Beikostverweigerung

Dieses Thema im Forum "Rund um Babys Ernährung" wurde erstellt von mami2, 30. Mai 2005.

  1. Hallo,

    meine Tochter (*18.8.04) möchte keine Beikost essen.
    Ich bin mit 6 Monaten ganz klassisch mit dem zufüttern angefangen. Erst ging es ganz gut, dann wurde es täglich schlechter (immer ehr angefangen zu weinen). Gleichzeitig haben sich starke Blähungen eingestellt, so dass mir der Kinderarzt geraten hat, die Beikost einzustellen, da ihr Darm wohl noch nicht so weit sei.
    Da die Blähungen sich nicht besserten haben wir nach einer Stuhlprobe festgestellt, dass sie Probleme mit der Darmflora hat. Da wir dieses jetzt behandeln, bin ich vor ca. 6 Wochen wieder mit dem zufüttern angefangen. Aber mehr als 5 Löffelchen (wenn überhaupt) sind nicht möglich.
    Sie weint und drejt den Kopf weg. Auch aus dem Breisuager und der Flasche will sie es nicht, auch nict von Papa oder Oma gefüttert werden.
    Meine Nachbarin hat mir nun erzählt, dass ihre Tochter auch jegliche Beikost verweigert hat und mit ca. 14 Monaten dann angefangen ist, andere Sachen (außer Milch) zu essen und die Kinderärztin hätte gesagt, dass sei in Ordnung.
    Ich habe aber Angst vor einer "Mangelernährung"?
    Wie lange kann ich denn nur Milch geben ?
    Oder wie schaffe ich es, dass sie doch etwas anderes ißt ?
    Dinkelstangen und etwas Brot ißt sie ab und zu.

    Vielen Dank
    Elke
     
  2. Hedwig

    Hedwig Sternenfee

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    hallo elke und herzlich willkommen im forum!

    es wäre prima, wenn du uns noch ein paar infos geben könntest. schreibst du uns noch die gewichtsentwicklung deiner kleinen auf?
    datum / gewicht
    datum / gewicht

    und euren essensplan, so wie er jetzt ausschaut. was, wann, wieviel.

    liebe grüße
    kim
     
  3. Hallo,

    also die Entwicklungsdaten sind wie folgt:

    * 18.8.04 48 cm 2.700 g
    21.8.04 48 cm 2.600 g
    15.9.04 51,6 cm 3.475 g
    10.11.04 55 cm 5.080 g
    9.3.05 67 cm 6.810 g
    heute 70 cm 7.500 g ( ca. nur unsere Personenwaage)


    Essensplan:

    Morgens : Milch (100 - 160 ml)

    Mittags: Möhrenbrei mit Kartoffeln+Fleisch (ca. 1/3 Gläschen - mit Gebrüll)
    anschließend ca. 120 ml Milch

    Nachmittags: Milch 100 - 140 ml

    Abends: etwas Brot und dann Flasche ( ca. 170 ml)
    (Den Abendbrei habe ich seit ein paar Tagen weggelassen - vorher hat sie ca. 1/3 - 1/2 Portion eines Breis gegessen und anschließend 100 ml Milch)

    Ggf. bekommt sie nachts auch manchmal noch eine Flasche (140 -170 ml), wenn sie sich, aufgrund ihrer Darmgeschichte mit nichts beruhigen läßt.


    Ich hoffe, ich habe Dir mit den Angaben geholfen und warte gespannt und hoffnungsfroh auf Tipps.
    Ich werde ihr sonst einfach weiterhin Milch geben. Ich habe heute noch mit dem Arzt gesprochen und der meinte auch "Man kann es ja nicht zwangsweise in sie reinfüttern". Wenn sie weiterhin zunehmen würde, sähe er jetzt noch kein Problem darin....

    Elke
     
  4. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    Hallo Elke,

    welche Milch gibst du ihr denn? Das kann auch ein entscheidender Hinweis sein.
    Wenn die Personenwaage stimmt, bin ich der Meinung dass sie die letzten 3 Monate deutlich zu wenig zugenommen hat. Das ist mehr oder weniger der Zeitpunkt 6. Monat und später ......

    Bauchschmerzen können auch entstehen wenn Babys unterkalorische Kost haben - sprich zu wenig Babynahrung (sei es Mumi, Säuglingsnahrung und altersgerechte Beikost) haben.

    Blähungen von Beikost ist eher etwas untypisches, und eine Unreife des Darmes in diesem Alter finde ich persönlich "an den Haaren herbei gezogen". "Man argumentiert es sich halt zurecht". Sorry dass ich so direkt bin ..... aber wir Menschenkinder sind verdauungstechnisch darauf ausgelegt dass wir bereits mit 3 - 4 Monaten vollständig entsprechend angebotene BREIkost verwerten können. Dass der ein oder andere Rohstoff Probleme macht - kein Thema. Dass alles Probleme macht halte ich für unwahrscheinlich bei einem sonst gesunden Baby.

    Die Trinkmengen der Flaschennahrung sind sehr klein - war das schon immer so?

    Was die Darmflora betrifft sind prebiotische Nahrungen (z.B. Aptamil ) am besten geeignet die Darmflora zu unterstützen. Es entspricht dann dem Mumi-Effekt. Also ganz natürlich.

    Meine weiteren Fragen wären also
    1. Welche Milchnahrung nehmt ihr?
    2. Gab es anfangs Muttermilch und ist dann bei der Umstellung auf Flaschennahrung vielleicht irgendetwas aufgefallen?
    3. Wie lange trinkt dein Kind an der Flasche?
    4. Wie ist der Stuhl - Farbe, Konsistenz, Häufigkeit?
    5. Gibt es chronische Darmerkrankungen in der Familie? Morbus Hirschsprung, Zöliakie um mal zwei Beispiele zu nennen?
    6. Gibt es allergische Erkrankungen bei Nahrungsmitteln?

    Liebe Grüße Ute
     
  5. Hallo Ute,

    vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde erst einmal versuchen, die Fragen zu beantworten:

    1. Sie bekommt Aptamil 1 - zu Anfang hat sie Aptamil Pre bekommen.

    2. Stillen konnte ich leider nur knapp 2 Wochen, da es leider diesmal übberhaupt nicht funktionierte (wenig Milch, Brustentzündung usw.) Dann hat sie also Aptamil pre bekommen und hatte auch deshalb nie erkennbare Probleme. Sie hatte zwar auch da schon Blähungen, aber in den ersten 3 Monaten ist dies ja leider häufiger vertreten.

    3. Sie braucht für eine Flasche ca. 10 Minuten. Ihre Trinkmengen waren aber immer schon geringer, als es auf der Milchpackung angeben ist.

    4. Sie hat 1-2 x täglich Verdauung. Der Stuhl ist ehr gelblich, "breiig"

    5. Chronische Erkrankungen sind uns nicht bekannt.
    Mein Sohn (heute 3,5 Jahre) hatte aber ebenfalls Probleme mit Ernährung und Darmflora (lt. Stuhlprobe). Bei ihm haben wir aber bis zum 2. Lebensjahr gebraucht um dieses rauszufinden. Heute ist er aber wieder ganz gesund.

    6. Allergien liegen bei uns auch keine vor.

    Aus Deiner Antwort habe ich entnommen, dass Du nicht an das "Problem Darmflora" so recht glaubst, oder ? Ich schreibe Dir daher mal in Kurzform, was das Institut für Mikroökologie geschrieben hat: .. Es wurden vermeht Fäulniskeime aus der Gruppe der Enterobakteriaceen nachgewiesen. Dies weist erfahrungsgemäß auf eine entzündliche Schleimhautreizung hin. Führt oft zu starkem Meteorismus... Bezüglich des Dickdarms ergab sich eine Verminderung der Bifidobakterien und Bakteriodesarten... Eine deutliche Verminderung beider Bakterienarten weist auf eine Störung der mikrobiellen Barriere im Dickdarm hin.... Das Ergebnis der Stuhluntersuchung ist als Ursache für das Symptom Meteorismus sehr wahrscheinlich.

    Auf diese Untersuchung habe ich mich nun natürlich auch verlassen (besonders weil mein Sohn ja ähnliche Probleme hatte - er hatte aber seine Beikost "normal" gegessen).

    Lt. der Gewichtskurvenübersicht liegt sie aber, was Verhältnis Größe und Gewicht angeht, noch innerhalb der 97% Grenze-oder ? Sie war ja halt immer schon etwas kleiner...

    Würde mich freuen, wenn Du nach den Informationen noch einen Tip für mich hast.
    Danke Elke
     
  6. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
    Moderatorin

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    Hallo Elke,

    richtig, das mit der Darmflora ist mir sehr suspekt. :mrgreen: Was mir bei dem Zitat des Schreibens auffällt ist "entzündliche Schleimhautreizung" ..... Da würde ich mal nachhaken. Was soll oder kann das Bedeuten?
    Warum ist der Darm "entzündet" .... ?

    Du fütterst eine sehr gute (anerkannte, wissenschafltich geprüfte) prebiotische Nahrung. Diese macht eine mit Muttermilchernährte vergleichbare Darmflora. Klar gibt es auch Muttermilchkinder die eine Darmreaktion zeigen ..... bis hin zu Blut im Stuhl. In Ordnung ist dass dann genauso wenig wie bei euch mit Aptamil 1.
    Hast du dich mit diesem Ergebnis mal an Milupa gewandt? Ich würde glatt mal das Problem schildern, plus den Auszug aus dem Laborschrieb und um Antwort bitten.
    Wenn ich jetzt meinen Erfahrungsschatz zusammen nehme, komme ich unweigerlich auf den Verdachtsmoment, dein Kind verträgt die Milchnahrung als solche nicht ...... verweigert deshalb größere Mengen um sich selbst zu schützen. Sie nimmt zu - aber eben nur wenig, so dass kaum ein Doc auf die Idee kommt dass es sich hier um eine latente Unverträglichkeit handeln könnte.

    Mein Empfehlung ist
    1. Sachlage Milupa schildern ...
    2. mit Kinderarzt über eine mögliche (nicht im Bluttest nachweisbare) Milchunverträglichkeit zu sprechen.
    3. wieder melden :wink: wenn du Antworten hast ....

    www.babyernaehrung.de/milchfreie_kost.htm mal zum reinschnuppern.

    Gute Besserung wünscht
    Ute
     
  7. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    Achja, wer mit dem bekannten Essen Bauchprobleme hat ... lässt sich oft auch schwieriger auf Neues ein. In dem Fall Löffelkost ... die in Milchbreiform die Probleme auch unterstützen können. Aber der Hunger treibt es ja trotzdem eine weile rein ....

    Ute
     

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