9 Monate- mag keinen Brei

Dieses Thema im Forum "Rund um Babys Ernährung" wurde erstellt von irmeri0408, 4. April 2010.

  1. Hallo zusammen,

    meine Tochter ist nun 9 Monate alt und isst so gut wie keinen Brei so dass ich Sie immer noch alle 2- 3 Stunden stille. Hier vorneweg die Gewichts- und Längendaten meiner kleinen Maus:
    Geburt 24.06.2009: 3.640 g, 53 cm;U2 27.06.2009: 3.530 g, 53 cm;U3 28.07.2009: 4.410 g, 55 cm;U4 16.10.2009: 6.020 g, 63 cm;U5 27.01.2010: 7.500 g, 65 cm; aktuell 31.03.2010: 7.600 g und 64 cm (hat sich wohl jemand bei der U5 vermessen). U6 steht erst Anfang Juli an.
    Sie war schon von Geburt an keine gute "Esserin". Eine Stillmahlzeit bestand aus 5 Minuten Saugen an einer Brust. Dann nach 2 Stunden wieder die andere Brust. Mehr hat sie nicht genommen. Flasche hat sie komplett verweigert (abgepumpte Muttermilch und auch Babymilch).
    Mit 6 Monaten habe ich mit Einführung der Beikost begonnen. Anfangs nur Gemüse + Öl (Pastinake pur, Pastinake- Kartoffel oder Kürbis pur, Kürbis- Kartoffel etc., Karotte etc....) immer mit Ölbeigabe. Bis heute isst sie davon und von allen anderen Breisorten (OGB, Obstbrei pur oder Milchbrei jegliche Sorten ausprobiert, Selbstgekochtes, Gläschen) nur ca. 50- 70Gramm und das auch nicht jeden Tag und mit wenig Appetit. Fingerfood wie Reiswaffel, Nudel pur, Obst-/Gemüseschnitze oder Dinkelzwieback wird auch mehr ausgespuckt als gegessen.
    Tagesplan sieht ungefähr so aus: 7-8 Uhr Stillen, 10/11 Uhr Gemüse-(Fleisch-)brei, 15/16 OGB, 19/20 Milchbrei und danach immer stillen und ca. 50-100 ml Wasser.
    Nachts wacht sie auch noch 2- 3 Mal auf. Dann nehme ich sie zu mir ins Bett und stille sie 1- 2 x in der Nacht, ansonsten nimmt sie den Schnuller und schläft weiter. Zweimal hat sie im Halbschlaf nachts 100 ml 1er- Flaschenmilch getrunken und hat anschließend 7 Stunden (!!Rekord) geschlafen. Verweigert sie aber wieder.

    Sie ist ansonsten völlig gesund und fit. Sie krabbelt seit sie 7 Monate alt ist und zieht sich mittlerweile ständig an den Möbeln hoch.Plappert fröhlich vor sich hin, wenn sie satt und ausgeschlafen ist. Allerdings hat sie mind. 1x im Monat mit einer Krankheit zu kämpfen (grippaler Infekt, Bronchitis 1x, Magen-Darm-Grippe..).
    Der Kinderarzt meinte, dass wir die U6 abwarten und dann erst eine Blutuntersuchung etc. (wegen der Größe) in Betracht ziehen sollen. Eine Gewichtsstagnation in diesem Alter sei völlig normal und das Gewicht auch völlig ok so.
    Was meint Ihr dazu? Mache ich mir einfach zu viele Gedanken? Was könnte ich anders/ besser machen? Freue mich schon jetzt auf Eure Beiträge.

    Liebe Grüße
     
  2. Alvae

    Alvae Pieps

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    AW: 9 Monate- mag keinen Brei

    Hmm.... ganz schwer was dazu zu schreiben.

    Ole hat auch erst mit 9 Monaten langsam mit Brei angefangen... und bis jetzt steht er da noch nicht so wirklich drauf. Das was Du in deine Kleine reinkrigst hab ich zu dem Zeitpunkt nicht geschafft. Find ich also nicht tragisch... versuchs mal mit Tuc oder Sesamstangen ... damit hat er angefangen zu Essen, da war/ist er total wild drauf. Alles andere kommt nun Stück für Stück. Mittlerweile gibts Sachen die isst er gerne und viel mit. Dazu gehört Kartoffelbrei mit Iglo Rahm Spinat, das ist sein Leibgericht. Aber selbst heute haben wir noch Tage da will er nur Milch. Allerdings stille ich nicht mehr sondern er bekommt Aptamil 1.

    Dass sie nachts noch 2 Mal was haben will finde ich auch nicht schlimm, das hat sich bei uns erst mit ca. 1 Jahr auf einmal die Nacht verändert. Phasenweise sind die Nächte total gut, manchmal auch ganz mies...

    Auch die Krankheiten (man beachte meine Freds) kenne ich zur Genüge... Ole geht in die Kita und ist seit Herbst nicht mehr als 2 Wochen am Stück gesund.... Meine Kinderärztin sagt immer, dass der erste Winter einfach schei*e ist... aber es wird bald besser, der Frühling rückt an.

    Wenn sie sich gut entwickelt klingt das für mich irgendwie alles halb so wild... Aber das Blut untersuchen haben wir auch mit ca. 1 JAhr gemacht bekommen. Gut zu wissen wenn alles dann OK ist, kein Mangel etc.

    Hast Du immer die gleiche Milch getestet? Vielleicht mal ne andere Milch oder eine andere Flache (NUK und Avent z.B. sind ja sehr unterschiedlich von den Nuckeln) wenn Du sie gerne auf Flaschenmilch haben willst. Oder - wenn sie Wasser trinkt, vielleicht mal eine stark verdünnte Milch machen... Nur ein Löffelchen Pulver rein und gucken was passiert. Milch tinkt meiner übringens nur aus Aventflaschen... aus NUK verweigert er die. Aus Nuk-Flaschen trinkt er aber Wasser... und das auch gerne und viel.

    Ich wüsste nicht was Du da besser machen könntest. Ich bin der Meinung die Kleinen nehmen sich schon was sie brauchen. Daher zwinge ich Ole auch nicht von der Milch weg. Blutuntersuchung hatte auch ergeben, dass alles total in Ordnung ist.
     
    #2 Alvae, 4. April 2010
    Zuletzt bearbeitet: 4. April 2010
  3. AW: 9 Monate- mag keinen Brei

    Ute vielen lieben Dank für deine Antwort und die vielen guten Tipps! Ole scheint ja auch ein sehr interessantes Kind zu sein. Beikoststart mit TUC und Sesamstangen kommt nicht oft vor. ;-) Ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

    Na ja, ich bekomme nicht immer die angegebenen Mengen in Mia rein ;-) Nach zwei bis drei TL ist oftmals Schluss. An manchen Tagen nimmt sie auch gar keinen Brei oder nur eine Sorte. Ich zwinge sie auch nicht zum Essen. Sobald sie den Kopf wegdreht, lasse ich es dann auch gleich.
    Mit dem Stillen will ich nicht aufhören, sondern nur auf morgens, abends und nachts reduzieren, um tagsüber von diesem 2-3 Stunden- Stillrhythmus weg zu kommen. Die Idee mit den anderen Flaschen/anderer Milch werde ich mal ausprobieren. Bisher habe ich es mit Aptamil 1 und einer großen NUK- Flasche mit 1er- Sauger versucht. Sie dreht ja den Kopf schon weg, sobald sie die Flasche nur sieht. Wasser nimmt sie aus einer kleinen Nuk- Flasche mit weicher Trinktülle.

    Mia ist kurze Zeit nach den Mahlzeiten immer sehr unruhig , anhänglich und quengelig (nicht nur wenn sie müde ist). Daher denke ich, dass meine Mumi sie nicht genügend sättigt. Ich stille sie tagsüber daher ja noch sehr oft in diesen kurzen Zeitabständen. Hoffe das gibt sich mit der Zeit wirklich und sie isst ab und an mal eine Gemüse- Mahlzeit oder nimmt Flaschenmilch an.
     
  4. N.i.c.o.l.e

    N.i.c.o.l.e Buchdealer

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    AW: 9 Monate- mag keinen Brei

    Zu den Gewichtsentwicklungen und der Beikost können dir andere sicherlich mehr sagen.
    Ich wollte eigentlich nur einwerfen das ICH Tuc-Kekse für so einen kleinen Wicht nicht wirklich optimal finde weil die meiner Meinung nach viel zu salzig sind!




    Herzlich willkommen übrigens hier bei uns.:winke:
     
  5. AW: 9 Monate- mag keinen Brei

    Lieben Dank Nadine für den Willkommensgruß!

    Ich werde ihr nicht wirklich salzige Cracker o.ä. zum Mittagessen geben:). Habe den Tipp von Ute so verstanden, dass man einfach etwas umdenken muß. Manche kleinen Menschen brauchen eben etwas mehr Zeit als andere.

    Wünsche Dir noch einen schönen gemütlichen Montag- Feiertag:zeitung:
     
  6. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    AW: 9 Monate- mag keinen Brei

    Hallo,

    ich glaube ich muss jetzt mal die Bremse ziehen.

    Ich heiße auch Ute - und ich mag keine Verwechslungen ..... Ute, die Babyernährungsfachfrau empfiehlt auf KEINEN Fall salzige Erwachsenenkost als "Zubrot" für Babys.

    Ja, man muss umdenken - ganz sicher - allerdings bitte keine Erwachsenenkost für Babys und Kleinkinder.

    Ich finde Dein Kind ist deutlich zu leicht für sein Alter und der Speiseplan einfach sehr mager. Wenn ich Deine Gewichtskurve interpretiere, finde ich dass Mia bis 4. Monat gut zugenommen hat und dann begann der Abwärtstrend. Irgendwo zwischen 4. und 6. Monat war offensichtlich Mehrbedarf da der aber durch das Stillen nicht optimal gedeckt wurde. Eine Milchsteigerung gab es irgendwann nicht mehr - das kann man an der jetzigen Gewichtsentwicklung ablesen. Eingeläutet wurde es in der Phase vorher. Leider wird das oft nicht erkannt bzw. beim Kinderarzt spielt die Ernährungsberatung keine übergeordnete Rolle.

    Ich vermute dass die Beikost zu spät eingeführt wurde und das Interesse an Löffelkost damals schlicht schon "durch" war. Dazu kommt der Gemüsebrei der nicht wirklich nahrhaft ist. Vermutlich hast Du sehr vorsichtig und mit kleinen MZ begonnen. Theoretisch sind Babys mit 6 Monaten in der Lage bereits zwei komplette Mahlzeiten Beikost zu essen. Zusätzlich zur Muttermilch. Dann geht auch die Zunahme weiter ...... Gut, der Zug ist jetzt durch. www.stillbaby.de hier findest du einiges dazu.

    Jetzt heißt es anbieten, anbieten, anbieten. Und zwar Milchbrei, Menüs und OGB. Wenn die Portion nicht gegessen wird, dann gibt es keine Brust danach sondern beim nächsten Hüngerchen wird weitergelöffelt. Achte auf die Kalorien im Menü. Siehe die vielen Threads hier dazu oder www.babyernaehrung.de unter Beikost I und II nachlesen.

    Ich persönlich finde es nicht sehr verantwortungsvoll weitere Kontrollen nach hinten zu schieben...... Ein Kind holt sich nämlich nur das was es angeboten bekommt und kann sich nicht mit dem bedienen was es braucht. Das ist ein ganz furchtbarer Trugschluss. (Und soll nur Mütter beruhigen) Man kann es als Trost nehmen dass es anderen auch so geht, aber bitte nicht als Vorbild genauso weiterzumachen. Denn es hängt IMMER die Entwicklung des Kindes dran.

    Es tut mir leid dass ich gestern nicht schon zum antworten kam ......

    Ganz wichtig ist auch DEINE Einstellung zum Essen. Die überträgt sich auch auf das Kind. Gibt es Freude darüber dass das Kind gut isst? Bist Du stolz ein schlankes Kind zu haben? Wolltest Du nie ein dickes Baby? Warst Du stolz darauf dass Dein Kind Fläschchgen getrunken hat oder war es ein Akt der Verzweiflung und dir ist es eigentlich viel lieber dein Kind trinkt nur bei dir ....? Das sind Fragen die Du mir nicht beantworten musst, aber diese Energien und Wünsche schwingen unbewusst sehr stark mit und beeinflussen auch das Essverhalten der Kinder. Kinder spüren einfach alles.

    Liebgruß Ute
     
  7. AW: 9 Monate- mag keinen Brei

    Hallo liebe Ute,
    auch Dir vielen lieben Dank für Deine schnelle, ausführliche und für mich sehr aufschlussreiche Antwort. Ich habe sehnlichst auf Deine Rückantwort gewartet, die auch wirklich schnell kam. Ich habe hier im Forum und auf Deiner Homepage bereits sehr viel von Dir gelesen, und wusste daher, dass nicht Du geschrieben hattest. Ich fühle mich mit deiner Anwort in meinen Befürchtungen bestätigt- Mia isst zu wenig und wiegt zu wenig. Der Kinderarzt hat mich nicht wirklich beruhigt, daher habe ich auch bereits einen Termin zur Ernährungsberatung bei einer Hebamme vereinbart.

    Vielleicht kann man es aus meinen vorigen Beiträgen nicht herauslesen, aber ich bin wirklich SEHR verzweifelt/beunruhigt was das Essverhalten und die (meiner Meinung nach) damit verbundene Entwicklung meiner Tochter betrifft. Da ist man tatsächlich für jeden Tipp offen. Ich möchte wie alle anderen Mütter nur, dass mein Kind gesund und zufrieden ist- schlank oder dick muss sie nicht sein (ihre große Schwester war z.B. als Baby sehr kräftig). Ich freue mich riesig darüber, wenn Mia mal eine größere Portion isst/ trinkt! Sie ist anschließend einfach zufriedener. Stillen muss nicht sein, da Mia aber keine Flaschemilch annimmt und Sie ein sehr nähebedürftiges und anhängliches Baby ist, möchte und kann ich ihr das Stillen nicht nehmen.

    Gestern sah ihr Speiseplan z.B. so aus: 8 Uhr stillen, 9:30 Uhr 1x1 cm Vollkorntoast, 11:30 Uhr GKF-Brei ca. 5 TL + anschließend 2 TL Obstbrei. 12:30 Uhr wieder GKF-Brei + GOB - davon hat sie dann gar nichts gegessen. Anschließend habe ich Sie zum Einschlafen gestillt. 17:00 Uhr Milchbrei ca. 6 TL., 1 TL Obstbrei. 18, 22, 2 + 5 Uhr stillen. Viel zu wenig meiner Ansicht nach. Jetzt wo ich das tagsüber Zwischendurch- Stillen weglasse, befürchte ich, dass Mia hungert und habe Angst davor, dass sie zusätzlich zum Gewichtsstillstand abnehmen wird. Sie ist ja auch ein sehr aktives Kind (wenn sie nicht gerade auf meinem Schoß sitzt). Was meinst du dazu? Soll ich so weitermachen?

    Mit dem Umdenken meinte ich, dass ich beim Thema Essen gelassener werden muss. Denke auch, dass Mia mittlerweile meine Anspannung beim Essen spürt…

    Nochmals vielen Dank für Deine unterstützenden und sehr hilfreichen Beiträge! Ein dickes Lob an Dich für die guten Homepage's und die super Beratung hier im Forum!
     
  8. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    AW: 9 Monate- mag keinen Brei

    Achtest Du auf eine hochkalorische Ernährung deinerseits? Es ist wirklich ganz ganz extrem wichtig dass Du gut isst, mit Genuss wäre klasse. 1800 kcal für Dich, 600 kcal für Dein Kind.

    Versuche mal morgens nach dem Stillen eine weitere Milchbreiportion. Schiebe ihr immer wieder ein Löffelchen mehr rein und lobe sie für ihr fröhliches schmatzen. Mach auch die Löffel richtig voll! Und löffle zügig. Das sind so kleine Tricks nebenbei.

    Wie ist es in Gesellschaft? Oder hast Du schon festgestellt dass sie mit einem bestimmten Löffelchen oder ein bestimmten Tellerchen besser annimmt? Babys sind da manchmal sehr eigen ;-)

    Liebgruß Ute
     

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