Direkt Beikost oder erst auf Flaschenmilch umstellen?

Dieses Thema im Forum "Rund um Babys Ernährung" wurde erstellt von Rellielli, 10. Oktober 2003.

  1. Das ist die Frage, die mich gerade beschäftigt.

    Stille jetzt im 6 Monat voll, Jesper ist allergiegefährdet. Komme auch (wieder) gut zurecht mit dem Stillen, es geht mir soweit gut, Jesper scheint auch satt zu werden +wächst+gedeiht.

    Freundinnen haben im 4. Monat angefangen abzustillen indem sie auf Fertigmilchnahrung umgestellt haben. Jede Woche eine Brust- durch eine Flaschenmahlzeit ersetzt.

    Wenn ich nach dem 6. Monat anfange abzustillen möchte ich direkt mit Beikost, also mittags Möhrchen oder abends Brei anfangen. Gelesen habe ich dass man dann pro Monat/alle 3 Wochen eine Brust- durch eine richtige Mahlzeit ersetzen soll. Also dauert's...

    Hat jemand Erfahrung, was besser ist/klappt? Erst Flasche und dann Beikost? Oder kann man - wenn das Löffeln gut klappt und keine Unverträglichkeiten auftreten - auch schneller oder parallel Mahlzeiten ersetzen?

    Oder - einfach versuchen? Bin grad durch zu viel Literatur ein wenig verunsichert und freue mich über Eure praktischen Erfahrungen.

    Danke und Gruß von
    Elke
     
  2. Hallo Elke,

    ich habe auch 6 Monate voll gestillt. Dann habe ich mit Beikost angefangen und zwar mit dem Mittagsbrei. Karotten gingen nicht, aber Kürbis war dann klasse. Es war überhaupt kein Problem mit dem Zufüttern. Und mit 6 Monaten sind sie denke ich auch alle so weit. Mit 4 Monaten ist es manchmal zu früh. Siehe auch Utes seite, die kennst Du doch, oder ?

    Mittagsbreis würde ich bevorzugen. Erstens sind sie mittags meist besser drauf als abends und zweitesn ist es besser nicht mit dem süssem sonderm mit dem herzhafterem anzufangen.

    Viel Spaß beim Löffeln und klecksen

    Makay
     
  3. Tami

    Tami Partyschnecke

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    Hallo,

    wir haben zwischen dem 5. und 6. Monat angefangen zuzufüttern, eigentlich hatte ich auch vor bis nach dem 6. Monat zu warten, aber solange wollte mein Kleiner dann nicht warten. Beikostanzeichen waren alle da... Nun ich hab es für mich so gemacht, dass ich mit dem Abendbrei begonnen hab, einfach weil er so oft nachts kam und es mit dem Brei auch einfacher ist mit der Annahme, der ist ähnlich süss wie die Muttermilch. Ich wollte auch nach Möglichkeit noch die Flaschenmahlzeiten weiter stillen. Was möchtest du denn? Ganz abstillen und noch Flaschen geben, oder ruhig noch weiterstillen? Das ist ja wichtig zu wissen bei deiner Frage. Ich für mich hab mich entschieden nach Möglichkeit gar nicht mehr auf Milchnahrung aus der Flasche umzustellen, warum auch, wo es doch mit der Brust so gut klappt. Ich genieße das Stillen sehr! Nun ich mach das so, dass ich 4 Wochen lang eine Mahlzeit, also zunächst Brei erstetzt hab. Dann hab ich die nächste Mahlzeit eingeführt ( das Mittagessen). Eine Woche gibt es dasselbe. Angefangen hab ich mit Frühkarotte, die ist allerdings als erstes Gemüse nicht uneingeschränkt zu empfehlen bei beispielsweise Hautkindenr, oder Kindern die nur selten Stuhl absetzen, weil sie stopfend wirkt, siehe auch unter www.babyernaehrung.de . Anfangen sollte man aber jedenfalls mit einem Monogemüse. Die nächste Woche hab ich Kartoffel dazunehmen wollen. Sprich Karotte Kartoffel, weider 7 Tage lang. Es gibt leider nicht viele Anbieter mit Monogemüsen. Du kannst ganz gut bei z.B. Amorebio, natürlich über Ute's Ernährungsseite bestellen, die Alternativen Anbieter haben auch mehr Monogemüse im Angebot als Hipp und Co....
    Gut soweit. Der Vorteil bei dieser Art der Beifütterung ist, dass du genau merkst was dein Kind verträgt und was nicht. Diese Chance hast du nie wieder! Und großartige Abwechslung brauchen Baby' s nicht. Weniger ist oft mehr. Okay nach 4 Wochen Mittag würde ich den OGB ( Obstgetreidebrei, siehe wieder auf Ute' s Seiten, *grins*) hinzunehmen. Den gibt es nachmittags.

    Das war die Theorie....

    Jetzt meine gelebte Praxis. Du fängst Löffelweise mit der Beiskost an, erwarte nicht zuviel . Anfangs sind es nur wenige Löffel, die du täglich steigerst. Mit dem Brei waren wir nach ca. 3-4 Tagen bei einer kompletten Portion. Das ging auch ganz gut. Nach 4 Wochen ging ich zum Mittagessen, mit Möhre ( dachte das ist okay, obwohl Rufus Hautprobleme hat..., ich dussel. Hatte halt noch Gläser da.) Nun Rufus Haut hat es auch gut mitgemacht. Keineerlei Probleme. Allerdings hat mir die Verdauung Probleme bereitet. Er machte nicht mehr soo oft und so viel, hatte aber auch keine richtige Verstopfung. Nun mit der Möhre war es ganz schwierig. Jeder Löffel war eine Tortur. Er würgte und schrie..... Zu trinken bekam er ( auch schon beim Brei) dazu abgekochtes Wasser aus dem Trinklernbecher). Nun ich bin wegen des Geschmackes dann nach ca. 4 Tagen auf Karotte/ Kartoffel umgestiegen. Es war immernoch so das er bereits beim ersten Löffel würgte. Ute meint er ist ne Süssbacke.... und ich solle hart trotz meckerei den Löffel geben. Die erste Woche bekam er nach dem Gemüse noch Brust. Die zweite Woche gabs dann Gläschen mit Kürbis/ Reis von Hipp. Es geht besser jetzt, allerdings nur ein halbes Glas, dem ich auch etwas Öl beimische. Obwohl er noch keine komplette MZ ist, gibt es nun keine Brust hinterher. Ich versuche so die Menge zu steigern. Und zeige dem kleinen Herrn, das Mama der Boss ist, ( Ute hat mir den Tipp gegeben, siehe auch hier: http://www.schnullerfamilie.de/forum/viewtopic.php?t=26609&highlight=) Stillen tu ich noch morgens, nachmittags, spätabends und nachts. Für mich möchte ich wie gesagt möglichst ohne Flaschen auskommen.

    Wie Ute so schön sagt, den Weg gibt es nciht, sondern viele verschiedene. Mach dich schlau, informier dich und finde deinen Weg. Das waren hier meine Erfahrungen. Übrigens hab ich auch ein Kind mit hohem Allergierisiko. Die Kinderärzte raten da ja meist 1 Jahr HA. Ich hab das bei meinem ersten Kind auch durchgezogen. Kannte Ute' s Seiten da noch nicht so gut. Nun hab ich mich entschieden, dass Rufus keine HA bekommt. Er bekam direkt ( war ja fast 6 Mon. alt) normalen Brei ( Miluvit mit nach dem 4. Monat. Natürlich bekommt er noch keine Vollmilch, Jogurts, Fisch, Zitrusfrüchte, Nüsse oder dergleichen. Ab nächster Woche werde ich anfangen selber zu kochen. Ich halte das so bei, dass er jeweils wöchentlich jeweils 1 neues Gemüse mit Kartoffeln bekommt. Beim selberkochen kommt noch Obstsaft und Flocken in den Gemüsebrei, dann braucht er noch kein Fleisch und kann das Eisen aus den Flocken bekommen. Das Vitamin C aus dem Saft erleichtert das.

    So, ist ziemlich viel geworden!
    Viel erfolg und ein weniger zickiges Kind wünsch ich dir!
    Ich würde mir Zeit lassen mit der Beikostfütterung, das stillen klappt, dich stresst doch keiner, oder? Warum solltest du mehr Mahlzeiten auf einmal nehmen/ einführen? Das bedeutet für deinen Kleinen ja auch ne Umstellung und sein Körper braucht ja auch Zeit sich daran zu gewöhnen, denke ich.
     
  4. Tami

    Tami Partyschnecke

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    Ach nochwas: Mach das Abstillen bloss nicht zu schnell! Für dein Brustgewebe ist langsames Abstillen das allerbeste! So kann sie sich auch langsam umstellen und zurückbilden. :jaja: Ich hab ne Freundin die hat innerhalb von 1 Woche ganz abgestillt, die Brust sieht übel aus....

    lg Tami
     
  5. Ich habe Lara 7 1/2 Monate voll gestillt und dann mit Beikost begonnen. Alle ca. 4 Wochen habe ich eine Stillmahlzeit durch eine Beikostmahlzeit ersetzt. Ein Fläschchen hat sie nie bekommen!

    Bei Tabea habe ich früher angefangen, mit 6 Monaten. Aber auch nur alle 4 Wochen eine Löffelmahlzeit eingeführt. Auch sie hatte nie ein Fläschchen bekommen.



    Lieben Gruß Tati
     
  6. UTE UE

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    Hallo,

    viel ist meinen Vorschreiberinnen nicht hinzuzufügen.

    Ich hab meine Kinder auch 6 - 7 Monate voll gestillt und dann, wie oben schon beschrieben, langsam abgestillt, das hat beim zweiten nochmal 6 Moante gedauert.

    Eine Freundin von mir hat Zwillige, Frühchen, die sie mit einem Jahr immer noch beide voll stillt, die Kinder sind ausreichend versorgt und wachsen und gedeihen gut. Frau braucht sich also keine Sorgen um das Kind zu machen, wenn das Stillen gut klappt.

    LG
     
  7. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    Und dabei immer auf das Bedürfniss des Kindes achten. Die Daten anderer sind nur interessant - aber keinesfalls eine echte Orientierung beim eigenen Kind.

    Wenn das mit Stillen gut klappt würde ich versuchen ohne Flasche die nächsten Monate hinzukommen.

    www.babyernaehrung.de/beikost_i.htm dort auch mal Entwicklung nachlesen.

    Liebe Grüße
    Ute :winke:
     

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  1. kann man im falle der beikosteinführung gleichzeitig auf die flasche umstellen

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