AhaDas Schmücken des Weihnachtsbaumes entstand aus dem Brauch, selbstgemachte Geschenke und Opfer für den Sonnengott an den Julbaum zu hängen.
Liebes Kalenderchen,
wieder mal ein sehr interessanter Ausflug in die Geschichte
Dankeschön und einen schönen Tag, erst heute früh haben wir davon gesprochen, daß die Tage ab morgen wieder länger werden.
Evelyn
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21. Dezember
im Adventskalender Forum auf Schnullerfamilie - Das Elternforum mit Herz und Verstand; Die Nacht vom 20. auf den 21. Dezember ist die längste Nacht des Jahres. In ...- 20.12.2005, 23:11 #1KalenderGast
21. Dezember
Die Nacht vom 20. auf den 21. Dezember ist die längste Nacht des Jahres. In dieser Nacht findet die Umkehr der Deklinationsbewegung der Sonne statt, daher wird diese Nacht auch Wintersonnenwende genannt. Gleichzeitig markiert der 21. Dezember den Winteranfang.
In vielen antiken und mittelalterlichen Kulturen und in einigen Religionen stellte die Wintersonnenwende ein wichtiges Fest des Lichtes dar, das allerdings nicht notwendigerweise genau in der Sonnenwendenacht gefeiert wurde. Die Römer feierten am 25. Dezember ein Fest zu Ehren des Gottes der unbesiegten Sonne, Sol Invictus. Die germanischen Völker feiern traditionell zur Wintersonnenwende ihr Julfest, in Vorderasien wird im Mithraskult die Geburt des Lichtgottes gefeiert. Der Hinduismus kennt das Fest "Makar Sankranti", bei dem man sich um Aussöhnung mit Angehörigen und Nachbarn bemüht und sich auf ein gutes neues Jahr vorbereitet. Das christliche Weihnachtsfest, also die Geburt Jesu, wurde im Jahr 217 n. Chr. extra auf den 24. / 25. Dezember verlegt, um die uralten, heidnischen Bräuche einzudämmen und in den christlichen Ritualen zu kanalisieren.
Am interessantesten ist zweifelsohne das keltische Julfest als Fest des Lichtes, der Hoffnung und des Lebens. Es machte den Menschen bewusst, dass sie nicht ewig in Kälte und Dunkelheit gefangen waren. Um Jul ranken sich eine Menge Mythen und Legenden. So gebiert in einer Legende zur Wintersonnenwende die Göttin (= die Große Erdmutter) den Gott (= das Licht, die Zeugungskraft der Natur, Ing, Freyr). Der Gott wird groß, und zu Beltane, also dann, wenn die Natur auf dem Höhepunkt ihrer Fruchtbarkeit steht, wird er der Mann der Göttin. Das Fortbestehen des Lebens ist dadurch gesichert, der Gott stirbt zur Herbsttagundnachtgleiche, um zur nächsten Sommersondenwende wiedergeboren zu werden.
Eine ähnliche Legende findet sich in der Edda. Dort wird der Lichtgott Balder, Sohn der Göttin Frigg (Frigga), zur Sommersonnenwende getötet, um zur Wintersonnenwende wiedergeboren zu werden. Auch Odin wird mit den Sonnenwenden, die das Jahr in helle und dunkle Hälften teilen, in Verbindung gebracht. So hat er mit List und Tücke der Riesin Rind (Rinda) ein Kind gezeugt. Dieses Kind namens Vali soll den Tod des Lichtgottes Balder rächen. Odins Frau Frigg (Frigga) ist ob des ständigen Fremdgehens so erzürnt, dass Odin es vorzieht, freiwillig in die Verbannung zu gehen (Wintersonnenwende). Bis zu Odins Rückkehr (Sommersonnenwende) regiert Ullr als würdiger Vertreter Odins. Die Rückkehr Odins läutet dann die helle Jahreszeit ein.
Zum Feuerfest Jul gibt es eine Menge Rituale. Ursprünglich wollten die Menschen mit Rauchopfern, Gebeten und Feuern die Sonne dazu bewegen weiterzuziehen. Die größte Angst damals war nämlich, die Sonne könne einfach stehenbleiben und die Menschen in ewiger Kälte und Dunkelheit zurücklassen. Viele der heutigen Weihnachtsbräuche stammen aus der vorchristlichen Zeit. Überall brennen Lichter, Feuer und Kerzen, um die Wiederkehr des Lichtes zu feiern. Das Schmücken des Weihnachtsbaumes entstand aus dem Brauch, selbstgemachte Geschenke und Opfer für den Sonnengott an den Julbaum zu hängen.
Zu Jul wurden traditionell die Herdfeuer gelöscht, um mit dem Julscheit, einem Eichenscheit aus dem großen Julfeuer, wieder angezündet zu werden. Auch das (Aus-)Räuchern des Hauses und die daraus entstandenen Rauhnächte (die zwölf Nächte vom 24. Dezember bis zum 6. Januar; die Träume in jeder dieser Nächte bestimmen das Geschehen in einem Monat des Folgejahres) geht auf uralte Mythen zurück. Duftender Rauch galt als Nahrung der Götter, also wurde geräuchert, um dem Sonnengott soviel Kraft wie möglich zu geben. Die Mistel war bei den Germanen die heilige Pflanze des Sonnengottes, also wurden Mistelzweige als Fruchtbarkeitssymbol aufgehängt. Noch heute gibt es den berühmten Kuss unter dem Mistelzweig.
Ebenfalls eine lange Tradition hat das vorweihnachtliche Plätzchenbacken. Das runde Gebäck symbolisiert den Kreis des Lebens und das Sonnenrad. Früher wurde zu den Plätzchen Met (Honigwein) getrunken. Met galt als Sonnengetränk und war heilig. Der Tanz der Bienen, die den notwendigen Honig für Met liefern, galt als Huldigung an die Sonne.
Die Unsitte, jedes Jahr zum "Fest des Lebens" hunderttausende von Bäumen abzuschlagen und somit zu töten, gab es bei unseren keltischen Vorfahren nicht. Sie schmückten einen lebendigen Baum (meist eine Eiche), der sich in einem heiligen Hain befand und kurzerhand zum Julbaum erklärt wurde, mit Äpfeln und Kerzen und tanzten und feierten dann um diesen Baum herum.
Mehr und mehr Menschen besinnen sich heutzutage auf die alten Mythen und nehmen sie zur Grundlage für ihre eigenen, abgewandelten Rituale. Das ist ein schöner Gedanke zum Fest des Lebens und des Lichtes.Geändert von Jacqueline (27.02.2008 um 08:12 Uhr) Grund: Bilder-Link entfernt auf Wunsch
- 21.12.2005, 07:44 #2
AW: 21. Dezember
- 21.12.2005, 07:46 #3
AW: 21. Dezember
Oh ja, ab heute gehts wieder aufwärts.
Zitat von Evelyn Kathi mit Tim
Im alten Troja versteckten sich Menschen in Pferden, heutzutage verstecken sich Pferde in Lasagne.
- 21.12.2005, 12:58 #4
AW: 21. Dezember
ui, soo viel Input in der Mittagspause

aber trotzdem
ich hab hier mehr Spaß als ein Tornado auf dem Campingplatz ..
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Junior *11.o7.199o
Krümel *28.o6.2oo4
- 21.12.2005, 18:23 #5Stefan70Gast
AW: 21. Dezember
Für mich ist der 21. Dezember immer ein Tag der Hoffnung!
Denn die Tage werden endlich wieder länger....das Licht kehrt zurück und so gehen meine Winterdepressionen.
Danke!
- 21.12.2005, 23:07 #6KalenderGast
AW: 21. Dezember
*schübsle*
- 22.12.2005, 21:57 #7GrisuGast
AW: 21. Dezember
Danke für diese "Hintergründe" rund ums Weihnachten.
Wir sprachen auch darüber, dass die Tage wieder länger werden - und unser Sohnemann gleich darauf, dass er ab jetzt auch immer länger aufbleiben darf.
Lieben Gruß
Christine

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Evelyn 