10,5 Monate alt... wie handhabe ich das am besten mit dem Schlafen?(sorry etwas lang)

Dieses Thema im Forum "Schlafprobleme" wurde erstellt von silkewink, 28. Juli 2005.

  1. Hallo Zusammen,

    bin zur Zeit etwas überfragt/überfordert mit den Schlafgewohnheiten bzw. nicht-Schlafen-wollen meines Sohnes...

    zunächst würde mich einmal interessieren, wie groß der Schlafbedarf eines ca. 10,5 Monate alten Kindes ist, dass gerade laufen lernt bzw. schon Treppenstufen allein hochkrabbelt und auch sonst super aktiv ist...

    Also... zunächst einmal zu seinem herrkömlichem Schlafbedarf...
    er ist bis vor 1,5 Monaten so gegen 19 Uhr ins Bett und schlief dann bis ca. 6-7 Uhr... danach hatte er eine sehr müde Phase und kam dann noch mal so zwischen 9 Uhr bis 10 Uhr zur Ruhe...

    Mittags hatten wir dann und wann nochmal die Gelegenheit zwischen 13.30 Uhr und 15 Uhr ein Schläfchen von ca. 1 Stunde zu halten...

    nun zu meinem Problem:
    ich bin eigentlich schon ein Typ, der schaut, dass es gewisse Regelmässigkeiten bzgl. des Schlafens und vor allem Mahlzeiten gibt, um das Kind nicht zu sehr zu verwirren...
    Im Moment gibt es nur zwei Phasen:
    um 6.30 ca. aufstehen, dann wird er so gegegn 10 Uhr quengelig und müde - es sei denn wir gehen zum Babyschwimmen oder haben was vor, dann schläft er nochmal bis fast 11 Uhr und dann ist natürlich an einen Mittagsschlaf nicht mehr zu denken... er hält dann bis 17 Uhr durch, dann wieder quengelig und um 18 Uhr schon ins Bett, wo er dann am nächsten morgen wieder fast um 6 Uhr auf der Matte steht... ist mir klar, dass er nach 12 Stunden Hunger hat, frische Windeln braucht und überhaupt... habe auch kein Problem mit dem frühen aufstehen, nur dass dadurch der Tag für ihn absolut durcheinander ist und er dann ja wieder um 10 Uhr müde ist...

    Bitte nicht falsch verstehen, aber einen optimalen Tagesablauf - den wir schon mehrmals hatten, empfand ich mit 6.30/7 Uhr aufstehen, dann so gegen 12/12.30 nach dem Mittag nochmal ein Schläfchen und dann abends gegen 19 Uhr bettfertig machen... (ich hatte den Eindruck, dass auch er bestens damit zurecht kam, denn er war natürlich nicht dann plötzlich müde und quengelig, sondern wirklich mehr als ausgeglichen und fröhlich)... ich habe dieses Kast-/Zahn dingsda Buch gelesen und die darin vorgeschlagenen Methoden für mich persönlich abgelehnt... kann ihn nicht schreien lassen, er ist ja keine Maschine, die ich zum Zeitpunkt x in die in die Ecke lege, weil es mir gerade so passt... das einzige was ich für mich persönlich aus diesem Buch entnommen habe, ist, dass das Kind ca. 4 Stunden vor dem abendlichem Zubettgehen wach sein sollte... (aber vielleicht liege ich da auch falsch)

    Ich muss ehrlich gestehen, dass es mir schon wichtig ist, dass der Kleine Mann so spätestens ab 19 Uhr zur Ruhe kommt, daher lege ich ihn spät nachmittags ab 16 Uhr auch gar nicht mehr hin... (auch das hatten wir schon und er wuselte bis 21.00 Uhr durch die Gegend...) da ich einen sehr großen Haushalt, einen Garten bewirtschafte und auch noch ein paar Tierchen (Katzen und Fische) versorgen muss und unter der Woche allein bin und ich auch oftmals bis 23 Uhr noch Wäsche Wasche, bügel, für den Kleinen vorkoche und meinen Haushalt erledige (was immer ann ist, wenn er mittags nicht schläft), bin ich schon auf diese "frühe" Zubettgehzeit angewiesen... ansonsten schaffe ich es einfach nicht und für mich geht der kleine Mann tagsüber vor, der durch seine neue Mobilität nun auch sehr anspruchsvoll ist und natürlich immer dabei sein will...

    ich möchte ihn auf keinen Fall zum schlafen zwingen oder sonstwie quälen...
    bin auch selber immer traurig, wenn er definitiv nicht zur Ruhe kommen will, aber doch sehr müde ist... wahrscheinlich überschreite ich manchmal auch einfach den "müden" Punkt... wenn ich das Zimmer verlasse und er wie eine Sirene aufheult, dann gehe ich nach 1-2 Minuten wieder zu ihm, wir kuscheln, spielen noch etwas... ich singe ihm vor und ich mache wahrscheinlich - gerade mittags - immer wieder den Fehler, wenn er nicht schlafen will, ich nach ca. 30 Minuten hin- und her aufgebe und ihn dann doch aus seinem Bettchen hole... ich denke dann "es hat keinen Zweck, warum sollte ich ihn quälen"...

    Habt Ihr eventuell ein paar hilfreiche Tips... bzw. wie gestaltet Ihr den Tag? mit oder ohne Mittagsschlaf?

    @Johanna... verfolge schon immer Deine überaus toll formulierte und aufklärungsreiche Postings, vielleicht kannst Du mir etwas zum Schlafbedürfnis und richtigen "Zeitpunkt" schreiben...
    ich kann mir vorstellen, dass das bei jedem Kind individuell ist und wie ich schon weiter oben erwähnte... ich erwarte nicht, dass mein Sohn "funktioniert"... doch ich hoffe, dass ich für ihn bzw. uns den Tag etwas harmonischer Gestalten kann, wenn ich entsprechend auf ihn und sein Schlafbedürfnis eingehe und soweit ich weiss, sind strukturierte Tage ja auch für das Kind wichtig... bzw. gewisse Regelmäßigkeiten... bis vor 1,5 Monaten lief das auch prima... jedoch nun ist sicher eine Umstellung für ihn... viel mehr zu verarbeiten... auch eher körperliche Erschöpfung dazugekommen (durch das viele Krabbeln, sich hochziehen, Versuchen zu laufen etc. )... was sollte ich nun bei ihm in seinem Alter beachten?


    Vielen Dank im voraus für etwaige Antworten...

    Viele Grüße

    Silke

    P.S. heute ist er wieder mal um 10.15 Uhr eingeschlafen... soll ich ihn jetzt einfach mal ausschlafen lassen? egal wie lange? habe ihn dann und wann schon mal geweckt, da ich wie gesagt ... Angst habe, dass er im Tagesablauf zu sehr durcheinander kommt... - wie ihr seht - bin ich total verunsichert... möchte auch nicht grundlegend was falsch machen...
     
  2. Hallo Silke,


    also für mich habt ihr eigentlich einen sehr geregelten Tagesablauf, auch wenn er um 10 Uhr schläft und dann um 18 Uhr ins Bett geht, wenn er dann bis 6 durchschläft, geht es doch letztendlich nur um eine bis 1,5 Stunden? Oder habe ich da was falsch verstanden? Ich würde mich an Deiner Stelle an ihm orientieren, solange sein Rhythmus einigermaßen "vernünftig" ist und das scheint er doch zu sein? Sonst könntest Du das Ganze vielleicht langsam umstellen, indem Du die Schlafenszeit immer um ein paar Minuten verschiebst, aber ich würde das wahrscheinlich nicht machen.

    Maxim hatte vor kurzem so einen Rhythmus, daß er immer um 6 aufstand, um 12 den Mittagsschlaf gemacht hat und dann ca. um 20 Uhr müde wurde und ins Bett ging, das empfand ich für mich auch als sehr angenehm. Nun hat er das wieder umgestellt und steht etwas später auf, schläft mittags von 13-14 bis 16-17 Uhr und geht dann abends zwischen 21 und 22 Uhr ins Bett. Ich lasse ihn das selbst entscheiden und versuche, mich nach ihm zu orientieren, solange es irgendwie geht.

    LIebe Grüße, Natascha
     
  3. Hallo Natalia,

    vielen Dank für Deine Antwort...
    mit dem von 10 Uhr nochmals schlafen und dann gar nicht mehr und um 17 Uhr schlapp machen... auch launentechnisch habe ich den Eindruck, dass er mehr quengelt und schneller aufgebracht ist als mit dem sagen wir mal "idealen" Tagesablauf...

    ich würde ihn natürlich auch gerne das selber entscheiden lassen, aber fürchte, dass er dazu noch zu klein ist... oder?... also wenn es danach geht, dann krabbeln wir bis spät in die Puppen um die Wette und werfen Bauklötzchen...

    ich muss zum Hintergrund sagen, dass mein Freund meist Donnerstagnacht nach Hause kommt, er dann - jetzt wo er ihn doch mehr registriert hat - Freitags kaum zum schlafen kommt und wir Montags, wenn Papa, die prima Hüpfburg und der Bauklotz-Kathedralen-Bauer ;-) nicht mehr da ist, uns auch erstmal wieder einspielen müssen... die Tage sind im Moment halt eher durchwachsen und ich hoffe, es ist nicht zu egoistisch zu sagen, dass ich auch dann und wann ein wenig Luft brauche, damit hier im Haus nicht alles verkommt bzw. auch einige Bürosachen zu lange liegen bleiben (Freund ist selbständig) und sagen wir mal so: ich stehe hier abends, wenn er dann tief und fest schläft, wie ein aufgeschrecktes Hühnchen, und weiss gar nicht, was ich zuerst machen soll...
    wahrscheinlich setze ich mich selbst einfach auch nur zu sehr unter Druck, aber möchte gerne mein Pensum bis Donnerstags geschafft haben, damit wir zu dritt etwas mehr Zeit am Wochenende haben und die Zeit will ich nicht am Bügelbrett verbringen... vielleicht versteht das ja die eine oder andere "halb alleinerziehende" Mama..
    ich versuche die Haushaltsarbeiten auch neben ihm auf den Kreis zu kriegen, doch das ist mittlerweile schier unmöglich, weil ich vermute, dass er ja zur Zeit diese Trennungsangstphase durchmacht und sofort krakelt, wenn ich ausser sicht-/Reichweite bin... kurzes Beispiel Spülmaschine aufräumen: er kommt angekrabbelt, stellt sich an der Spülmaschinentür hoch reisst am Korb etc. Bügeln: erst spiele ich ein wenig mit ihm, dann spielt er ein wenig mit seinen Sachen... relativ motiviert... nach fünf Minuten zuppelt er an meinem Hosenbein, reißt am Bügelbrett, bis ich es dann wegräume und aufgebe... Staubsaugen... geht manchmal wenn er im Laufstall ist... gewisse Zeit, dann will er den Staubsauger untersuchen... Krakelen bis er aus dem Laufstall kommt... also Staubsauger weg...

    nun lege ich die Sachen wie Rasenmähen, mal selber was essen usw. einfach auf die Mittagszeit bzw. seine Schlafzeit...

    er schläft jetzt immer noch... und statt zu posten sollte ich wohl lieber was tun, aber ich weiss, wenn ich die Treppe zu meinem Wäschehimalaya (im Schlafzimmer neben seinem Kinderzimmer) hinaufgehe, dass er dann wach wird... also versuche ich es gar nicht erst...

    Wahrscheinlich hat er gar kein grosses Schlafproblem, sondern ich habe eher ein Orgaproblem, wenn ich mein Geschreibsel so betrachte... :-(

    leider habe ich kaum externe Unterstützung... mal sporadisch alle drei Wochen ein paar Stunden, was die Großeltern betrifft, mehr aber auch nicht... und auch da spiele ich wieder aufgeschrecktes Hühnchen... ich habe mir tatsächlich einmal den Luxus gegönnt in den letzten zehn Monaten zum Frisör zu gehen... mehr aber auch nicht... von Füsse hochlegen tagsüber ist auch nicht die Rede...

    also wie auch immer... ein einigermaßen geregelter Ablauf würde uns sicher helfen, da ich dann wohl auch entspannter wäre...

    Wie Du sagst, klingt der Ablauf schon regelmäßig, doch wie gesagt, heute ist es die "10-12 Uhr Schläfchen und kein Mittagsschlaf-Phase" und morgen sicher wieder anders... ich beobachte ihn schon sehr genau, um zu schauen wie seine Bedürfnisse sind... doch ich habe Bedenken, wenn ich ihn machen lasse, wie er will, dass ihn dass mehr verwirrt, als nützt...

    ich legen ihn ja auch nur hin, wenn er müde ist... und das ist er den Anzeichen nach definitiv... aber kaum im Bett, kommt er einfach nicht zur
    Ruhe...

    (sorry... schon wieder so lang... bitte verzeiht)...
    mal schauen...
     
  4. Hallo Silke!

    Ich glaube dein Kleiner stellt grad von zwei Tagesschläfchen auf einen Mittagsschlaf um. Es fallen ja systematisch immer mehr die Tagesschlafzeiten weg im ersten Jahr und auch im zweiten. Diese Umstellungsphasen sind immer etwas schwierig und da kommts dann zu Unregelmäßigkeiten, die sich aber von selbst wieder einpendeln. Je älter die Kinder werden, umso langwieriger und schwerer ist die Umstellungsphase, am schwersten wird die letzte sein, von Mittagsschlaf auf keinen mehr.

    Und die motorische Entwicklung mit Laufenlernen, macht die Kleinen besonders rast- und ruhelos. Da müsst ihr beide durch.

    Kilian wird mit der Zeit auch Vormittags immer länger durchhalten und letzendlich irgendwann zur Mittagszeit sein Schläfchen machen und abends länger fit sein. Das ist nur ne Frage der Zeit (und der Nerven ;-) ).

    Du schreibst ganz realistisch und liebevoll von eurem Alltag, ich denke du machst das alles prima :prima: .

    Ich kenn auch das "Wochenendvater"-problem. Bei uns ists ähnlich, da Toni werktags noch bis 20.00 an unserem Haus rumbastelt und ich so wirklich auch fast allein mit Marlene bin. Am Wochenende kommt unser Rhythmus auch immer leicht durcheinander. Das ist schon O.K., speziell in diesen Übergangszeiten.

    Hausarbeit und Kleinkind, besonders in dem Alter, ist sehr schwierig zu vereinen. Das wird aber bald besser sein, wenn dein Kleiner sicher unterwegs ist und dir auch ein bischen im Haushalt helfen kann. Ich bin selber ein bischen perfektionistisch veranlagt, aber irgendwo muss man Abstriche machen. Ich hab mich in punkto Abstriche, klar für den Haushalt entschieden. Nun bin ich schon so dran gewöhnt, dass ich mich kaum aufraffen kann, jetzt meine "Altlasten" aufzuarbeiten, wo Marlene schon länger allein spielen kann und mich nicht mehr so sehr braucht... Aber das ist ne andere Geschichte.

    Ich wünsch euch alles Liebe,

    lg, Johanna
     
  5. Hallo
    trotz Giovannas Lob für Dich ;-) meine ich, daß Du Dich mit dem Haushalt zu sehr unter Druck setzt oder vielleicht einfach zu viel um die Ohren hast. Ich führe auch eine Wochenendehe und arbeite noch. Da kann man nicht noch einen perfekten Haushalt führen. Da muß auch am Wochenende mal etwas gemacht werden. Du willst Deinem Sohn eine perfekte Mutter sein (das finde ich vollkommen richtig), Deinem Freund eine perfekte Familie am Wochenende präsentieren und dabei noch eine perfekten Haushalt haben. Überforderst Du Dich??? Ich könnte es mir vorstellen. -- das nur mal so zur Anregung

    Meine Tochter hat bis 13 Monate vormittags zwischen 10 und 11 Uhr geschlafen, wobei ich diesen Schlaf immer mehr verkürzt habe, zuletzt bis auf eine halbe Stunde, dann war sie um 14.00 Uhr müde genug für den Mittagsschlaf. Wie ist es denn bei Euch, wenn Du Deinen Sohn vormittags nur kurz schlafen läßt? Hast Du das schon ausprobiert?

    Ich habe auch lange darunter gelitten, daß meine Tochter zwischen 6.00 und 6.30 Uhr wach war. Dem Problem bin ich aber nur dadurch beigekommen, daß ich sie später ins Bett gelegt habe. Hier mußt Du abwägen, ob Dir die ruhigen Abende oder die spätere Aufstehzeit wichtiger ist. Mir ist letzters wichtiger gewesen. Sie geht jetzt halt später ins BEtt. Für mich ist aber das längere Schlafen wichtig, weil ich einfach kein 6.00 Uhr-Mensch bin.
     
  6. Hallo Johanna,

    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort... gut zu wissen, dass sich das Schlafbedürfnis allmählich "einschränkt"...
    werde das mal als Übergangszeit betrachten und mich nach und nach auf ihn einstellen... er wird schon wissen, was gut für ihn ist...


    Liebe Ina,

    im Grunde hast Du recht... ich überfordere mich wirklich regelrecht... ist wahrscheinlich immer noch die Umstellung vom Job, dem eigenen Geld verdienen und nun der gefühlten Abhängigkeit als Hausfrau/Mutter-da sein und ich versuche alles und allem Gerecht zu werden... dies ist sicher ein Fehler...
    Der Hintergrund ist aber der, dadurch dass mein Freund viel unterwegs ist und auch viel unter Druck steht, versuche ich uns weitestgehend den Rücken freizuhalten... natürlich mache ich auch noch viel am Wochenende, aber dann versuche ich die wenigen kostbaren Stunden mit ihm zu teilen... auch wenn es heisst, wir müssen Möbel einölen oder sonstwas... er würde nie auf die Idee kommen, meinen Haushalt zu kritisieren im Gegensatz zu Schwiema in spe, die hier auch gerne mal zum Überraschungsbesuch auftaucht und sich neugierig umschaut... aber das ist ein anderes Thema/Problem... ich versuche mich immer zu rechtfertigen, warum ich dieses und jenes nicht geschafft habe, was völliger Quatsch ist, da der Kleine für mich vorgeht, diese Einstellung vertritt auch mein Freund... haben heute den ganzen Tag im Garten gespielt und die Wäsche Wäsche sein lassen... nur wie gesagt... manchmal wächst es mir einfach über den Kopf... (es handelt sich hier um 200qm Wohnraum und 1200 qm Garten und Buchhaltung und diverse andere Baustellen... ja, habe einfach zu viel um die Ohren, aber kann es dann und wann auch geniessen)...

    habe das auch schon versucht mit ihn Mittags kurz schlafen zu lassen aber dann ging Nachmittags gar nichts mehr...

    mit dem 6 Uhr aufstehen habe ich kein Problem, da wir das immer ganz in Ruhe angehen... im Bett frühstücken und spielen, kuscheln etc.... eher mit dem Späten ins Bett gehen...

    das wird sich sicher zurechtspielen
    und ihr habt beide Recht... wir sind ja nicht bei "schöner Wohnen", ich sollte mal langsam anfangen, das Ganze etwas entspannter zu sehen.. ... fazit: ich entspannt, zwerg entspannt... alle entspannt...

    Vielen Dank für die guten Denkanstösse...
     
  7. Hallo Silke,
    hier mal mein vollstest Mitgefühl einer Alleinerziehenden :)
    Ich weiß genau was du momentan durchmachst, das haben wir teils schon hinter uns..Aber glaub mir es wird einiges einfacher wenn dein kleiner Mann laufen kann, klar kommen dann andere Probleme aber für mich war es eine große Erleichterung...
    Ja und das mit dem schlafen, Jonas hat genau die selben Zeiten wie deiner, wir stehen meist so um 7 Uhr auf und er schläft auch so um 10 Uhr nochmal so 2 Stunden und auch um 17 Uhr hat er dann einen absolut toten Punkt, wo ich ihm nichts recht machen kann, was ich auch verstehen kann, aber meist laß ich ihn dann nicht schlafen, ausser ich bin echt selbst super genervt aber das kommt nicht oft vor, denn dann bekomm ich ihn vor 22 Uhr nicht ins Bett und dann hab ich keinen Bock mehr den Haushalt zu machen und dann verschiebt sich auch der nächste Tag, weil er ja länger schläft...
    Aber ich glaub nicht das er damit ein Problem hat, denn er kennt ja keine Uhr :))
    Wie bringst du ihn denn ins Bett? Habt ihr ein Ritual??
    Also bei uns läuft es so:
    wenn er morgens nochmal schläft, dann legt sich die faule Mama mit dem kleinen Prinzen ins Bett und wir schmusen uns in den Schlaf, dann Mittagessen, dann versuch ich ein bisschen Hausarbeit zu machen, und Jonas spielt allein oder ich bring ihn da mit ein, er kehrt mit seinem Besen und staubt mit mir am Arm mit ab....
    dann raus an die frische Luft, bei schlechtem Wetter beschäftigen wir uns drinnen oder besuchen Oma oder Freunde...dazwischen was zum knabbern und frisches Obst... und dann wenn er so um halb fünf-fünf zum quengeln anfängt dann versuch ich ihn abzulenken, dann kommt meist der Staubsauger zum einsatz, denn liebt er heiß und innig, da hängt er hinten dran während ich die Wohnung sauge, ein Bild für Götter, haben Gott sei Dank einen mit Hepafilter, da brauch ich mir keine Gedanken machen, das er da mortzt Staub einatmet...und danach mach ich Abendbrot und dann spielen wir noch was, dann wasch oder bade ich ihn, dann noch eine Flasche ( die braucht er noch) wickeln, Schlafi an, Zähneputzen und dann schauen wir sein neues Buch, Gute Nacht mein Mäuschen, an das ist voll der Hit, seit dem wir das haben, schläft mein Zwerg alleine ein, was vorher nie der Fall war...Dann noch kurz kuscheln in Mamas Bett, das immer noch in seinem Zimmer steht, dann beten wir und dann leg ich ihn in sein Bett und hock mich daneben und erzähl ihm noch was wir heute alles tolles gemacht haben und ihm fallen da schon die Augen zu...
    Und dann eine himmlische Ruhe :))
    Also ich find ein Ritual ist ganz wichtig, das er einfach die Zeit hat runter zu kommen, und die Ruhe findet die er braucht, bei uns ist dann kein Fernseher an und auch kein Radio, ich konzentriere mich dann voll auf ihn und mach alles auch in einer ruhigen Art, und ich laß mich aber wenn wir ins Bett gehen, auch auf kein Spiel mehr ein, das versucht er schon ab und zu, aber da red ich mit ihm und erklär ihm das es jetzt zeit zum schlafen ist und das Sandmänchen kommt doch dann und bleib auch ruhig dabei, aber ich muß sagen, da gabs bis jetzt noch keine Probleme, das er es unbedingt darauf anlegte...
    Also ich könnt ihn nie beim schlafen gehen schreien lassen, das kommt bei uns echt selten vor das er Theater macht, aber das ist nicht meins...
    Versuch einfach rauszufinden, wies ihm am besten paßt, wenn Jonas zB. Nachmittag so grantig ist, dann leg ich mich auch einfach mal nur so mit ihm ins Bett, zum ausruhen, und wenn ich merk das er wirklich hundemüde ist, dann gönn ich ihm auch mal so 20 Minuten und dann weck ich ihn aber auch wieder, sonst ist abends nie Ende..
    Aber ich bin jetzt dran das ich ihn vormittags immer später hinlege, klar dauert das und ich mach es auch jetzt so im 10Minuten Takt das er einfach erst so um halb 12/12schläft und dann abends auch so um 7-halb acht ins Bett geht...
    Also dann wünsch ich dir noch alles Gute und vielleicht konnt ich dir ein wenig helfen...
    Liebe Grüße
    Dany und Jonas
     
  8. Hallo Silke,

    ich weiß ganz genau, wie es Dir geht, ich bin nicht alleinerziehend (na ja, irgendwie schon, weil mein Mann eigentlich IMMER arbeitet und ich auch keine Unterstützung habe). Ich kenne das genau, es ist beinahe unmöglich, irgendwas im Haushalt zu machen, wenn der Kleine dabei ist. Ich mache das jetzt so, daß ich den Haushalt nur mache, wenn er schläft - ob mittags oder abends, und ich versuche, mir nicht zu viel vorzunehmen, um nicht zu sehr gestreßt zu werden, z.B. jeden Tag außer der Küche und was sonst noch ansteht, ein Zimmer aufräumen und zu putzen, dann kommen sie alle regelmäßig dran und es gelingt mir, einigermaßen Ordnung zu halten. Aber es kommen auch immer wieder Tage, an denen alles aus dem Ruder gerät und alles hier total chaotisch wird und dann komme ich nicht mehr nach.

    Also, ich wollte Dich ganz bestimmt nicht kritisieren. Ich habe nur nicht verstanden, daß es für Dich sehr wichtig ist mit den Zeiten. Ich habe gedacht, wenn es nur um eine Stunde Unterschied geht und er dann auch in jedem Fall durchschläft, dann macht es für Dich vielleicht keinen großen Unterschied und Du setzt Dich nur zu sehr unter Druck mit diesem "idealen" Tagesablauf. Aber wenn es wichtig ist und es ihm außerdem anders besser geht, dann ist es natürlich was anderes. Es weiß ja sowieso niemand besser als Du, was für ihn gut ist :jaja:

    Für mich klingt das, was Du schreibst, auch sehr vernünftig und gut, ich habe auch den Eindruck, daß ihr das prima macht. Es wird sich schon alles wieder einpendeln und mach Dir nicht zu viel Druck! Mal zu schnullern statt zu arbeiten ist sicherlich auch sehr nötig.

    Liebe Grüße, Natascha
     

Diese Seite empfehlen

Die Seite wird geladen...