Die guten alten Zeiten

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Aranxa, 16. November 2007.

  1. Heute habe ich mit einer Erzieherin im Kiga meines Sohnes unterhalten .
    Und zwar darüber das wir früher noch als Kinder im Wald und auf der Straße spielen konnten . Heut zu tage sitzen die Kinder alle vor dem Gameboy,PC oder TV .
    Auch kennen viele Kinder die spiele gar nicht die wir früher draußen gespielt haben .
    Früher war es auch normal das man ein 6-jähriges Kind mit dem Fahrrad zum einkaufen schickt . Wenn man sowas heute noch tun würde dann heißt es gleich : Kuck dir mal die Rabenmutter an die schickt ihr Kind mit dem Rad zum Einkaufen was da nicht alles passieren kann . Nur weil die zu faul ist um selber zu gehen . Dann heißt es nicht : Boah die möchte das ihr Kind selbstständig wird . Nein : Die ist zu faul oder zu bequem .
     
  2. M&M

    M&M Dauerschnullerer

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    am schönstens platz der welt;-)
    AW: Die guten alten Zeiten

    ja das stimmt man denkt gleich was falsches. :winke:
     
  3. Kathi

    Kathi Dino

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    AW: Die guten alten Zeiten

    Das liegt doch aber an den Eltern und nicht an der guten alten Zeit ;-) .

    Auch das liegt an den Eltern selbst ;-)

    Das ist mir jetzt zu hoch. Solche Sprüche habe ich noch nie gehört. "Früher" (als ich in dem Alter war) gabs halt auch noch nicht so viel Verkehr. Und ich bin auf´m Dorf groß geworden.

    Letztendlich liegt vieles in unserer Hand, nämlich, ob die Kinder vorm PC oder Fernseher sitzen oder ein Buch lesen oder draußen spielen.
     
  4. Schäfchen

    Schäfchen Copilotin

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    AW: Die guten alten Zeiten

    Früher konnte man noch im Wald spielen, heute muss man Angst haben, die Kinder kommen nicht zurück ...

    Früher konnte man noch auf der Straße spielen, heute geht das nur noch bedingt. Meine spielen auf dem Hof, dürfen aber auf der Straße vor dem Haus Rad fahren und Dreirad und auch mal große Bilder mit Straßenkreide malen. Natürlich immer mit beiden Ohren offen, ob ein Auto kommt. Und nur, wenn ich draußen bin. Wir haben das Glück, in einer Nebenstraße zu wohnen.

    Zum einkaufen würd ich mein Kind nicht mit dem Rad schicken, das ist zu gefährlich. Ich weiß ja, wie die Autos an mir vorbeibügeln, wenn ich Rad fahren ... Heutzutage ist einfach mehr Verkehr unterwegs als früher. Zur Oma dürfen sie mit dem Rad, dass sind aber auch keine 500 Meter Luftline und nur eine zu überquerende Straße.

    Meine Mädchen haben keinen Gamboy, mögen nicht gern Fernsehen und spielen alle Jubeljahre mal am PC. Ich glaub, wir sind alle irgendwie altmodisch ;) Aber letztendlich liegt es doch in den Händen der Eltern, was sie den Kindern für Werte vermitteln.
     
  5. AW: Die guten alten Zeiten

    Dass man sich viel mehr Sorgen um den Straßenverkehr machen muss als früher, ist ja leider wahr. :(

    "Im Wald spielen" ist dagegen ja eigentlich nicht gefährlicher als früher, es passieren, soweit ich weiß, nicht mehr Verbrechen an Kindern als früher. Trotzdem haben sich diesbezüglich die Ängste der Eltern massiv vergrößert, sicher auch medienbedingt.

    Vielleicht müssen wir auch lernen, unsere Ängste zu relativieren? Hm, das lässt mich nachdenken. :???:
     
  6. Annette

    Annette Die Nette

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    AW: Die guten alten Zeiten

    Es liegt so vieles an den Eltern.
    Bei uns im Kindergarten ist jeden Montag Waldtag von April bis Oktober. Nun war beim letzten Elternabend die Diskussion, ob denn der Waldtag abgeschafft wird, weil:
    - den Kindern ist der Weg zum Wald zu weit (es sind ca. 500 Meter bis zum Waldrand und ca. 100 Meter weiter ist eine Hütte wo sich die Kinder aufhalten. Dazu muss man aber sagen, dass viele Kinder noch mit dem Kinderwagen bis zur Kiga-Tür gefahren werden!)
    - es wäre so unangenehm, wenn die Kinder mal aufs Klo müssen (ja gehen die mit den Kindern nie in spazieren, wo eines mal aufs Klo muss . . . und dann sind die Kinder meistens nur von 10 bis 13.30 Uhr unterwegs, also nicht zuuuu lange)
    - den Kindern ist der Dreck unangenehm
    - die Kinder mögen die Tiere (Käfer usw.) nicht!
    Und ich glaub, dass das nicht die Kinder sind, sondern die Eltern!

    Ellen ist die jüngste im Kindergarten, aber die einzigste von den Kleineren, die ohne Murren den Weg läuft. Und jetzt im Herbst ist doch das Stapfen durch die Blätter eines der schönsten Beschäftigungen . . . wir laufen grad fast jeden Mittag 1-2 Stunden durch den Wald.

    Ansonsten haben wir einen großen Hof und da kann sich Ellen geschützt bewegen mit Dreirad, Laufrad usw.

    Grüße
    Annette
     
  7. Volleybap

    Volleybap Herzkönig

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    AW: Die guten alten Zeiten

    Sind moderne Techniken schlecht, die alten Spiele gut? Ist es schlimmer, am PC den Feind über den Haufen zu schießen oder mit dem Knallplättchengewehr hinter den Mülltonnen im Anschlag die "bösen" Passanten umzunieten (wie ich es getan habe...)?

    Schäfchen, ich hab Dich mal rausgegriffen, nicht um zu kritisieren, sondern um nachzufragen, nachzudenken. Nicht böse sein!

    Liegt es an der geringen Kinderzahl, dass Eltern vorsichtiger werden, weil nichtbekinderte Erwachsene die Kultur prägen? Müssen Kinder technisch bespaßt werden, weil das Zusammenspielen nicht mehr klappt - zuwenig Kinder. Und denen wird dann Ausweichprogramm geboten, professionelle Bespaßung im Sportverein, der Tanzschule, der Musikschule usw. So, dass das eigene Kind (wenn man nicht mitzieht) allein auf der Straße steht...? (Und damit die alten Spiele gar nicht spielen könnte mangels Kindermasse...?)
    Sind die Kinder spielerisch nicht mehr aktiv, weil sie keine positive Langeweile kennen, die sie animiert, selbst kreativ zu werden?
    Sind wir Eltern in der neuen Zeit noch nicht angekommen?

    Grübel, grübel...
     
  8. bifi1303

    bifi1303 Pimpelmoser

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    AW: Die guten alten Zeiten

    waren wirklich schön.
    mir ist es auch schon aufgefallen und zwar in dem ort, in dem ich aufgewachsen bin.
    früher haben wir auf den wiesen barbie gespielt, gummitwist, kästchenhüpfen, im sandkasten vorm haus die schlümpfe ausgepackt und wenn in der siedlung der rasenmäher kam, haben wir aus den rasenschnitt wohnungsumrisse zusammen gelegt und mutter vater kind gespielt.
    wir sind einen längeren weg allein zur bude gegangen um uns eis oder süßes zu holen, sogar durften wir kinder in die schonung gehen.
    in diesem jahr ist es mir im sommer besonders aufgefallen, dass der ort fast wie ausgestorben ist. keine kinder auf den wiesen, sandkästen oder spielplätzen, obwohl genügend kinder in diesem ort leben.
    habe mir die umgebung genauer angeschaut und stellte aber auch mit entsetzen fest, dass es nicht mehr so kinderfreundlich wie es früher war, gestaltet ist. die sankästen sind verdreckt, der rasen zu hoch, die spielplätze marode, geräte wurden entfernt und nicht ersetzt.
    für mich ist es nicht begreifabr, wie man besonders bei schönem wetter nicht die zeit draußen genießt. ich fragte mich, was die kinder denn den ganzen tag machen.
     

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