@Florence: Dithranol - Micanol

Dieses Thema im Forum "Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von Sonya, 28. Juni 2005.

  1. Sonya

    Sonya Gehört zum Inventar

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    Hallo,
    sorry, das ich das Kinderkrankenpflege hier jetzt mal für ne Frage missbrauche :oops:
    Mein Mann hat seit 10 Jahren Psoriasis vulgaris, bisher brachte nur die Therapie mit UV-Bestrahlung Besserung. Letzte Woche verkündete die Hautärztin ihm, das nur noch eine Therapie mit innerlich anzuwendenden Medikamenten oder eine Kur bzw. stationäre Therapie bei ihm möglich wären.
    Von den Medis zur Einnahme rät sie ab, verschreibt sie nur bei abgeschlossener Familienplanung wg. evtl. Schädigung der Keimzellen.
    Kur will mein Mann nicht, da 3 Wochen weg, die Situation in seiner Fa. ist aber nicht so gut, das er eben mal so in Kur gehen könnte, an 3 Wochen Urlaub am Stück ist gar nicht zu denken.
    Dann könne man nix mehr machen für ihn, war ihre schulterzuckende Antwort.

    Nun habe ich von einer Bekannten gehört, die hat gute Erfahrungen mit Dithranol bzw. Micanol gemacht.
    Habe auch gehört, das damit mittlerweile eine ambulante Therapie möglich sei, auch ohne die Verfärbungen die bisher bei der Dithranoltherapie üblich seien.
    Was hälst Du davon? Kannst Du mir vielleicht einen Doc empfehlen der diese Therapie bei uns (Rheinland-Pfalz bzw. Gegend Kaiserslautern-Ludwigshafen-Mannheim) ambulant macht?

    Bisher war mein Mann sehr zufrieden mit seiner Ärztin, doch die Therapie mit Dithranol ist auf einmal völlig vom Tisch bzw. sie will ihn unbedingt ins KH schicken und das ist nicht möglich ;-(

    Danke!
    LG
    Sonja
     
  2. Florence

    Florence Hautärztin

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    Hallo Sonja,

    Eine Dithranol-Therapie ist zu Hause nur schlecht möglich. Das Zeug färbt extrem. Mit Micanol sieht es anders aus, das kann man gut zu Hause machen, weil es eben nicht mehr färbt. Ich würde Micanol aber nur verschreiben, wenn der Patient entweder Dithranol-/MIcanol-Erfahrung hat oder ich mir sicher bin, daß es ein sehr zuverlässiger Patient ist, der anfangs auch häufiger zum Nachschauen kommen kann. Außerdem eignet sich Micanol nur für die Behandlung von gut begrenzten größeren Flächen, bei einem kleinflächigen oder punktuellen Ganzkörperbefall ist es nicht so geeignet. Micanol verschreibt eigentlich jeder Hautarzt - ich kenne leider in Eurer Gegend keinen Hautarzt. Wenn Dein Mann aber unzufrieden mit der jetzigen Behandlung ist, kann er ja wechseln, dann würde ich einfach bei den Ärzten in Eurer Gegend fragen, ob sie Micanol-Erfahrung haben.
    Noch eine Frage: Hat Dein Mann schonmal versucht, die Lichttherapie durch lichtsensibilisierende Salbe zu verstärken - Stichwort PUVA mit 8-MOP-Creme?
    Und Neotigason - ein Vitamin A-Abkömmling, der bei Männern mit Psoriasis gut funktioniert und da auch nicht in der Familienplanung berücksichtigt werden muß (anders bei Frauen)? Da habe ich schon sehr gute Ergebnisse bei sonst therapieresistenten Fällen gesehen.
    Insgesamt scheint es mir Zeit für eine zweite Meinung zu sein, vielleicht wirklich jemand, der durch seine Ausbildung mehr Mut zu risikoreicheren Therapien hat - da hilft einfach nur die Frage am Telefon oder bei der Anmeldung.
    Liebe Grüße, Anke
     
  3. Sonya

    Sonya Gehört zum Inventar

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    Hallo Anke,
    vielen Dank für Deine Antwort!

    Ich denke, es wäre wirklich mal Zeit sich nach einem anderen Arzt umzuhören. Leider sind die Hautärzte bei uns ziemlich mau...

    Bisher hat sie eigentlich nicht viel gemacht, außer Creme mit ASS und danach Silkis.

    Nein, Lichttherapie macht seine Ärztin auch nicht mehr bei ihm :-?
    Er soll sich in die Sonne legen im Sommer, das wäre ausreichend. Kann er aber nicht, da er ganz sensible Haut hat und sofort Sonnenbrand bekommt.

    :???: Das meinte sie auch, das es bei Frauen sich so auswirken kann und sei ihr daher zu riskant.

    Mein Mann möchte seine Ärztin nochmal auf Micanol ansprechen, er hat zwar sehr stark ausgeprägte Psoriasis, aber laut ihr habe sie schon schlimmere Fälle gehabt und die seien mit der Behandlung mit Dithranol super zu behandeln gewesen, aber halt nur stationär und das ist momentan bei der Arbeitssituation meines Mannes unmöglich.
    Wir werden das nächste Woche mal in Angriff nehmen.

    Liebe Grüße
    Sonja


     
  4. Sonya

    Sonya Gehört zum Inventar

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    Sorry, noch ne Frage: Laut Hautärztin bestehe zwar kein Zusammenhang, aber wie haben das Gefühl, das es seit der Einnahme von Eprosartanmesilat schlimmer geworden ist, kann das sein :???:
    Seit einiger Zeit hat er keine Schübe mehr, sondern es wird stetig mehr :(
    Es wird wohl wirklich Zeit für nen neuen Hautarzt...

    LG
    Sonja
     
  5. Florence

    Florence Hautärztin

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    Bekannt ist mir nicht, daß Eprosartan eine Psoriasis verstärkt - aber genau wüßte man es bei Deinem Mann erst, wenn ein Auslaß- oder Umsetzversuch gemacht würde.
    Mit den anderen Sachen - ich würde wirklich sagen, daß eine zweite Meinung hier dringend ran muß. Diese Behandlungsmethode ist nicht mehr zeitgemäß.
    Liebe Grüße, Anke
     

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