Einschlafprobleme

Dieses Thema im Forum "Schlafprobleme" wurde erstellt von Katrinchen, 24. Mai 2003.

  1. Hallo,
    vielleicht kann mir jemand helfen.

    Toni ist nun 11 Monate alt und wir haben immer noch mit Einschlafproblemen zu kämfen. Er lässt sich einfach nicht ohne Geschrei ins Bett legen. Er brüllt sich tagein tagaus regelrecht in den Schlaf :o . Es bringt auch nichts wenn ich oder mein Mann bei ihm bleiben, ich müsste ihn schon aus seinem Bettchen herausnehmen, damit er sich beruhigt. Das möchte ich natürlich nicht, damit er sich nicht daran gewöhnt. Zum Mittagsschlaf ist das Zimmer völlig abgedunkelt, daran kann es nicht liegen. Wir haben auch ein Einschlafritual was wir jeden Tag einhalten.
    Hinzu kommt noch das er extrem unruhig schläft. Er wälzt sich wenn er einmal am Einschlafen ist, von einer Seite auf die andere, liegt dann irgendwo am Fußende...

    Da ich ihn mittlerweile schon schreien lasse, weil ich keinen anderen Rat mehr weiß, muss er sich doch inzwischen daran gewöhnt haben, dass ihn niemand mehr herausnimmt ?!?

    Ich bin völlig ratlos und weiß nicht mehr weiter.
    Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich ???

    Liebe Grüße
     
  2. Hallo Katrin,

    wie lange habt ihr diese Einschlafprobleme schon? Und wie lange schreit Tim jeweils, dh. wielange braucht er zum Einschlafen?

    Das unruhige Schlafen ist in diesem Alter ganz normal, das beachte einfach mal nicht.

    Obwohl Du wenig Informationen gegeben hast, hätte ich trotzdem eine Idee: mach mal die Gitterstäbe von seinem Bett weg. Viele Kinder stören sich irgendwann dran.

    Um besser raten zu können, bräuchte ich mal einen Essensplan von Tim und Angaben wann er unter tags schläft und wielange und wann er abends so ins Bett geht, morgens aufsteht.

    Wie geht es Tim sonst, außer Schlafen, ist er gut drauf und fidel? Will er schon bald laufen? Ist er eher selbständig oder noch sehr anhänglich.
    Erzähl uns mal mehr von Euch, denn Schlafen und Schlafstörungen hängen von vielen Aspekten eines Menschen und seinen Gewohnheiten ab.

    Gruss
    Petra
     
  3. Hallo Petra :bravo: !

    Danke erstmal für Deine Antwort. Also Toni, nicht Tim ;-) schläft in seinem Zimmer. Wir hatten ihn bis vor kurzem noch mit in unserem Schlafzimmer, aber da hat sich bzgl. des Einschlafens keine Besserung oder Verschlechterung ergeben.
    Er schreit manchmal nur 5 Minuten, manchmal kann es aber auch bis zu einer halben Stunde dauern, bis er sich beruhigt hat. Er braucht bloß in die Nähe seines Bettchens zu kommen und er fängt schon an zu zappeln und sich zu wehren.

    Hier unser Essens- und Schlafplan:

    - ca. 6:00 Uhr aufwachen, Milumil 3 240 ml im Elternbett
    - manchmal weiterschlafen im Elternbett bis ca. 8:30 Uhr
    - ca. 11:30 Uhr Mittagessen (Gemüse/Fleisch/Kartoffel-Brei)
    - ca. 12:00 Uhr beginnt der Kampf um den Mittagsschlaf, er ist "Hundemüde" reibt sich die Augen und gähnt
    (ich habe auch schon versucht, ihn eher hinzulegen, aber das bringt erst recht keinen Erfolg)
    - z. Zt. schläft er gerade mal eine halbe bis eine Stunde wenn er dann mal endlich schläft :-?
    - ca. 15:00 Uhr bekommt er einen Obst-Getreide-Brei oder Keks bzw. Zwieback mit frischem Obst, er nimmt davon nur sehr sehr wenig
    - ca. 18:00 Uhr Brot
    - ca. 19:30 Uhr schaffe ich ihn ins Bett, vorher bekommt er noch seine Flasche mit Milumil 3, davon trinkt er meist so 180 ml
    - dann beginnt wieder der Kampf ums Einschlafen

    Seit neuestem wird er manche Nacht ca. 1:00 Uhr wach und lässt sich nicht in seinem Bett beruhigen. Ich nehme ihn dann mit in unser Bett, wo er sich sofort beruhigt und weiterschläft. Das möchte ich nicht unbedingt beibehalten. Aber wie gewöhne ich es ihm nicht erst an sondern gleich wieder ab ? Tausend Fragen...

    Er ist ein mopsfideles Kerlchen, krabbelt und versucht allein zu stehen. Er flitzt den ganzen Tag umher und ist sehr viel im Garten. Ich würde ihn als sehr mobil und an allem interessiert einschätzen.

    So... ich hoffe ich habe nichts ausgelassen

    Liebe Grüsse und besten Dank für den "ultimativen Tipp" ;-)
     
  4. ... hab noch was vergessen :jaja: :

    Toni nimmt keinen Schnuller. Er lehnt ihn schon seit seiner Geburt strikt ab. Damit kann ich ihn also nicht beruhigen oder zum einschlafen bewegen.
     
  5. Hallo Katrin und Toni,

    sorry, bin grad selber übermüdet weil Kind krank.

    Was passiert, wenn Du ihn grundsätzlich in Dein Bett legst? Also ich hatte mit meiner Tochter folgende Erfahrung: Eigenens Bett: :heul:
    Mamas Bett: selig einschlaf.

    Da hab ich den berühmten Balkon gebaut: Sprich Kinderbett so neben Mamabett, dass Matratze neben meiner auf einer Höhe anschließt.
    Seitdem Ruhe im Karton.

    Das löst Dein Problem nicht, dass Du ihn eigentlich alleine schlafen lassen willst.

    Aber nach meiner Erfahrung haben viele Kinder in diesem Alter Probleme damit alleine einzuschlafen. Sie sind schon unter tags soviel alleine (ohne Körperkontakt) unterwegs, und fordern nachts schlichtweg die Nähe ein.

    Ich habe für uns beschlossen, dass wir keine Lust haben unnötig Energie darauf zu verschwenden, dass Sandra alleine schläft. Und seit wir das akzeptiert haben, dass sie das einfach nicht haben will, geht es uns allen gut damit.

    Wäre es auch eine Lösung für euch? Oder was meinst Du?

    Das mit dem Schnuller ist einerseits ärgerlich, andererseits hat es den Vorteil, dass Du nicht ständig unterwegs bist, Schnuller suchen in der Nacht.

    Gruss
    Petra
     
  6. Hallo Petra !

    Danke für deinen Tipp und entschuldige das ich mich jetzt erst melde. Also... dieser Babybalkon ist bei uns leider nicht möglich, da unser Schlafzimmer sehr klein ist.

    Er hat bis vor kurzem noch in unserem Schlafzimmer geschlafen, das Bettchen stand am Fussende unseres Bettes. Es hat sich aber leider keine Veränderung ergeben, obwohl er jetzt in seinem Kinderzimmer, was gleich Tür an Tür mit unserem Schlafzimmer ist, schläft. Daran kann es also nicht liegen. Ich bin echt mit den Nerven am Ende. Gerade gestern hat er 1 1/2 Stunden Mittagsschlaf gemacht bis 14:00 Uhr und war bis 21:00 Uhr nicht wieder zum schlafen zu bringen. Ich meine, da liegen 7 Stunden (!) dazwischen. Er hat geweint und geweint, sich in seinem Bettchen rumgeworfen, ist immer wieder aufgestanden und 21 Uhr todmüde umgefallen und im Knien eingeschlafen. Das kann doch nicht normal sein. Ich stecke ihn sobald ich die ersten Müdigkeitsanzeichen sehe, sofort ins Bett. Deshalb verstehe ich nicht, warum er sich so lange gegen das Schlafen wehrt.

    Verzweifelte Grüße,
     
  7. Hallo Katrin,

    also Babybalkon am Fußende wäre doch möglich?

    Irgendwie hab ich den Eindruck, wenn er so vehement Terz macht, dann hat er auch ein echtes Problem. Übrigens sind diese Phasen sehr wohl normal, viele Mütter erleben exakt das Gleiche, wie Du es beschreibst. Und meistens ist die gute Lösung: schlafen bei Mama und Papa. Gerade weil Du schreibst, dass er sich nachts so gut beruhigen lässt, tippe ich darauf dass er diese Nähe einfordert. Und das tut er ja nicht aus Schikane sondern weil er sie braucht.

    Wenn Du das garnicht möchtest, versuch doch mal, was er macht, wenn Du das Gitter an seinem Bett entfernst. Viele Kinder fühlen sich in ihrem Bett eingesperrt und wehren sich dagegen so vehement. Du hast geschrieben er zappelt schon wenn er in die Nähe seines Bettes kommt. Daher meine Idee, daran etwas wesentliches zu ändern. Wenn er versucht rauszuklettern, dann leg ihn liebevoll wieder hin. Das ist dann eine Phase (dauerte bei uns eine Woche), bis sie akzeptieren, dass sie liegenbleiben sollen.

    Übrigens: bei uns hilft es, die Zimmertüre zu schließen (Mama und Kind sind drin). Ist scheinbar für Sandra ein Signal: jetzt ist es ernst, ich soll nicht wieder aufstehen, sondern soll wirklich schlafen.

    Ich habe auch immer darauf geachtet, Sandra das Bett und auch das Schlafen als etwas Positives, Angenehmes darzustellen. Sprich wir spielen viel im Bett (auch in ihrem), Toben, Kuscheln, bauen Höhlen. Dadurch ist hinlegen und Bett für sie mit vielen positiven Gefühlen verbunden. Was Du von Deinem Sohn so schreibst, scheint er das Bett sehr negativ besetzt zu haben, ich glaube darüber solltest Du mal nachdenken und versuchen dagegen an zu arbeiten.

    Ach so: wenn Sandra sehr eklig ist, leg ich mich mit ihrem Kuscheltier hin und sag so in der Art: ist uns doch wurscht, was Du machst, wir sind jetzt soo müde, wir schlafen jetzt. Meist schaut sie ganz verdutzt, meckert noch ne Minute rum, knöpft mir das Tier ab und legt sich dann dazu.

    So vielleicht war jetzt was hilfreiches dabei? Meld Dich wieder.

    Grüssle
    Petra
     
  8. Hallo Petra !

    Erstmal wieder vielen Dank für Deine Hilfe. Es tut gut, wenn man einen Ansprechpartner für seine Probleme hat :jaja: .

    Ich werde deinen Rat beherzigen das er das Bett als "positiven Ort" akzeptiert. Diesen Gedanken hatte ich auch schon... das er mit dem Bett etwas negatives verbindet, wollte es nur immer nicht so richtig "zuendedenken". Wir werden morgen mal versuchen bei Licht darin zu spielen.

    Zum Thema Babybalkon: Ich habe Angst das er Nachts in unser Bett klettert und herausfällt. Als er mal in unserem Bett geschlafen hat, habe ich es im Schlaf nicht gemerkt das er schon an den Rand gekrabbelt ist... konnte ihn gerade noch auffangen :o .

    Ich werde dir Bescheid geben, wie es bei uns weitergeht. Es wird wohl einige Zeit dauern, bis er sein Bettchen akzeptiert. Irgendwie muss das doch hinzukriegen sein.

    Liebe Grüße und tausend Dank :bravo:
     

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