Beikoststart - totaler Reinfall - große Verdauungsprobleme - brauche dringend Hilfe!

Dieses Thema im Forum "Rund um Babys Ernährung" wurde erstellt von Delaria, 26. Januar 2013.

  1. Hallo liebe Foris und liebe Ute im Besonderen :)
    Ich brauche mal dringend euren Rat bezüglich der Ernährung meiner Maus.

    Sie ist am 25.8.12 geboren und jetzt 5 Monate alt
    Sie wog bei der Geburt genau 4000g auf 53cm und kam 4 Tage nach errechnetem Termin
    Jetzt wiegt sie 6800g.

    Sie wurde nie zugefüttert...das stillen hat immer prima geklappt, wenn anfänglich auch mit Stillhütchen. Es gab keinen Tee oder sonstiges, nur Mumi. Mit guten 4 Monaten am 1.1.13 habe ich mit dem ersten Brei begonnen. Zu Beginn reine Möre selbstgekocht mit dem KOchwasser püriert und Maiskeimöl und Direktapfelsaft hinzu. Erst nur ein paar LÖffel, dann gabs immer pro Tag etwas mehr. Nach ca. 5 Tagen, als die Menge dann bei ca. 80g war, hab ich Kartoffel dazugegeben. Parallel dazu hat die Maus Pickelchen gegeben und ich habe mit der Hebamme abgesprochen, dass ich komplett auf Kürbis-Kartoffel umsteige. Das behielt ich einige Zeit bei (ca. 1 WOche). Der Stuhl wurde immer fester, die Pickelchen gingen weg. Die MAus hatte immer mehr Probleme den Stuhl abzusetzen. Es gab dann auch immer mal beim Absetzen ein Hauch frisches Blut mit (nur die Spitze). Hebamme meinte es sei ein geplatztes Äderchen. Ebenso der Kinderarzt.
    Habe außerdem auf Anraten der Ärztin etwas Obstmus (birne aus dem Gläschen) gegeben. Dies brachte keine wirklich deutliche Besserung. Die Menge, die nun gegessen wurde, nahm dann in den letzten 5 Tagen stark ab. SIe hat anfänglich bis zu 120g gegessen. ZUm Schluss nur noch ca. 20g. Die letzten beiden Tage habe ich aus dem Gläschen Kürbis-Kartoffel-Huhn gegeben und dazu Öl gemischt. Der Stuhl wurde noch fester und es wurden schon fast kleine Köttelchen. Das veranlasste mcih dazu, die Hebamme noch einmal anzurufen und mit ihr zu besprechen, dass ich jetzt wieder zum Vollstillen ohne jegliche Beikostgabe zurückgehe. Sie riet mir dann evtl mit dem Abendbrei zu beginnen, den ich mit PRE anrühren soll.

    Zum Stuhlverhalten:

    nach 5 Wochen 1 mal pro Woche Milchstuhl
    nach 7 Wochen 1 mal aller 3 Wochen
    nach Beikosteinführung zuerst nach 1 Woche, dann alle 3 Tage (mit Tränen und großer Anstrengung)
    nachdem ich wieder voll stille nach 1 Woche das erste mal wieder erst gelblicher MIlchstuhl, dann grünlich sehr flüssig mit ordentlich pupsen dazu (hatte auch das Gefühl, das sich die Maus damit gequält hat - Blähungen) dann ein bisschen mIlchstuhl hunterher - das grünliche stank ziemlich stark
    tags drauf noch ein sehr flüssiger Milchstuhl mit grünstich und Flöckchen drin (das war gestern)

    Wir sind gestern dann zum Notdienst gefahren, um die grünliche Farbe abklären zu lassen, da ich dachte, dass es evtl noch eine versteckte Verstopfung ist. Aber der Bauch war weich und es lag keine Verstopfung vor.

    Ich bin nun sehr beunruhigt, was das Thema Beikosteinführung angeht und weiß nicht mehr, was ich noch machen soll :(
    Ich habe unglaubliche ANgst davor, dass die Maus wieder so verstopft und beim Stuhlgang Tränen weint.
    Habt ihr einen Tipp, wie ich jetzt nach dieser Geschichte weiter verfahren soll? Wann soll ich nun den nächsten Beikoststart beginnen? Mit welcher Mahlzeit und welcher ZUsammensetzung auch in HInblick darauf, dass mein Baby nur alle 3! Wochen einen Milchstuhl abgesetzt hat. (das wurde auch von der Ärztin abgeklärt und dem Kind ging es immer gut!)

    Ich habe viel im Netz nachgelesen und Abende dabei zugebracht, aber nichts mit einer ähnlichen Geschichte gefunden. Ich bin wirklich ratlos und möchte mein Kind nun auch nicht noch weiter mit irgendwelchen Experimenten Schmerzen zufügen!

    Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt - gern schreibe ich noch weitere Infos, wenn sie nötig sind

    Liebe Grüße
    Del
     
  2. Redviela

    Redviela nomen est omen
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    AW: Beikoststart - totaler Reinfall - große Verdauungsprobleme - brauche dringend Hilfe!

    Hallo und Willkommen :) Festerer Stuhl bis hin zur Verstopfung ist oft durch die Umstellung auf festere Kost verursacht :jaja: Das war bei Annemarie anfangs auch so :( Da ist Milchbrei tatsächlich besser als Mittagsbrei. Ute empfiehlt Aptamil Grieß, weil der ohne zusätzlichen Geschmack auskommt und auch in kleinen Lernportionen alle Nährstoffe enthält. Generell haben Aptamil und Milumil GOS/ FOS enthalten, die die Darmflora fördern. Biete zu jeder Breimahlzeit Tee oder Wasser aus einer (Trinklern-)Tasse an. Wir haben gute Erfahrung mit Fenchel-Anis-Kümmel (z.B. Babykräutertee von Alnatura) gemacht.
    Zum Thema Verstopfung gibt es auch hier noch Tipps.
    Im Übrigen ist das doch kein totaler Reinfall, wenn dein Kind so gut löffelt :)
     
  3. AW: Beikoststart - totaler Reinfall - große Verdauungsprobleme - brauche dringend Hilfe!

    Danke für deine schnelle Antwort,
    habe schon Wasser und Tee angeboten aus Trinklerntasse und sogar Teenuckelflasche. Dann habe ichs versucht zu Löffeln. Auch nciht...das mag sie irgendwie nciht. Ihre Vigantolette in abgekochtem Wasser aufgelöst schlürft sie aber super vom Löffel.

    Ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass meine kleine Wanda immer sehr kurz nur stillt. Manchmal sinds nur 3-4 Minuten. Wieviel da dann rauskommt, weiß ich nciht, da das abpumpen bei mir irgendwie nicht so funktioniert. Habe aber einen ordentlichen MIlchspendereflex und die Milch schießt nur so raus...Wanda trinkt dadurch auch immer sehr hastig und schnell. Hat sich jedoch daran gewöhnt. Morgens und MIttags sind die Mahlzeiten immer etwas länger, dann am NAhcmittag/ Abend immer kürzer aufeinander folgend und auch in der Dauer.
    Zeitplan:

    7:00 3-4 Minuten beim Schlafen
    9:00 6-7 Minuten Aufstehen
    11:30 6-7 min
    13:30 4-6min
    14:30 3min
    15:30 3min
    17:00 4-5min
    19:00 3min
    20:00 3min
    21:00 4-5 min
    1:30 3min
    4:00 3min

    Das ist gerade Nachts auch ziemlich anstrengend und war nicht immer so. Nach dem letzten Schub hat sie immer so schlecht getrunken und oft die Brust angeschrien, dass ich sie häufiger angelegt habe und nun will sie immer nur kurz und dafür aber sehr oft :(

    Den Brei hat sie anfänglich auch gut gelöffelt, wie gesagt, zum Ende hin hat sie immer weniger gegessen! Gerade weil sie beim letzen Schub so schlecht getrunken hat, hab ich den Beikoststart gewagt - ohne Erfolg. Das Einzige, was es gebracht hat, war, dass sie plötzlich die Brust wieder besser genommen hat und nciht mehr angeschrien. Zwischenzeitlich war ich kurz davor, komplett auf Fertignahrung umzustellen, hab es aber dann doch nciht übers Herz gebracht!

    Irgendwie bin ich ziemlich am Ende...Sry! Habe auch irgendwie das Gefühl, dass sie so wenig zunimmt. Sie ist aber nciht apathisch oder so. Bewegt sich viel, strampelt fast nur, ist immer in Bewegung. Rollt sich schon seit dem 4. Monat selbst auf den Bauch. Ist ein fröhliches Kind, das aber nciht oft weint und recht zufrieden wirkt.
     
  4. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    Liebe Del,

    herzlich Willkommen in der Schnullerfamilie.

    Ehrlich gesagt bin ich etwas erschrocken als ich das Gewicht gelesen habe .... und die Tatsache dass Du offensichtlich mit deiner Hebi Kontakt hast, aber die sehr niedrige Zunahme scheinbar "keine Rolle gespielt" hat?

    Im ersten Vierteljahr sollte ein Baby täglich Stuhlgang haben und 30 g pro Tag zunehmen (WHO) ja es erschreckt mich ein wenig wie "tolerant" mit der Gewichtszunahme umgegangen wird :-(

    Ich bin sehr froh dass du schreibst dass sie lebhaft ist und nicht apathisch wirkl. Das wäre schlicht der Supergau ....

    Die Beikosteinführung bei zarten Kindern die kaum Stuhlgang absetzen ist mit Karotte nicht günstig. Karotte stopft praktisch bei jedem Baby. Gemüse ist immer kalorienarm und nährt praktisch nicht. Was dein Kind braucht ist aber Nahrung. HIer wurdest du offensichtlich 0815 beraten .... das passt nur für Kinder die absolut gut im Gewicht liegen.

    Mit ihrem Verhalten an der Brust zeigt sie eindeutig es ist zuwenig. Die Waage belegt es ... sie scheint zufrieden aber ihre Signale sprechen eine andere Sprache. Warum hat dir das keine Fachperson aus deinem Umfeld bisher gesagt? Verdoppelung des Gewichts in den ersten 5 Monate spätestens mit einem halben Jahr? Da seid ihr Kiloweise von entfernt. Ich bedaure sehr dass in deinem Umfeld mehr aufs (voll) Stillen als aufs Kind geschaut wurde bzw Wert gelegt wurde.

    Nach meiner Fachmeinung solltet du tatsächlich Fläschchen zusätzlich anbieten. Meine Dauerleser hier werden dir bestätigen dass ich zu dieser Empfehlung äußerst selten greife - aber in eurer Situation tue ich es. Dein Kind hat schlicht Hunger und der Darm muss in Schwung kommen.

    Parallel empfehle ich den Aptamil Milchbrei (wegen GOS/FOS nur diesen!) zu löffeln. Ohne Obst - das lenkt ab. Gemüse-Kartoffel-Fleisch mit 10 g Fett (pro 200 g)

    Was du beschrieben hast mit der Verdauung ist eine logische Schlussfolgerung aus der Beikosteinführung & Milchmangel.

    Vollstillen ist NICHT die Lösung dieses Problemes - das ja entsteht aus dem Milchmangel heraus. Milchmangel definiere ich damit dass die Gewichtszunahme nicht wie von der WHO vorgesehen sich entwickelt. Jetzt sollten es mind. 100 besser 150 g die Woche sein - um die normale Entwicklung zu gewährleisten. Zum nachholen braucht es noch mehr .....

    Hier bin ich ganz bei deiner Hebamme die zum Menü noch Milchbrei empfiehlt. Mit der Pre kannst du bleiben lassen wenn du den Aptamil Milchbrei nimmst.

    Grüner Stuhl ist in der Regel kein Problem und kann immer mal vorkommen. Es kann auch als Folge von einem Schnupfennäschen sein.

    Ich bitte dich eindringlich ZÜ'GIG deinem Kind mehr Nahrung anzubieten. Es kommt das Zahnen, der 1. Infekt und dann steht ihr da ......

    Vermutlich habe ich dich mit meinen Worten etwas erschreckt ... aber ich mag da nciht drumrumreden und schönreden. Das haben andere immer getan - ich bin Gottfroh dass es der Kleinen soweit gut geht - aber die niedrige Zunahme ist trotzdem nicht in Ordnung. Und keine gesunde Dauerlösung.

    Babys die in der ersten Lebensphase schlecht zunehmen stellen ihren Stoffwechsel darauf ein und wenn sie später normal essen neigen sie zu dick werden. Der Stoffwechsel ist filigran und empfindlich. Und auch DAS gilt es zu verhindern. Daran denken viele einfach nicht.

    Also, es gibt viele gute Gründe einzugreifen und ich bin froh dass du so ausführlich geschrieben hast und dass es auch dein Gefühl ist dass es nicht in Ordnung ist. DEIN GEfühl hat Recht.

    Viele liebe Grüße
    Ute
     

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  1. beikost wieder absetzen

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  2. stuhlverhalten bei beikostbeginn

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