Baby mag kein Gemüse

Dieses Thema im Forum "Rund um Babys Ernährung" wurde erstellt von Sabine3578, 23. Juli 2004.

  1. Hallo Ute,

    hatte schon zweimal geschrieben, weil meine Kleine (7,5 Monate) kein Gemüse mag.

    Mittlerweile ist es so, dass sie den Mund schon beim ersten Löffel nicht mehr aufmacht. Wäre es nicht sinnvoller, ich lasse es jetzt erstmal eine Woche ganz sein und versuche es danach wieder? Ich habe sonst Bedenken, sie will irgendwann überhaupt nicht mehr und verbindet mit dem Löffel nur Negatives.

    Ich frage deshalb, weil du mir geraten hattest, es immer wieder, sogar zweimal am Tag, zu probieren.

    Wäre nett, wenn du mir nochmal antwortest.

    Danke.

    Tschüss

    Sabine
     
  2. Hedwig

    Hedwig Sternenfee

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    hallo sabine,

    wie laufen eure gemüsefütterversuche denn so ab?

    emil hat zu beginn der beikosteinführung reges interesse am drumherum gehabt. teller, löffel, matsche im teller :)
    zeigt das dein mini auch?
    wenn ja: mitmachen lassen. das hat bei uns emil überzeugen können.
    zwei wochen war ein händchen mit im brei. riesen wutzerei aber mit handtuch bewaffnet und auf dem boden in der wippe fütternd alles kein problem.

    was auch geholfen hat war ein zweiter löffel beim füttern. emil nimmt mir einen ständig aus der hand, dann füttere ich einfach mit dem anderen weiter...

    vielleicht entdeckt dein zwerg so den spaß am essen?

    was machst du wenn sie nicht isst? gibst du nach und milch?
    wenns spielerisch auch nicht klappt würde ich hartnäckig bleiben.
    den druck nimmst du aus der situation, in dem du sie vom essen wegnimmst, wenn sie nicht will. wenn sie dann wieder hunger signalisiert, setz sie wieder vors gemüsetellerchen.
    etwas negatives verbindet sie nur mit dem löffel, wenn du sie zwingst...

    liebe grüße
    kim
     
  3. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    Hallo Sabine,

    es spricht nichts gegen zwei Tage Pause .... aber in der Zeit auch kein süßes Obst :-? sonst ist es kontraproduktiv. Baby muss schon lernen dass nicht alles süß schmeckt.

    Wie hat es denn mit dem Kartoffelbrei geklappt?

    Grüßle Ute
     
  4. Hallo Ute,

    danke für deine Antwort.

    Also ist eine Woche zu lang? Weil du ja schreibst, zwei Tage aussetzen seien okay.

    Vom Obst lasse ich jetzt sowieso erstmal ganz ab.

    Mit dem Kartoffelbrei war es genau das Gleiche wie mit dem Gemüse. Ich habe dann auch mal versucht, selber Kartoffelbrei zu machen, den mit Mumi angerührt und ihr auch ein Stück Kartoffel in die Hand gegeben, nichts zu machen. Der Mund geht nicht auf und das Stück Kartoffel war auch nur "bäh".

    Wenn ich dagegen sehe, wie ihr Mund aufgeht, wenn der Grießbrei kommt, dann frage ich mich echt, ob sie das Gemüse schon riecht, wenn ich es nur ins Zimmer bringe.

    Ich will das ja gar nicht so tragisch nehmen und stille ja auch sehr gern, aber weil sie es halt so total verweigert, mache ich mir doch Gedanken. Wenn sie jetzt nur eine Sorte Gemüse mögen würde oder Kartoffeln o.ä., das wäre ja okay, aber so?

    Ich bin total geduldig und mache auch keinen Stress, wenn sie den Mund nicht aufmacht, dann halt nicht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, wir kommen nicht "weiter", auch wenn das vielleicht blöd klingt.

    Na ja, abwarten und Tee trinken.

    Viele Grüße

    Sabine
     
  5. oh, das kenn ich...

    Hallo Sabine,
    wollte Dir nur kurz ein "Du bist nicht alleine" zurufen. Wir haben mit Anna (genau 8 MOnate alt) nämlich das gleiche Problem. Gemüse ist ein absolutes no-go, der mund bleibt zu! Selbst wenn ich Birne unter die Karotte mische- Anna riecht den Braten und kneift zu. Wenn ich mit Birne pur komme, geht das Mäulchen auf. Also, theoretisch, denn seit knapp einer Woche geht gar nichts mehr auf und ich denke, sie bekommt gerade die Schneidezähne. So sind wir wieder beim Vollstillen. ich war mir so unsicher und habe extra meine Stillberaterin hinzugezogen bzgl. Gemüsemenge. Sie hat mich beruhigt. Grundsätzlich bekommt ein Kind mit Muttermilch alle wichtigen Vitamine und in Gemüse sind ja keine grundsätzlich anderen Dinge drin wie im Obst. Ich soll Anna nicht zwingen (tue ich jetzt auch nicht mehr), irgendwann wird sie mir hoffentlich das Gemüse in STückchen essen. Aber ich hab auch das Gefühl, stehenzubleiben- wie soll ich von dieser Süß-Vorliebe mal runterkommen? DRan bleiben, ich mache durch die Löffel-Abneigung jetzt schon eine Woche Beikostpause (Kinderarzt gab eben auch das okay, stillen wir eben wieder voll), mal sehen, vielleicht findet sie ja danach Karotten ganz toll. Vorlieben ändern sich ja zum Glück immer wieder....
    Viel Glück!
    Nine
     
  6. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
    Moderatorin

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    Ich empfehle in diesem Alter keine Vollstillphasen mehr. Muttermilch ist ebenfalls süß ...... und das zweite Lebenshalbjahr sollte gestaltet werden "im Rahmen einer Beikost " laut WHO

    Es ist eine Problemverzögerung. Die Zähne können es nicht sein wenn süß gegessen wird aber Mittagessen nicht. Ich denke die Kinder merken auch die Unentschlossenheit und dass sie einfach angelegt werden wenn sie nicht essen.

    Mal ein zwei Tage Löffelpause ja, aber solange nein.

    Grüßle Ute
     
  7. Hallo Ute,
    ich weiß, dass es zu diesem Thema durchaus unterschiedliche Meinungen gibt. Meine Kinderärztin aber empfahl mir ebenfalls das Vollstillen, bevor ich mein Kind zum Löffeln zwinge. Und genau das wäre es nämlich gewesen, nachdem sie mir vor ca. einer Woche den Löffel komplett verweigert hat. Vorher hat mein kleiner Gemüseverweigerer hat tatsächlich lieber 8 Stunden lang gehungert als einen Löffel Gemüse zu sich zu nehmen. Und sie hätte es noch weiterhin getan, wenn ich nicht ein schlechtes Gewissen bekommen hätte und sie abends gestillt hätte. Ob man das dann "Unentschlossenheit" nennen kann, weiss ich nicht. Grundsätzlich beinhaltet Muttermilch ja alles außer Eisen. Und irgendwann hat jedes Kind essen gelernt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Kleine z.B. Gemüse in Stücken isst. Zucchini, Karotte, Kartoffel- alles muß sie in die Hand nehmen und dann isst sie auch. Natürlich keine großen Mengen (nicht genug, um Mahlzeiten vollständig zu ersetzen), aber sie isst es. Soll ich ihr den aufkeimenden Spaß am Essen jetzt madig machen, indem ich Karottenbrei mit dem Löffel in sie hineinzwinge?
    Ich bin kein militanter Stillbefürworter, aber mein Kind darf auch ein wenig mitentscheiden, was es essen möchte.
    Nix für ungut-
    Nine
     
  8. Hallo Ute,

    danke für deine Antwort.

    Ich hoffe, ich nerve nicht, wenn ich wieder nachfrage.

    Dass es bei meiner Kleinen lediglich am Geschmack des Gemüses liegt, ist ja einwandfrei klar, denn der Abendbrei wird fast jedesmal komplett weggefuttert.

    Wie sollte ich denn nun deiner Meinung nach vorgehen? Immer wieder anbieten, habe ich ja versucht, aber sie macht den Mund nicht auf und zwingen will ich sie nicht.

    Natürlich habe ich sie danach jedesmal angelegt und sie hat schön getrunken.

    Sollte ich sie jetzt also gar nicht trinken lassen? Und wenn ja, wie lange soll ich das durchziehen? Ein, zwei, drei ..... Stunden? Na ja, wahrscheinlich sollte ich das selber einschätzen und werde ich wohl auch, mich würde nur interessieren, wo du sozusagen die "Grenze" setzen würdest.

    Danke.

    Tschüss

    Sabine3578
     

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