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Handhabung von Hangreiflichkeiten

im Rund um die Erziehung Forum auf Schnullerfamilie - Das Elternforum mit Herz und Verstand; Neulich hatte ich ein etwas schwieriges Thema mit einer anderen Mutter aus der Vorschule. Ihr ...
  1. #1
    Miss Velo High Heels Avatar von Zaza
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    Handhabung von Hangreiflichkeiten



    Neulich hatte ich ein etwas schwieriges Thema mit einer anderen Mutter aus der Vorschule. Ihr Sohn bekommt manchmal die Attaken eines Mitschülers ab. Ihr Sohn ist etwas kleiner und schmächtiger als die anderen und somit körperlich unterlegen. Ein anderer Schüler ist dagegen etwas kräfiger, grösser und auch kampflustiger... Leider. Ausserdem wohnt der nun auch noch der Familie genau gegenüber.

    Als der nun ihren Sohn mal wieder drangsalierte, forderte sie ihn auf, das zu unterlassen und sich bei ihrem Sohn zu entschuldigen. Die ganze Sache artete etwas aus; ich hätte genauso reagiert. Die Mutter des 'Uebeltäters' nahm ihr das krumm und meinte, der andere solle sich doch wehren.

    Ich selbst sage Lukas, dass er jemandem zunächst klar und deutlich sagen soll, dass er aufhören muss. Das geschieht zwei Mal. Wenn sich dann nichts ändert, darf er denjenigen wegschieben. Wenn's immer noch nicht hilft, soll er Lehrer/Erwachsenen/mich dazuholen. Ich musste zwar bis jetzt nur ein bis zwei Mal einschreiten, aber war dann auch nicht verlegen, einem anderen Kind die Meinung zu blasen. Und ich wäre auch absolut damit einverstanden, dass das eine andere Mutter bei meinem Kind täte.

    Die Reaktion von der anderen Mutter verstehe ich nicht. Wehren - ja, aber doch nicht durch Zurückhauen! Oder ab einem gewissen Punkt doch?

    Meine Methode funzt zwar bis jetzt, aber Lukas ist auch kein defensiver Typ, genausowenig ist er aggressiv.

    Wie schaut's so bei Euch?

    Zaza
    Zaza und 'Lucky Luke' *22. Juli 2004

    Wer zu lang ein Auge zudrückt, machts irgendwann nur noch um besser zielen zu können...

  2. #2
    Prinzessin auf der Palme Avatar von Susala
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    AW: Handhabung von Hangreiflichkeiten

    Mein Kleiner ist kleiner und zierlicher. Körperlich ist er sicherlich unterlegen, aber er hat "eine große Klappe" und ein sehr ausgeprägtes Selbstbewußtsein. Somit haben wir das Problem zum Glück nicht.

    Wenn zwei Kinder einen Konflikt nicht gut lösen können, würde ich nicht fordern, dass der Schwächere lernt besser zu Schlagen.
    Die Kitaerzieherin meines Sohnes übt mit den Kindern, dass sie ihren Streit selber verbal regeln. Sie unterstützt sie dabei.
    Das finde ich einen schönen Weg.

    Allgemein finde ich Erwachsene sollten eingreifen, wenn Kinder ihre Konflikte nicht sinnvoll selber lösen können. Ich würde das tun und würde das Recht einer anderen Mutter auch einräumen.

    Ich fragte mal eine Mutter, die ihren Sohn gerne schlagen läßt, ob sie es auch gut finden würde, wenn ich ausnutzen würde, dass ich größer und stärker sei als sie.
    Susala mit großem Zwerg (September 2004) und gar nicht so kleinem Maikäfer (1. Mai 2012)

    Janna








  3. #3
    Miss Velo High Heels Avatar von Zaza
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    AW: Handhabung von Hangreiflichkeiten

    Zitat Zitat von Susala Beitrag anzeigen
    Ich fragte mal eine Mutter, die ihren Sohn gerne schlagen läßt, ob sie es auch gut finden würde, wenn ich ausnutzen würde, dass ich größer und stärker sei als sie.
    Ich frage mich auch, ob die Mutter des grösseren Buben DAS cool fände. Ich bin nämlich auch grösser als die...
    Zaza und 'Lucky Luke' *22. Juli 2004

    Wer zu lang ein Auge zudrückt, machts irgendwann nur noch um besser zielen zu können...

  4. #4
    ela
    ela ist offline
    Süße Avatar von ela
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    AW: Handhabung von Hangreiflichkeiten



    aus Erfahrung muss ich leider sagen, dass das ein schwieriges Thema ist.

    Ich bin, genau wie Du der Meinung: erst reden, sagen man möchte dies, jenes nicht, auch nochmal reden und wenn das nicht fruchtet Hilfe suchen bzw. wegschubsen und gehen.

    Bei Maxi hat das nicht funktioniert. Es kommt halt auf die Kinder an, denke ich heute. Maxi hat auch immer geredet, geredet, geweint, geredet, die 2 Kindern von denen ich jetzt rede hatten das dann raus, dass er sich NICHT wehrt und ihn weiter geärgert. Das ging dann teilweise so weit, dass Maxi dann soooo wütend war, nicht wusste wohin mit seiner Wut, und dann einen STuhl hoch genommen hat und den dann werfen wollte :entsetz:

    Ich hab dann allen Ernstes meine Taktik geändert und ihm gesagt, dass er sich eben nicht alles gefallen lassen muss, und er bei diesen Kindern vielleicht auch einfach mal zurück hauen soll!! Die verstanden meiner Meinung nach keine anderer Sprache. Und, was war? Mein Maxi wollte das aber nicht, er wollte niemanden hauen, er wollte reden

    Die 2 Kinder waren die Kinder zweier befreundeter Familien, die auch die Einstellung hatten, er solle sich halt wehren dann würden sie schon aufhören ihn zu ärgern Wir haben den Kontakt aufs Minimum beschränkt.

    Laurenz hingegen haben wir dann etwas anders erzogen, eben aus der Erfahrung heraus. Auch bei ihm steht reden und Hilfe holen an erster STelle, wenn das aber alles nix hilft, dann haut er eben auch mal zurück. Kommt nicht oft vor, dass das nötig ist, aber er wehrt sich zur Not halt auch nicht nur verbal und er hat unsere Unterstützung dabei. Er kann da gut mit umgehen (wird jetzt also nicht unangebracht gewalttätig) und eben wegen der Erfahrung finde ich das auch gut so.

    Schwierig, wie ich eingangs ja schon schrieb.

    Ich hoffe, Eure Bekannten finden eine gute Lösung für alle.

    Ela
    Maximilian 28.07.1992
    Laurenz 06.09.2002


    Laumax





  5. #5
    Familienmitglied Avatar von Juli
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    Im Hafen..... ;-)
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    AW: Handhabung von Hangreiflichkeiten

    Zitat Zitat von ela Beitrag anzeigen
    Laurenz hingegen haben wir dann etwas anders erzogen, eben aus der Erfahrung heraus. Auch bei ihm steht reden und Hilfe holen an erster STelle, wenn das aber alles nix hilft, dann haut er eben auch mal zurück. Kommt nicht oft vor, dass das nötig ist, aber er wehrt sich zur Not halt auch nicht nur verbal und er hat unsere Unterstützung dabei. Er kann da gut mit umgehen (wird jetzt also nicht unangebracht gewalttätig) und eben wegen der Erfahrung finde ich das auch gut so.

    Und genau so handhaben wir es hier nun auch!

    Meine Tochter scheint wohl das Hier-kann-man -raufhauen-Kind des Kindergartens zu sein.

    Drangsaliert wird sie von einigen wenigen, aber das zieht soweite Kreise, dass wir dann massive Probleme zu Hause haben. Sie ist mit den Nerven fertig.

    Gespräche mit dem KiGa brachten nichts, ne, in deren Augen ist sie auch noch selbst Schuld, was lässt sie auch den einen Junge (vor dem sie Angst hat, berechtigt) mit spielen. Kein Wunder das der dann haut.

    Rücke stärken, das war das einzigste... Das haben wir auch gemacht. Zu Hause hat sie verstanden, doch wieder in der Situation drin hat sie dann gesehen, was das bringt, nichts!!! Stattdessen bekommt betreffendes Kind auch noch ne Belohnung.

    Also habe ich ihr jetzt gesagt, sie soll nachdem nichts hilft, eben auch zurück hauen. Aber niemals nicht, einfach so drauf los, sondern nur wenn ihr wirklich weh getan wird und sämtlichen verbalen Versuche fehlschlagen.
    Liebe Grüße
    Juli und Frechdachs

  6. #6
    yupp its just me Avatar von yuppi
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    AW: Handhabung von Hangreiflichkeiten

    Ich erkläre das Junior genau wie du, Zaza.

    Zurückschlagen gibts nicht.

    Dann ehr schlau sein und aus der Situation rausgehen.

    MEIN Junior ist nämlich ehr der mit dem "Ich-wehr-mich-erwisch-doch-mich" Stempel auf der Stirn.
    Liebe Grüße
    Annette mit '99 & '92


    "Life should NOT be a journey to the grave with the intention of arriving safely in an attractive and well preserved body,
    but rather to skid in sideways, Champagne in one hand - strawberries in the other, body thoroughly used up, totally worn out and screaming
    - WOO HOO - What a Ride!"

    Klick for me!!!PLEASEEE

  7. #7
    Eos
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    Familienmitglied Avatar von Eos
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    AW: Handhabung von Hangreiflichkeiten

    Zitat Zitat von ela Beitrag anzeigen

    Auch bei ihm steht reden und Hilfe holen an erster STelle, wenn das aber alles nix hilft, dann haut er eben auch mal zurück. Kommt nicht oft vor, dass das nötig ist, aber er wehrt sich zur Not halt auch nicht nur verbal und er hat unsere Unterstützung dabei. Er kann da gut mit umgehen (wird jetzt also nicht unangebracht gewalttätig) und eben wegen der Erfahrung finde ich das auch gut so.
    So vermiteln wir es Noah auch und ich glaube, wir fahren ganz gut damit.

    Er weiß, dass wir körperliche Gewalt als Mittel der Konfliktlösung ablehnen und er löst seine Probleme auch sehr gut verbal oder indem er sich zurückzieht. Wenn es aber zu bunt wird und er arg bedrängt wird, darf er sich wehren. Ich habe allerdings aus der Kita noch nie etwas gehört, dass er in eine Tätlichkeit verwickelt gewesen wäre.
    Mama 12/84 und Quatschkopf 09/04 plus Knutschkugel 10/07

  8. #8
    Miss Velo High Heels Avatar von Zaza
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    AW: Handhabung von Hangreiflichkeiten

    Die Haltung von Ela ist mir total begreiflich. Es gibt effektiv Menschen, die nur drastische Signale und Sprache verstehen. Obwohl das wirklich der allerletzte Notnagel ist.

    Kurios finde ich allerdings, dass einige Eltern ein total 'weichgespültes' Bild von ihren Kindern haben. Mutter von betreffendem Kind artikuliert sich so, dass IHRER das doch nie tun würde - und stellt auf der anderen Hand die Regel auf, dass sich gewehrt werden soll.

    Hmmh...

    Nicht wahrhaben wollen drängt sich auf, aber warum? Problem haben ist nicht wüst, nichts dagegen machen sehr wohl.

    Zaza
    Zaza und 'Lucky Luke' *22. Juli 2004

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