eure Meinung- tochter 21- enkel 4,5- stress

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von Gabriele, 27. Juli 2010.

  1. Hallo,

    ich muss mich mal kundtun...
    Meine Tochter war 16,5 Jahre als unser Enkel kam, jetzt wird sie 21 und wir wohnen alle zusammen.
    Ich (57), mein Partner(58) und meine Tochter und der Enkel.
    Tochter und Enkel haben eine eigene Wohnung, die mit unserer verbunden ist.
    Meine Tochter schnauzt meinen Enekl nur an und brüllt.
    Wenn sie ihn ins Bett bringt höre ich nur Befehle, keine Gute Nacht Geschichte, kein ins Bett bringen... immer nur: Ins Bett jetzt! Ich will nichts mehr von Dir hören und sehen!
    Mein Partner und ich versuchen das ein wenig auszugleichen, aber es ist schwer.
    Im Kiga sagen die Erzieherinnen, es fällt auf, das er immer am Nachmittag in die Hose macht, kurz bevor meine Tochter ihn abholt...
    Allle sagen, er ist ein pflegeleichtes Kind, nur meine Tochter hält ihn für renitent.
    Ich traue mich nicht in Urlaub zu fahren, ohne dass mein Enkel bei den anderen Großeltern untergebracht ist, aus lauter Sorge, wie meine Tochter mit im umgeht.
    was soll ichdenn bloß tun, um meiner Tochter einen liebevollen Umgang mit dem Kind nahe zu bringen?
    sehr verkürzte Fassung
    viele Grüße
    gabrielel
     
  2. Eos

    Eos Gehört zum Inventar

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    AW: eure Meinung- tochter 21- enkel 4,5- stress

    Gibt es vielleicht eine Erziehungsberatungsstelle vor Ort?

    Ich könnte mir vorstellen, dass deine Tochter möglicherweise etwas überfordert in ihrer Mutterrolle ist und deshalb ein eher kühles Verhalten ihrem Sohn gegenüber an den Tag legt.
    Mit 16 Mutter zu werden ist ja auch nicht einfach...

    Vielleicht kann sie mit professioneller Hilfe lernen, sich ihren Gefühlen zu ihrem Leben und ihrem KInd zu stellen und an einem liebvolleren Umgang zu arbeiten.

    Das war so mein erster Gedanken.
    Denn Hilfe von euch hat sie ja sicher schon.
     
  3. Bärbel

    Bärbel bringt es auf den Punkt.

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    AW: eure Meinung- tochter 21- enkel 4,5- stress

    was hast du denn in den letzten 4,5 Jahren unternommen ? (es wird ja nicht erst von einem Tag auf den anderen so geworden sein )

    lg
    Bärbel
     
  4. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    Wie liebevoll geht ihr mit der Tochter um? Wie viel Verständnis bekommt sie trotz .......
    Schaffst Du es Gabriele deine Tochter liebevoll zu bemuttern trotzdem sie selbst Mutter ist? Sie ist immer noch sehr jung und ein Teil ihrer Entdeckungszeit (sich selbst und seine Möglichkeiten entdecken) waren ja durch das Baby sehr beschränkt. Viel Verantwortung, viel Druck, viel Erwartungshaltung. So jedenfalls stelle ich es mir vor.

    Vielleicht ist es von ihr ein Hilferuf? Braucht sie schlicht Ruhe, Pause, .....? Sie will nichts mehr hören und sehen. Sie fühlt sich körperlich und psychisch am Ende? Das ist jetzt nur spekulativ. Aber hinter diesen zitierten Worten oder Aussagen liegt natürlich auch Wahrheit. Nur bezogen auf was?

    Ich finde es übrigens toll dass ihr zusammen wohnt und mithelft. Bestimmt ist das auch nicht immer einfach. MIt Sicherheit ein Balanceakt. Respekt!

    Grüßle Ute
     
  5. AW: eure Meinung- tochter 21- enkel 4,5- stress

    guten Abend,

    Junior ist nun im Bett (mit Opa), Tochter auf der Piste...sie hat ja Ferien.
    Ja, sie geht noch zur Schule, weil wir der Meinung sind, junge Mütter auf Harz4 gibt es genug.
    Erziehungsberatung wäre schön, wenn Töchterchen denn hin ginge (ich brauch das nicht).
    Die Jahre mit Junior waren erst mal O.K., bis er älter wurde und das Diskutieren begann, das nervt die Mama (welche Eltern nicht :)) ).
    Sie versucht nun ihn zu drillen, am Besten ohne Widerwort blind gehorchen,
    macht Junior aber widerum keinen Spass.
    Inzwischen sind sie so ein eingspieltes Team, dass er sie solange mit Fragen und gezappel triezt, bis sie endgültig die Nerven verliert und nur noch schreit.
    Sie droht dann mit : kein Fernsehn, kein Computer, kein-kein-kein, am nächsten tag allerdings vergessen, leider genauso wie die Versprechungen, die sie macht, damit er ruhig ist.
    @ ute
    liebevoll war und bin ich immer, kann nicht anders...:)
    bemuttern - fehlt ein wenig die Zeit
    ich leite einen kleinen Betrieb, kümmere mich um Junior, so weit wie möglich, damit Töchterchen ihr Abi schafft und Opa ist die Woche über unterwegs.
    Druck habe ich ihr so weit wie irgend möglich genommen.
    Sie ging und geht 1-3 mal die Woche in die Disco o.ä. damit sie nicht alles von ihrer Jugend verpasst.
    was mich daran ärgert, ist nicht die Disco, sondern das sie es nicht für nötig hält am nächsten Tag aufzustehen...
    Kleine Kinder sind immer früh wach, aber nicht immer müssen Oma und Opa zur Stelle sein.
    schönen Abend noch war lang tut aber gut..
    Gabriele
     
  6. AW: eure Meinung- tochter 21- enkel 4,5- stress

    was ich noch vergessen habe,
    Junior ist das schwächste Glied in der Kette,
    daher wird er etwas bevorzugt.
     
  7. Eos

    Eos Gehört zum Inventar

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    AW: eure Meinung- tochter 21- enkel 4,5- stress

    Oha, das klingt ja wirklich nicht so schön :(

    Einerseits tut ihr ja schon wirklich viel für sie, sie hat Freiheiten die wenige andere junge Mütter haben.

    Andererseits ist sie erwachsen! Sie hat ein Kind und muss wohl auch mal anfangen, die Verantwortung letztgültig dafür zu übernehmen. D.h., dass eben in aller Regel sie es ist, die sich um ihr Kind (auch morgens) kümmern muss.

    Ich habe das Gefühl, dass sie letztendlich einiges an euch abgibt und versucht, noch ein bisschen in die Rolle der Teenie-Tochter abzutauchen.

    Wie du an meiner Sig erkennen kannst, war ich auch erst gerade 19 als mein Großer geboren wurde. Allerdings ein geplantes und gewolltes Wunschkind, da fällt es einem natürlich leichter, die Mutterrolle anzunehmen. Trotzdem hätte ich mir auch manchmal noch gewünscht, dass ich nochmal in die Kindrolle schlüpfen dürfte... ;-)

    Ich sehe für euch eigentlich nur die Chance, dass ihr ganz klar die Regeln absteckt, was geht und was nicht. Also Disko ja, aber dann auch trotzdem morgens aufstehen oder vielleicht einmal im Monat mit Sonderservice Ausschlafen.

    Wenn sie keine professionelle Hilfe annehmen mag, dann versucht ihr begreiflich zu machen, wie kontraproduktiv der Weg ist, den sie gerade einschlägt (mit Schimpfen, drohen, drillen, ohne echte Verlässlichkeit für das Kind, dass heute und morgen das Gleiche gilt).

    Einerseits klingt eure Tochter tatsächlich überfordert, andererseits ist sie erwachsen und selbst verantwortlich für ihr Leben und das ihres Kindes.
     
  8. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
    Moderatorin

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    Hallo Gabriele,

    wenn ich das so lese wird mir auch ganz anders ..... das ist wirklich ein Balance- und Kraftakt.

    Nach meinem Gefühl hat es etwas mit Verantwortung insgesamt zu tun und sich verantwortlich fühlen für den/die Andere im speziellen. Ziehst du dich einfach raus, geht es am Kleinen runter. Machst du wo weiter ist es auch keine Lösung. Es fühlt sich so an, als ob deine Tochter einfach ihre eigene Verantwortung (mit jeder Konsequenz) nicht kennt oder trägt. Denn im Notfall springen ja immer die Großeltern ein. Was dann auf der anderen Seite vermutlich auch gerne als Einmischung ausgelegt werden kann.

    Vielleicht schaust Du mal ob und welche Verantwortung du übernehmen möchtest und ob du Hilfe, Unterstützung etc. bekommst um mit deiner Tochter zusammen einen guten Weg einzuschlagen mit klaren VErantwortlichkeiten. Wer hat das Sorgerecht des Kindes? Vielleicht gibt es hier einen Ansatzpunkt? Zum Wohle aller und vor allem des Enkelchens wegen?

    Grüßle Ute
     

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