Flexible Eingangsstufe

Dieses Thema im Forum "Schulzeit" wurde erstellt von Krümelchen, 24. August 2008.

  1. Krümelchen

    Krümelchen Gehört zum Inventar

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
    Beiträge:
    11.478
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    36
    Ort:
    auf dem Land
    ... gibt es in Hessen bis jetzt nur an einzelnen Schulen. Wir wären stark daran interessiert, uns fehlen aber Praxisberichte. Wer hat Erfahrungen damit? Wie läuft es? Wie viele Kinder sind in einer Klasse? Wie häufig ist eine Sozialpädagogin mit vor Ort?

    Für viele Antworten wäre ich dankbar!
     
  2. Florence

    Florence Hautärztin

    Registriert seit:
    10. Dezember 2002
    Beiträge:
    7.700
    Zustimmungen:
    6
    Punkte für Erfolge:
    38
    Ort:
    hier
    AW: Flexible Eingangsstufe

    Cathrin, Saskia besucht eine Schule mit flexibler Eingangsstufe. Bisher waren die Klassen ca. 22 - 24 Schüler groß, in diesem Jahr wurden sie größer, weil die Schulsprengel-Regelung aufgehoben wurde und die Eltern entscheiden konnten, auf welche Schule das Kind gehen soll. So sind es bei Saskia jetzt 27 - 17 Erstklässler und 10 Zweitklässler. Ich muß aber sagen, daß es in der zweizügigen Schule mit vier Eingangsklassen auch zwei integrative Klassen gibt, die etwas kleiner gehalten wurden, dort sind es dann im Moment wohl 22 Schüler. Im nächsten Jahr wird die Schule wohl nicht mehr jedes angemeldete Kind aufnehmen, weil es zuviel wird.
    Nun kann ich nach acht Schultagen noch nicht viel sagen. Was ich recht gut finde, war die Paten-Regelung. Nicht Viertklässler, sondern die Zweitklässler in der eigenen Klasse sind die Paten, sitzen neben ihren Schützlingen und helfen wirklich gut bei der Eingewöhnung. Es gibt feste Kooperationen zwischen jeweils zwei Eingangsklassen - zu verschiedenen Zeiten werden erste und zweite Klassen getrennt und dann aus jeweils den beiden Klassen jahrgangsweise gemeinsam unterrichtet.
    Den Vorbildeffekt für die Erstklässler sehe ich schon, Saskia bringt durchaus auch schon Sachen mit nach Hause, die sie sich von den Älteren abgeschaut hat.
    Bei Saskia in der Klasse unterrichten eine Lehrerin und eine Referendarin gemeinsam. Wie groß aber der Anteil der Zeit ist, zu der beide gemeinsam in der Klasse sind, weiß ich noch nicht. Wir werden wohl zum Elternabend am Dienstag mehr erfahren...
    Liebe Grüße, Anke
     
  3. Krümelchen

    Krümelchen Gehört zum Inventar

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
    Beiträge:
    11.478
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    36
    Ort:
    auf dem Land
    AW: Flexible Eingangsstufe

    danke Anke, für die erste Info... bin auf weitere Infos sehr gespannt!
     
  4. Susala

    Susala Prinzessin auf der Palme

    Registriert seit:
    14. Juli 2004
    Beiträge:
    15.735
    Zustimmungen:
    58
    Punkte für Erfolge:
    48
    AW: Flexible Eingangsstufe

    Hier ist meistens erste, zweite und dritte Klasse zusammen in einer Lerngruppe. Ich habe mir erst eine Schule am Tag der offenen Tür angeschaut. Da war genauso wie sonst auch nur eine Lehrerin (oder selten auch mal ein Lehrer) alleine mit 20-25 Schülern. Mein erster Eindruck war, dass von den Schülern sehr viel selbstständiges Arbeiten erwartet wird. In allen Lerngruppen, die ich mir an dem Tag anschaute, machte die Schüler selbstständig Dinge und kamen nur zu Fragen zur Lehrerein. Die ging rum, half einzelnen und motivierte diejenigen, die etwas anderes machten.

    Ich kenne ein paar Eltern, deren Kinder dieses Jahr eingeschult werden und kann versuchen ein paar Informationen zu erfragen.
     
  5. Mullemaus

    Mullemaus Chatluder

    Registriert seit:
    20. März 2003
    Beiträge:
    3.885
    Zustimmungen:
    4
    Punkte für Erfolge:
    38
    #5 Mullemaus, 25. August 2008
    Zuletzt bearbeitet: 25. August 2008
  6. AW: Flexible Eingangsstufe

    Bei uns bedeutet flexible Eingangsstufe, dass man bis zu 3 Jahre in den ersten beiden Schuljahren verbleiben kann. Früher gab es noch einen Schulkindergarten, der extra für Siebenjährige angedacht war, die noch nicht reif genug für das erste Schuljahr waren. Man war dazu übergegangen die Schulkindergärten abzuschaffen und die "Flex" aufzubauen. Vorteil ist, dass die Kinder direkt eingeschult werden und je nachdem in ihrem Klasseverband bleiben können (kommt auf die schulische Leistung an). Auf jedes Kind wird individuell eingegangen - ist der eine im rechnen schlechter, so kann er sich Zeit lassen. Der Leistungsdruck ist minimal. Meistens schaffen es die Kinder aber eh bis zum Ende des Schuljahres.

    Bei uns ist es ebenfalls so, woe es schon beschrieben wurde. Wir haben lediglich noch einen Wochenplan, der Hausaufgaben darstellen soll. Die Hausaufgaben werden in der Schule gemacht.
     
  7. Susala

    Susala Prinzessin auf der Palme

    Registriert seit:
    14. Juli 2004
    Beiträge:
    15.735
    Zustimmungen:
    58
    Punkte für Erfolge:
    48
    AW: Flexible Eingangsstufe

    Ich habe heute im Tagesspiegel einen Artikel gelsen, in dem unter anderem stand, dass nun beschlossen wurde in Berlin die Anzahl der Schüler pro Lerngruppe um 4 Kinder zu erhöhen auf bis zu 28 Schüler, in Schulen mit vielen Kinder mit Migrationshintergrund auf 24 bzw in Ausnahmefällen auch 26 Schüler. Bisher war es bei 24 bzw. 20 Schülern.

    Ein Lehrer mit 28 Schülern aus 3 Klassen in einer Lerngruppe, die unterschiedlich schnell lernen dürfen, damit sehr gute Schüler das ganze in zwei Jahren machen können. :umfall:Vor dem Lehrer, der das gut schafft, habe ich echten Respekt.
     
  8. Krümelchen

    Krümelchen Gehört zum Inventar

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
    Beiträge:
    11.478
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    36
    Ort:
    auf dem Land
    AW: Flexible Eingangsstufe

    nun, das geht nur mit der berühmten Differnzierung. Dann muss man aber eigentlich wirklich JEDEM Kind einen eigenen individuellen Plan aufstellen und das stelle ich mir bei solch einer Gruppengröße eher :bruddel: schwierig vor...
     

Diese Seite empfehlen

Die Seite wird geladen...