„Baukunstwerke“ aufräumen – Tricks und Kompromisse gesucht

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von La Bimme, 29. Oktober 2005.

  1. La Bimme

    La Bimme Leseratte
    Moderatorin

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    Hallo an alle, wo das Kinderzimmer eine permanente Baustelle ist!

    Ich bin etwas phantasielos, wie ich Fridolin gelegentlich zum Großputz animieren kann:

    Es wird ständig irgendwas gebaut (Lego) oder ausgeschnitten (Schiffe ohne Ende).
    Alles wird nach dem kindlichen Ordnungssinn gemäß liebevoll auf Regalen, Tischen, gaaaaanz bestimmten Ecken u.s.w. platziert. Und dürfen natürlich nicht z.B. in eine Schachtel gelegt oder gar abgebaut werden. Es handelt sich schließlich um Häfen, Garagen etc.
    Dass dann kein Lego mehr zum Neubauen da ist, funktioniert leider nicht, dafür hat FridoPapas Leidenschaft für Lego-Kaufen gesorgt.
    Briobahn abbauen funktioniert noch am ehesten nach einer Weile – er merkt selber, dass er ständig drauftritt. Jeden Abend bringt er es auch nicht übers Herz. Ich auch nicht. ;-)

    Ich will die Sachen nicht einfach abbauen, wenn Fridolin nicht da ist. Da wär ich auch sauer.
    Ich versteh auch irgendwie, dass er die Welt, die er sich da aufbaut, hegt und pflegt.

    Es ist nur einfach so, dass es auf Dauer ungemütlich und chaotisch aussieht. Und wir haben leider die Möglichkeit nicht, ein Kinder-Spiel- und ein Kinder-Schlafzimmer einzurichten. Wo das Kind schläft, muss es auch irgendwie gemütlich sein, finde ich.

    Ich suche irgendwie nach einem Ritual oder einem Kompromiss, wie man das machen kann, dass das Kind auch mitzieht und sich nicht nur überfahren und überredet fühlt.
    Gibt es so was oder ist Knatsch einfach mal unvermeidlich?

    Bin für alle Ideen dankbar!
    Liebe Grüße
     
  2. Su

    Su Das Luder

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    Hmmm,

    bei uns sieht es im Kinderzimmer im Moment immer noch sehr gut und gemütlich aus.

    Das liegt aber daran, dass Lego und Eisenbahn noch im Wohnzimmer stehen.

    Bei uns wird einmal die Woche abgebaut, da wird dann der Boden gewischt, den Rest der Woche lasse ich wenn gewünscht die Kunstwerke stehen, manchmal ist es aber auch nicht so wichtig und wir räumen es am Abend weg.

    Fruchtbar ist da meine Schwiemu, am Sonntag haben wir alle mögichen puzzles gemacht und schön aufgereiht, Schwiemu kam am Nachmittag und reist die rigerros wieder auseinander und räumt auf *stöhn*

    Nich so hilfreich, oder??

    Lg
    Su
     
  3. Sagen wir mal so: Ich bin schon zufrieden, wenn man nachts einigermaßen gefahrlos von der Tür bis zum Bett kommt, ohne dabei Gleisanlagen, Brücken, Schiffe, Kräne und Fernsehtürme umzurennen oder in Knetmasse festzukleben. D. h., ein halber Meter "Spurbreite" wird jeden Abend freigeschaufelt, an die Seite. Und ca. einmal pro Woche wird dann komplett aufgeräumt.
    Gemütlich ist DAS nicht, aber immerhin liegen im Bett weder Schienen noch Bausteine. :nix:
    Auch nicht besonders hilfreich, fürchte ich.

    OT: Mit was für Ledo baut Frido? Schon mit den kleinen Steinen?
     
  4. Röschen

    Röschen Gehört zum Inventar

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    Hallo Katja,

    wie fühlt er sich denn selbst in seinem Zimmer, wenn es ums Schlafen geht? Wir setzen da immer wieder unsere Maßstäbe an und für die Kindern ist oft genau etwas anderes "gemütlich". - Ich muss da nur dran denken, was so alles weggeschmissen wurde, wenn meine Mutter mein Zimmer (auch als ich schon 16/17 war) aufgeräumt hat. Und meine Schwiegermutter hat mir diesen Sommer sogar das Bett gemacht, was ich doch gar nicht wollte!

    Rede einfach mal mit ihm darüber, wie er es gerne für's Schlafen hätte. Einmal die Woche dann zumindest alles so wegräumen, dass man mal durch wischen/-saugen kann, das wird er verstehen und auch mitarbeiten, wenn er die restliche Woche seine eigene Ordnung beibehalten darf.

    Liebe Grüße

    Rosi,
    die sich ihr kindliches Chaos bis heute noch bewahrt hat.
     
  5. belladonna

    belladonna Tolle Kirsche

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    Ich würde Fridolin auch mal fragen, was für ihn "gemütlich" überhaupt bedeutet! Christina findet ihr Bett nämlich auch erst dann so richtig gemütlich, wenn soviele Puppen und Kuscheltiere drin sind, daß sie sich kaum noch umdrehen kann... :nix: Ansonsten wäre ich auch für den Kompromiß "Durchgang von der Tür zum Bett muß frei sein!". Das versteht er sicher, er muß ja vielleicht nachts mal Pipi und Du mußt auch gefahrlos durchkönnen, wenn Du ihn nach einem schlechten Traum mal trösten mußt.

    Wenn's Dir eher um die Sauberkeit geht: Ihr könnt ja einen festen Putztag vereinbaren (kann ja auch erstmal nur alle 14 Tage sein), an dem zumindest der Boden freigeräumt sein muß, damit mal gründlich gesaugt und/oder gewischt werden kann. Das könnt Ihr dann ja vielleicht auch zusammen erledigen und danach kann wieder nach Herzenslust gebaut werden. Möglicherweise kann ja auch das eine oder andere Bauwerk während des Putzens ausgelagert werden, sodaß nicht alles komplett abgebaut werden muß???

    Bei uns zieht im Moment noch das Argument, daß dann kein Platz mehr da ist, um was anderes zu spielen, wenn alles voller Lego und Bauklötzen liegt. Christina sieht das mittlerweile auch ein und räumt dann auch auf bzw. animiert sogar Johannes dazu, seine Bauklötze wieder einzuräumen, damit mehr Platz ist! :prima: Ob das allerdings noch klappen wird, wenn sie nächstes Jahr jeder ihr eigenes Zimmer haben werden, weiß ich auch noch nicht...

    LG, Bella :blume:
     
  6. La Bimme

    La Bimme Leseratte
    Moderatorin

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    Ja, amit fing er vor ca. 1 Jahr selber in der Kita an. Da hatten wir das Zeug noch gar nicht selber im Hause.

    @Rosi:
    Zur Zeit schläft er mehrheitlich bei uns. U.a. eben deshalb mach ich mir Gedanken, wie das Kinderzimmer auch wieder zum Schlafzimmer wird.

    Vielleicht sollten wir das mit dem Wochenrhythmus mal probieren.

    Aber das Wisch-Argument geht nur für den Fußboden, nicht für die Kleinkunstwerke ab 10cm über dem Boden. Akzeptiert Ihr die 100% auf Dauer? Es wird z.B. mal der Klebestift zum Leuchtturm im "Hafen" und wird von Frido dann gesucht, wenn er ihn zum Kleben braucht. Da steht er dann eben nicht auf dem Maltisch.

    Eigentlich hatte ich mir das ganz einfach vorgestellt: Man schafft eine für das Kind nachvollziehbare Ordnung, und dann weiß es, wo die Sachen hingehören, und findet sie dort jederzeit wieder.
    Aber die Phantasie kümmert sich nicht um nachvollziehbare Ordnungen.... *seufz*
     
  7. hm... wir sind da rigoros:

    nach dem spielen /vor dem essen wird aufgeräumt: das kinderzimmer, wo alle spielsachen außer der brio-bahn sind (wohnzimmer) und auch die brio-bahn vor dem gemeinsamen abendessen. auf jeden fall ist das kinderzimmer jeden abend vor dem zu bett gehen aufgeräumt. argument: in der kita wird nach dem spielen auch aufgeräumt.

    im wohnzimmer haben wir die regel: dieses zimmer nutzen wir alle, nicht nur florian. und wir möchten es gerne abends ordentlich haben. ;-)

    das funzt auch. natürlich nicht immer ohne gezeter, aber wir lassen da nicht locker, klar helfen wir auch mit beim aufräumen :)

    zum thema "nachvollziehbare ordnung": florian hat so ein treppenregal von ikea als einstieg in sein hochbett. da sind so plastikschübe drin. jede plastikkiste ist für eine spielzeugart: also autos, playmobil, kugelbahn, lego, kassetten... natürlich schmeisst er auch mal die sachen zusammen, aber grundätzlich hält er sich daran (ich wollte eigentlich auch fotos von den einzelnén systemen draufpappen, damit er erkennt, was wo rein gehört, hab ich noch nicht geschafft), so findet er ja auch selbst seine sachen schneller...

    lieben gruß
     
    #7 mamagaz, 29. Oktober 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Oktober 2005
  8. Hallo katja,

    ich merke auch an, dass die Kinder natürlich eine andere Auffassung von Gemütlichkeit, Sauberkeit und Ordnung haben.

    Aufräumen in der Kita ist pflicht, das ist wohl in jeder Kita so. Aber deswegen ist es doch gerade schön, wenn sie zu Hause auch einmal ein Kunstwerk stehen lassen können. Schliesslich spielen sie da ja möglichweise auch mehrere Tage mit.

    Bei uns ist das meiste Spielzeug auch im Wohnbereich und abends gehen mein Mann und ich dann im Kriechgang einmal rum und sammeln alles in eine Truhe oder den Kaufladen oder so. Ab und an kann ich die Kinder selber zum Aufräumen animieren. Manchmal fragt Mathilda, ob etwas stehen bleiben kann und wir bauen das dann auf eine tragbare Platte. Die man auch umstellen kann.

    Für das/die Kinderzimmer werde ich mir vornehmen und daher ein Vorschlag für Dich:
    Fussboden wird abends aufgeräumt, d.h. alles aus dem Fussboden muss weg. Argument: Unfallgefahr.
    Da der Fussboden aber am meisten Platz bietet....vielleicht schafft Ihr Euch auch eine Bauplatte an (einfache Sperrholzplatte, die aber auch natürlich kreativ bemalt werden darf). Ansonsten würde ich für Frido vielleicht ein zwei breitere Regale schaffe, auf die er seine Werke plazieren kann und dann einen Putztermin vereinbaren. Der muss ja vielleicht nur alle 4 Wochen sein, so staubfrei muss er ja dann doch nicht leben :)

    Ja, das klingt für mich gut, wie es für Frido ist und für meine Kinder ???? Mal sehen :)

    Als ich schon Schulkind war, hat meine Mutter oft die rabiate Methode angewendet. Wenn ich also nach mehreren Aufforderungen (warnungen) nicht aufgeräumt habe, dann kam ich eines Tages nach Hause und alles lag auf meinem Bett. D.h. ich musste vor dem Schlafen aufräumen. War total doof, aber ich war hinterher meist auch froh mal weider ein aufgeräumtes Zimmer zu haben. Dabei wurde oft viels wiedergefunden, neu entdeckt oder für aussortierbar erklärt.

    Liebe Grüße
     

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