Entscheidungen treffen

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von Laila`sMama, 22. März 2005.

  1. Hallo Ihr Lieben,

    sagt mal wie ist das bei Euch mit Kindern in Laila`s Alter? Sie fängt jetzt neuerdings an eine Entscheidung mitzuteilen, die sie getroffen hat, wideruft sie aber innerhalb weniger Sekunden wieder. Wie reagiere ich da am besten?
    Beispiel:

    Wir sitzen alle am Abendbrottisch. Ich frage Laila was sie denn aufs Brot haben möchte. Ihre Antwort: "Das?" und zeigt auf die Wurst. Ich sage:" Ok, Mama macht dir die Wurst auf`s Brot ok?"....
    Ihre Antwort:" Nein, Honig mag nich Wurst" :???:

    Wie reagiere ich jetzt? Ich habe schon alles probiert. Ich habe dann doch den Honig genommen und Laila wollte dann nach ein paar Bissen, doch lieber Wurst. Oder ich habe die Wurst genommen, weil sie sich ja schließlich dazu entschieden hatte. Die Reaktion war:" Laila satt", Teller wurde weggeschoben und es wurde aufgestanden.

    Überhaupt kann Laila sich ja noch nicht wirklich entscheiden. Einerseits ist sie satt. Sage ich ihr dann aber, das wenn sie aufsteht das Abendessen beendet ist, steht sie trotzdem auf, kommt aber nach einer Weile wieder und sagt das sie Hunger hat. Verweigere ich ihr dann das weitere Essen gibt es natürlich Gebrüll.
    Kann ich das ruhig so durchziehen, das ich sie Ihre Entscheidungen treffen lassen kann, sie dann aber auch die Konsequenzen zu spüren bekommt?
    Sprich, sie dann eben ohne Essen ins Bett geht oder ohne eine Geschichte?

    Es geht in letzter Zeit nur noch so. Hin und Her, hin und her. Erst dies, dann das, dann doch wieder, dann wieder nicht und Mama und Papa haben am Anfang erstmal schön mitgespielt, bis wir dachten wir werden verar......t .

    Gestern erst wollte Laila mit dem Papa nicht kuscheln, vorm ins Bett legen. (Laila und Papa drücken sich immer noch einmal bevor er sie ins Bett legt)
    Gestern sagte Laila:" Nein, geh Papa. Laila heia" Mein Mann fragte ganz verdutzt:" Du willst nicht mehr mit dem Papa kuscheln?" Laila sagte:" Nee, heia" Mein Mann legte sie ins Bett und kaum lag sie, sagte sie:" Doch Papa kuscheln"......es ist wirklich schwer in einer solchen Situation konsequent zu bleiben und man fragt sich auch ob das dann dem Frieden des Abends dienlich wäre, aber mein Mann sagte knallhart:" Gerade eben wolltest du nicht mit dem Papa kuscheln, jetzt lässt der Papa dich auch lieber schlafen, ok?" Es gab Gebrülle und dicke Tränen begleitet mit dem Satz:" Laila doch kuscheln".
    Mein Mann:" Ja, Laila morgen kuscheln wir wieder, wenn du das möchtest, jetzt gibt es noch eine Kuss und es wird geschlafen"
    Hart wie ich finde. Außerdem wollte sie dann natürlich mit mir kuscheln und ich wusste nicht, was ich machen sollte. Habe sie dann im Bett nochmal gedrückt ohne sie hoch zu nehmen.

    Aber so geht das den ganzen Tag.
    Ist Laila nicht noch zu klein um ihre Entscheidungen zu verstehen? Oder ist es richtig so, das man sie lässt um ihr dann Ihr Handeln bewusst zu machen?

    Mich würde mal interessieren wie das bei euch so ist. Das ist ja wirklich ein Phämomen...

    LG



     
  2. Hallo,

    meine Lea ist jetzt 2 3/4 und nach meinem Empfinden ist Deine Kleine mit knapp 2 Jahren mit so offenen Fragen wie "was willst Du essen" (auch wenn nur wenige Sachen bei Euch auf dem Tisch stehen) überfordert. Es könnte sogar sein, da ist jedes Kind natürlich verschieden, dass sie auch noch nichts mit der Auswahl aus zwei Möglichkeiten "diese oder jene Wurst" anfangen kann bzw. es in solchen "hin-und-her-Entscheidungen ausartet".

    Ich würde ihr entweder eine Brotscheibe mit Wurst einfach hinstellen oder das Brot durchschneiden und auf der einen Seite Wurst und auf der anderen Käse drauflegen. Du weißt ja inzwischen welche Sachen sie grundsätzlich ißt und mit den 2 Sorten, die z.B. DU vorgeben würdest, hätte sie ja auch etwas Wahlmöglichkeit ;-).
    Beim Mittagessen wird es wohl ähnlich laufen: Du wirst ja entscheiden was Du an diesem Tag kochst, unter Berücksichtigung, ob wenigstens etwas dabei ist was sie essen kann/mag- wenn sie nichts oder wenig will, würde ich dann auf andere Wünsche nicht eingehen. Die nächste Mahlzeit gäbe es dann wie gewohnt nachmittags- gleiches Vorgehen auch abends.

    Wenn ich sehe wie unregelmäßig meine Kleine ißt d.h. tagelang ohne Grund scheinbar fastet um dann wieder richtig zuzuschlagen, glaube ich auch nicht, dass es absolut hart ist abends in diesem Fall nichts anderes zu geben. Das Thema Regeln/Grenzsetzung spielt hier schon mit rein und man muß aufpassen, dass man nicht dazu übergeht nur nach den Wünschen des Kindes zu kochen/anzubieten, was ja in den wenigsten Fällen eine "gemüsereiche, ausgewogene, fettarme" Kost bedeuten würde:-x

    Mit dem Ende der Mahlzeit handhabe ich es genauso: Lea wird (spätestens wenn sie mit dem Essen spielt) gefragt, ob sie satt ist- wenn sie runtergeht bzw. bejaht hat, wird der Teller von ihrem Eßplatz genommen und sie weiß inzwischen, dass das Essen wirklich für diese Mahlzeit beendet ist. Natürlich war dies ein längerer Prozeß und es gab anfangs auch Protestgebrüll- aber es läuft seit langem problemlos.
    Ich habe gemerkt, dass es keinen Sinn macht, wenn sie immer wieder ankommt, entweder von ihrem Teller oder von unserem im "Vorbeirennen" noch was mampfen will und dies im Minutentakt.

    Ich denke es ist gut, dass Lea gemerkt hat, dass Essen nicht nur nebenbei erfolgt, sondern es auch schön sein kann mal 10 Min. ohne Hektik am Tisch zu sitzen und mit uns zu essen.

    Mit dem Kuscheln: schwieriges Thema. Ich weiß, dass man sein Handeln nicht immer steuern kann, aber vielleicht wäre es besser wenn Dein Mann in solchen Situationen entweder gar nicht mehr antwortet d.h. neutral nur "gute Nacht" ohne knuddeln sagen würde oder sie doch umarmen würde wie immer. Ich will damit sagen: vielleicht hat sich bei Euch schon so ein Automatismus eingeschlichen, wonach ihr (zwar in guter Absicht) Laila "zuviel" fragt und sie aber schon in Verneinungshaltung geht?
    Hab das bei unserer festgestellt: je mehr gefragt wird, umso mehr kommt ein "nein"- wie sich später rausstellt, hatte sie die Folgen dieses Neins noch gar nicht überblickt und war dann schockiert, als wir entsprechend handeln wollten.

    Bei Eurer Situation hätte ich bei der Umentscheidung wohl eher den Kompromiß gewählt sie zu knuddeln unter Ankündigung- "aber nur kurz" o.ä.- ich denke Deine Kleine hat die Situation einfach nicht überblickt bzw. mißverstanden und hier bei emotionaler Zuwendung bzw. bei einem eigentlich festen Ritual dann auf Konsequenz zu beharren find ich schon etwas hart.

    Bis denn

    Gruß Petra :kaffee2:
     
  3. Silly

    Silly Moni, das Bodenseeungeheuer

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    Hallochen

    ich bin mir schon sicher, daß Laila ihrer Entscheidung bewußt ist, nur ist sie sich der Tragweite der Entscheidung noch nicht bewußt.
    Wenn Du sie fragst: Wurst ? Und sie sagt: Nein Honig! - dann weiß sie den Unterschied und will wohl auch den Honig haben. Wenn nicht dagegen spricht würde ich ihr diesen auch geben.

    Ich würde ihr immer nur einen kleinen Teil des Brotes mit dem entsprechenden Belag hinrichten.

    Wenn sie vom Tisch aufsteht und sagt sie hat keinen Hunger mehr, würde es bei mir auch nichts mehr geben - mit der Ausnahme von Obst. Ein Teller mit geschnittenem Obst steht bei uns eigentlich nach jeder Mahlzeit auf dem Tisch - und jeder kann sich nehmen, egal ob der Teller nun leer gegessen war oder nicht.

    Die Geschichte erzählen/vorlesen hat als Konsequenz nichts mit dem Essen zu tun, das ist für Laila nicht nachvollziehbar.
    Wenn sie täglich eine Geschichte bekommt, dann sollte sie diese auch bekommen, wenn sie nicht aufgegessen hat.

    Ich bin übrigens eine von denen, die auch wenn die Kinder nicht aufgegessen haben, die Kinder NIE hungrig zu Bett schickt. Ich halte solche Erziehungsmaßnahmen was nicht für sinnvoll - und denke das sie ernährungstechnisch mehr das Gegenteil bewirken. :-?

    Zum Kuscheln würde ich sagen: entweder sie testet aus, wie weit sie gehen kann (einmal hin, einmal her) oder sie ist wirklich müde - und ihr fällt erst nach dem Hinlegen richtig auf, daß da doch was gefehlt hat.
    Ich meine aber, ein nochmaliges kurzes Umarmen mit Küsschen müsste dann schon noch gehen (im Bett - rausnehmen würde ich sie nicht mehr)

    LG Silly
     
  4. Tulpinchen

    Tulpinchen goes Hollywood

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    Da ich selbst hin und wieder ein wenig sprunghaft in meinen Entscheidungen bin, gestehe ich das auch Marlene zu, die - wie Silly ja auch schon geschrieben hat - die Tragweite einer Entscheidung nicht einschätzen kann.

    Diese Honig-Wurst-Stories haben wir auch oft. Ich halte mich dann an ihre letzte Entscheidung, schmiere ihr davon aber nur ein kleines Brot und wenn sie dann doch was anderes drauf will, bekommt sie davon halt auch noch ein Stück.

    Im Grunde genommen orientier ich mich immer an ihrer letzten Entscheidung (egal, ob Brot, Kuscheln etc. ...), mache ihr aber dabei auch spaßhaft klar, daß ich bei dem ganzen Hin und Her völlig wuschig im Kopf werde.

    Ich glaub, der Sinn für die "Endgültigkeit" von Entscheidungen kommt bei Kindern erst später und irgendwie ist das auch gut so...so bleiben sie noch ein bißchen länger unbeschwert....

    :winke:
     
  5. Hallo,

    Danke für eure Antworten.

    Petra, ich habe es auch schon so versucht, wie du schreibst. Ich habe einfach ohne sie zu fragen eine Wurst oder Honig ect.. auf das Brot getan, oder habe auch schon mal drei verschiedene Sachen von denen ich weiß, das sie sie mag, auf das Brot gemacht. Natürlich möchte sie aber dann gerade keinen Honig oder keine Wurst oder keine Marmelade, sondern genau DAS was ich habe. Sie möchte dann meist abbeißen. Daraufhin habe ich dann auch erst angefangen sie zu fragen, was sie möchte.

    Was das ewige Aufstehen beim Essen angeht, so fange ich jetzt auch damit an. Ich merke das sie aufstehen will, ich sage ihr das der Teller dann weg kommt und das Essen beendet ist und frage, ob sie das auch verstanden hat, sie bejaht oder wiederholt sogar was ich sagte, steht auf und der Teller kommt dann weg.
    Gerade ist sie wieder ohne Mittag ins Bett, denn erst wurde die Wurst mit der Hand zerquetscht und auf den Tisch verteilt, als ich ihr sagte, sie solle vernünftig essen und das man Essen nicht zermatscht, sagte sie: "Laila satt", schob den Teller weg und wollte aufstehen. Ich erklärte wieder wie oben, Laila bejahte und stand auf, der Teller kam weg.
    Laila weinte und sagte sie habe Hunger und wolle essen. Nichts, der Teller blieb weg, ich aß zu Ende auf und Laila ging ohne Essen nach oben.
    Hart hart muß ich sagen, aber ich weiß mir sonst keinen Rat.

    @Silly

    Das mit der Geschichte hatte ich blöd geschrieben. Ich weiß natürlich das ich nicht mit Sachen drohen kann, die mit der eigentlichen Sache nichts zu tun haben. Es war nur als Beispiel gedacht, nämlich wenn Laila abends auch keine Geschichte vorgelesen bekommen haben möchte. Wir fragen sie welches Buch sie gucken möchte und das gleiche Spiel fängt an. "Das, nee das, das".
    Nehmen wir ein Buch ohne zu fragen, heißt es:" Nein, nicht das. Das da" und so weiter. Wir können machen was wir wollen.
    An einem Abend haben wir einfach ein Buch genommen und fertig. Sie weigerte sich strickt gegen dieses Buch und wollte ein anderes. Wir zeigten auf ein anderes "Nein", wieder auf ein anderes "Nein" bis wir alle 4 Bücher durch hatten. Ich fragte sie:" Willst du denn heute ohne Geschichte ins Bett?" Laila sagte:" Ja, heia" und ich legte sie hin. Laila stand auf und schrie mit den Worten:" Buch gucke"...... :???: Blöde Situation, denn mein Mann und ich achten immer sehr auf einen ruhigen und harmonischen Abendsablauf, der immer gleich ist. Wir versuchen Streit und Konflikte mit Laila zu vermeiden, damit sie ruhig und ohne Stress einschläft.
    Bis jetzt hat das auch super geklappt. Wenn wir jetzt aber konsequent bleiben und diese Geschichte nicht vorlesen, kommen aber Tränen und Laila versteht vielleicht gar nicht warum. Deswegen wollte ich hier mal fragen, ob ihr der Meinung seit, das man das aber ruhig durchziehen kann, oder ob man es besser lassen sollte.

    Dann frage ich mich aber auch, wie es weitergehen würde.
    Laila wird dann wie oben ohne Geschichte ins Bett gelegt, sie weint, man nimmt sie wieder aus dem Bett und liest vielleicht eine Geschichte vor. Aber wo endet das? Dann kann sie ja bald mit einem machen, was sie will. Wo ist die Grenze. Wie weit kann sie schon denken. Ich meine Kinder in Ihrem Alter sind ja nun auch nicht blöd, die wissen ganz genau was abgeht. Warum also sollten sie diese Situation nicht auch verstehen?

    Es ist wirklich schwer. Verdammt schwer das jetzt den richtigen Weg zu finden.

    Du hast außerdem geschrieben, das du deine Kinder nie hungrig ins Bett schickst. Wie machts du das dann aber sonst in einer solchen Situation wie das Aufstehen? Lässt du sie dann wieder essen, wenn sie wieder an den Tisch kommen, oder werden sie dann von dem Obst satt?


    So Laila ist eingeschlafen auch ohne Mittag. Hunger kann sie also nicht so einen großen gehabt haben.
    Ich weiß wirklich nicht, wie es weitergehen wird.
    Sicher macht man 1000 Fehler in der Erziehung und jetzt fängt die Erziehung gerade erst an...mit sochen "Lapalien"....ohweia...<----würde Laila jetzt sagen ;-)
     
  6. Silly

    Silly Moni, das Bodenseeungeheuer

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    Hallo Carmen,

    ahh - deswegen die Sache mit der Geschichte :lichtan:

    Laila scheint ja wirklich mitten in einer :prima: ich-versuche-wie-weit-ich-gehen-kann-Phase zu stecken :-?

    Die kann eigentlich relativ schnell vorbeigehen, wenn Du immer an einem Strang zieht - und Laila ganz strikt klar machst " wir gehen diesen Weg" und keinen anderen.
    Wenn Du ihr einmal ihre Schranken weist und dann wieder nicht, weiß sie einfach nicht voran sie ist, das verwirrt sie und sie weiß dann nicht welcher Anordnung sie nun folgen soll.

    Vielleicht ist sie um zwischen vier oder mehr Büchern auszuwählen noch etwas zu klein - ggf. würde ich die Zahl dezimieren (2 würde ich vorschlagen). Vielleicht schaust Du auch mal nach einem ganz andern Buch um und bietest ihr das an (dann hast Du einen ganz einfachen Weg :-D und umgehst das Theater am Abend).
    Wenn sie ein Buch ausgewählt hat, dann würde ich das auch vorlesen :jaja: (ich bin in solcher Beziehung relativ rabiat) -wenn sie dies partout nicht will, frag' sie nochmals bevor Du aus dem Zimmer gehst nochmals fragen, ob sie wirklich keine Geschichte will (eben aus dem ausgewählen Buch). Wenn sie dann immer noch nicht will, hat sie einfach Pech gehabt.
    Ich weiß, das ist im Moment hart - aber sie tanzt Euch sonst wirklich früher oder später auf der Nase rum, wenn Du ihr das durchgehen lässt.

    Das mit dem hungrig zu Bett gehen - bezog sich auf das Abendessen (war jetzt von mir etwas schlecht ausgedrückt ) .

    Bei uns läuft das bei Tisch so ab - alle bleiben sitzen, bis der letzte aufgegessen hat - oder es Erlaubnis gibt zum Aufstehen. Wer aufsteht ist satt. Den Obstteller richte ich nach dem Essen d.h. es gibt eine gewisse Wartezeit. Von dem Obst werden sie vielleicht nicht pappsatt - aber immerhin kommt etwas in den Bauch (besser als überhaupt nichts). Vielleicht legst Du ihr Banane hin, das fühlt den Bauch besser als Apfel. Ansonsten würde ich ihr wirklich nur sehr kleine Portionen richten.

    Fehler in der Erziehung machen wir alle - niemand ist perfekt :)
     
  7. Hallo Carmen,

    zum Thema "Essen-beenden" kann ich Dich nur nochmals bestärken, dass Du da richtig handelst :jaja:, bei uns hat es sich eindeutig ausgezahlt. Und Du hast Recht: was wäre sonst die Folge? einen Happen hier, eine kalte Kartoffel da, Essen nur so "zwischendurch", rauf/runter vom Stuhl und Mama/Papa sitzen allein am Tisch während das Kind mit Nudeln im Mund durch die Wohnung wuselt?? :-?
    Du kannst wirklich nicht mehr machen als ausreichend Essen anbieten das sie mag, ihr genug Zeit lassen um aufzuessen und ihr die Konsequenz aufzeigen, wenn sie signalisiert, dass sie fertig ist- auch wenn es anfangs schwierig/hart erscheint, ich denke ewig wird es um diese Sache kein "Theater" mehr geben.

    Wegen der Umentscheidung beim Essen bin ich echt am grübeln :???: Bei uns gab es dieses Problem einfach nicht; kann jetzt darüber spekulieren, ob es daran liegt, dass meine Kleine ja nur eine sehr begrenzte Auswahl an Lebensmitteln will :roll: z.B. gibt es vielleicht 5 Sorten Wurst, kein Käse, keine Milch etc., sie einfach beim Essen der genügsamere Typ Kind ist d.h. was Mama hinstellt wird gemampft oder nicht :-D oder es hat dann doch gefruchtet hat, dass ich hier konsequent war (ein bißchen Eigenlob muß ja auch mal sein :klugschei:- nee, bitte nicht übelnehmen, bin bestimmt keine "Supermama").

    Es gibt jetzt ja mehrere Möglichkeiten die Du hast:

    - die "einfach-hinstellen-Variante" ggf. mit mehreren Wurstsorten auf dem Teller. Natürlich kann es sein, wenn ihr was anderes eßt, dass sie genau das will. Abhilfe schafft dann nur, dass alle das gleiche auf dem Teller haben. Auch wenn Du es schon vergeblich versucht hast: soo schlecht find ich dieses Vorgehen nicht. Ich stell mir einfach vor, Du hast für den Abend einmal nichts anderes da oder halt mal keinen Honig im Haus, dann "muß" es ja auch dabei bleiben.
    - die "vorher-fragen-Variante"- egal ob Du offen frägst oder "willst Du Wurst x,y oder z"- mußt Du vorher festlegen, ob und wie oft Du ihr eine Umentscheidung zugestehen willst

    Ich tendiere da für keine Umentscheidung mehr: Du hast sie gefragt, sie sagt Wurst X und wenn das Brot anschl. vor ihr liegt, gibt es keine Wurst Y.
    Die Frage ist, ob Du ihr EINE Umentscheidung lassen willst (ich würde da enge Grenzen setzen)- es wird sich zeigen, ob sowas dann sehr oft vorkommt und wie oft Du zudem bereit ist ein Brot umsonst zu schmieren. Dieses landet ja entweder im Müll oder zwangsläufig in Mamas/Papas Magen.

    Bei anderen Bereichen wie Bücher vorlesen, welche Kleidung anziehen (kommt erst später bei Euch:cool:) bin ich auch nachsichtiger was Umentscheidungen angeht, aber wie schon gesagt, auch da muß man aufpassen, dass man nicht zum Kasper gemacht wird. Ich würde sagen: Buch X oder Y und ansonsten nichts.
    Immer schön vorher ankündigen, aber dann durchziehen- mit "Härte" hat das m.M. nach nichts zu tun.

    Wie oft hab ich schon erlebt, dass das größte Geschrei in Gleichgültigkeit/Akzeptanz umgeschwenkt ist nachdem Mama bei ihrer Entscheidung geblieben ist.
    Du weißt ja: Mama ist mit den Nerven fertig u. hadert mit sich, die Tochter spielt inzwischen vergnügt in ihrem Zimmer. Und das ist das viel diskutierte Ergebnis, wonach sie nun die Grenze/Regel erfahren hat innerhalb deren sie sich nun sicher bewegen kann (habe gesprochen :plapper:. )

    Also nur Mut- wird schon werden.


    Gruß Petra
     
  8. Auweia, ja was soll ich sagen? Wir haben hier richtig schöööön Theater und unser "Engel" ist kaum wieder zu erkennen. Wir sind jetzt dabei unsere/Ihre Entscheidungen knallhart durchzuziehen, was vor allem beim "Aufstehen vom Tisch" in Gebrüll ausatet...
    Sie wird gefragt, sie bejaht, steht auf und will dann sofort wieder auf den Stuhl. Der Teller wandert weg und sie weint und sagt:" Hunger"....
    Ohweh, das ist wirklich schwer. Ich bin dann immer versucht zu sagen:" Aber dann wird jetzt auch gegessen", was ich am Anfang natürlich auch machte und was in die Hose ging.

    Das Ende vom Lied: Laila hat jetzt sicher schon 3 Tage nichts mehr gegessen bis auf ein paar Happen jeden Tag....hmm...kann Ernährungstechnisch auch wieder falsch sein :???: oder ich habe hier in einigen Tagen ein "Fressmonster" welches mir die Haare vom Kopf frisst;-)

    Das absolut Schwerste in dieser Situation fand ich jetzt auch die Sache mit dem Osterhasen, denn bis jetzt habe ich es immer so gehalten, das wenn sie nicht richtig isst, sie auch nichts zu Naschen bekommt.
    Hmm, konnte ich DAS einhalten? Natürlich nicht, denn dafür hat allein die Familie gesorgt. Ansonsten wäre Ostern wohl ausgefallen..


    Bin auf die nächsten Tage gespannt...
    LG
     

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