinischen Symptome wie Juckreiz, Schlafstörung und sichtbare Hautläsionen besserten sich in beiden Gruppen deutlich. Statistisch signifikante Unterschiede zwischen den aktiv behandelten und den Placebo-behandelten Kindern wurden jedoch weder unmittelbar nach Abschluss der Behandlung noch bei der Nachkontrolle nach acht Monaten gefunden. Verglichen mit den anfänglichen Messwerten war am Studienende in der Placebo-Gruppe eine signifikante Abnahme der aktivierten CD8-Lymphozytenzahl und in beiden Gruppen ein Anstieg der B-Lymphozytenzahl festzustellen. Andere Laborwerte (IgE-Titer, Eosinophilie und Lymphozyten-Subpopulationen) unterschieden sich in den beiden Gruppen nicht signifikant und änderten sich auch während der Behandlung nicht.

    Schlussfolgerungen

    Eine zusätzlich zur konventionellen medikamentösen Behandlung durchgeführte Bioresonanztherapie zur Behandlung von atopischen Hauterkrankungen bei Kindern führte weder unmittelbar nach der vierwöchigen Behandlung noch acht Monate später zu einem zusätzlichen messbaren therapeutischen Vorteil.

    Auch wenn die Wirkungsweise eines Verfahrens unklar ist, so muss doch zumindest dessen Wirkung dokumentiert werden können. Dieser Forderung haben auch komplementärmedizinische Therapieformen zu genügen. Es ist unethisch, mit unwirksamen und kostspieligen Therapien falsche Erwartungen bei den Patienten zu wecken. Obwohl die vorliegende, methodologisch sauber durchgeführte Studie klar zeigt, dass eine Bioresonanztherapie zu keiner Verbesserung einer atopischen Dermatitis beiträgt, wird die Wissenschaftskontroverse zwischen Schul- und Komplementärmedizin bestehen bleiben. Daran werden weitere placebokontrollierte Studien mit negativem Resultat kaum etwas ändern. Auch zukünftigen Erfolgen der wissenschaftlichen Medizin wird es kaum gelingen, irrationale Therapien zu verdrängen. Diese waren und werden immer Begleiter der Schulmedizin bleiben, wie es Jeremias Gotthelf bereits vor über 100 Jahren eindrücklich in seinen Romanen beschrieb.

    Benedikt Holzer
     

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