Acrylamid Neuigkeiten aid. Veröffentlichung

Dieses Thema im Forum "Ernährung ab dem 1. Geburtstag ins Kleinkindalter" wurde erstellt von Ute, 5. Februar 2003.

  1. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
    Moderatorin

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    Orginalpressetext folgt

    Acrylamid - kein Anlass zur Entwarnung
    Schlussfolgerungen der Schweden-Studie unwissenschaftlich
    ************************************************************
    (aid) - Zahlreiche Medien verbreiteten in der vergangenen Woche die
    Nachricht, Acrylamid würde das Krebsrisiko nicht erhöhen. Diese Meldung geht
    zurück auf eine Studie der Universität Stockholm, die Ende Januar im British
    Journal of Cancer veröffentlicht wurde. Viele Medien griffen bereits die
    erste Pressemeldung der Autoren auf und gaben Entwarnung, was nach Sichtung
    der Originaldaten jedoch nicht gerechtfertigt ist. Die Ergebnisse lassen
    keine Schlussfolgerungen zum Krebsrisiko durch Acrylamid zu, wie die
    folgenden Kriterien zeigen:

    - Die Daten wurden nicht eigens für die Ermittlung des Krebsrisikos durch
    Acrylamid gewonnen. Grundlage der Untersuchung bildeten Daten, die bereits
    in den 90-er Jahren im Rahmen einer Studie zu anderen krebserregenden
    Substanzen gewonnen wurden.
    - Die Studiengruppe war für eine Risikoanalyse zu klein und nicht
    repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Es handelte sich insgesamt um 1000
    Krebspatienten und 500 Kontrollpersonen. Die Befragten waren 51 bis 77 Jahre
    alt. Aufgrund dieser Alterszusammensetzung entsprach das Verzehrsverhalten
    nicht dem Bevölkerungsdurchschnitt. Von den mit Acrylamid potenziell hoch
    belasteten Lebensmitteln wurden überwiegend nur Kekse und Bratkartoffeln
    verzehrt.
    - Der Lebensmittelverzehr und die Acrylamid-Aufnahme wurden mit
    unzuverlässigen Methoden ermittelt. Zum einen gaben die Teilnehmer ihr
    Verzehrsverhalten rückwirkend für die letzten fünf Jahre an, was eine hohe
    Fehlerquote birgt. Zum anderen wurde die Acrylamid-Aufnahme auf der Basis
    von 100 Lebensmittelproben berechnet. Hieraus auf eine Acrylamid-Aufnahme
    von wenigen µg pro Tag zu schließen, entbehrt jeder wissenschaftlichen
    Grundlage.
    - Das Spektrum der untersuchten Krebsarten ist auf drei weniger häufige
    Krebsarten begrenzt. Berücksichtigt wurden Dickdarm-, Harnblasen- und
    Nierenkrebs. Obwohl Blasen- und Nierenkrebs bei Frauen sehr selten sind,
    bestand die Untersuchungsgruppe zur Hälfte aus Frauen. Die häufigsten
    Krebslokalisationen, z.B. Lunge, Prostata, Brust, Gebärmutter und Magen,
    fanden in der Studie keine Berücksichtigung.

    Die Schlussfolgerungen der Studie sind demnach aus wissenschaftlicher Sicht
    sehr fraglich. Die Autoren kamen beispielsweise zu dem Schluss, Lebensmittel
    mit den höchsten Acrylamid-Gehalten, wie Kartoffelchips und Pommes würden
    nicht zum Krebsrisiko beitragen, obwohl die Befragten diese Lebensmittel
    kaum verzehrt hatten. Zudem waren alle Ergebnisse statistisch nicht
    signifikant. Hieraus zu folgern, Acrylamid würde das Krebsrisiko nicht
    erhöhen, ist unwissenschaftlich und bei der Sensibilität dieses Themas
    unverantwortlich.
    aid, Dr. Maike Groeneveld, Harald Seitz


    ************************************************************
    Acrylamid-Gehalte in Pommes gesenkt
    Temperatur und Rohstoffe als kritische Punkte
    ************************************************************
    Anlässlich einer öffentlichen Anhörung im Verbraucherausschuss des
    Bundestages präsentierte der Leiter des Bundesamtes für Verbraucherschutz
    und Lebensmittelsicherheit (BVL), Dr. Christian Grugel, Ende Januar neue
    Daten zu den Acrylamid-Gehalten in Lebensmitteln. Er berichtete, dass die
    Maximalwerte bei zubereiteten Pommes frites seit August 2002 von 3800 auf
    inzwischen 500 µg/kg gesenkt werden konnten. Parallel dazu wurden die
    Signalwerte von 770 auf 570 µg/kg reduziert. Diese positive Entwicklung sei
    in erster Linie auf die Absenkung der Frittiertemperatur zurückzuführen.
    Allerdings spiele auch das Ausgangsmaterial eine Rolle, denn seit September
    würden Kartoffeln der neuen Ernte verwendet. Bei Produkten aus gelagerten
    Kartoffeln entsteht mehr Acrylamid, da die Ausgangsstoffe für Acrylamid
    während der Lagerung freigesetzt werden. Die neue Rohware und Veränderungen
    im Herstellungsprozess machten sich auch bei Kartoffelchips bemerkbar. Der
    errechnete Signalwert wurde inzwischen von 1500 auf 1200 µg/kg gesenkt. Bei
    feinen Backwaren aus Mürbeteig führten Umstellungen im Herstellungsverfahren
    zu einer Senkung des Signalwertes von 800 auf 660 µg/kg.
    aid, Dr. Maike Groeneveld


    ************************************************************
    Pommes frites - Zubereitung wird klarer
    Hersteller einigen sich auf einheitliche Kennzeichnung
    ************************************************************
    (aid) - Die Hersteller von Pommes frites in Deutschland haben sich darauf
    geeinigt, auf ihren Verpackungen die Temperaturangaben für die Zubereitung
    der vorgefertigten Ware zu vereinheitlichen und auf die von der Wissenschaft
    empfohlenen Werte zu senken. Das ist das Ergebnis von Gesprächen, die das
    Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft mit
    den betroffenen Branchen führt, um rasch eine Minimierung für Acrylamid zu
    erreichen. Künftig wird auf Verpackungen für die Zubereitung von Pommes
    frites in der Friteuse einheitlich eine Temperatur von 175 Grad Celsius, im
    Umluftbackofen von 180-190 Grad Celsius und bei Ober- und Unterhitze von
    maximal 200 Grad Celsius empfohlen.
    aid, Renate Kessen


    Ute :winke:
     
  2. barbara

    barbara feuerpferd

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    Ute, vielen vielen Dank! :bravo:

    ich finde dieses thema äußerst interessant, aufgrund deines links in babyernährung habe ich damals die milupa vollkornkeks gleich weggeworfen!!! :o

    alles liebe
    barbara
     
  3. Stef

    Stef Gehört zum Inventar

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    Ich glaube, ich habe da was verpaßt! Sind die besonders hoch belastet? Ich gebe die L. nämlich! :o
     
    #3 Stef, 5. Februar 2003
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2011
  4. DANKE,Ute,das Du das hier reingestellt hast. :bravo:

    Auch ich habe die besagten Kekse gleich weggeworfen,als ich bei Dir darüber gelesen hab.


    LG Kati
     
  5. barbara

    barbara feuerpferd

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    ich wollte niemanden verunsichern!!!
    gerade habe ich festgestellt, daß ich nicht mehr am letzten stand bin.
    http://www.babyernaehrung.de/acrylamid.htm
    hier liest du den neuesten stand der dinge!
    vor einigen wochen gabs noch den hinweis, daß diese kekse einen hohen wert aufweisen, jetzt haben neue tests etwas anderes ergeben.

    eine bitte an ute: könntest du uns darauf hinweisen, wenn du dazu etwas neues geschrieben hast, bitte!
    oder ich hab etwas versäumt am marktplatz, obwohl ich da sehr oft nachschaue, ob es neuigkeiten gibt :???:

    es tut mir leid, wenn ich hier etwas falsches geschrieben habe.
    ich gebe sophie trotzdem lieber zwieback, sie bekommt das alles eh nur sehr selten...

    liebe grüße
    barbara
     

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