figürliches Malen

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von Maren1975, 8. Januar 2006.

  1. Hallo!
    Wir malen gerne und viel.
    Mit unterschiedlichen Farben ( Buntstifte, Wachsmaler, Kreide, Fingerfarbe, Tusche,...) auf unterschiedlichem Material ( Papier, Fenster, Stoff,... ).

    Lukas hat früher nie figürlich gemalt. Von den ersten wilden Kunstwerken ( Krikelkrakelbilder ) ging er über zu geometrischen Formen, wobei er eckige bevorzugte.
    Heute zeichnet er mit Vorliebe schwarz-weiß Bilder. Jedoch nie Figuren, sondern Landschaften.

    Bei Aryon sieht es ähnlich aus. Er malt "Krikelkrakelbilder" , "schreibt in der Schule" (er spielt, dass er in der Schule ist). Die Tendenz zum figürlichen Malen ( Sonne, Kreise, etc. ) fehlt.

    Lilu malt altersgerecht. Wie es sich bei ihr entwickelt bleibt abzuwarten.

    Wie malen Eure Kinder?
    Woran kann es liegen, dass meine Jungs das figürliche Malen nicht machen?

    LG
    Maren
     
  2. Silly

    Silly Moni, das Bodenseeungeheuer

    Registriert seit:
    26. Mai 2002
    Beiträge:
    19.188
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    36
    AW: figürliches Malen

    Hallo Maren

    das sind genau die Beobachtungen, die ich auch bei meinen Jungs mache/gemacht habe.
    Da allerdings die feinmotorische Entwicklung (fein ausmalen und auch ordentlich ausschneiden) gut ist - sehe ich keine Probleme in der allg. Entwicklung ;-)
    Und ich gehe davon aus, das es eine ganz natürliche Entwicklung ist, daß Jungs weniger figürlich malen als Mädchen.
    Woran das liegt kann viele Gründe habe :-?

    1. ist mir aufgefallen (auch in meinem Ethikunterricht) das Jungs keinen Wert (oder sehr wenig Wert) auf Äußerlichkeiten legen (z.B. interssiert sie es nicht ob jemand hübsch oder hässlich ist). Sie haben schlicht andere Wertvorstellungen in diese Richtung.

    2. Jungs malen zwar, aber lt. Statistik ist das "Hobby" bei ihnen weit im Hinterfeld - im Gegensatz zu Mädchen bei denen Malen und Zeichnen auf Rang 3 platziert ist.
    Ich habe bei meinen beiden den Eindruck, das Malen eher ein Muss ist.

    3. Jungs sehen Malen nicht unbedingt als "Aktivität" an. Sie finden auch andere Möglichkeiten kreativ zu sein (z.B. in einer Matschgrube oder beim Schnitzen oder beim Basteln).

    Wichtig ist, daß sie es malen können, wenn sie wollen/müssen - da aus Bildern viel über die Entwicklung eines Kindes abgeleitet werden kann.

    Lieben Gruß Silly
     
  3. AW: figürliches Malen

    Danke Silly!

    Über das geschlechtsspezifische Malen hab ich bisher noch garnicht nachgedacht!

    Feinmotorisch sind alle 3 gut entwickelt.

    Ja, Aryon sieht Malen wohl nur dann als Aktivität, wenn wir große Plakate oder Fenster mit Fingerfarbe bemalen.
    Da sind die Minis nackig und setzen auch gern den ganzen Körper ein :nix: .

    Malen nach Vorgabe ( Kunstunterricht ) ist für Lukas schon immer sehr anstrengend gewesen. Trotz großer Bemühungen bekam er nie die erhoffte Note. Es sei denn, es ging um Perspektiven / räumliches Zeichnen.
    Ein Beispiel: Im Werkunterricht (3. Klasse ) sollte ein Papagei angetuscht werden, schön bunt ( Aussage der Lehrerin ). Wir waren 2 Tage vorher im Zoo, sahen auch Papageien. Lukas malte den Holzvogel sehr naturgetreu und bekam deshalb ein 3. Obwohl Säge- und Feilarbeiten super waren.
    Die Begründung der Lehrerin: Ich habe gesagt: schön bunt!
    Kunst liegt halt im Auge des Betrachters.

    Lieben Gruß
    Maren
     

Diese Seite empfehlen

Stichworte:

  1. figürlich malen Entwicklung

Die Seite wird geladen...