Arbeitszeugnis: welche Zeitform?

Dieses Thema im Forum "Ratgeber" wurde erstellt von Tulpinchen, 24. Februar 2015.

  1. Tulpinchen

    Tulpinchen goes Hollywood

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    Gehört ein Arbeitszeugnis in der Vergangenheit oder in der Gegenwart geschrieben?

    Mein Arbeitgeber ist insolvent gegangen, noch bin ich aber dort in Beschäftigung. Das Arbeitszeugnis wird also "zu Lebzeiten" erstellt.

    Aber er gibt es mir ja "mit auf den Weg"; also rückwirkend.

    Drum bin ich jetzt ein bisschen verwirrt...kennt sich jemand damit aus?

    Danke & LG, Katja.
     
  2. 321Mary

    321Mary Dauerschnullerer

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    AW: Arbeitszeugnis: welche Zeitform?

    Ehrlich gesagt glaub ich nicht, dass es eine Rolle spielt. Aber normalerweise sind Zeugnisse in der Vergangenheit, wenn ich mal so überlege...

    Wenn er es Dir ausstellt und du dann noch ein paar Wochen dort weiter arbeitest, könnt ihr es sicher auch in der Gegenwart schreiben, aber ich schätze, zu dem Zeitpunkt, zu welchem Du es woanders vorlegst, ist es passé, oder?

    Wichtiger sind korrekte Angaben über den Zeitraum Deiner Beschäftigung, möglichst detailliert Deine Aufgaben und die lobenden Worte über Dein Verhalten, Engagement etc. mit "stets, immer, zu jeder Zeit, in herausragendem Maße" angereichert.
     
  3. Carmen

    Carmen Gehört zum Inventar

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    AW: Arbeitszeugnis: welche Zeitform?

    Meine sind in der Vergangenheit geschrieben.
     
  4. Nemo

    Nemo nah am See

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    AW: Arbeitszeugnis: welche Zeitform?

    Ich glaub ein Abschlusszeugnis gehört in die Vergangenheitsform, ein Zwischenzeugnis kann auch in der Gegenwart sein..

    Liebe Grüße
    Sandra
     
  5. Tulpinchen

    Tulpinchen goes Hollywood

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    AW: Arbeitszeugnis: welche Zeitform?

    Also wohl besser Vergangenheit dann. Weil ich erst zum Sommer gekündigt bin, ist's aktuell ja eher sowas wie ein Zwischenzeugnis - auch wenn es ja doch das endgültige ist.

    Ist nur irgendwie ein bisschen blöd: ich bewerb mich ja jetzt schon - bin aber ja noch in Anstellung - und würde ein "Vergangenheitszeugnis" beifügen.

    Weiter gedacht würde ich mich mit einem "Gegenwartszeugnis" bewerben, wenn ich u. U. schon arbeitslos bin.

    Ich fand mich ja schon voll tricky, weil ich mir das gleiche Zeugnis einmal als Zwischen- und einmal als Arbeitszeugnis unterschreiben lassen wollte. Das geht aber bei einer Insolvenz wohl nicht so einfach, weil die Papiere da immer etliche Abteilungen durchlaufen, und der Aufwand viel zu groß wäre, wenn das jeder machen würde.

    Was für ein Durcheinander... :hahaha:

    LG, Katja.
     
  6. Nemo

    Nemo nah am See

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    AW: Arbeitszeugnis: welche Zeitform?

    Katja,
    Hast du das Zeugnis selbst geschrieben ? Wenn ja dann wär ich da sehr vorsichtig weil es ja so eine Art "Kodierung" gibt und nicht alles was gut klingt ist auch gut. Gibt es niemanden mehr in der Personalabteilung ? Ich hab übrigens grad nochmal gelesen. Generelle Eigenschaften sollten immer in der Gegenwart stehen (Motivation, Leistungsbereitschaft). Dinge, die sich auf die geleistete Arbeit beziehen dann beim Abschlusszeugnis in der Vergangenheit. Kriegst du dann am Ende nochmal eins vom Insolvenzverwalter ?
    LG
    Sandra
     
  7. 321Mary

    321Mary Dauerschnullerer

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    AW: Arbeitszeugnis: welche Zeitform?

    Habe meine angeschaut, sind in Vergangenheit. Eigentlich logisch... Er kann ja nur beurteilen, wie du gearbeitet hast und nicht, wie du arbeiten wirst. Die Kodierung ist sehr wichtig, das meinte ich mit "stets" usw. Kann man aber sicher googeln. Hat Dein AG noch nie ein Arbeitszeugnis erstellt? So als Muster oder Vergleich?
     
  8. Tulpinchen

    Tulpinchen goes Hollywood

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    Wir haben keine wirkliche Personalabteilung mehr. Drum müssen wir unsere Zeugnisse selbst schreiben. Unser Chef guckt dann drüber, ob er damit konform geht, korrigiert evt. etwas, umterschreibt und gibt das ganze dann zur Absegnung an den Insolvenzverwalter.

    Dem Insolvenzi ist es wurscht, was er absegnet. Er kennt unsere Leistung ja nicht. Inwieweit mein Chef sich mit tüftelig raffinierten Formulierungen auskennt, weiß ich nicht. Ich wollt' meinen Freund auch mal drüberlesen lassen, wenn ich's fertig hab'. Er ist bei sich in der Firma u. a. auch für Einstellungen, Entlassungen und Zeugnisse zuständig. Allerdings weiß ich da auch nicht, wie "raffiniert" er lesen/formulieren kann.

    So landläufige Sachen wie "volle" und "vollste" weiß er sicher. Aber es gibt ja z. B. auch so Formulierungen zum Respekt - wenn man da die Kollegen vor dem Vorgesetzten nennt, hat man schon verkackt.

    Ich google dann wohl morgen noch mal ein bisschen...

    Danke Euch schon mal & LG, Katja.

    EDIT: zwei Muster von angeblich sehr guten Zeugnissen hab' ich. Aus denen frickel ich mir grad was zusammen...
     

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